Utopia: Die Verbrauchermacht - Unser Konsum verändert die Welt.

Fertighäuser

Zur Übersicht von Fertighäuser

Fertighäuser
Mit dem Neubau eines Gebäudes stellen Sie die Weichen für Ihren Energieverbrauch über viele Jahre. Klimaschutz und Energiesparen haben auch bei vielen Fertighausanbietern Einzug gehalten und sind dort ein attraktives Verkaufsargument. Bereits in ihrem Standardprogramm bieten manche Hersteller Holz- und Massiv-Fertighäuser an, die energieeffizienter sind, als es die Energiesparverordnung erfordert.

11 Produkte ansehen

Einkaufstipp

  • Bevorzugen Sie Anbieter, deren Häuser mit den empfohlenen Qualitätssiegeln ausgezeichnet sind.
  • Achten Sie auf einen guten Energiestandard. Fragen Sie nach dem Energiebedarfsausweis. Er muss gemäß der Energieeinsparverordnung (EnEV) für jedes neue Gebäude erstellt werden und für Käufer und Mieter auf Anforderung einsehbar sein. Hier finden Sie standardisierte Energiekennzahlen, die helfen, verschiedene Gebäude miteinander zu vergleichen. Folgende Kennzahlen helfen weiter:
    -  Jahresprimärenergiebedarf (Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr (kWh/m²*a). So erreicht man einen niedrigen Jahresprimärenergiebedarf: geringe Wärmeverluste der Gebäudehülle, gute Dämmung, Heizsystem auf der Basis von erneuerbaren Energien oder Anschluss an ein Nahwärmesyste
    -  Heizwärmebedarf (Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr (kWh/m²*a): diejenige Energiemenge, die das Heizsystem in einem Jahr bereitstellen muss, um ein Gebäude zu beheizen.
    -   Wärmedurchgangskoeffizient: Je größer er ist, umso schlechter ist die Dämmwirkung eines Bauteils. Zur Orientierung: Im Passivhaus besitzen Außenwände und Dächer einen Wärmedurchgangskoeffizienten von unter 0,15 W/(K*m²), der gesetzliche Mindestwert nach EnEV liegt bei 0,45 bzw. 0,3 W/(K*m²).
  • Erkundigen Sie sich nach dem „Blower Door Testwert“. Mit diesem Test wird die Luftdichtigkeit eines Gebäudes bestimmt – eine der Voraussetzungen dafür, dass über die Gebäudehülle möglichst wenig Wärmeenergie verloren geht und das Gebäude wenig Heizwärme benötigt. Für manche Anbieter gehört der Test zum Standardprogramm, manche führen ihn auf Anfrage durch.
  • Stellen Sie bei der Planung eine effiziente Wärmedämmung in den Vordergrund.
  • Gut zu wissen: Der Begriff "Niedrigenergiehaus" ist nicht geschützt und seine Verwendung ist deshalb nicht einheitlich. Die Gütegemeinschaft Niedrigenergie-Häuser e.V. definiert solche Gebäude als Niedrigenergiehäuser, die 30 Prozent weniger Transmissions-Wärmeverlust haben als gesetzlich vorgeschrieben, also lediglich die heutige Energieeinsparverordnung erfüllen.
  • Lassen Sie sich auf jeden Fall von einem Profi beraten, um individuelle Wünsche und Anforderungen auch wirklich Ihren Vorstellungen entsprechend umzusetzen.

 

Der Umwelt-Aspekt

Bedenkt man, dass der Sektor Hochbau und Raumwärme nach wie vor mit 30 bis 35 Prozent Gesamtanteil zu den größten Verursachern von CO2-Emmissionen zählt, untermauert dies die Notwendigkeit für mehr Umweltbewusstsein beim Bau eines Hauses. Dank ihrer bauphysikalischen Eigenschaften verfügen Fertighäuser über ein großes Energiesparpotenzial. Fertighäuser sind bekannt für ihre hervorragende Wärmedämmung. Das liegt einerseits an den physikalischen Eigenschaften des natürlichen Baustoffs Holz, andererseits an der intelligenten Konstruktion. Denn in die Wände sind mehrere Schichten hoch wirksamer Dämmstoffe eingebaut. Damit unterschreiten Häuser die Grenzwerte der Energieeinsparverordnung um wenigstens 25 Prozent. Ihre Bauweise kann den Verbrauch an Heizenergie noch weiter senken: Das so genannte 3-Liter-Haus hat einen jährlichen Heizwärmebedarf von weniger als drei Litern Heizöl bzw. drei Kubikmetern Gas pro Quadratmeter Nutzfläche. Ein Passivhaus benötigt oft gar keine herkömmliche Heizung mehr.

