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Gas-Brennwert-Heizung

Gas-Brennwert-Heizung

Wer in einem Haus mit Gasanschluss wohnt, ist mit Gas-Brennwertheizungen gut beraten. Sie heizen energieeffizient, emissionsarm und kostengünstig. Heute gibt es so kleine und leise Geräte auf dem Markt, dass sie sogar im Wohn-Bereich montiert werden können.


Einkaufstipps

  • Lohnt sich die Installation eines neuen Kessels für Sie? Ist die vorhandene Heizung älter als 10 Jahre, fast immer. Um sicher zu gehen, informieren Sie sich über den Abgasverlust Ihres jetzigen Gasheizkessels. Er wird jedes Jahr vom Bezirksschornsteinfeger gemessen und steht auf dem Messprotokoll. Ein Abgasverlust von elf Prozent bedeutet, dass rund ein Neuntel der verbrauchten Gasmenge ohne Nutzen verpufft.
  • Wenn Sie Angebote bei einem Heizungsfachmann einholen, achten Sie darauf, dass alle entstehenden Kosten berücksichtigt sind:  Neben den Anschaffungskosten sind das auch Kosten für den Einbau und Betrieb, den Schornsteinfeger, Wartung und natürlich für das Heizen selbst.
  • Um beste Effizienz und Langlebigkeit Ihrer neuen Anlage zu gewährleisten, ist es auch empfehlenswert, einen Servicevertrag für die regelmäßige Wartung und den störungsfreien Betrieb der Anlage abzuschließen.
  • Von Ecotopten sind Kessel empfehlenswert, die folgende Werte erfüllen:
    - Normnutzungsgrad ist größer als 101 Prozent (75/60 °C Vor- bzw. Rücklauftemperatur) bzw. größer 105 Prozent (40/30 °C Vor- bzw. Rücklauftemperatur)
    - Normemissionsfaktor für Stickoxide kleiner 20 mg/kWh und für Kohlenmonoxid kleiner 15 mg/kWh sein muss.
    - Stromverbrauch kleiner als 7,5 kWh/a pro Kilowatt Nennleistung bzw. kleiner 150 kWh/a bei Nennleistungen unter 20 Kilowatt
  • Schauen Sie in die Kessel-Liste des enercity-Fonds proKlima Hannover. Hier findet man empfehlenswerte - und förderungswürdige – Gasbrennwertkessel, die sich durch einen ganz besonders niedrigen Stromverbrauch, niedrige Emissionen und eine hohe Effizienz auszeichnen. Zudem übertreffen sie sogar teilweise die Anforderungen des Blauen Engels (RAL UZ 61, Ausgabe 3/2006).   
  • Nutzen Sie die Möglichkeiten für staatliche Zuschüsse und Darlehen für Energiesparmaßnahmen. Diese sind immer zu günstigen Konditionen zu haben.  Allein im Jahr 2009 stellte die Förderbank der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) für die Gebäudesanierung 1,5 Milliarden Euro bereit.
  • Im Idealfall bringt man den Heizkessel übrigens im Dach unter, das spart teure Schornsteinmeter.

 

Wussten Sie, dass ...

Gas-Brennwertheizungen verwerten die im Erdgas enthaltene Energie fast vollständig und sind daher für die Nutzung von fossilen, also nicht erneuerbaren Energien die beste Wahl.   

Wie funktioniert dieses Heizsystem? Ein Gas-Brennwertkessel nutzt die Energie des Wasserdampfes aus, der bei der Verbrennung von Erdgas entsteht. In herkömmlichen Kesseln geht die Energie, die bei der Erzeugung des Wasserdampfes entsteht, als Abgas einfach verloren. Die Brennwerttechnologie kühlt die Abgase herunter und das im Dampf enthaltene Wasser kondensiert. So wird die Energie wieder freigesetzt, die vorher zur Erzeugung dieses Wasserdampfes nötig war. Aus diesem Grund haben Gas-Brennwertheizungen einen deutlich höheren Wirkungsgrad. Bei Erdgas liegt er bis zu maximal 11 Prozent, bei Heizöl bei maximal 6 Prozent über dem Wirkungsgrad herkömmlicher moderner Heizungssysteme. Wer sich für eine moderne Gas-Brennwertheizung entscheidet, kann - im Vergleich zu einer alten Heizung - jährlich mit Kosteneinsparungen von bis zu 40 Prozent rechnen.

Zudem lassen sich Gas-Brennwertheizungen hervorragend mit Solaranlagen zur Warmwasserbereitung kombinieren, was noch mehr Energie spart. Bei einer Erdgas-Brennwertheizung mit solarer Heizungsunterstüzung sind die CO2-Emissionen gegenüber einem alten Standardheizkessel sogar um bis zu 55 Prozent niedriger. Doch auch ohne solare Unterstützung erzeugt ein modernder Gaskessel im Vergleich zu einer Heizung auf Heizöl-Basis nur halb so viel Gesamtumweltbelastungen.

 

Foto: photocase / ak74



Empfehlenswerte Siegel und Kennzeichen


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