Die schweigenden Macher
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besser: wissen - machen - kaufen
Utopia-Konferenz 2009. Mit Spannung wird der Vortrag von Niall Dunne erwartet. Er ist Sprecher der Nachhaltigkeitsberatung Saatchi & Saatchi S und soll über das Nachhaltigkeitsprogramm des weltgrößten Handelsgiganten, Wal-Mart, berichten.
Wer jedoch einen Bericht aus Wal-Marts Innenleben und zu den Chancen und Herausforderungen ihres Nachhaltigkeitsprogramms erwartet hatte, wird enttäuscht. Außer allgemeinen Informationen und Appellen vermittelt der Gast aus London kaum etwas. Schade, denn so verpasst er die Chance, die beachtliche "grüne Welle" zu erläutern, die zurzeit von den größten Konzernen weltweit losgetreten wird.
So hat etwa Wal-Mart eine Kampagne für Energiesparlampen gestartet und damit bislang an die 200 Millionen Stück verkauft. Nach eigenen Angaben spart das drei amerikanische Kohlekraftwerke ein. Von 1,8 Millionen Wal-Mart-Mitarbeitern haben über 500.000 an einem persönlichen Nachhaltigkeitsprogramm des Unternehmens teilgenommen. Und bis 2013 sollen alle Supermärkte 20 Prozent weniger Energie verbrauchen.
Die Liste lässt sich fortsetzen: General Electric und Siemens liefern sich ein Wettrennen, wer „an der Spitze der grünen Revolution“ steht, wie Siemens-Chef Löscher statuierte. McDonald’s kündigt an, nicht nur im übertragenen Sinne grün zu werden, sondern obendrein ihr Logo künftig in grün zu halten. Tesco, Großbritanniens Handelsriese, verspricht, sämtliche gelisteten Produkte innerhalb von fünf Jahren mit dem CO2-Fußabdruck versehen zu wollen.
Oder die Deutsche Telekom, die eine große, dialogorientierte Kampagne gestartet hat, um deutlich zu machen, dass es auch der erste Schritt ist, der den Unterschied machen kann. Ihr Motto: „Große Veränderungen fangen klein an."
Und selbstverständlich Kimberly-Clark, Produzent von Marken wie Kleenex und Hakle (s. Bild), deren Produkte von weltweit 1,3 Milliarden Menschen genutzt werden. Der Konzern gibt bekannt, dass bis 2011 für 40 Prozent seiner Hygieneprodukte ausschließlich Recyclingfasern oder FSC-zertifizierte Materialien genutzt werden sollen. Das hat selbst Greenpeace überzeugt, ihre Kampagne gegen das Unternehmen zu beenden. (Und manche Kritiker wundern sich, warum Greenpeace 40-Prozent-Ziele feiert.)
Kommentare (25)
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simone.schomberg
schrieb am 22.08.2011 um 10:34 ¶Nelly1978
schrieb am 05.01.2010 um 22:19 ¶Kommentar schreiben
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