Schmackhafte Abkühlung

Mein ökorrektes Eis


Dass bei hohen Außentemperaturen aufwendig gekühltes Eis kein besonders umweltfreundliches Lebensmittel sein kann, sondern zum Luxus zählt, versteht sich von selbst. Das war schon vor Jahrhunderten so, als für die Kühlung Schnee- und Gletschereisblöcke in die Täler transportiert wurden. Wollen wir verständlicherweise dennoch nicht auf Eis verzichten, können wir heute zumindest zwischen einer umweltfreundlichen (oder gar keiner) Verpackung entscheiden, die Kühlanlagen und Kühlketten bewerten, und natürlich die Inhaltsstoffe unter die Lupe nehmen.

Am besten in der Waffel auf die Hand

Für unterwegs bietet die vielleicht älteste essbare Verpackung der Welt den Königsweg: die einen nennen sie Hörnchen, die anderen Waffel. Dagegen werden Plastiklöffelchen und Pappbecher höchstwahrscheinlich nicht recycelt, sondern deponiert oder thermisch verwertet, sprich verbrannt, wenn sie im öffentlichen Restmülleimer an der nächsten Ecke landen. Sie sollten also wo möglich vermieden werden, und sie sind auch das Topargument gegen Fertigeis aus der Supermarkttruhe – schlimmste Verwerfung hier: In Alu verpackte Polystyrolbecher, garantiert unverrottbar

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Best of: Mein ökorrektes Leben

Leider unvermeidbar: kräftig kühlen

Vergleichbare Energiebilanzen zu industriell hergestelltem Eis aus dem Supermarkt oder der Gefriertruhe am Kiosk und ihrem offen verkauften Gegenspieler in Kugelform hat bisher noch niemand erstellt. Sämtliche dazu befragten Experten enthielten sich einer Einschätzung, so dass an dieser Stelle nur einige Eckdaten eine Vermutung belegen können, eine belastbare Aussage ist jedoch nicht möglich.

Die industrielle Großherstellung von Speiseeis etwa könnte effizienter sein, als die Kleinproduktion in der Eisdielenküche, da die Geräte besser ausgenutzt werden und Massenfertigung in der Regel weniger Energie benötigt. Es folgt jedoch die Lagerung in Kühlhäusern und Kühltheken, sowie die Einhaltung der Kühlkette über den Transportweg, hier liegt der Eiscafébetreiber mit eigener Herstellung deutlich vorn. Leider wirft ihn seine energiefressende offene Eisvitrine dann wieder zurück: Eine Vitrine mit rund 200 Litern Nutzinhalt erreicht leicht einen Verbrauch jenseits von 100 Kilowattstunden pro 24 Stunden – kein Wunder, dass frisches Eis kein Schnäppchen ist. Eine ähnlich große, geschlossene Kühltruhe kommt in dieser Zeit dagegen mit weniger als zwei Kilowattstunden aus. Beim direkten Vergleich nur dieser beiden Kühlungsarten müsste also das Supermarkteis durchschnittlich 50 Tage im Laden liegen um denselben Kühlaufwand wie das Eisdieleneis zu verursachen.

 

 

 

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    rehse
    schrieb am 14.09.2011 um 16:12
    Da vergeht mir auch der Appetit. Nein, danke! Falls es der Gesetzgeber verbieten würde, könnte es keiner kontrollieren. Verzichtet der Verbraucher, ändert sich vielleicht das Verhalten des Verkäufers eher.
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    Unikates
    schrieb am 14.09.2011 um 11:54
    Ja, ich esse gerne die Waffel am Eis mit - mir ist der Appetit darauf aber meistens gleich verdorben. Der Eisverkäufer nimmt Geld und gleich die Eiswaffel in die Hand...Geld - Lebensmittel - Geld - Lebensmittel. Warum läßt der Gesetzgeber das zu? Ich glaube, daß diese unhygienische Vorgehensweise...
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