Auf einer Autofahrt in das Unesco Welterbe Oberes Mittelrheintal (Frankreich war dann doch ein bisschen zu weit) habe ich das Buch "Vive la Provence! - Vegan genießen auf südfranzösische Art" von Autorin Heike Kügler-Anger im Stau zunächst genauestens studiert. Ein umfangreiches Vorwort und eine noch umfangreichere Beschreibung der Provence erwarteten mich auf den ersten Seiten. Die anschauliche Schreibe lies mich glatt ins Träumen geraten und ich bekam direkt Lust, die eine oder andere Küstenlandschaft gleich selbst zu bereisen. Bevor ich aber ein Rezept zum Nachkochen heraussuchen konnte, durchblätterte ich erst einmal eine große Anzahl an Erläuterungen zu den einzelnen, in der Provence ansässigen Gewächsen, eine Vielzahl an Gemüsebeschreibungen sowie diverses Küchenwissen und Hinweise zu den einzelnen Rezepten.
Auch wenn schließlich erst nach etwa einem Drittel der Rezeptteil richtig beginnt, stellen die vielen Zusatzinformationen zusammen mit den Rezepten eine tolle Kombination dar, die in vielen anderen Kochbüchern fehlt. Die Rezeptbeschreibungen an sich sind nicht weniger informativ. Bei fast jedem Gericht, welches provenzalischen Ursprungs ist oder eine außergewöhnliche Zutat beinhaltet, gibt die Autorin genaue, weiterführende Erklärungen. SUPER! So lernt man selbst beim Kochen noch dazu. Bei vielen Rezepten werden auch ergänzende Alternativen und Tipps gegeben, wie man zum Beispiel für andere Gerichte aus dem Kochbuch überschüssige Lebensmittel weiterverwenden kann. Eine klasse Idee und super hilfreich. Für meinen heimischen Test entschied ich mich schließlich für das Rezept Mandel-Orangen-Küchlein.
Mein Fazit
Mein gewähltes Rezept ist super einfach und es ist alles schnell zubereitet. Was mir als Nicht-Veganerin aber leider fehlte, sind ein paar Fotos im Buch. Da ich vorher noch nie vegan gekocht und gebacken habe, fehlt mir die Erfahrung und ich war mir nicht ganz sicher, ob mein Backresultat nun dem tatsächlich gewollten Ergebnis entspricht oder nicht. Aber gut sieht es aus.

Trotz fehlender Bilder ist das Buch wirklich empfehlenswert und dürfte für Liebhaber der französischen Küche ein tolles Geschenk sein. Mit den vielen interessanten Hinweisen und einfachen Rezeptideen macht es Lust, mal was anderes auszutesten und ist auch für nicht geübte Köche gut geeignet.


Kommentare (161)
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Bee Gees
Es freut mich zu lesen, dass auch in Frankreich offenbar eine wachsende Zahl von Menschen Interesse an veganem Essen hat! Deshalb bin ich total neugierig auf die Kochbücher...
Ganz herzliche Grüße,
Christiane Helms
Während meiner Ausbildung habe ich mit zwei Freundinnen eine Sprachreise nach Paris gemacht. Wir hatten mit der Gastfamilie riesig Glück. Es war eine Großfamilie mit vielen Freunden - Laut, Bunt und Chaotisch.
Da ich mit der französischen Küche nicht so vertraut war, hab ich gleich angegeben, dass ich Vegetarier bin. Da wir über Ostern dort waren, gab es eine Vielzahl an französischen Gerichten und für mich wurde extra vegetarisch gekocht. So bin ich unter anderem in den Genuss von Chicoree mit Bechamelsoße gekommen. So lecker! Unser Gastvater war zwar Lehrer, aber auch irgendwie Koch. Und Fremdenführer und Organisator von verbotenen Feten in den Katakomben von Paris. Dementsprechen turbulent und erlebnisreich war auch die Zeit in Paris.
Und ganz wichtig! Menthe et L´eau. Wasser mit Minzsirup. Herrlich köstlich!
Dann die Tradition, dass in meiner Austauschfamilie jeden Tag frisch gekocht wurde und es zum Essen immer einen frischen Salat mit vielen Kräutern gab! Das kannte ich von zu Hause nicht und schmeckte einfach wunderbar! Genauso wie die Käseplatte, die es hinterher oft noch gab. Da waren soviele Sorten dabei, die ich noch nicht kannte. Und zum Frühstück warme Croissants...himmlisch!
Und dann war da ja noch der leckere Cidre (den wir einmal heimlich getrunken haben) ;)
Ein durch und durch sinnliches Erlebnis also - und deswegen ist Frankreich für mich Sinnlichkeit pur!
Baguettes,Käse, usw.
Ansonsten denke ich (momentan) an Mirabellen, Weintrauben und Wein, tolle Wellen an der Atlantikküste, herrliche Filme, an die schöne Sprache und BDs.
Einkaufen in eionem französischen Supermarkt, so muss das Schlaraffenland sein.
Wann immer es geht, fahren wir nach Frankreich, vorzugsweise ins Burgund, um zu schlemmen und zu genießen.
Frankreich vegan kennen zu lernen, das wäre mal wunderbar. Na vielleicht klappt das ja!!!!
Ansonsten fällt mir bei Frankreich leider auch noch Atomenergie ein.
Und die Protestkultur.
