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Fernseher

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Wer jetzt mit dem Gedanken an einen neuen Fernseher spielt, sollte vorher unbedingt Hirn und Haushaltskasse einschalten. Damit der Riesenbildschirm nicht zum Stromfresser wird. Lesen Sie mehr über LCD-Fernseher und Co. im Utopia-Einkaufstipp.


Tipps für den TV-Einkauf

  • Erkundigen Sie sich vor dem Kauf vor allem nach dem Stromverbrauch! Denken Sie an die Stromkosten über die nächsten zehn Jahre, denn so lange ist die durchschnittliche Lebensdauer eines TV-Geräts. Plasma-Geräte verbrauchen besonders viel Strom, je nach Größe und Typ fünf bis acht Mal so viel wie bei einem mittelgroßen Röhren-Fernseher.
  • Auch wichtig: ein leicht zugänglicher Netz-Ausschalter oder eine Abschaltautomatik und eine Stand-by-Leistung von unter 0,5 Watt.
  • Wählen Sie ein Gerät, das nicht aufwändiger ausgestattet ist als nötig. Überlegen Sie, welche Funktionen Sie wirklich nutzen und welche nur „nice-to-have“ sind. Denn: Jede Extrafunktion frisst auch Extrastrom.
  • Generell gilt: Kleinere Geräte verursachen auch weniger CO2.
  • Achten Sie auf Qualitätsurteile, beispielsweise von Stiftung Warentest und die unten empfohlenen Auszeichnungen. Die Euroblume garantiert beispielsweise die Verfügbarkeit von Ersatzteilen über sieben Jahre und eine recyclinggerechte Konstruktion der Geräte.
  • Bei LCD-Fernsehern: Hat das Gerät einen Energiesparmodus, oft als „Eco Mode“ bezeichnet? Diese automatische Kontrastregelung passt die Hintergrundbeleuchtung an Bildinhalt oder Umgebungshelligkeit an.
  • Auch sinnvoll: Geräte mit LED-Hintergrundbeleuchtung. Ihr Stromverbrauch ist bis zu einem Drittel geringer als bei klassischen LCD-Geräten. Zudem kommt diese Technik ohne Quecksilber aus.

Gut zu wissen: LCD-Geräte enthalten oft umweltbelastende Stoffe wie Cadmium und Quecksilber. Für die Gesundheit ist dies unbedenklich, da das Quecksilber in einem Röhrchen verkapselt ist. Wenn das Gerät nicht gerade fallengelassen wird, kann nichts ausdämpfen. Doch es ist in jedem Fall wichtig, die Geräte fachgerecht zu entsorgen.

Der Umwelt-Aspekt

Nach Angaben des BUND „verursachen LCD-Geräte mit einer Bildschirmdiagonale von 80 Zentimetern während ihrer Lebensdauer von durchschnittlich zehn Jahren Stromkosten zwischen 200 und 500 Euro, 160-Zentimeter-Plasmafernseher zwischen 600 Euro und 1.300 Euro. Das ist mehr als die Hälfte der Anschaffungskosten.“  

In vielen Prospekten und Datenblättern findet man zwar oft Unmengen von technischen Details, aber fast nie Informationen zum tatsächlichen Stromverbrauch. Wen wundert es, gibt es doch auch noch keine verpflichtenden Auflagen für den Hersteller, über den Energieverbrauch zu informieren. Dabei entstehen neunzig Prozent des Energiebedarfs, den ein Fernseher über seinen gesamten Lebensweg von der Herstellung bis zur Entsorgung hat, in der Nutzungsphase. Das gilt auch in Hinsicht auf die CO2-Emissionen.

Wussten Sie, dass ...?

Länger, größer, schärfer: Obwohl die Qualität des Fernsehprogramms immer wieder kritisiert wird, lief 2009 der Fernseher mit 212 Minuten täglich sogar fünf Minuten länger als im Jahr davor. Immer weniger Haushalte schauen dabei noch in ihren alten, klassischen Röhrenfernseher (46 Prozent). Wer sich heute einen neuen Fernseher kauft, trägt meist ein 32 Zoll (80 cm) LCD-Gerät nach Hause. Mit 47 Prozent Marktanteil der weltweiten Fernseh-Käufe führen diese deutlich vor den Plasma- und Rückprojektionsfernsehern (7 Prozent). Wenn in 2010 die Einführung des digitalen hochauflösenden Fernsehens HDTV weiter voranschreitet, werden größere Geräte mit besserer Bildqualität gefragter denn je sein.

 

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Foto: Vogelpieper, Quelle: photocase



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