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Wer in Zukunft gut vorwärts kommen möchte, sollte auf ein energieffizientes Fahrzeuge umsteigen. Denn je weniger ein Wagen verbraucht, desto niedriger ist auch der CO2- und Schadstoffausstoß  – alles zusammen entschieden besser für Umwelt und Gesundheit.

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Einkaufstipps

  • Entscheiden Sie sich für ein Modell, das wenig verbraucht, weder der Gesundheit noch dem Klima schadet und technisch vorne ist! Beim VCD (www.vcd.org) gibt es jedes Jahr eine aktualisierte Auto-Liste mit den sparsamsten und umweltfreundlichsten Modellen. Weitere wertvolle Tipps unter www.besser-autokaufen.de
  • Je mehr Sprit ein Auto verbraucht, desto mehr CO2 kommt aus dem Auspuff!
  • Autobahnauto, kleiner Stadtflitzer oder geräumiges Familienauto? Wählen Sie ein Modell, das ihren mobilen Bedürfnissen entspricht und einen dafür optimierten Verbrauch hat.
  • Die wichtigsten Kriterien für einen „nachhaltigen“ Kauf sind: Motor, Treibstoff (Verbrauch, gemessen an der Menge CO2, die pro gefahrenen Kilometer freigesetzt wird) und der Schadstoffausstoß.
  • Rechnen Sie vor dem Kauf aus, wie Ihre Klimabilanz im Straßenverkehr aussähe. Seit November 2004 müssen Hersteller ihre Kunden über den CO2-Ausstoß ihrer Autos informieren, z. B. auch in ihren Prospekten.
  • Die gesetzliche CO2-Begrenzung kommt bestimmt: Ab 2012 sollen in der EU verkaufte und zugelassene Autos maximal unter 120 Gramm CO2/pro Kilometer ausstoßen. Ein Fahrzeug mit höherem CO2-Ausstoß kann dann teuer werden. Schon jetzt haben viele Hersteller mindestens ein Modell im Angebot, dass diesen Zukunftsvorgaben entspricht!
  • Vergleichen Sie den CO2-Ausstoß Ihres Wunschfahrzeugs mit dem ähnlicher Fahrzeuge. Die Hersteller werben immer mit einem „niedrigen“ CO2-Wert.
  • Achten Sie unbedingt auf die Schadstoffklasse 4! Um künftigen Fahrverboten zu entgehen, sollte Ihr neues Auto auch in Sachen Schadstoffausstoß umwelttechnisch vorn sein – also gerade beim Kauf eines Gebrauchtwagens auf die Schadstoffklasse 4 achten! (Bei Neufahrzeugen gibt es nichts anderes als Euro 4.)
  • Absolutes Must-have beim Kauf eines Diesel-Fahrzeugs ist ein Rußpartikelfilter! Ab 2010 werden noch strengere EU-Grenzwerte für Feinstaub mit den entsprechenden Fahrverboten in Kraft treten.
  • Hybrid-Modelle haben im Stadtverkehr Vorteile, denn bei „Stop-and-Go“ verbrauchen sie sehr wenig.
  • Erdgas verursacht rund ein Viertel weniger CO2 als Diesel und Benzin, auch der Anteil von anderen Schadstoffen ist hier um 80 Prozent geringer.
  • Denken Sie daran, Extras sind fast nie umsonst: Zusatzausstattungen wie Klimaanlage und Standheizung erhöhen nicht nur den Kaufpreis, sondern führen auch zu mehr Spritverbrauch – und zwar um bis zu 15 Prozent.
  • Es lohnt sich über Alternativen nachzudenken: beispielsweise den Zug, den Bus, S- oder U-Bahn zu nehmen. Oder Car-Sharing auszuprobieren, beispielsweise von StattAuto oder das von Stiftung Warentest ausgezeichnete DB Carsharing von der Deutschen Bahn <a href="http://www.dbcarsharing.de">www.dbcarsharing.de</a>

