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Kaffee

Kaffee

In Deutschland ist Kaffee das Lieblingsgetränk Nummer Eins – im Schnitt trinkt jeder Deutsche ab 15 Jahren rund vier Tassen Kaffee am Tag. Kein Wunder also, dass Deutschland nach den USA der zweitgrößte Kaffee-Importeur der Welt ist.


Einkaufstipps

  • Wählen Sie bevorzugt Kaffee aus fairem Handel und suchen Sie auf der Verpackung nach dem Gütesiegel. Verlässliche Siegel sind Bio-Siegel, Bioland, Demeter, Naturland, Fairtrade, Bird Friendly, Rainforest Alliance, UTZ Certified und 4C- Common Code for the Coffee Company.
  • Macht der Hersteller Angaben zur Röstzeit? Auf Langzeitröstung achten! Guter Kaffee wird zwischen 15 und 18 Minuten bei etwa 180 Grad Celsius geröstet. So schonend behandelter Kaffee ist außerdem auch meist ergiebiger. Testen Sie Kaffeesorten mit unterschiedlichen Röstgraden.
  • Dunkel gerösteter Kaffee enthält weniger Acrylamid als helle Röstungen. Acrylamid wurde in tiermedizinischen Untersuchungen mit einer erhöhten Krebsrate in Verbindung gebracht.
  • Kaufen Sie ganze Bohnen. Auf diese Weise können Sie die Qualität der Bohnen besser erkennen. Zudem schmeckt der Kaffee frisch gemahlen besser. Bläulich oder blass? Die Farbe der Kaffeebohne kann Hinweise geben, ob der gekaufte Kaffee frisch oder schon älter ist. Frische Bohnen glänzen und schimmern bläulich-grünlich, bei älteren Bohnen ist die Farbe deutlich blasser.
  • Wer Kaffee am liebsten „entkoffeiniert“ trinkt, sollte zum Bio-Produkt greifen! Denn anders als konventioneller entkoffeinierter Kaffee wird Bio-Kaffee nicht mit gesundheitsschädlichen Lösungsmitteln wie Dichlormethan (gilt als krebserregend) oder Ethylacetat (steckt auch in Nagellackentferner) das Koffein entzogen.
  • Packen Sie bevorzugt „pur“ verpackten Kaffee in Ihren Einkaufswagen! Manche Hersteller neigen zum Überverpacken und umhüllen die Kaffeetüten mit zusätzlichen Papierhüllen oder stecken sie in Umkartons. Überflüssiger Müll, den man sich ersparen kann.

 

Als Kaffeetrinker sollten Sie zwei Sorten kennen:

  • Die Anbaugebiete des hochwertigen Arabica-Kaffee liegen in Amerika, Afrika, Asien und Ozeanien in Höhen zwischen 600 bis 1.200 m über dem Meeresspiegel. Kaffee, der auf einer Höhe von 1.200 m wächst, bezeichnet man in der Regel als Hochlandkaffee. Hochlandkaffees zeichnen durch eine besonders feine Säure aus. Die mengenmäßig wichtigsten Arabica-Produzenten sind Brasilien, Kolumbien, Guatemala, Mexiko und die übrigen Staaten Zentralamerikas.

  • Robusta gedeiht hingegen besser in niedrigen Höhenlagen, zwischen 300 und 800 m über dem Meeresspiegel. In Ländern wie Vietnam, Indonesien, Uganda und der Elfenbeinküste werden die größten Robusta-Mengen produziert. Sowohl die Wahl der Sorte als auch die Mischung haben auch Einfluss auf die Röstdauer- und temperatur.
  • Um den vielen Kaffeetrinkern den vertrauten, gleich bleibenden Geschmack zu garantieren, bieten die konventionellen Großröstereien Mischungen an, die sich aus bis zu acht verschiedene Sorten zusammensetzen. Der Großteil der Konsumenten kauft diese Mischungen, bei denen kein direkter Bezug zu einzelnen Anbaugebieten ersichtlich wird.

 

Der Umwelt-Aspekt

Der Deutsche trinkt vier Tassen Kaffee jeden Tag – zumindest im statistischen Mittel. Fast nur werden dabei Produkte des konventionellen Marktes aufgebrüht. Die bergen beim Anbau in Monokulturen und mit Pestizideinsatz freilich nicht nur Risiken für die Umwelt. Auch die Kaffeebauern haben dabei oft das Nachsehen, denn mit den schwankenden Weltmarktpreisen und unsicheren Abnahmemengen lässt sich nur schwer kalkulieren.
Naturkostfirmen bieten Kaffee aus kontrolliert ökologischem Anbau an. Synthetische Dünger und Pestizide sind natürlich auf den Öko-Plantagen streng verboten. Schattenbäume schaffen ein ausgewogenes Mikroklima, organische Dünger versorgen die Pflanzen mit natürlichen Nährstoffen. Die Bauern können durch intensive Pflege und Beschnitt die Gesundheit der Kaffeepflanzen weiter stärken. Außerdem haben einige Firmen auch Bohnen aus fairem Handel im Sortiment. Rapunzel hat dafür sein Hand in Hand-Zeichen, Lebensbaum hat sowohl mexikanischen Transfair-Kaffee als auch eigene Projekte mit fairem Handel. Der Aufpreis kommt den Bauern direkt zugute: Pro Tasse Biokaffee verdienen sie bei Fairtrade-Bedingungen einige Cent mehr. Auch für den Endverbraucher in Deutschland sind das nur Centbeträge mehr, die sich jedoch für die Menschen in den Anbauländern auszahlen.

 

Foto: photocase / mem-film.de



Empfehlenswerte Siegel und Kennzeichen


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