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Säfte & Limonaden

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Säfte & Limonaden

Mit fast 100 Litern Saft und Limonade im Jahr löscht der Durchschnittsdeutsche seinen Durst. Ein Blick auf die Zutatenliste ist oft weniger erfrischend: Unmengen von Zucker, künstliche Farb- und Aromastoffe und Vitaminzusätze aus dem Gen-Labor.


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Einkaufstipps

  • Besser Direktsäfte aus Bio- oder Fair-Trade-Handel mit den empfohlenen Gütesiegeln kaufen – für mehr Vitamine, die Umwelt und den guten Geschmack!
  • Lieber keine Säfte aus Fruchtsaft-Konzentrat kaufen. Spart enorm viel Wärmeenergie, Wasser und Transportkosten. Die ökologisch beste Lösung ist Direktsaft aus regionalen Früchten. Sie garantieren kurze Transportwege.
  • Besser naturtrüb als klar! Viele „normale“ Fruchtsäfte werden mit Gelatine und Enzymen behandelt, damit sie völlig klar werden. Ein Prozess, bei dem viele der an die Trübstoffe gebundenen Inhaltsstoffe verloren gehen.
  • Wer Apfelsaft von Streuobstwiesen trinkt, trägt zum Naturschutz bei, denn Streuobstwiesen gehören mit über 5.000 Tier- und Pflanzenarten zu den besonders artenreichen Lebensräumen. Der Hinweis „aus Streuobstwiesen“ ohne entsprechende Gütesiegel ist noch keine Garantie für einen ökologischen Anbau.
  • Bei Bio-Limos wird statt einfachem Wasser fast ausschließlich echtes Mineralwasser verwendet.
  • Beim Limokauf nicht irritieren lassen: Weil Bio-Brausen keine künstlichen Zusatzstoffe enthalten, werden sie als kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränke und nicht als Limonade deklariert.
  • Auch die Verpackung ist wichtiger Gesichtspunkt beim Saft- und Limokauf. Besser zu Glasflaschen und Mehrwegkästen bzw. recyclebaren Pfandflaschen greifen!

 

Der Umwelt-Aspekt

Die meisten Säfte werden aus Fruchtsaft-Konzentrat hergestellt. Die verwendeten Früchte werden meist stark mit Insektiziden, Fungiziden und Wachstumsregulatoren behandelt, damit sie möglichst gleichzeitig reifen. Viele Früchte stammen von Plantagen, Saftorangen etwa kommen größtenteils aus umweltschädlichen Monokulturen in Brasilien. Um das Konzentrat zu gewinnen, werden dem frisch gepressten Saft die Aromastoffe entzogen und er wird auf bis zu einem Achtel eingedampft.

Für eine höhere Saftausbeute werden dabei auch gentechnisch veränderte Enzyme eingesetzt. Beim Abfüller wird – oft nach langen Transportwegen – das Konzentrat mit Wasser rückverdünnt, Aromastoffe werden zugegeben. Oft wird Fruchtfleisch zugesetzt, um den Eindruck zu erwecken, es handele sich um naturtrüben Saft mit vielen Inhaltsstoffen. Werden auch Vitamine zugesetzt, sind diese oft mithilfe von gentechnisch veränderten Mikroorganismen hergestellt.


... und was ist mit Limonaden?


Kaum Frucht, dafür aber umso mehr künstliche Aromastoffe finden sich in den meisten Limonaden. Wenn überhaupt, dann sind zwischen zwei und sechs Prozent Saft drin. Dann darf sich der Mix sogar „Limonade mit Fruchtsaftanteil“ nennen. Damit die Mischung richtig fruchtig wirkt, kommen künstliche Farbstoffe dazu, die auch mit Hilfe von Gentechnik produziert werden können.

Durst auf einen echten Direktsaft aus ökologisch wirtschaftenden Obstbaubetrieben oder von Streuobstwiesen bekommen? In naturtrüben Bio-Direktsäften sind die oben genannten Methoden weitestgehend tabu.

 

Foto: photocase / pylonautin



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