Sie können einem schon Leid tun, die Softdrink-Hersteller. Seit Jahren scheint sich das Schicksal gegen sie gewendet zu haben: Ausweitungen des Flaschenpfands, gesundheitsbewusste Konsumenten und jetzt auch noch die erstarkte Umweltbewegung. Besonders die Wassersprudler-Magnaten mit ihrem ineffizienten Geschäftsmodell, das ganz ohne abgefüllte Getränke auskommt, haben es in letzter Zeit auf die ohnehin geplagte Industrie abgesehen. Mit unsäglichen Aktionen, die ganz öffentlich die vermeintliche Umweltbelastung durch die praktisch-genialen PET-Einwegflaschen anprangerten, rückten sie der arglosen Softdrink-Zunft zu Leibe. Käfige mit alten Dosen und Plastikflaschen wurden aufgestellt, als wäre Müll auf einmal ein triftiges Problem. Man hatte doch nie etwas Böses gewollt, nur leckere Drinks in bequemer Verpackung – eben was die Kundschaft wünschte – verkauft. Und nun auf solch brutale Weise degradiert zu werden, warum kam denn niemand zu Hilfe?
Clearcast - Ein Retter in der Not
Schließlich rappelte sich der gebeutelte Produzent Coca-Cola aus seiner Schockstarre auf und forderte endlich ein Mindestmaß an Gerechtigkeit. Mit der letzten Kraft eines zu Unrecht Verleumdeten reichte man Klage ein gegen die geschmacklosen Müll-Installationen – und erlitt eine weitere Demütigung. Die Propaganda-Dosenkäfige blieben stehen, der Kampf schien verloren. In beinahe biblischer Manier erreichte die Unschuldigen schließlich Hilfe von unerwarteter Seite. Als die Wassersprudler zum nächsten Schlag ansetzten und einen schändlichen Werbespot produzierten, sprang den arg gebeutelten Getränkeherstellern der britische Werberat Clearcast zur Seite und verbot den Spot. Man würde nicht weiter tatenlos dabei zusehen, meinten die Aufseher gar ritterlich, wie auf den wehrlosen Brausefabrikanten herumgetrampelt werde.
Ihre Unterstützung ist gefragt!
Wie zu erwarten spielt Sodastream nun seinerseits scheinheilig den Entrechteten und hat im Internet, diesem rechtsfreien Medium, zur Gegenwehr und Verbreitung des Werbespots aufgerufen. Der Werberat in Großbritannien aber hat offensichtlich bereits eingesehen, was die pubertierende Internetgemeinde erst noch verstehen muss: Ein Staat muss zuerst einmal seine rechtschaffene Wirtschaft schützen, nur dann kann Wohlstand für alle entstehen.Sicherlich gehören Sie auch zu jenen ehrbaren, besonnenen Bürgern, die dies längst realisiert haben.
Tun Ihnen Coca-Cola & Co. auch so leid wie uns? Dann unterstützen Sie sie hier mit einem Kommentar! Wir stellen Ihnen hier ebenfalls den betroffenen Werbespot zur Verfügung, damit auch Sie die Ernsthaftigkeit der Lage begreifen können, in die uns die tolldreisten Umwelt-Romantiker gebracht haben. Ansehen auf eigene Gefahr!


Die beste Bio-Cola
Kommentare (60)
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Doch mal im Ernst, der Konzern soll indischen Bauern das Wasser klauen, auch ein Johannes B. Kerner ist bei mir seit seiner Bonaqua-Werbung für alle Zeiten unten durch, ja vielleicht bis er das Geld für indische Bauern gespendet hat.
Und: Mehr Satire hier, Bitte! (So hab' ich das verstanden.) mehr weniger
Was Völkerrchtsverletzungen wie die von Israel gegenüber Palästina angeht, bin ich allerdings einfach traurig, erschüttert und enttäuscht, wie sehr der Rest der Welt da nur wegschaut.
Da ist es nachgerade Wurscht, ob man sein Wasser mit oder ohne Kohlensäure oder anderen schädlichen Zusätzen mag (Zucker etc.)! mehr weniger
gerät . Kein Ehekrach mehr wegen des vergessenen Sprudelkasten Austausches
Motto : Scheidungsanwalt raus hast Du Sodastream im Haus .
Guß Hopo1
Amerikanischer Goliath klagt gegen kleinen, aber ziemlich aggressiven israelischen "David". Gleichzeitig übersieht Amerikanischer Goliath grosszügig ein nach Markenrechtsprozessen schreibenden moslemischen Konkurrenten: Mecca-Cola
http://de.wikipedia.org/wiki/Mecca-Cola
Irgendwie versteh ich jetzt die Welt nicht mehr....
Deutschvergangenheitsbewusster Disclaimer: Dies ist bitte in keiner Weise als antisemitisch zu bewerten, sondern als Denkanstoss, ob und wieweit die Annahme trägt, dass Aussenpolitik und Verhalten privater Konzerne notwendigerweise kohärent sind. mehr weniger
Diesen interessanten Artikel könnte man auf ein Drittel komprimieren und dann auch in einem Drittel der Zeit lesen. Bitte etwas mehr verbale Disziplin und weniger Redundanz. mehr weniger