Dioxin in Deuschland
Wie gefährlich ist der Dioxin-Skandal?
Wie gefährlich sind Dioxine?
Die Dosis eines Stoffs entscheidet darüber, wie giftig er ist. Dioxine gelten bereits in geringen Mengen als krebserregend. Aufgrund ihrer chemischen Struktur lagern sich Dioxine bei Menschen und Tieren insbesondere im Fettgewebe ab und reichern sich dort an. Daher stellen sie eine langfristige Gefahr für die Gesundheit dar.
In Tierversuchen konnten als Langzeitwirkungen zum Beispiel Störungen des Immunsystems, des Nervensystems und des Hormonhaushaltes festgestellt werden. Schwer entzündliche Erkrankungen der Haut und Leberschäden sind weitere mögliche Folgen.
Was passiert, wenn ich ein mit Dioxin vergiftetes Ei oder Fleisch esse?
Laut dem Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sowie einigen Verbraucherzentralen führt der geringfügige Verzehr von belasteten Eiern oder Fleisch höchstwahrscheinlich(!) zu keiner akuten oder chronischen Vergiftung. Genauso wenig soll sich die direkte Gefahr erhöhen, an Krebs zu erkranken.
„Bei den festgestellten Überschreitungen ist keine unmittelbare gesundheitliche Beeinträchtigung für Verbraucher zu erwarten. Aus Gründen des vorsorgenden Verbraucherschutzes sollte allerdings die Belastung mit Dioxinen so weit wie möglich minimiert werden“, schreibt das Bundesinstitut für Risikobewertung.
Die Verbraucherzentrale Hamburg gibt zu bedenken, dass Kinder aufgrund ihres geringeren Körpergewichts stärker gefährdet sind. Die im aktuellen Fall getestete Menge von 12 pg Dioxin/ g Eifett liege auf jeden Fall über der täglich tolerierbaren Menge an Dioxin.
Zusammengefasst lauten also die Ratschläge:
"Die Gefahr scheint nicht besonders groß, aber ganz sicher sind wir uns nicht".
Was soll ich tun?
Die Verbraucherzentrale Hamburg empfiehlt, bereits gekaufte Eier, Geflügel und auch Schweinefleisch zunächst nicht zu verwenden – es sei denn, man wisse, dass die Nahrungsmittel nicht aus einem der betroffenen Betriebe stammen. Für Eier hält die Verbraucherzentrale dazu die Möglichkeit bereit, den gestempelten „Eiercode“, der die Herkunft des Eis anzeigt, mit einer Liste der bisher betroffenen Betriebe abzugleichen. Das Problem an der Sache: Die Reichweite des Skandals ist noch offen. Bisher ist noch ist nicht geklärt, welche Unternehmen betroffen sind.
Also:
Zunächst ist eher unwahrscheinlich, überhaupt ein mit Dioxin vergiftetes Produkt in die Hand zu bekommen. Doch auch wenn Sie tatsächlich belastete Eier, Geflügel- oder Schweinefleisch zu sich nehmen sollten, scheint die Gesundheitsgefährdung nicht sonderlich hoch zu sein.
Aber:
Wenn Sie auf Nummer Sicher gehen wollten, verzichten Sie doch einfach auf Eier, Geflügel- oder Schweinefleisch, bis sich die Lage geklärt hat. Diese Auszeit wird Ihnen auf keinen Fall schaden! Leckere vegetarische und vegane Rezeptideen finden Sie hier.
Oder: Bio
Da die derzeitigen Kontaminierungsfälle mit Dioxin auf sogenannte technischen Fette, die Tierfutter beigemischt wurden, zurückzuführen sind können Bio-Eier und -Fleisch wohl bedenkenlos gegessen werden. Bio-Betriebe dürfen derartige Futterstoffe überhaupt nicht einsetzen.
Besser: immer Bio!
Utopia hofft, dass möglichst viele Menschen den Dioxinskandal als Weckruf verstehen und nicht zur Tagesordnung übergehen, wenn sich die Wogen wieder geglättet haben.
Um zukünftige Lebensmittelskandale zu verhindern, braucht es tiefgreifende Veränderungen, die jeder selbst mit jedem Kauf ein wenig voranbringen kann. Kaufen Sie Bio-Lebensmittel!
Foto: Fotolia.com © fmfoto



Kommentare (21)
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rubber2001ye
schrieb am 10.02.2011 um 16:17 ¶Kommentar schreiben
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