Der Umwelt-Aspekt

Wissenswertes zu alternativen Treibstoffen und Antriebsarten

  • Elektrischer Strom als Antriebsenergiequelle ist auf dem Vormarsch. In den Medien ist das Elektroauto ein richtiges Hype-Thema. Man kann hier schnell den Eindruck bekommen, dass wir kurz vor dem „elektromobilen“ Zeitalter stehen. Ein Eindruck der bei genauerer Betrachtung aber nicht richtig ist, denn beim Löwenanteil der vorgestellten Automobile handelt es sich um Concept Cars und anderen noch teilweise weit von der Serienreife entfernte Autos. Zwar arbeitet nahezu jeder große Autohersteller mehr oder weniger erfolgreich an einem entsprechenden Konzept. Problematisch ist hier, dass die bislang etablierten Fahrzeugkonzepte nicht einfach mit Elektromotoren ausgestattet werden können, weil sie dafür zu schwer sind. Der gesamte Fahrzeugbau muss daran angepasst werden. Im Klartext: Effiziente Elektroautos müssen vor allem leichter werden. Das noch weitaus größere Problem ist die Speicherung der Energie in den Akkus. Die bisher auf die Straße gebrachten Serienmodelle haben extrem schwere und komplizierte Akkueinbauten, denen es in aller Regel an Reichweite fehlt und die lange aufgeladen werden müssen. Die Energieausnutzung bei Elektromotoren ist auf jeden Fall höher als bei einem Verbrennungsmotor. Doch auch ein Elektroauto wird erst dann klimaverträglich, wenn auch sein Strom regenerativ gewonnen wird. Eine Nation, die mit Elektroautos aus Kohle- oder Atomkraftwerken mobil bleibt, hat den Sinn umweltfreundlicher Mobilität nicht verstanden.


  • Bio-Diesel wird in Deutschland meist aus Rapsöl hergestellt. Das ist relativ aufwändig und nicht so schadstoffarm, wie man denkt. Neuwagen mit Partikelfilter werden in der Regel nicht für Biodiesel freigegeben. Da der Gesetzgeber verordnet hat, dem Bio-Diesel auch herkömmlichem Diesel beizumischen, gibt es für reinen Bio-Diesel immer weniger Tankmöglichkeiten. Auch die Herstellung von Biodiesel ist nicht 100 Prozent umweltfreundlich: Wasser- und Energieeinsatz schmälern die Umweltbilanz hier immens.


  • Bio-Ethanol als Treibstoff ist nicht besonders empfehlenswert, da die Produktion sehr energieaufwändig ist und es zudem kein weitmaschiges Tankstellennetz gibt. Besser auch hier die Beimischung. Für alle so genannten Biokraftstoffe gilt zudem: Wenn weltweit zu viele Autos damit betrieben werden, steigen automatisch die Preise für Nahrungsmittel, weil die Anbauflächen und Rohstoffe eher für den lukrativeren Spritmarkt eingesetzt werden. Bekannt wurde dieses Phänomen durch die so genannte "Tortilla-Krise" in Mexiko Anfang 2007. Damals explodierten aufgrund starker Biosprit-Nachfrage die Preise für Mais, das dortige Grundnahrungsmittel. Tausende Menschen aus ärmeren Schichten standen plötzlich vor massiven Existenzproblemen, während in den USA die automobile Fortbewegung vorerst gesichert schien.


  • Erdgas (CNG) ist schadstoffarm, daher umweltfreundlich und vor allem günstig (bis 2018 steuerermäßigt und zurzeit um die Hälfte günstiger als Benzin). Der CO2-Ausstoß beträgt ein Viertel weniger als bei Benzinern und kann durch die Beimischung von Biogas noch weiter optimiert werden. Es gibt diverse Serienfahrzeuge, eine Umrüstung wird vom Verkehrsclub Deutschland jedoch nicht empfohlen. Die ca. 750 Zapfsäulen findet man allerdings fast nur in Ballungsräumen.


  • Flüssiggas/Autogas (LPG) ist ebenfalls bis 2018 steuerermäßigt und günstig, aber hat höhere CO2-Emissionen als Erdgas. Nur wenige Hersteller bieten LPG-Fahrzeuge serienmäßig an, viele Tiefgaragen sind zudem für LPG-Fahrzeuge gesperrt. Die Umrüstung eines konventionellen Verbrennungsmotors wird derzeit immer beliebter und vom VCD aber nicht mehr empfohlen. 


  • Hybridantriebe sind eine Kombination aus Elektro- und Benzinmotor. Die beim Bremsen entstehende Energie wird in der Regel für die Aufladung des Akkus rückgewonnen. Das führt zu bis zu 50 Prozent weniger Spritverbrauch, vor allem im Stadtverkehr und auf Kurzstrecken. Die Technik ist als sinnvolle Brückentechnologie auf dem Weg zur emissionsfreien Mobilität anzusehen, aber die wenigen Modelle sind oft noch vergleichsweise teuer.


