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Beck's auf dem Prüfstand

Welcher Geist lebt in der grünen Flasche?


Von Volker Eidems

Angefangen beim Hopfenanbau, für den bei konventioneller Bewirtschaftung große Mengen Pestizide eingesetzt werden, bis hin zu Verpackung und Transport gibt es eine Menge Stellschrauben für nachhaltigen Biergenuss. „Die Gruppe Anheuser-Busch InBev steht weltweit an der Spitze der Brauereikonzerne, in Deutschland zählen neben Beck’s auch Hasseröder und Franziskaner zu den Hauptmarken“, sagt Bartelt. Beck’s gehört also zu einem Weltmarktführer, der durch sein forsches Aufkaufen kleiner Brauereien bekannt wurde. Im Januar kündigte Beck’s den Abbau von 262 Stellen an, begründet wurde dies mit einem rückläufigen Biermarkt in Deutschland bei gleichzeitig sinkenden Exportmengen.

Unternehmensleitbild: Ergebnisse der Marktforschung

Wie also stellt sich Beck’s seiner Verantwortung, warum etwa gibt es eine Menge Biermischgetränke der Marke, aber kein Produkt aus biologisch angebauten Rohstoffen? „Ein Biobier würde den Marktforschungsergebnissen zu Folge in Deutschland keinen nennenswerten Absatz bringen, im Gegenteil. Die Frage nach einem „Bio-Bier“ bei einem Pilsbier stellt sich ehrlich gesagt auch nicht bei einem Produkt, dass nach dem Reinheitsgebot gebraut wird und dies beispielsweise auch vor kurzem vom Titel „Ökotest“ durch eine durchgehende 1er Benotung der verschiedenen Marken (allen voran auch Beck’s) belegt worden ist“, verteidigt Oliver Bartelt das Unternehmenskonzept. Leider sagt die Schadstofffreiheit des Endprodukts jedoch nichts über die Situation auf dem Feld aus, für einen Kasten Bier werden immerhin rund sieben Quadratmeter Ackerfläche bearbeitet. Ob oder inwieweit die ländlichen Erzeuger von Beck’s zu einer kontrollierten Wirtschaftsweise angehalten werden, darüber möchte Bartelt keine Angaben machen: „Bezugsquellen beziehungsweise Lieferanten nennen wir aus Wettbewerbsgründen nicht“, er fügt jedoch hinzu: „Als Markenartikler legen wir entsprechend hohen Wert auf einwandfreie Produktqualität.“

Bestnoten im Recycling

Bei der eigenen Produktion unterliegt Beck’s dem Umweltprogramm der Konzernmutter: „Anheuser-Busch InBev verfolgt bis Ende 2012 branchenweit anspruchsvolle Ziele. Im Laufe der kommenden drei Jahre sollen neue Maßstäbe im Bereich Umweltschutz als Teil des „Better World“-Programms umgesetzt werden. Unter anderem soll der Wasserverbrauch im Brauwesen um fast 20 Prozent auf dann 3,5 Hektoliter Wasser pro Hektoliter produzierten Bieres gesenkt werden. Mit dem Erreichen dieser Zielmarke wäre AB-Inbev weltweit die effizienteste Brauerei im nachhaltigen Einsatz von Wasser“, zählt Bartelt auf, außerdem solle der Energieverbrauch je Hektoliter um zehn Prozent gesenkt und das Recycling weiter verstärkt werden: „Das Unternehmen plant, die Recyclingquote im Produktionsablauf weltweit bis Ende 2012 von heute 98 auf dann 99 Prozent zu steigern. [...] Die Wiederrückführung der Aluhalsschleifen ist übrigens auch Bestandteil dieser Quote.“ Das Abknibbeln sollte für Beck’s-Trinker also tabu sein, denn damit würde das Aluminium dem Wertstoffkreislauf entzogen – und auf das Markenzeichen verzichten möchte das Unternehmen Beck’s trotz des Aufwands für das Recycling nicht.


