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Holzpelletheizungen

Holzpelletheizungen
Klimafreundlich ist das Heizen mit nachwachsenden Rohstoffen: Heizungen mit Holzpellets sind eine zuverlässige Alternative zu Öl- und Gasheizungen und stellen die emissionsärmste und umweltverträglichste Form dar, mit Holz zu heizen.

Einkaufstipps

  • Erst einen Förderantrag (BAFA) stellen, dann den Vertrag beim Heizungsbauer abschließen.
  • Vorher den Schornstein wärmedämmen lassen. Sonst könne Feuchtschäden durch kondensierende Abgase im Schornstein entstehen.
  • Auf den Geräuschpegel achten: Förderschnecken sind leiser als Kessel mit Saugsystem. Allerdings transportieren Sauggebläse die Pellets auch über Strecken bis zu 20 Metern, Schneckensysteme nur höchstens fünf Meter. Gut zu wissen, wenn Sie Pellets in einem Erdtank oder Nebengebäude lagern wollen.
  • Auf einen niedrigen Feinstaub-Ausstoß achten.
  • Kaufen Sie nur Pellets in guter Qualität mit den Normzeichen DIN 51 731 und DINplus oder achten Sie darauf, dass ihr Händler genormte Pellets liefert. Hochwertige Pellets kann man relativ einfach erkennen. Sie sind einheitlich groß, glänzend und glatt, außerdem haben die Oberflächen wenig Längs- und Querrisse. Die Hersteller von Kesseln lehnen Garantieansprüche in der Regel ab, wenn minderwertiges Brennmaterial einen Defekt verursacht hat.
  • Lose Pellets sind oft günstiger als Sackware. Vorsicht bei Preisen, die unter 150 Euro je Tonne liegen. Hier sind die Transportkosten häufig nicht eingeschlossen.

 

Der Umwelt-Aspekt:
Mit etwa 30 Prozent der Gesamtemissionen an CO2 sind Heizungen bedeutende Energiefresser. Noch immer werden vor allem fossile Rohstoffe wie Kohle, Gas oder Heizöl am häufigsten eingesetzt, um Gebäude zu heizen oder Warmwasser zu erhitzen.
Bedeutend klimafreundlicher ist dagegen das Heizen mit nachwachsenden Rohstoffen: Heizungen mit Holzpellets sind eine zuverlässige Alternative zu Öl- und Gasheizungen und stellen die die emissionsärmste und umweltverträglichste Form dar, mit Holz zu heizen. Ihr besonderer Vorteil: man heizt mit einem nachwachsenden Brennstoff, der noch dazu regional verfügbar ist. Außerdem wird bei der Verbrennung der Pellets nur die Menge an CO2 freigesetzt, die der Baum vorher beim Wachsen aufgenommen hat. So trägt man dazu bei, die Abhängigkeit von Erdöl und den damit verbundenen Umweltbelastungen zu reduzieren. Die Wärmeerzeugung mit Pellets gilt deswegen als besonders umwelträglich, komfortabel und fast CO2-neutral.
Bei den Holzpellets selbst handelt es sich um kleine Presslinge aus getrocknetem naturbelassenen Restholz, die optisch ein wenig an dicke Erdnussflips erinnern. Dieses Restholz besteht meist aus Sägemehl, Hobelspänen und Waldrestholz, das unter hohem Druck zu Pellets gepresst wird. Ein Kilo davon hat einen Heizwert von ungefähr 5 Kilowattstunden, so viel Energie wie in zirka einem halben Liter Heizöl.

Und wie funktioniert das Ganze? Holzpelletheizungen stehen in einem Heizraum und werden dann aus einem Lagerbehälter – je nach gewähltem System – entweder von Hand oder automatisch mit Holzpellets versorgt. Man darf bis zu 15 Tonnen Holzpellets im Haus lagern, idealerweise in einem Raum mit Außenwand, so wird das Einfüllen erleichtert.
Es gibt halbautomatische Kompaktanlagen und fast vollautomatische Systeme. Bei einer halbautomatischen Pelletheizung muss der Heizkessel – es gibt Tages- oder Wochenbehälter – regelmäßig von Hand aufgefüllt werden. Bei einer vollautomatischen Anlage dagegen, wird der Kessel mittels Förderschnecke oder einer Saugvorrichtung befüllt.

Holzpelletöfen haben übrigens die gleichen Vorteile wie Holzpelletheizungen, erbringen aber kleinere Leistungen und sind daher eher für sehr gut gedämmte Häuser empfehlenswert.
Wer auf eine Pelletheizung umrüsten möchte, sollte – inklusive Pelletlager – mit Kosten von rund 17.000 Euro rechnen. Vom Staat gibt es eine Förderung in Höhe von 2.700 Euro dazu.

 

Illustration: Miro Poferl



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