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Tiefkühlprodukte

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Tiefkühlprodukte
Die Nahrung, die aus der Kälte kommt, führt bei Klimaschützern zu hitzigen Diskussionen. Denn bei allen Vorteilen, die diese Convenience-Produkte bieten, sie verbrauchen 4-mal so viel Energie wie frische Ware.

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Einkaufstipps

  • Auch bei Tiefgekühltem auf Bio-Qualität und die entsprechenden Siegel achten.
  • Je weniger verarbeitet ein Tiefkühlprodukt ist, desto besser ist letztlich die Energiebilanz. Für Tiefkühlgemüse wurde im Verhältnis weniger Energie verbraucht als für eine Tiefkühlpizza.
  • Beim Nachhause-Transport von Tiefgekühltem immer versuchen, die Kühlkette nicht zu unterbrechen. Praktisch ist es, wenn man für den Einkauf eine Kühl- oder Isoliertasche (aus umweltfreundlichem HD- oder LD-Polyäthylen) mitnimmt. Wenn möglich, sollte man nicht jedes Mal im Supermarkt eine neue kaufen.
  • Bei den so genannten „TV-Dinner“ und Fertiggerichten auch auf die Art der Verpackung achten. Weniger Plastik ist auch weniger belastend für die Umwelt.
  • Tiefkühlprodukte nicht zu lange lagern – denn je länger sie gelagert werden, desto mehr Strom verbrauchen sie. Gut zu wissen: Ein Gefrierschrank mit Energieeffizienzklasse A++  braucht bis zu 45 Prozent weniger Strom als ein Gerät der Klasse A.

 

Der Umwelt-Aspekt

Der Boom von Tiefkühlprodukten lässt sich gut nachvollziehen. Sie sind praktisch, erleichtern die Vorratshaltung, sparen Zeit und lassen sich in der Regel kinderleicht zubereiten. Greift man außerdem nicht ständig zu Fertiggerichten wie Tortellini in Sahnesauce, Röstitaschen oder Pommes frites, ist Tiefkühlkost auch gesund. Eine aktuelle Studie der Universität Hamburg zeigt, wie schon eine Reihe ähnlicher Untersuchungen zuvor, dass direkt nach der Ernte eingefrorenes Gemüse mehr Vitamine enthält als Marktfrisches. Frischer Spinat verliert schon bei einem Tag Lagerung in der Küche bei Zimmertemperatur rund die Hälfte seines Vitamin-C-Gehalts. Tiefgefrorener Spinat hat selbst nach vier Monaten in der Truhe nur 15 Prozent seines Vitamin C verloren.
Aber der hohe Energieverbrauch ist umstritten. So sind für das Einfrieren, den Transport und die ununterbrochene Kühlung vom Lager des Herstellers zum Supermarkt bis zum Verbraucher große Energiemengen nötig.  Vor allem die Lagerung bei Minusgraden schlägt sich mit einer Menge CO2 auf das Klimakonto nieder – im Durchschnitt 2000 g CO2-Emissionen pro Kilogramm Lebensmittel. Natürlich verursacht Tiefkühlfleisch mehr CO2 als Tiefkühlgemüse (6.000 g / 400 g), doch allein ein Gefrierschrank kommt mit der Lagerung pro Jahr auf 300.000 g CO2*. Werte, an die vielleicht nicht zuerst beim Kauf einer Packung Rahmspinat denkt.

(*bei einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 500 Kilowattstunden. Quelle: DENA)

 

Wussten Sie, dass ...
Die erste Tiefkühlkost wurde bereits 1930 in den USA verkauft. Ein Unternehmer aus Massachusetts entdeckte das Prinzip bei Forschungen am Polarkreis. Er beobachtete, dass frischer Fisch, den man auf das Eis legte und dem kalten Wind aussetzte, fast sofort gefror. Bis es Tiefkühlkost auch in Deutschland gab, verging noch ein halbes Jahrhundert.
Im Wirtschaftswunderjahr 1955 wurden auf der Anuga in Köln die erste Tiefkühlprodukte vorgestellt. Seitdem lieben die Deutschen Tiefkühlkost und kaufen reichlich davon. In einem deutschen Haushalt kamen 2008 durchschnittlich 80,5 Kilo Tiefkühlkost auf den Tisch – Tendenz steigend. Am häufigsten wird Gemüse, Fisch und Pizza gekauft. In mehr als jedem zweiten Haushalt gibt es mindestens einmal im Monat Tiefkühlpizza.

 

Foto: photocase / misterQM



Empfehlenswerte Siegel und Kennzeichen


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