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Fleisch

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Fleisch

Produkte von Wiederkäuern belasten das Klima stärker als alle anderen Nahrungsmittel. Rinderbraten ist das klimaschädlichste Essen: 100 Mal schlechter als eine vergleichbare Portion Gemüse.


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Einkaufstipps für den Fleischkauf

  • Wenn schon Fleisch auf den Teller muss, dann kaufen Sie besser frisches als verarbeitete Produkte wie Wurst. Die Klimabilanz eines Lebensmittels ist umso schlechter, je mehr Verarbeitungsschritte bis zum Verkauf nötig sind. Wurst verursacht mehr CO2 als rohes Fleisch.
  • Weniger Fleisch auf dem Speiseplan ist gesünder für einen selbst – und die eigene Klimabilanz. Lange Zeit gab es Fleisch nur an Sonntagen oder zu besonderen Feiertagen – ein Brauch, der dringend reif für ein Revival ist!
  • Gutes Bio-Fleisch hat seinen Preis, ist aber jeden Cent davon Wert. Der hohe Preis schärft nicht nur das Bewusstsein für den Wert der Kreatur Tier an sich, sondern lenkt auch den Blick auf seine Lebensbedingungen. Bio-Fleisch stammt von Tieren, die artgerecht aufgezogen, gefüttert und schonend geschlachtet wurden.
  • Kaufen Sie Ihr Fleisch lieber beim Metzger Ihres Vertrauens als im Supermarkt. Hier können Sie nach der Herkunft Ihres Fleisches fragen. Idealerweise sollten Sie nur Fleisch aus Ihrer Region kaufen (beispielsweise von einem „Unser-Land“-Metzger). Wenn Sie noch dazu die Bauernhöfe kennen, von denen Ihr Metzger sein Fleisch bezieht, umso besser.
  • Vermeiden Sie, wenn es irgendwie geht, den Kauf von billigem, abgepacktem Fleisch aus dem Supermarkt. Es stammt mit größter Wahrscheinlichkeit aus Massentierhaltung, die für jede Art von Lebewesen in höchstem Maße unnatürlich, umwelt- und gesundheitsschädlich und daher abzulehnen ist.

 

Der Umwelt-Aspekt

Wussten Sie, dass ...

  • Der Durchschnitts-Europäer 760 Hähnchen, 20 Schweine, 29 Schafe, fünf Kühe und ein halbes Trawler-Netz Fisch in seinem Leben verzehrt? Oder, dass in den USA jährlich 70 Prozent aller Antibiotika an Rinder, Schweine und Hühner verfüttert werden?
  • Ganze 60 Kilogramm Fleisch und Wurst isst jeder Bundesbürger im Jahr. Gesünder wäre laut Ernährungswissenschaftlern ein Verzehr von 15 bis 30 Kilo.
  • Methan, das Gas, das entsteht, wenn Kühe, Schafe und Ziegen wiederkäuen, ist 20 bis 25 Mal klimawirksamer als Kohlendioxid. (Kuh tägl: 300 bis 500 Liter, Schaf: 25 Liter). Laut Öko-Institut heizt ein Kilo Rindfleisch die Atmosphäre so stark auf wie zwölf Kilogramm Kohlendioxid.


Seit 1950 hat sich die weltweite Fleischproduktion verfünffacht und glaubt man den Prognosen, soll wird sich diese bis 2050 noch verdoppeln. Die Produktion solcher Fleischberge ist alles andere als nachhaltig und stellt eine enorme Belastung für Klima und Umwelt da. Allein für den Anbau der Futterpflanzen werden Unmengen an Dünger, Pestiziden und Gentechnologie eingesetzt. Dass der Fleischverzehr seit der Nachkriegszeit so rapide angestiegen ist, liegt auch daran, dass der tägliche Fleischverzehr immer billiger wurde. Produktionsbedingungen wie billiger Zugang zu Energie und Wasser machten dies möglich. Ein Prozess der mit den wachsenden Bedrohungen durch den Klimawandel längst an seine Grenzen gelangt ist. Heute gehört der wachsende Fleischverzehr mit zu den größten Bedrohungen für die Stabilität der Menschheit.

In Deutschland wird ein Drittel der landwirtschaftlichen Flächen für den Futteranbau genutzt. Zu wenig um den Hunger aller Tiere zu stillen, weshalb große Mengen an Futter vor allem aus Übersee importiert werden müssen. Viele Felder in Brasilien, aber auch Asien und Indien werden mit Futterpflanzen für europäisches Vieh bestellt. Für die deutschen Nutztiere waren es im Jahr 2007  allein 28.000 Quadratkilometer für Sojaanbau.

 

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Fotos: photocase/ riesenrat 



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