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Sonnenschutz

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Sonnenschutz

Sonnenschutzmittel sollen Sonnengenuss ohne Reue schenken. Umweltschädliche Inhaltsstoffe wie Erdöl, Parabene, Formaldehyd, Silikone, synthetische Duftstoffe sollten da nichts zu suchen haben.


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Tipps für den Sonnenschutzmittelkauf

  • Der Sonnenschutz verlängert lediglich den Eigenschutz der Haut – der schwankt individuell, bei Hellhäutigen liegt er etwa bei zehn Minuten und bei dunkleren Hautypen dauert das länger: 20 bis 30 Minuten. Somit potenziert der Schutzfaktor des Sonnenmittels die Zeit, die eine Person in der Sonne aushalten kann.
  • Natürliche mineralische Sonnenschutzfilter belasten nicht wie chemische UV-Filter, die oft auch Allergien auslösen. Sie schützen die Haut sofort, da die Einwirk-Wartezeit für die chemischen Filter entfällt. Two-in-one: ein einziger Filter schützt vor UV-A und UV-B-Strahlen.
  • Lesen Sie das Kleingedruckte. Nicht jeder verträgt alle enthaltenen Inhalts- oder Duftstoffe. Folgende Substanzen tun weder der Haut noch der Umwelt gut: Silikone, Parabene, Erdölderivate wie Paraffinum liquidum.
  • Vorsicht geboten ist auch, wenn Wortverbindungen mit PEG bei den Inhaltsstoffen auftauchen. Sie werden oft für die Mallorca-Akne verantwortlich gemacht: PEG steht für Polyethylenglykole – dahinter stecken billige künstliche Emulgatoren, die Fett mit Wasser verbinden (z. B. Wortverbindungen mit Laureth, Pareth, Ceteareth).
  • Hier die wichtigsten gebräuchlichen Abkürzungen: Auf deutschen Produkten: LF oder LSF für „Lichtschutzfaktor“ oder ASF 2604:93 für „Australischer Standard“, der besagt, dass 90% der UV-A-Strahlen gefiltert werden. Auf amerikanischen Produkten SPF für „Sun Protection Factor“, der zirka um ein Drittel höher angeben wird als bei deutschen, französischen und britischen Produkten. Der Zusatz "photostabil" auf dem Produkt heißt, dass sich das Produkt nicht in der Sonne zersetzt.
  • Qualitativ hochwertige Sonnenschutzmittel haben ihren Preis. Vor allem Allergiker und besonders helle Typen sollten im Zweifel besser ein paar Euro mehr bezahlen, um eine Sonnenallergie zu vermeiden. Teure Produkte sind aber nicht automatisch ökologisch einwandfrei. Achten Sie deshalb beim Kauf unbedingt auf die entsprechenden Gütesiegel.

 

Der Umwelt-Aspekt

Zertifizierte Naturkosmetik-Hersteller werden von unabhängigen Stellen streng kontrolliert und haben sich freiwillig dazu verpflichtet, anspruchsvolle Kriterien in Sachen Gewinnung der Rohstoffe, Verarbeitung, Verpackung und deren Recycling einzuhalten. Ist die Verpackung umweltfreundlich und recyclingfähig? Bei vielen Kosmetikverpackungen wie Parfumflakons oder Tiegeln werden Materialien oft so kombiniert, dass sie sich gar nicht oder nur mit sehr viel Mühe trennen lassen.

 

Wussten Sie, dass ...?

  • Mit heller Haut sollten Sie nicht länger als 15 Minuten lang in die Sonne. Verwenden Sie am Strand oder im Schwimmbad mindestens Lichtschutzfaktor 30 und cremen Sie alle zwei Stunden nach.
  • Seit 2007 gibt es eine europaweite einheitliche Kennzeichnung der UV-A-Schutzleistung, die ab dem Sommer 2009 auch für alle Hersteller verbindlich wurde. Cremes, die nur einen Lichtschutzfaktor von zwei bis vier haben, bieten diesen Schutz nicht, gelten also nicht mehr als Sonnenschutzmittel. Alle Sonnenschutzmittel, die gemessen am UV-B-Schutz auch gleichzeitig einen ausreichenden UV-A-Schutz bieten, erkennt man in Zukunft an dem aufgedruckten „UVA-Kreis“. Das Verhältnis ist dabei 1:3. Eine Sonnencreme mit LSF 15 enthält also mindestens einen UV-Schutz von 5. Außerdem wird die Bezeichnung „Sunblocker“ abgeschafft, denn den Komplettschutz, den man sich davon verspricht, gibt es leider nicht.
  • Sonnenschutzmittel immer großzügig auftragen – sonst ist die gewünschte Schutzleistung natürlich nicht da.
  • Der zweitbeste Schutz sind Textilien. Hemden und T-Shirts haben je nach Farbe und Beschaffenheit einen LSF von 6-9, der Schatten eines Baumes zwischen 5-15. Vorsicht mit extrem hohen Lichtschutzfaktoren! Sie verführen oft zu unvernünftig langem Sonnenbaden, weil sie den Benutzer in falscher Sicherheit wiegen
  • Gerade Kinder müssen gut eingecremt werden, da die Eigenschutzfunktion der Haut erst um das 12. Lebensjahr herum voll ausgebildet ist. Die Haut von Babys, Kindern und älteren Menschen ist dünner und empfindlicher, sie sollten daher einen Sonnenschutz mit mindestens LSF 25 verwenden.
  • Gute Sonnenschutzprodukte sollten außerdem wasser- und schweißfest sein. Bei herkömmlichen Sonnenschutzmitteln wird das durch den kostengünstigen Zusatz von wasserabstoßenden Silikonölen erreicht. Natürliche Sonnenprodukte sind dagegen Wasser-in-Öl-Emulsionen, sprich wenig Wasser in viel hochwertigen ölhaltigen Substanzen wie Sesamöl, Avocadoöl oder Sheabutter, die sich nicht so leicht abwaschen lassen.
  • Praktisch: Sonnenschutz für Kinder (z. B. von Lavera) ist oft mit Pflanzenfarben gefärbt. So sieht man besser, ob die Creme gut verteilt ist – denn beim Einreiben verschwindet die Farbe.

 

Der Experten-Tipp
Roman Rößler, Vorstandsmitglied des BDIH:
„Achten Sie auf richtiges Eincremen: 2 mg Creme pro Quadratzentimeter Hautoberfläche entspricht dem vom Hersteller angegebenen Lichtschutzfaktor! Verzichten Sie in der Sonne  auf Parfüm oder Deos, hier können phototoxische Reaktionen ablaufen, also unschöne Pigmentflecken. Achten Sie grundsätzlich auf das UVA-Zeichen und das Haltbarkeitsdatum oder Tiegelsymbol (6M steht für „sechs Monate“ und heißt, Sie sollten diese Sonnencreme ein Jahr später nicht mehr benutzen).“

Lesenswertes zum Sonnenschutz bei Utopia:

Foto: photocase / daniel schoenen



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