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Süßes & Salziges

Süßes & Salziges

Geringe Bezahlung, schlechte soziale Bedingungen und ökologischer Raubbau an der Natur - Rohstoffe für Knabberkram sind oft typische Kolonialprodukte. Eine Ausnahme machen nur Produkte, die fair gehandelt werden.


Einkaufstipps für Schokolade

  • Greifen Sie zur „Bio-Tafel“ oder einer Schokolade aus fairem Handel! So macht Schokolade noch viel glücklicher – auch andere!
  • Schokolade minderer Qualität fühlt sich im Mund oft leicht sandig an. Beim Feinwalzen – einem wichtigen Produktionsschritt – wurde gespart. Die Kakaomasse und die weiteren Zutaten sind nicht besonders fein zerkleinert worden. Zur Orientierung: Bei Premium-Schokoladen ist eine Korngröße unter 20 Mikrometer der Maßstab, billigere Schokoladen begnügen sich mit 24 bis 27 Mikrometer.
  • Erst die Zutatenliste lesen, dann genießen. Denn: Das „Reinheitsgebot“ für Schokolade ist vor einiger Zeit gefallen. Seitdem dürfen in Schokolade auch andere pflanzliche Fette als Kakaobutter wie etwa Palmöl bis zu einem Anteil von fünf Gewichtsprozent enthalten sein. Auch Höchstmengen für den Zuckerzusatz gibt es nicht mehr, er ergibt sich aus dem Mindestanteil an Kakao. Viele Geschmacksrichtungen werden mit einem Cocktail aus künstlichen Aromen gestylt.
  • Auch einen Blick auf den Kakaoanteil werfen! Denn so manche Schokoladetafel, die sich auf der Vorderseite als „Dunkel-Bitter-Noir“ präsentiert, enthält dann beim genaueren Hingucken „nur“ 50 Prozent Kakaoanteil.
  • Ein wichtiger Aromaspender in hochwertiger Schokolade ist echte Bourbon-Vanille. In billigen Schokoladen wird sie fast immer durch den Aromastoff Vanillin ersetzt wird.
  • Je bitterer die Schokolade, desto höher der Kakaoanteil. Die Herben sind die eigentlich hochwertigen Schokoladensorten. Schokolade bleibt ein Genussmittel, das in Maßen gegessen werden sollte.



Der Umwelt-Aspekt
Schokolade zählt zu den Genussmitteln und besteht hauptsächlich aus Kakaomasse vermischt mit (Vollrohr-)Zucker und Milchpulver. Erst nach fünf Jahren trägt der immergrüne Kakaobaum seine ersten Früchte und nach zehn Jahren bringt er die besten Erträge.

Konventionelle Produkte
Rohstoffe aus konventionellem Anbau: Monokulturen, die regelmäßig mit Herbiziden, Fungiziden, Insektiziden bespritzt werden – und zwar oftmals mit bei uns schon lange verbotenen Substanzen. Einsatz von chemisch-synthetischen Düngern, Zerstörung der Flora und Fauna. Als Schutz vor Insektenfraß und -befall Begasung während der Lagerzeit, zum Beispiel mit Methylbromid.
Herkömmliche Schokoladen enthalten Lecithin als Emulgator, Industriezucker und je nach Sorte weitere konventionelle Zutaten wie Milchpulver, Nüsse, Rosinen als auch Mandeln. Manche Hersteller verkürzen das Rühren und Kneten auf acht Stunden, mit technologischen Tricks: Zum Teil desodorieren sie die Masse und erschlagen damit erwünschte Geschmacksnoten. Oder sie setzen mehr Emulgatoren ein.

Biologische Produkte
Dabei werden Rohstoffe aus kontrolliert-biologischem Anbau verwendet. Der Kakao stammt in der Regel aus fairem Handel. Dass Aromen beigemischt werden ist eher selten, jedoch wird Bio-Bourbon-Vanille beigemischt, in manchen Sorten ist Vollrohr- statt Weißzucker. Die Bio-Schokolade enthält teilweise Lecithin. Die meisten kommen ohne Emulgatoren aus, also auch ohne Sojalecithin. Das klappt nur, durch eine hochwertige Rezeptur und sehr lange Conchierzeiten. Die gewalzte Masse wird gerührt und geknetet, Bitterstoffe entweichen, der Schmelz entsteht. Zwischen 24 und 72 Stunden lang werden Bio-Schokoladen conchiert.

 

Foto: fotolia / WK



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