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Oberbekleidung

Oberbekleidung
Kennen Sie das wichtigste Kriterium für ökorrektes Styling? Und wissen Sie, was "saubere" Kleidung von Ex-und-Hopp-Mode unterscheidet? Utopia verrät Ihnen mehr.

Einkaufstipps
• Das wichtigste Kriterium für ökologische Kleidung heißt „Langlebigkeit“. Robuste und pflegeleichte Sachen, die zum Lieblingsstück avancieren können – sind die richtige Wahl.
• Herstellung: KLeidung sollte sauber aber auch sozialverträglich hergestellt sein, also ohne Kinderarbeit und zu fairen Preisen produziert werden.
• Auch wenn Sie noch so billig sind: Keine „Ex-und-hopp-Mode“-Klamotten kaufen – wer über sieben Modezyklen im Jahr mitmacht, kann die Umwelt nicht entlasten.
• Stichwort „Altkleidersammlung“. Um sicherzugehen, dass die alten Lieblingslieblingstücke auch wirklich für einen guten Zweck verwendet werden und bei den Richtigen landen: Laden Sie die Liste mit vertrauenswürdigen Sammelprojekte herunter: www.fairwertung.de
• Wer sich zum Thema einlesen möchte, dem sei das Buch „Saubere Sachen. Wie man grüne Mode findet und sich vor Öko-Etikettenschwindel schützt“ von der Textil-Expertin und langjährigen Greenpeace-Redakteurin Kirsten Brodde ans Herz gelegt. Unter www.gruenemode.de bloggt sie regelmäßig zum Thema.
Hier ein paar von Kirsten Broddes Tipps in aller Kürze: Klassiker kaufen – auf Qualität setzen und auf handwerklich gut gemachte Kleidung achten (auch eine Öko-Jeans sollte zehn Jahre halten) – Umsteigen auf Biobaumwolle – weniger und umweltfreundlich waschen!

Wussten Sie dass ...

• Mindestens 28 Kleidungsstücke im Jahr kauft jeder Deutsche. Nach Angaben des Bundesamts für Statistik gibt ein Privathaushalt ganze 888 Euro für Kleidung aus.
• Vom aktuellen Bio-Boom profitiert auch die Öko-Mode. Ökokleidung ist nicht länger ein reines Nischenprodukt, sondern wird auch für große Textilketten ein immer wichtigeres Thema. So gehört die Bekleidungskette C & A zu den weltweit größten Abnehmern von Bio-Baumwolle.
• Nicht immer ist alles wo bio draufsteht, auch von Anfang an „Bio“. So dürfen beispielsweise Jeans, die chemisch gebleicht wurden, trotzdem das Etikett 100 Prozent Biobaumwolle tragen.
• Es muss nicht immer nur Baumwolle sein. Denn die Stauden sind extrem wasserbedürftig: Rund 2000 Liter Wasser sind nötig, um genug flauschige Samenfäden für ein T-Shirt zu ernten. Das geht nicht ohne künstliche Bewässerung. Andere Naturfasern wie Flachs oder Hanf (Leinen) sind da erheblich umweltfreundlicher.
• Exotische Fasern aus Sisal, Nessel, Kokos oder Kapok sind heute meistens Kunstfasern. Werden sie umweltgerecht recycelt und wiederverarbeitet, stellen sie ebenfalls eine sinnvolle Alternative dar.
• Den höchsten Anspruch an ein umweltfreundliches Kleidungsstück stellt das GOTS-Siegel (Global Organic Textile Standard) - es umfasst den ganzen Weg der Kleiderproduktion: von der Pflanzung, über Ernte, Verarbeitung bis hin zu den sozialen Standards. Kleider, die mit diesem Siegel gekennzeichnet sind, kann man mit gutem Gewissen kaufen.


Empfehlenswerte Siegel und Kennzeichen


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