Utopia: Die Verbrauchermacht - Unser Konsum verändert die Welt.

Toner & Druckerfarbe

Toner & Druckerfarbe
Generell unterscheidet man zwischen wiederaufbereiteten Produkten und „Refill-Produkten“. Professionelle Aufbereiter zahlen für gebrauchte Tonerkartuschen sogar bare Münze – die Höhe ist von der Marktlage abhängig.

Einkaufstipps

  • Bevor Sie einen neuen Drucker oder Kopierer anschaffen: Erkundigen Sie sich, ob für das Modell auch wiederbefüll- und verwertbare Tonerkartuschen erhältlich sind.
  • Bevorzugen Sie schadstoffarme Toner mit den empfohlenen Prüfsiegeln – sie sind ökonomischer, umweltfreundlicher und auch gesundheitlich die bessere Wahl.
  • Achten Sie bei aufgearbeiteten Tonerkartuschen darauf, dass sie der Norm DIN 33870 entsprechen. Gebrauchte Module werden nach dieser Qualitätsnorm gereinigt, eventuell werden Verschleißteile wie Dichtungen oder Transferrollen ausgetauscht und nach genauer Prüfung wieder mit neuem Toner aufgefüllt. Neben der Druckqualität- und -ergiebigkeit ist vor allem die Umwelt- und Gesundheitsverträglichkeit von wieder aufbereiteten Laserkartuschen dadurch festgelegt.
  • Bei den Refills wird nur Toner nachgefüllt, ohne dass noch eine Qualität sichernde Aufarbeitung erfolgt.
  • Außerdem sind noch die „kompatiblen“ Produkte erhältlich, also Nachbauten, die nicht vom Originalhersteller stammen.
  • Wartungsverträge für Kopierer und Drucker, die den Einsatz von normgerechten Recyclingpapier ausschließen, sollten Sie nicht akzeptieren.
  • Grundsätzlich: Geräte, die mit Toner arbeiten, am besten vom eigentlichen Arbeitsraum separiert aufstellen und auf gute Belüftung achten.
  • Geschlossene Tonersysteme sind besser für Atemwege und Umwelt.
  • Tipp: Bei Papierstau hängen gebliebenes Papier nicht einfach herausreißen, hierbei kann noch nicht fixierter Toner aufgewirbelt werden.

 

Der Umwelt-Aspekt

Tonerstäube können beim Kartuschenwechsel, bei der Wartung und auch der Beseitigung von Papierstaus in die Luft gelangen. Geringe Partikel können auch durch in die in den Geräten zur Kühlung integrierten Gebläse verteilt werden. Beim Drucken entstehende Emissionen haben drei Quellen: Laserdrucker (durch die im Gehäuse verwendeten Kunststoffe), Toner und Papier.

Beim Druck- oder Kopiervorgang entsteht der „Tonerstaub“ durch Auftragen, Entfernen und der Fixierung. Vor allem durch die Hitze, die zum Fixieren des Toners benötigt wird, können Schadstoffe aus dem Toner gelöst werden. Der in den meisten Geräten zu Kühlzwecken installierte Ventilator unterstützt zusätzlich, dass der Staub in die Raumluft abgegeben wird.

Jedes Jahr landen zirka vier Millionen Tonerkartuschen nach Gebrauch im Abfall. Leere Tonerkartuschen werden in der Regel von Herstellern zurückgenommen und dann entweder vom Unternehmen selbst oder einem Vertragspartner verwertet. Doch leider gibt es immer noch zu viele komplexe Module, die auf Einweg-Nutzung ausgerichtet sind. Dabei leistet eine Mehrweg-Nutzung einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz und trägt dazu bei, den enormen Berg von IT-Schrott zu verringern. Neben den normalen Inhaltsstoffen stecken oft auch herstellungsbedingte Verunreinigungen in den Tonern. Wenn ein Toner beispielsweise Polyesterharz als Kunststoffkomponente enthält, sind auch zinnorganische Verbindungen oder Schwermetallspuren vorhanden. Verantwortungsbewusste Wiederaufbereiter achten darauf, dass der von ihnen nachgefüllte Toner möglichst schadstoffarm ist und lassen sich „Norm-33870“-zertifizieren.

 

Der Experten-Tipp

Helmut Kraiß, Kaufmann, Produktmanager für EDV-Zubehör und Vorstand der memo AG
"Achten Sie schon beim Gerätekauf auf die mit dem „Blauen Engel“ zertifizierten Kopierer, Laserdrucker oder Multifunktionsgeräte. Nur diese Geräte haben nachweislich den eng gesteckten Kriterienkatalog des RAL-Instituts bzgl. der verwendeten Materialien, Energieverbrauch und Emissionswerte bestanden. Für die Verschmutzung Ihrer Büroluft mit Toner- bzw. Papierstaub sind häufig alte und/oder schlecht gewartete Geräte verantwortlich. Reinigen Sie Ihr Gerät vor dem Einsetzen der nächsten Tonerkartusche, einfache Hilfsmittel dafür wie z.B. Toner-Staubtücher gibt es schon für wenig Geld. Für die Wartung von mehreren Geräten in einem Unternehmen lohnt sich die Anschaffung eines speziellen Tonerstaubsaugers. Ältere Geräte sollten mit einem Tonerstaubfilter nachgerüstet werden."

 

Foto: photocase / deimudda




Ich habe eine Frage... zu Toner & Druckerfarbe

Sie haben noch Fragen, die diese Kategorie betreffen? Dann stellen Sie sie doch in unseren Guten Fragen!

Vermissen Sie einen Einkaufstipp? Dann schreiben Sie uns doch einfach!