Utopia: Die Verbrauchermacht - Unser Konsum verändert die Welt.

Geschirrspülmittel

Geschirrspülmittel
Maschine oder Handspülen, Pulver oder Tabs – das ist oft die Frage. Utopia verrät die wichtigsten Unterschiede zwischen Bio-Geschirrspülmitteln und konventionellen Hand- sowie Maschinenspülmitteln.

Tipps für den Einkauf von Geschirrspülmitteln

Für Handspüler: Besser zu Öko-Spülmitteln greifen. In diesen Reinigungsmitteln stecken keine Tenside (waschaktive Substanzen), die auf Erdölbasis hergestellt wurden. Diese sind für Wasserorganismen nahezu immer schwer abbaubar. In Bio-Spülmitteln werden stattdessen biologisch vollständig abbaubare Zuckertenside und Fettalkoholsulfate eingesetzt.
Für Spülmaschinen: Da Maschinenreiniger am besten mit weichem Wasser arbeiten, enthalten konventionelle Produkte als Enthärter bis zu 40 Prozent Phosphat und weitere schwer abbaubare, die Gewässer belastende Stoffe. Öko-Reiniger enthärten das Wasser mit Citraten und Salzen der Zitronensäure und enthalten garantiert kein Phosphat.
Pulver oder Tabs? Im Bioladen wird mittlerweile beides angeboten. Was es allerdings nicht gibt sind die „3-in-1-Tabs", da für diese Kombi-Produkte aus Reiniger, Klarspüler und Regeneriersalz zusätzliche, das Wasser belastende Chemikalien benötigt werden.

Der Umweltaspekt

Ob Hand- oder Maschinenspülen ökologisch sinnvoller ist, darüber gibt es keine pauschale Aussage, da hier viele Faktoren mit hinein “spülen“: Wird Ökostrom im Haushalt eingesetzt, wie großzügig gehen Handspüler mit Wasser und Spülmittel um. Beim Abwasch für eine vierköpfige Familie ist möglicherweise eine wassersparende 8-7-Liter-Spülmaschine sinnvoller.

Wussten Sie, dass...

• Laut Gesetzgebung müssen die Inhaltsstoffe bei Wasch- und Reinigungsmitteln nicht voll deklariert werden. Das bedeutet, dass viele die Gewässer belastende chemische Hilfsstoffe ungenannt bleiben dürfen. Dagegen setzen die Hersteller von Öko-Spülmitteln – und Reinigern auf Volldeklaration. Ein „Service“, der gerade für Allergiker wichtig ist.

• Tenside auf Erdölbasis sind weniger gut abbaubar. Im Primärabbau, bei dem die Tenside ihre waschaktiven Eigenschaften verlieren, müssen sie laut Gesetzgeber „nur“ bis zu 85 bis 95 Prozent biologisch abbaubar sein. Ob dabei anfallende Zwischenprodukte abgebaut werden können oder sogar giftig sind, spielt dann offiziell keine Rolle mehr. Öko-Reiniger setzen daher auf eine Abbaubarkeit über das gesetzliche Maß hinaus, eben zu hundert Prozent.

• Stichwort „Enzyme“: In Öko-Lebensmitteln sind gentechnisch hergestellte Enzyme verboten – für Öko-Reiniger gilt dies allerdings nicht. Die Mehrzahl der Bio-Hersteller verzichtet auf den Einsatz von Enzymen, obwohl sich mit ihnen eine bessere Reinigungsleistung auch bei niedrigen Waschtemperaturen lässt und so weniger von ätzendem Silikat eingesetzt werden muss.

Lesenswertes zum Thema Haushalt:



Empfehlenswerte Siegel und Kennzeichen


Ich habe eine Frage... zu Geschirrspülmittel

Sie haben noch Fragen, die diese Kategorie betreffen? Dann stellen Sie sie doch in unseren Guten Fragen!

Vermissen Sie einen Einkaufstipp? Dann schreiben Sie uns doch einfach!