Utopia: Die Verbrauchermacht - Unser Konsum verändert die Welt.
Film

Die unbequeme Wahrheit über unsere Ozeane


Eine Welt ohne Fische? Aus heutiger Sicht unvorstellbar, denn reist nicht ständig irgendein Bekannter mal wieder zum Tauchen und berichtet von der farbenfrohen Unterwasserwelt, die er bestaunt hat? Und nimmt die Zahl der Sushi-Restaurants nicht eher zu als ab? Sind das nicht alles bloß Unken, fragen sich viele.

Doch Wissenschaftler prognostizieren, dass bereits im Jahr 2048 die Bewohner der Weltmeere zum Großteil verschwunden sein werden. Der Grund dafür ist die fortlaufende Überfischung der Ozeane, die dramatische Folgen für uns alle mit sich bringt. Der Umweltjournalist Charles Clover ist zwei Jahre rund um den Globus gereist und hat über die drohende Ausrottung des Thunfisches vor Ort recherchiert. Die Gefahr wird ausgelöst durch die steigende Nachfrage nach Sushi in westlichen Ländern. Die Auswirkungen auf das Gleichgewicht der gesamten Meerespopulation sind dabei

fatal. Ein Befragter sagt im Film: "Wir führen Krieg gegen die Fische – und wir gewinnen."

Sehen Sie den deutschen Trailer zum Film:

Die erste Dokumentation zum Thema Überfischung der Ozeane in Spielfilmlänge feierte auf dem Sundance

Film Festival 2009 im Wettbewerb ‚World Cinema Documentary’ ihre Weltpremiere. Basierend auf dem Buch „Fisch kaputt“ des preisgekrönten Reporters Charles Clover schildert die eindrucksvolle wie schockierende Dokumentation nicht nur Fakten zur derzeitigen Situation, sondern setzt diese auch in ihren politischen und wirtschaftlichen Kontext.

Die Agentur Zukunft - Neuzeitsolutions startet nun unter der Schirmherrschaft von Schauspieler und Umweltaktivist Hannes Jaenicke eine bundesweite Kinofilm-Bildungskampagne, bei der die Dokumentation von Rupert Murray gezeigt wird. Auch ist der Film vom WWF mitfinanziert worden.

Darüber hinaus findet auf der Frankfurter Buchmesse am kommenden Freitag, 8. Oktober 2010 von 15:30 bis 17:30 Uhr, eine Filmvorführung mit anschließender Diskussion mit Experten von Umweltorganisationen statt.

 

Sponsoren: Gütersloher Verlagshaus und Sunfilm Entertainment 

Stand: 04.10.2010 von

Kommentare (93)   abonnieren

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    schrieb am 04.10.2010 um 19:27
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    schrieb am 04.10.2010 um 19:41
    @ bhellweg: Damit möchtest du jetzt aber nicht die Überfischung in Frage stellen oder?
    Denn dann wäre der Artikel irgendwie nicht gut gewählt.
    Zitat: "In allen Meeren sind Überfischung, Verschmutzung und steigende Wassertemperaturen die größten Bedrohungen für die Artenvielfalt - mit regional unterschiedlicher Bedeutung. Im Mittelmeer zum Beispiel sind den Untersuchungen zufolge nur noch drei Prozent der Lebewesen Fische. ..."
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    schrieb am 04.10.2010 um 23:01
    Je länger wir warten, desto schmerzhafter wird das Aufwachen...
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    schrieb am 04.10.2010 um 23:35
    Warum können wir die Lebensberechtigung der Tiere, die wir selbstherrlich zu Nutztieren deklarieren, nicht einfach anerkennen, solange wir uns ebenso ohne sie ernähren können? Es fällt mir schwer, zu akzeptieren, immer und immer wieder auf die Vernunft und das Einsehen des Menschen hoffen zu müssen, weil er meist das Recht für sich in Anspruch nimmt, selbst frei entscheiden zu können, was und wieviel er wovon isst. Darf Mensch, dürfen wir wirklich die Freiheit haben, die Erde samt ihrer Ozeane in den Ruin zu treiben?

    Wir müssen viele, ganz viele, unendlich viele werden, die das grausame, lebensverachtende Spiel einfach nicht mehr mitspielen!
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    schrieb am 05.10.2010 um 00:07
    Für mich gibt es keinen "umweltbewussten und nachhaltigen Fischfang" und auf allen Fischen, die auf dem Teller landen, sollte vielmehr ein Siegel kleben, das dem Esser erklärt, dass jedes dieser Tiere bei Fang und Tötung gelitten hat, dass die begehrten Arten so lange abgefischt werden, bis sie verschwunden sind und sich die industrielle Fischerei auf die nächste Art stürzt und wenn diese ausgerottet ist, geht es weiter und weiter und weiter..., allzu viel ist ja jetzt schon nicht mehr zu holen und wenn dieser Krieg so fortschreitet, dann haben sich auch weichspülende Nachhaltigkeitssiegel auf toten Tieren von selbst erledigt! Viele Grüße, Gita
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    schrieb am 05.10.2010 um 10:11
    "Weichspülende Nachhaltigkeitssiegel" sind sicherlich nicht die Ideal-Lösung. Vor allem dann nicht, wenn der Konsument dadurch das Gefühl bekommen könnte, ungebremst zuschlagen zu können. Dennoch denke ich: Ohne diese Siegel sähe es noch düsterer aus.
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    schrieb am 24.10.2010 um 15:17
    genau kurioserweise bekommen auch Fischprodukte aus der Schleppnetzfischerei das MSC Siegel.. keine Ahnung wieviel Geldschieberei dahinter steht... das Problem ist ja auch das die Großen Fischvertreibenden Unternehemen wie Iglo oder auch Nordsee russische Trawler anheuern.... die die Meere gnadenlos leerfischen... hab diese Schrotttrawler oft genug in Hanstholm oder auch Skagen anlanden sehen..gruselig... Stellenweise sind da nur noch Babyschollen von 5-8cm bei....
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    schrieb am 05.10.2010 um 05:09
    Ich habe mich in den 80er Jahren intensiv mit dem Fischfang auseinander gesetzt und war danach völlig entsetzt von dem, was wir den Meeren antun. Seitdem hatte ich zwar immer mal wieder kürzere Phasen, wo ich Fleisch esse (seit vielen, vielen Jahren aber auch das nicht). Ich konnte aber nie mehr Fisch essen.

