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PCs & Notebooks

PCs & Notebooks

Die moderne Kommunikationstechnik beansprucht eine enorme Menge an Energie. In erster Linie die Produktion eines Computers, aber auch die tausende Kilometer langen Transportwege hinterlassen einen extrabreiten ökologischen Trampelpfad.


Einkaufstipps

  • Stichwort „bedarfsorientierte Ausstattung: Überlegen Sie vor dem Kauf, wo und wofür Sie das Gerät am häufigsten einsetzen. Der Energieverbrauch von PCs hängt stark von der Ausstattung und der Nutzung ab.
  • Auch hohe Energieeffizienz von Prozessor, Grafikkarte, Bildschirm und Netzteil achten. Separate Grafikkarten können je nach Modell sehr viel Strom verbrauchen, zum Teil sogar mehr als der Prozessor.
  • Checken Sie die Leistungsstärke der Grafikkarte: Je größer diese ist, desto höher ist auch der Stromverbrauch. Achten Sie in diesem Zusammenhang auch auf die Lüfter: Je weniger Lüfter und je kleiner der Kühlkörper ist, umso geringer ist der Stromverbrauch.
  • Fragen Sie beim Kauf von Notebooks, ob es sich um einen so genannten mobilen Prozessor handelt und nicht um einen Prozessor, der ursprünglich für Desktop-PCs entwickelt wurde.
  • Es lebe die Langlebigkeit: Wer seinen Computer über viele Jahre nutzt, verringert die Umweltbelastungen, die durch die Herstellung eines neuen Computers verursacht werden.• Checken Sie im Geschäft den Geräuschpegel. Je lauter, desto höher ist meist auch der Stromverbrauch.  
  • Beim Kauf eines Desktop-PCs: Achten Sie auf ein effizientes Netzteil mit „80-Plus“-Logo (eine Liste gibt’s unter www.80plus.org). Viele Desktop-PCs werden mit überdimensionierten Netzteilen verkauft, was unnötig Strom verbraucht.
  • Orientieren Sie sich an den empfohlenen Siegeln. Am weitesten verbreitet ist der „Energy Star“. So gekennzeichnete Produkte erfüllen die Mindestanforderungen bezüglich Energieeffizienz. Darüber hinaus gehen aber Siegel wie der „Blaue Engel“ und „TCO“. Neben der Energieeffizienz stellen sie auch Kriterien für Schadstoffe, Reparaturfähigkeit, Verfügbarkeit von Ersatzteilen und Recylingfähigkeit auf.

 

Der Umwelt-Aspekt

Da im Produktionsprozess noch fast keine umweltrelevanten Hebel berücksichtigt werden, betrachtet man Computer vor allem hinsichtlich ihrer Energieeffizienz. Der Energieverbrauch eines Computers hängt von der Leistungsaufnahme in unterschiedlichen Betriebszuständen ab, den Zeitspannen, in dem sich der Rechner in diesen Betriebszuständen befindet und der so genannten Prozessorlast im Betrieb.
Einen wirklich energieeffizienten Rechner findet man daher nur, wenn die Ausstattung des neuen Computers auch wirklich der individuellen Nutzung entspricht. Ein Punkt, an dem viele zu einer „Brauche-ich-zwar-jetzt-nicht-aber-ist-sicher-gut-wenn-man’s-hat"-Haltung neigen. Für den Durchschnitts-PC-User sind die angepriesenen Komponenten aber meist überdimensioniert und verbrauchen damit unnötig Strom. Das gilt vor allem für die Komponenten Prozessor, Grafikkarte, Bildschirm und Netzteil, die besonders viel Strom verbrauchen. Dabei ist die Grundregel ganz simpel: Je leistungsstärker ein Computer ist, desto teurer und und desto höher auch sein Energieverbrauch. Dabei sind Netbooks sparsamer als Notebooks sind sparsamer als Desktop-PCs.

So verbraucht ein Notebook rund 70 Prozent weniger Strom als ein PC vergleichbarer Ausstattung. Es ist für die (mobile) Arbeit mit Akku angelegt und deshalb extra für niedrigen Stromverbrauch ausgelegt.
Netbooks sind noch einmal sparsamer als Notebooks. Dafür sind sie aber auch deutlich kleiner und wesentlich simpler in der Ausstattung als herkömmliche Notebooks. Für Grafikanwendungen sind sie oft nicht geeignet.
Desktop-PCs sind in der Regel in der Anschaffung günstiger als Notebooks vergleichbarer Ausstattung. Aufgrund des größeren Gehäuses können sie tendenziell besser nachgerüstet werden.
Kompakt-PCs, so genannte Mini-PCs oder Nettops, sind besonders kleine und günstige Desktop-PCs. Sie brauchen zwar meist deutlich weniger Strom, weisen aber auch geringere Funktionalitäten als herkömmliche Desktop-PCs auf.

Welche Komponenten brauchen denn viel und welche weniger Energie? Die Größe des Arbeitsspeichers beeinflusst den Stromverbrauch nur in geringem Maß. Hier ist es für den Aspekt Langlebigkeit viel relevanter, dass er – beispielsweise für spätere Aufrüstmaßnahmen – genügend groß gewählt wird. Der Bildschirm ist neben dem Prozessor und der Grafikkarte der dritte große Stromfresser. Je größer die Bildschirmdiagonale und je höher die eingestellte Helligkeit, desto größer der Stromverbrauch. Ideal sind Bildschirme mit LED-Hintergrundbeleuchtung. Sie enthalten kein umweltschädliches Quecksilber und verbrauchen weniger Strom als die herkömmlichen Flachbildschirme mit Leuchtstoffröhren.

 

Foto: utopia



Empfehlenswerte Siegel und Kennzeichen


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