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Stand: 28.04.2010 von

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    schrieb am 28.06.2010 um 12:31
    Leider wird Öko nur da eingesetzt, wo es "Geld sparen" und Image Gewinn bedeutet. Solange dieses Unternehmen nur dem Shareholder Value sprich der Gier der Geldanleger verpflichtet ist wird sich nichts ändern. Die Umstellungen in Sachen Recycling sind sehr begrüßenswert aber das allein reicht nicht aus. Firmen müssen ihre Verantwortung in der Weltgemeinschaft erkennen und wahrnehmen und wenn sie lernen langfristig zu denken erkennen sie auch, das soziale Fairness und Ökologisches Handeln für alle ein Gewinn ist auch für ein Unternehmen, wenn es denn lernt umzudenken von Shareholder Value auf Stakeholder Value und dabei den Blick weit offen hält für alle Stakeholder. Dazu gehören auch die Landwirte von morgen genauso wie die Arbeitnehmer und Lieferanten von heute.
    Gruß
    Martina Rudolph mehr weniger
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    schrieb am 13.05.2010 um 18:11
    Wenn ich mich nicht sehr irre, dann hat die Gruppe Anheuser-Busch InBev auch Hannovers größte Brauerei
    aufgekauft (Gilde Brauerei) und nun sollte der Betrieb geschlossen werden ,mit den entsprechenden
    Entlassungen. Diese Gruppe ist mir total unsympatisch nach dem Motto kaufen und Marke dicht machen!!!
    Von "sozialer "Nachhaltigkeit keine Rede. Marktverdrängung ist angesagt. mehr weniger
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    schrieb am 03.05.2010 um 10:44
    ich glaub, ich werd mich mal schnell wieder bei utopia abmelden. Die Seite ist in Windeseile zu einem zynischen Witz verkommen. Wenn am Ende rauskommt, dass Becks trinken und Telekom-Kunde sein was mit Nachhaltigkeit zu tun haben könnte, dann ist das schlicht absurd. Und wenn die Enthüllungsjounalisten, die den knallharten Bierprüfstand erfunden haben, die Zeitschrift Öko-Test, die mit dem Begriff Öko soviel zu tun hat wie InBev mit Nachhaltigkeit, spätestens dann ist es aus meiner Sicht Zeit, sich aus einer Persilscheinnummer auszusteigen und eben wieder privat nach sinnvollen Möglichkeiten zu suchen, das üpigge Geld im Wirtschaftskreislauf unterzubringen. Hätte ne gute Idee werden können, ist aber leider vor den Karren gespannt.

    In diesem Sinne, Hüa mehr weniger
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    schrieb am 03.05.2010 um 10:03
    Ich kann mich der Kritik meiner Vorredner nur anschließen.
    Die Marke Beck´s meide ich schon deswegen, da sie eine der größten Marken in der Bierbranche sind und wie wir alle wissen: je größer ein Unternehmer ist, desto kleiner ist die Qualität, was in diesem Falle meine Vorschreiber auch schon durch diverse Kommentare bewiesen haben. Wenn ein Produkt auf Masse produziert wird, dann müssen irgendwo Abstriche gemacht werden und das ist meißten in erster Linie bei den Ressourcen der Fall.

    Ich kann also nur appelieren und regionale Bierbrauereien unterstützen!
    Man denke hierbei an die Transportwege, die auch hier schon thematisiert wurden sind. mehr weniger
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    schrieb am 30.04.2010 um 18:08
    das wort PRÜFSTAND ist ja wohl ein witz!
    wäre dem so, dann darf sich der artikel nicht darauf beschränken einem pressefuzzi der firma die möglichkeit zu geben, seinen PR-quark abzulassen!
    wie glaubwürdig ist eigentlich UTOPIA möchte ich fragen. oder gehts hier nur um 'feelbetter-als-die-restwelt-schmuse-dings'?
    AB-InBev ist ein unternehmen, dass nicht aus überzeugung nachhaltig und ökologisch wirtschaftet, sondern nur dann, wenn der pr-wert ökologischen handelns sich zudem in klingende müntze umsetzen lässt.
    resourcen kommen in deren denken nur als verknappbar und damit als preissteigernder faktor vor. selbst daraus lässt sich noch gewinn schlagen...
    uaaaahhhh! mehr weniger
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