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Damen-Jeans

Damen-Jeans
Die Suche nach der neuen Lieblingsjeans ist für viele eine Zerreißprobe. Denn ist der Schnitt gut, gibt’s die Größe nicht mehr. Stimmt die Größe, sind Farbe oder Schnitt falsch und so weiter. Der Öko-Aspekt macht die Sache da nicht einfacher.

Tipps für den Jeanskauf

  • These Jeans are made from... eine echte Eco-Jeans hat aus erstklassiger kbA- oder Biobaumwolle zu sein. Der Wassereinsatz ist zwar nur geringfügig niedriger, aber da keine Pestizide eingesetzt werden dürfen, gibt es kaum Grundwasserverschmutzung. Und Organic Cotton wird fast immer fair gehandelt.
  • Im besten Fall hat die Jeans sogar gesteppte Nähte statt Nieten, Knöpfe aus Kokosnussschale statt aus Metall und wurde unter menschenwürdigen Bedingungen genäht.
  • Schnuppern Sie vor dem Kauf an der Neuen. Und lassen Sie keine Jeans mit einem deutlichen chemischen Geruch an ihre Haut. Macht auch der Umwelt mehr Spaß!
  • Die nächste Lieblingsjeans kommt bestimmt: Schadstoffgeprüfte Textilien stellen sicher, dass keine problematischen Stoffe in der Kleidung vorhanden sind.
  • Better raw than used! Der Look muss stimmen, aber damit Jeans etwa den abgewetzten „Used-Look“ kriegen, werden sie häufig mit chlorhaltiger Lauge gebleicht (die Haut sagt igitt, die Umwelt auch).
  • Meiden Sie „Easy-Wash“-Jeans mit Textilzeichen wie „bügelfrei“ oder „pflegeleicht“. Die perfekt sitzende Jeans zu finden ist zwar schwer genug, aber tun Sie sich diesen Gefallen. Denn diese Textilzeichen weisen darauf hin, dass Kunstharze in den Stoff eingelagert wurden, um das für Naturfasern typische Knittern und Einlaufen zu verhindern. Die dazu verwendeten Harze enthalten u.a. Formaldehyd, das beim Bügeln oder durch Schweiß freigesetzt wird und in die Haut gelangen kann.
  • Waschhinweise bei sehr dunklen Jeans wie etwa „Separat waschen“ oder „fade out“ bedeuten, dass im Stoff noch viele lose Farbstoffe stecken.
  • Erkennen Sie die Zeichen und achten Sie beim nächsten Jeans-Shopping ruhig auf ein Gütezeichen. Bislang findet man noch nicht viele Modelle, aber es werden mehr.
  • Informiert der Hersteller im Internet über seine Produktionsbedingungen, seinen „Code of Conduct“, unterstützt er fairen Handel und so weiter? Ein toller Service: Manche Hersteller legen ihren Produkten direkt „Reisepässe“ bei.
  • Aufgepasst: Gerade die Textilindustrie ist undurchsichtig. Zum Beispiel wird zwar Biobaumwolle organisch angebaut, aber der Begriff „Organic Cotton“ ist nicht geschützt. Theoretisch kann also jeder mit Biobaumwolle werben, auch wenn er seinen Textilien nur einen geringen Anteil beimischt.

 

Der Umwelt-Aspekt

Jeans sind mit einer Produktionsreise von durchschnittlich zirka 19.000 Kilometern nicht selten in mehr Länder gelangt als der spätere Besitzer. Um eine Jeans herzustellen, braucht man bis zu 40.000 Liter Süßwasser. Und damit das hochsensible Baumwollpflänzchen je zum fertigen Stoff wird, werden Unmengen von Chemikalien eingesetzt, die das Grundwasser vergiften – sogar dann, wenn die Pflanzen durch Genmanipulation gegen Ungezieferbefall und Co. resistent gemacht wurden.

Anders bei Denims aus Biobaumwolle. Gentechnisch verändertes Saatgut ist beim Anbau von Bio-Baumwolle verboten und selbstverständlich wird auch auf chemisch-synthetischen Pflanzenschutz- und Düngemitteln verzichtet. Die Farmer werden also keinen giftigen Chemiecocktails ausgesetzt, das Grundwasser bleibt sauberer und man selbst kann sicher sein, dass keine schädlichen „Reststoffe“ in den Fasern stecken. Statt in anfälligen Monokulturen wird Biobaumwolle in naturfreundlichen Mischkulturen angebaut. Die Bodenfruchtbarkeit bleibt erhalten, und die Erträge sind über viele Jahre stabil. Handelt es sich um ein fair gehandeltes Label, bekommen die Produzenten außerdem Abnahmegarantien und einen fairen Preis für ihre Baumwolle. Put your (kbA) Jeans on!

 

Experten-Tipp

von Christoph Dahn, GTB Good True Beautiful GmbH & Co. KG:
„Den Herstellern ruhig mal ans Leder gehen und beim Kauf von Leder-Turnschuhen nachhaken: Fragen Sie im Geschäft, ob das Leder mit Chromsalzen gegerbt wurde! Diese hochgiftigen Salze sind eine enorme Belastung für die Menschen, die damit arbeiten. Sie sind extrem schwer abbaubar und verseuchen das Grundwasser. Deshalb: Je größer die Nachfrage, desto eher werden die Hersteller umdenken und auf umweltverträgliche Gerbverfahren umsteigen!“

 

Lesenswertes auf Utopia zur grünen Mode:

Foto: photocase / evali



Empfehlenswerte Siegel und Kennzeichen


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