Holzhäuser sparen nicht nur Energie, sie verringern sogar die CO2-Konzentration in der Atmosphäre. Das genutzte Holz hat der Atmosphäre bei seinem Wachstum mehr CO2 entzogen, als durch den Bau des Hauses freigesetzt wird. Auch erfordert die Herstellung von Bauprodukten aus Holz einen geringeren Energieaufwand als vergleichbare konventionelle Baustoffe. Und schließlich begünstigt Holz auf Grund seiner Materialeigenschaften eine hocheffiziente Wärmedämmung und führt damit zu einem geringeren Primärenergiebedarf für die Heizung. Die Ökobilanz eines Holzfertighauses ist also über seine gesamte Lebensdauer hinweg vorbildlich. Berechnungen der Universität Stuttgart haben ergeben, dass das Treibhauspotenzial einer Wand in Holzständerbauweise mit 410 kg CO2-Äquivalent weniger als halb so hoch zu veranschlagen ist, wie das einer vergleichbaren Wand in konventioneller Bauweise mit 1080 kg CO2-Äquivalent.

 

Die wichtigsten Häusertypen

KfW40- und KfW60-Häuser
Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) vergibt zinsgünstige Darlehen für den Neubau von besonders energieeffizienten Häusern. KfW60-Häuser haben einen Jahresprimärenergiebedarf von weniger als 60 Kilowattstunden pro Quadratmeter, die KfW40-Häuser liegen mit weniger als 40 KW/qm im Jahr noch darunter.

Drei-Liter-Haus
Ein Gebäude, dessen Jahresprimärenergiebedarf nach Energieeinsparverordnung bei weniger als 34 Kilowattstunden pro Quadratmetern und Jahr liegt, was umgerechnet dem Energiegehalt von drei Litern Heizöl entspricht.

Passivhaus
Hier werden über das ganze Jahr hinweg behagliche Temperaturen mit extrem geringem Energieaufwand und unter passiver Nutzung von Sonnenenergie erreicht. Der Passivhausstandard gehört zu den strengsten Energiestandards. Um als Passivhaus zu gelten, müssen bestimmte Grenzwerte nachgewiesen werden (u.a. Heizwärmebedarf, Luftdichtheit).

Barrierefreies Haus
Es gewährleistet Menschen mit körperlichen Einschränkungen ihr gesamtes Wohnungsumfeld umfassend zu nutzen und alle Einrichtungen selbständig oder zumindest weitgehend ohne fremde Hilfe sicher benutzen zu können. Das betrifft z. B. auch den Weg zum Parkplatz oder Müllcontainer.

Allergiker-Haus
Auch Allergien wie z. B. gegen Hausstaub, Blütenpollen oder bestimmte Baustoffe können den Hausbau „mitgestalten“, z. B. durch Pollenfilter in den Lüftungsanlagen oder den Einbau eines Zentralstaubsaugers zur Milderung einer Hausstauballergie.

 

Der Experten-Tipp

Dr. Dietlinde Quack, Öko-Institut e.V., Freiburg
„Vergleichen Sie unbedingt die jährlichen Gesamtkosten bei Fertighäusern! Energieeffiziente Fertighäuser erscheinen zwar beim Kauf zunächst oft teurer, schneiden aber beim Vergleich von Mehrkosten und Einsparungen auf längere Sicht fast immer deutlich günstiger ab.“

 

Foto: photocase / typogretel



Empfehlenswerte Siegel und Kennzeichen


Ich habe eine Frage... zu Fertighäuser

Sie haben noch Fragen, die diese Kategorie betreffen? Dann stellen Sie sie doch in unseren Guten Fragen!

Vermissen Sie einen Einkaufstipp? Dann schreiben Sie uns doch einfach!


Neueste Produkte in Fertighäuser