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Fertiggerichte

Fertiggerichte
Der Boom der Bio-Fertiggerichte ist unaufhaltsam. Utopia verrät, was bei Bio-Convenience-Food erlaubt ist und was nicht.

Tipps zum Einkauf von Fertiggerichten

Gut zu wissen:

  • Auch bei Bio-Fertiggerichten gibt es das „Zwei-Klassen-Bio“. In Gerichten, die nur das EU-Bio-Siegel tragen, dürfen mehr Zusatzstoffe stecken als in denen, die zusätzlich das Siegel der Anbauverbände von Bioland und Demeter tragen. Also auf die Siegel achten!
  • Schlechtes Gewissen abstellen! Selbst überzeugte Bio-Frischkocher haben nicht immer Lust oder Zeit zum Kochen. Ab und zu auf Bio-Fertiggerichte zurückzugreifen ist ein absolut akzeptabler Kompromiss zwischen bewusster Ernährung und dem Bedürfnis „Hunger-stillen-ohne-beim-Zubereiten-meditieren-zu-wollen.“
  • Wichtig ist, dass die verwendeten Zutaten aus ökologischem Anbau stammen. Denn bei Bio-Fertiggerichten sind die Verarbeitungsrichtlinien und die Verwendung der erlaubten Zusatz-Stoffe ganz klar geregelt – und frei von Gentechnik.
  • Geschmacksverstärker, Farb- und Konservierungsstoffe sowie künstliche Aromen sind bei Bio-Fertiggerichten nicht erlaubt. Folgende Zusatzstoffe dürfen allerdings auch für Bio-Fertiggerichte verwendet werden: pflanzliche Verdickungsmittel dazu gehören Agar-Agar, Johannisbrotkernmehl, Pektin, Calciumcarbonat E 170, Magnesiumcarbonat E 504, Vitamin C, Zitronensäure, native Stärke, Quellstärke und Hefeextrakt.
  • Ob aus der „Packung“ oder Tiefkühlware: Bio-Fertiggerichte sind immer noch umweltfreundlicher als konventionelle Angebote. Denn was aus ökologischem Anbau stammt, ist ohne künstliche Hilfsmittel und Pestizide herangewachsen und hat dafür meist weniger fossile Energie benötigt. Zudem wird nach der Regel hergestellt: möglichst wenig verarbeitet.

Der Umwelt-Aspekt

Der höchsten Energieaufwand bei der Herstellung von Bio-Fertiggerichten fällt bei den Tiefkühlgerichten an. Vieles wird zuerst gegart, dann abgepackt und anschließend schockgefrostet. Danach beginnt das Aufrechterhalten der Kühlkette  – angefangen beim LKW bis hin zur Lagerung im Laden und dem Gefrierschrank zuhause.

Ein weiterer Faktor, der ebenfalls hauptsächlich die Tiefkühlfertigprodukte betrifft, ist die Verpackung. Vor allem Pizza wird eingeschweißt in Plastik und dann noch einmal in Pappe umverpackt angeboten. Alles Müll, der bei einem selbst gemachten Teig natürlich nicht anfällt.

Wussten Sie, dass...

  • Fertiggerichte werden auch als "Convenience-Food" (engl. = bequemes Essen) bezeichnet. Also: Produkte, die Sie nur aus dem Gefrierschrank nehmen und aufwärmen oder in die Mikrowelle schieben.
  • Sie werden am häufigsten von Singles, Berufstätigen oder berufstätigen Eltern gekauft.
  • In mehr als der Hälfte aller deutschen Haushalte kommen mehrmals in der Woche Fertiggerichte auf den Tisch. Zwei Drittel aller Haushalte nutzen dafür die Mikrowelle.
  • Einer der größten Nachteile des Convenience-Food-Booms: 80 Prozent der 20- bis 35-Jährigen wissen nicht mehr, wie Kochen funktioniert.

Es gibt zwar keine einheitliche Definition des Begriffs "Convenience Food", aber die Experten der Lebensmittelbranche sind sich einig über bestimmte Artikelgruppen, die zu diesem Bereich zählen:

  • gekühlte Fertigprodukte (so genanntes „Chilled Food“, z. B. Fertigsalate, frische Pasta, Sandwiches und sogenannte Smoothies (frisch gepresste Säfte mit Fruchtbestandteilen).
  • Tiefkühlkost (Pizza)
  • Nassfertigprodukte (z. B. Schalenfertiggerichte und Suppen)
  • Trockenprodukte (Getreidepfannen ).

Lesenswertes über Convenience-Food bei Utopia:

Foto: fotolia © VRD

 



Empfehlenswerte Siegel und Kennzeichen


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