  • Reiner Wasserstoff muss bislang sehr energieaufwändig hergestellt werden und ist viel teurer als Benzin oder Diesel. Bis die jetzigen „Brennstoffzellenautos“  serienreif sind, vergehen nach Angaben des Verkehrsclub Deutschland noch mindestens 20 Jahre. Laut der Meinung vieler Experten wird die Brennstoffzelle als Serientechnologie zudem nie wirklich rentabel sein, weil die erforderlichen Anlagen zu teuer sind. 

 

Wussten Sie, das ...
In der aktuellsten Auto-Umweltliste berichtet der Verkehrsclub Deutschland, dass kleinere Autos Konjunktur haben,  und sowohl Verbrauch als auch C02-Ausstoss sinken. Autohersteller, die nur wenige günstige PKW mit niedrigem Verbrauch anbieten, verlieren massiv Marktanteile. Maximal 130 Gramm CO2pro Kilometer sollen Autos, die in der EU gekauft und zugelassen werden, ab 2012 im Schnitt in die Luft pusten dürfen. Die Autolobby läuft Sturm gegen das EU-Vorhaben. Dabei bieten inzwischen fast alle Hersteller ein paar Modelle an, die weniger als 140 Gramm CO2pro Kilometer produzieren – was einem Verbrauch von 5,9 Litern Benzin und 5,3 Litern Diesel auf 100 Kilometern entspricht.

Beim Kauf eines Autos wird oft außer Acht gelassen, dass es nicht nur im Betrieb, sondern auch bei der Herstellung einen immensen Rohstoffverbrauch aufweist. Dabei spielen die verwendeten Werkstoffe für Karosserie, Fahrwerk, Innenausstattung etc. eine entscheidende Rolle. Aluminium als leichter Werkstoff für die Autoproduktion wird wegen des daraus resultierenden Einsparpotenzials hinsichtlich Kraftstoff oft gelobt. Doch auch hier ist es nicht ganz so einfach: Aluminium ist in der Gewinnung weitaus bedenklicher als Stahl als immer noch wichtigstes Metall in der Kfz-Herstellung. Wirklich ökologische Alternativen sind noch in der Entwicklungsphase, setzen sich aber immer stärker durch. Naturfaserverbundstoffe, zum Beispiel aus Hanffasern werden schon heute im Fahrzeugbau verwendet, bisher jedoch überwiegend für Innenausstattung oder Ähnliches. Für den Karosseriebau haben sich umweltfreundliche Verfahren bisher aufgrund der Kosten und Materialeigenschaften noch nicht in relevanter Weise durchsetzen können. Aus Gründen des Klimaschutzes und der Schonung der Energievorräte ist es trotzdem sinn­voll, ein Altauto, das einen hohen Kraftstoffverbrauch hat, durch ein Fahrzeug mit deutlich niedrigerem Verbrauch zu ersetzen. Die Emissionen bei der Herstellung eines Neuwagens spart man durch den geringeren Verbrauch schnell ein.

Apropos, lohnt sich ein Diesel noch? Der Verbrauch ist niedriger und der Sprit an der Zapfsäule günstiger, doch dafür sind Kaufpreis und die Kfz-Steuer höher. Ein Diesel rechnet sich daher nur noch für Vielfahrer. Ab 2010 werden außerdem strenge EU-Grenzwerte in Kraft treten, denen sicher auch Fahrverbote werden folgen.

Stichwort „Umweltzonen“: Deutsche Städte können seit März 2007 Umweltzonen ausweisen. Das heißt, Autos, die die Luft zu sehr verschmutzen, dürfen dann hier nicht mehr fahren. Auf Grundlage einer Kennzeichnungsverordnung werden Autos dazu in vier Schadstoffgruppen eingeteilt (Plaketten im Ampelsystem). Autos der schlechtesten Gruppe bekommen keine Plakette und müssen draußen bleiben. Bei Verschärfung der Bestimmungen muss man vor allem als Dieselfahrer mit Einschränkungen rechnen.

 

Der Experten-Tipp
Gerd Lottsiepen, verkerhspolitischer Sprecher des VCD (Verkehrsclub Deutschland)
"Wenn Sie ein Auto kaufen wollen, dann wählen Sie eins, das zu Ihrem täglichen Leben passt. Oft reicht da ein moderner Kleinwagen. Es ist besser für die Umwelt und die eigene Geldbörse, wenn man sich für eine Woche Kanu-Urlaub und den seltenen Transport von Großgeräten ein Auto ausleiht, statt Tag für Tag mit einem großen Kombi unterwegs zu sein.“

 

Foto: photocase / Nicco



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