Und schönes Wetter.
das buch muss ich haben. bin nämlich gerade dabei, immer veganer zu werden, was mir als alter vegetarier nicht soooooo leicht fällt. bin für jede anregung dankbar :)
Über das Buch würde ich mich riesig freuen, denn als ich mal in Frankreich war , dachten alle, ich als Vegetarierin esse Eier, Eier und nochmals Eier.... Ein veganes Buch über die französische Küche finde ich echt bemerkenswert!!
Die waren soooo lecker, ich würde mich freuen wenn ich gewinne und dann weitere französische
Geschmackserlebniisse entdecken kann.
Die in Deutschland relativ unbekannten "Pfannkuchen" bestehen zum größten Teil aus gemahlenem Buchweizen und zudem aus etwas Weizenmehl sowie Wasser. Sie werden normalerweise als salziges Gericht je nach Belieben mit Ei, Schinken, Käse oder auch mit Gemüse (z.B.Ratatouille) serviert, sodass sie auch für Veganer mit gutem Gewissen genießbar sind (evtl. anlündigen, dass man keine Butter darauf haben möchte).
Eigentlich stammt dieses Gericht aus der regnerischen Bretagne, aber ich kann versichern, dass es in der Provence oder im restlichen schönen Frankreich genausgut schmeckt! sonst sind mir keine typisch französische, vegane Gerichte gekannt, umso lieber würde ich sie kennenlernen ;)
Liebe Grüße,
écureuil
:)
Mittlerweile habe ich mich von dieser Verknüpfung gelöst. Das entspannte Leben verbinde ich nun damit. Genuss des Augenblickes und einfacher, guter Nahrungsmittel. Als vegan lebender Mensch fallen da die weitverbreiteten Spezialitäten auf Milchbasis natürlich weg - auch das schöne Buttercroissant. :-(
Aber ein ofenfrisches, knuspriges Baguette pur oder mit einem guten Olivenöl, ein Espresso oder ein schöner Café au lait mit Sojamilch in einem typischen französischen Bistro, ein interessantes Buch oder auch Easy reading. Hmmmm...! Ja, das verbinde ich mit Frankreich!
Und jedes Mal, wenn ich "Ratatouille" von Disney sehe oder ZAZ höre, träume ich davon, nach Paris zu fahren und einfach nur diese oder andere, unerwartete Eindrücke aufzunehmen.
Je veux de l'amour, de la joie, de la bonne humeur...
Und vor allem der verbreitete Anbau von Hanf -lecker auch für die gesunde Küche, vor allem die vegane.
und Camille Claudel
Kriegsschauplätze in der Normandie. Crepes mit Creme de Marone. Cidre. Guter Wein.
Lavendelfelder in der Provence. Schnecken und Muschelessen, Filmfestspiele in Cannes, große Jachten an der Cote Azur,
in erster Linie Haute Couture
Weine und hervorragende Kochkunst
heute: gaumenabenteuer, modischer chick, geschichtsträchtige plätze, genussvoll!
klingt superlecker und motiviert einmal mehr, vegan zu kochen. und zu essen!
mjam!
Macarons. Fougasse. Baguette. Eclairs ... hach, so viele Leckereien,
doch leider sind viel zu viele Hauptspeisen weder vegetarisch noch vegan :/
So wäre das Kochbuch mal wieder eine Chance die Spezialitäten Frankreichs vegan zu kosten!
Es gibt auch Dinge, die man dort - wie überall - besser machen könnte (wie zum Beispiel AKWs... oder so manches Fleischgericht - aber letzteres muss man ja nicht essen, so lange es genügend anderes gibt...)
Frankreich hat viele wunderschöne Seiten. Ich könnte mich noch lange in schönen Erinnerungen verlieren.
Für mich steht Frankreich für Lebensfreude.
Ein Buch mit veganen französischen Rezepten ist etwas Besonders. Da meine Tochter keine Kuh- und Schafsmilchprodukte verträgt und Vegetarierin ist, bleibt ohnehin nicht viel Tierisches für unseren Speiseplan übrig - und ich orientiere mich sowieso mehr an veganer Küche. Vegane Rezepte aus Frankreich hört sich endlich mal nicht nach Diät-Kochbuch an :-)) ...sondern nach purem Genuss...
Viele Grüße
Slow Food fällt mir dazu ein
France- wir kommen wieder.....
Mit Frankreich verbinde ich mehrmalige Besuche in der Hauptstadt Paris.
Ein grosser Traum ist es mit einem guten Freund zur Lavendelblütenzeit mit unseren
Mountainbikes durch die Provence zuradeln, Pausen einzulegen und uns an gutem Käse, Baguette
einem (wirklich nur Eins) Glässchen Rotem zu laben. Vivé la France!
Jahrzehnte später war ich mit Mann und Kindern am Rande der Pyrenäen, mein Mann radelte über die Pässe, wir sammelten ihn in einem Bergdorf wieder ein.
Und vor kurzem habe ich den köstlichen französischen Humor im Klamaukfilm "Willkommen bei den Sties" kennenlernen dürfen.Vor Ostern verbrachtern wir mit insgesamt 6 Kindern und 4 Erwachsenen einige Tage in Paris, fanden ein hervorragendes Ferienhäuschen, genossen die Lebenskunst und Lebensfreude der Franzosen.
Ich war noch nie da, denke aber es ist einen Besuch wert
Natürlich gehört ein gewisses Lebensgefühl dazu...und ein guter Wein und die vielen leckeren Käsesorten...und, und, und.-
Abgesehen davon (was auch sonst) Paris ... wunderschöne Bauten, kleine Gassen, Souvenirläden und
im Winter ein wunderschöner Weihnachtsmarkt.