Im Video

Smart vs. VW vs. Greenpeace



Heute in der Utopia-Videothek: eine Gegenüberstellung. Es gehört zu den Vorzügen des Web 2.0, dass eine Kultur des Kommentierens und Bewertens, des Behauptens und Gegendarstellens entsteht. Selbstredend gilt das auch für Video-Beiträge, die ursprünglich TV-Clips waren. Da gerät eine - zugegebenermaßen clever gemachte - Werbung für den Miniflitzer Smart schnell ins Hintertreffen, wenn die Verballhornten zum Gegenschlag ausholen. Zunächst die verspottete Konkurrenz und im Anschluss die Mutter aller Umweltorganisationen höchstpersönlich.

Erster Akt:
Nicht schlecht, die Idee: Umweltschützern mal auf die Finger schauen, in ihrer eigenen, bestens dokumentierten Geschichte graben und herausstellen, dass auch sie an der Vernichtung endlicher Ressourcen beteiligt gewesen sind. Gut, ein bisschen polemisch ist das schon, schließlich dienten die im gezeigten Clip gezeigten Vehikel am Ende dem Protest zum Schutz der Umwelt. Und das Klischee des VW-Bus-fahrenden Hippie-Ökos ist mittlerweile auch überholt. Eine lustige Idee bleibt's trotzdem.



Zweiter Akt:
"So. Das hat gesessen", dachten sich die smarten Autobauer aus dem Schwabenland. Bei VW aber wollte man den Spritschlucker-Vorwurf nicht einfach so stehen lassen und konterte:

Werbekampagne Print Smart VW Auto
"Smart: 1,6 Liter / Person
VW Bulli: 1,4 Liter / Person - und besseren Sex hat man auch drin.
Der Transporter dankt für den netten Werbespot.
"

Dritter Akt:
Der Handschuh war geworfen, Smart verlangte Satisfaktion. Die erfolgte in Form einer Gegenkampagne zur Gegenkampagne und sah so aus:

Werbekampagne Print VW Smart Auto

"Auf die Größe kommt's nicht an, sondern auf die Technik.
Der Smart fortwo bedankt sich für die nette Anzeige."


Letzter Akt:
Nicht zum ersten Mal hatte sich die Industrie in kleinteiliges Gehacke verrannt und dabei den Signalcharakter ihres öffentlichen Schlagabtauschs außer Acht gelassen. Eigentlich hätte sich durch den Initial-Spot nicht VW, sondern die durch den Fairtrade-Kako gezogenen Naturfreunde und Umweltschützer beleidigt fühlen sollen. Und spätestens mit der Retourkutsche wurde deren Interesse geweckt. Dass Rache manchmal süßer ist als jedes Biogummibärchen, belegte schließlich Greenpeace Deutschland auf beeindruckende Weise - und behielt das letzte Wort.



... und wenn sie nicht gestorben sind, dann ärgern sich die Automobilhersteller noch heute. Utopia wünscht allen Beteiligten weiterhin frohes Schaffen und empfiehlt einen Spaziergang an der frischen Luft.

Ende

+++

Quelle: Youtube

Das grüne Rauschen Archiv

von


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    crypto23
    schrieb am 25.10.2011 um 16:56
    Wenn ich dieser Argumentation Glauben schenken würde, müsste ich mir Umgehend einen Reisebus kaufen. Der Verbraucht zwar 36 Liter, aber bei 60 Sitzplätzen sind das ja nur 0,6 Liter! Ist doch egal, ob ich damit jeden Tag allein auf Arbeit fahre! Sind ja nur 0,6 Liter pro Person! Das ganze...
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    the_dusche
    schrieb am 31.01.2009 um 12:07
    Ich hab das gar nciht mitbekommen letztes Jahr, aber das ist ja wirklich mal eine sehr lustige Geschichte!!! Und die Marketingleute dürften sich gefreut haben über dies Direktheit und die kreaitivität. Solche Schlagabtäusche sollte es ruhig öfters geben, natürlich bestens, wenn damit auch...
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