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Wäschetrockner

Wäschetrockner
Es geht um mehr als nur ein wenig heiße Luft. Zwar wird in Deutschland noch nicht wie in den USA darüber diskutiert, ob man seine Wäsche im Garten aufhängen darf oder ob das eine Zumutung für die Nachbarn darstellt – aber wer weiß ...

Einkaufstipps

Effizienzklasse: Die effizientesten Geräte haben die Effizienzklasse A. Da Wäschetrockner sehr energieintensive Geräte sind, gibt es Trockner mit Klasse-A-Siegel erst seit 2006.
Trocknerarten:

  • Ablufttrockner saugen Luft aus der Umgebung an, heizen sie auf und leiten sie in die Trommel. Die Feuchtigkeit aus der Wäsche wird von der Luft aufgenommen und strömt über einen Abluftschlauch ins Freie. Die abgeführte Raumluft wird dabei durch Luft von außen ersetzt.
  • Gasbeheizte Ablufttrockner (Gastrockner) nutzen nicht Strom, sondern Erdgas als Energiequelle zur Aufheizung der Luft. Weil Erdgas einen höheren Wirkungsgrad als elektrische Energie besitzt, haben Gastrockner einen rund 50 Prozent niedrigeren Primärenergieverbrauch als konventionelle Ablufttrockner.
  • Kondensationstrockner führen der Wäsche die Luft zum Trocknen im Kreislauf zu. Die aufgeheizte (trockene) Luft wird in die Trommel geleitet und nimmt dort Feuchtigkeit aus der Wäsche auf. Anschließend wird der Wasserdampf, der in der heißen Luft enthalten ist, im Kondensator kondensiert und die getrocknete und abgekühlte Luft erneut aufgeheizt und in den Kreislauf geführt. Ein Abluftschlauch ins Freie ist nicht notwendig.
  • Kondensationstrockner mit integrierter Wärmepumpe (Wärmepumpentrockner): Im Gegensatz zu konventionellen Kondensationstrocknern, die ihre Abwärme vollständig an den Raum abgeben, wird hier Energie eingespart, indem ein Teil der Abwärme erneut für den Trockenvorgang genutzt wird.

 

Der Umwelt-Aspekt

Der größte Umwelteinfluss eines Wäschetrockners ist seine Entstehung. Metalle, Schwermetalle und Kunststoffe finden sich in jedem Gerät. Das macht sowohl die Produktion als auch die Entsorgung des Geräts problematisch. Je länger Sie einen Wäschetrockner nutzen, desto besser wird seine Energiebilanz. Lassen Sie das Gerät also regelmäßig warten und beachten Sie unbedingt die Herstellerangaben hinsichtlich der Maximalbeladung. Ist Ihr Trockner eines Tages hinüber, entsorgen Sie ihn unbedingt gemäß den gesetzlichen Vorschriften beim Wertstoffhof.

 

Anwendungstipps

  • Auch wenn Sie das energieeffizienteste Gerät besitzen, das momentan erhältlich ist – nutzen Sie Ihren Wäschetrockner effektiv. Überladen Sie ihn nicht, das würde die Lebensdauer signifikant verkürzen. Nur einzelne Wäschestücke darin zu trocknen, wäre Energieverschwendung. Optimieren Sie stattdessen die Trocknernutzung mit Blick auf die Nutzung Ihrer Waschmaschine. Kombinieren Sie Wäscheladungen so, dass möglichst gleichartige Wäschestücke in einer Ladung vorkommen. Versuchen Sie wenn möglich, bei Sonnenschein Ihre Wäsche an der frischen Luft zu trocknen.
  • Reinigen Sie am besten nach jedem Trockengang das Flusensieb. Flusenablagerungen verlängern die Trockenzeiten.
  • Übertrocknen Sie die Wäsche nicht. Darunter leidet das Gewebe – und ihre Stromrechnung. Nutzen Sie die "Bügeltrocken"-Einstellung für Bügelwäsche, um Energie zu sparen. Fragen Sie bei einem Neukauf nach einem Feuchtigkeitssensor. Dieser schaltet das Gerät bei Erreichen der Trockenstufe automatisch ab.

 

Foto: photocase / waCH



Empfehlenswerte Siegel und Kennzeichen


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