    Viele Menschen berührt aber das Leid von Fischen viel weniger als das von Säugetieren oder Vögeln. Deshalb habe ich immer Kopfschütteln für mein Verhalten geerntet, dass ich nun gerade und ausgerechnet keinen Fisch essen kann.
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    schrieb am 05.10.2010 um 08:48
    Ein ganzes Ökosystem verändert sich durch den Menschen, wieder mal der Mensch.
    Leider eine fürchterliche Wahrheit.
    Im Gegensatz zur Massen-Fleischindustrie, die immer wieder und immer wieder nachzüchtet, kann dies in der Fischindustrie in dieser Form Gott sei dank noch nicht geschehen, hofftentlich nie.
    Die Fresslust und der Glaube, man bräuche Fisch zum Leben wird dazu führen, dass die Dokumentation wahr wird. Die Bestie Mensch wird siegen und doch verlieren.
    Wenn wir eine vernünftige Agrarwirtschaft weltweit aufbauen würden, hätte jeder Mensch und jedes Tier in seinem Lebensraum ein ausgewogenes Nahrungsprogramm zur Verfügung.
    Aber wie beim Fleisch will der Mensch dies nicht wahrhaben. Lieber den Lügen der Wissenschaft, der Politik und der Wirtschaft aufsitzen, ist bequemer.
    Ach ja, es wird spannend die nächsten 30-50 jahre, mal sehen wie das Ökosystem ohne Fisch sich verändert. Natürlich wird der Mensch dann nichts mehr daran ändern können. Die Auswirkungen tragen dann die kommenden Generationen
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    schrieb am 05.10.2010 um 09:21
    Gerfi, wieweit hast du dich von dir selbst entfernt, um den Menschen Bestie zu nennen? Das so finde ich, ist menschenverachtend. Geht man diese Strasse weiter ist Terror und Krieg vorprogrammiert und wieder ausgehend von Menschen die die Welt verbessern wollen.... Wie schon so oft in der Geschichte der Menschheit.
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    schrieb am 05.10.2010 um 10:59
    bhellweg,
    das passt schon, warum so empfindlich. Der Mensch ist eine Bestie, natürlich ist das verallgemeinernd, aber wie kein anderes Lebewesen auf der Welt vernichtet er andere Leben, auch seine eigene Rasse, bis in den Tag hinein.
    Nicht ich habe mich von mir entfernt, sondern all die Menschen, die Grausamkeit gegen Mensch und Tier sehenden Auges zu lassen, entfernen sich von sich selbst.

    Deinen letzten Satz finde ich absurd und absolut nicht zum Thema passend.
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    schrieb am 05.10.2010 um 11:06
    @gerfi, gebe ich Dir gerne Recht! Kein anderes Lebewesen auf der Erde, außer vielleicht Bakterien, verhält sich so zerstörerisch wie der Mensch und hinterlässt nur "verbrannte Erde". Da muss ein Umdenken erfolgen, so schnell wie möglich.
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    schrieb am 05.10.2010 um 18:25
    Das klingt nach "Weltverbessererung" nach Terrorismus und Tod, jedenfalls nicht nach Humanismus, auf dem unsere Kultur, unser menschliches Zusammenleben, fußt. Man muss den Menschen nehmen wie er ist, einen anderen Menschen haben wir nicht, Einen besseren Menschen oder einen neuen Menschen zu wollen, gleitet in den Terror ab, das haben wir ja gerade im letzten Jahrhundert mit den menschenverachtenden Ideologien, die auch einen anderen Menschen wollten, gesehen.
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    schrieb am 05.10.2010 um 18:58
    Also, weiss jetzt nicht was das mit Terrorismus zu tun hat, wenn man feststellt, dass der Mensch zur Bestie fähig ist und dies auch oft genug beweisst.
    Beispiel auch hier im Falle der Fischerei, angefangen vom Sportangler bis hin zu den blutigen Wal-Morden.
    Was,bitte hat das mit Humanismus zu tun. Natürlich kann der Mensch nach Besserem streben und auch werden, so z.B. auch wenn er erkennt, dass Tiere genausso wie der Mensch ein Daseinsberechtigung hat, nicht weniger und nicht mehr als der Mensch.
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    schrieb am 05.10.2010 um 20:29
    @bhellweg: Terrorismus und Tod spielen sich aber nicht bei den Menschen ab, die die Welt verbessern möchten, sondern bei denjenigen, die sich für den Krieg gegen alle Tiere, die sie essen, entschieden haben. Schau Dir die Methoden, die Technologien und den Herrschergeist an, die dabei zum Einsatz kommen..., ist das Kultur? Ist das Humanismus? Wohl kaum, DAS ist purer Terror!
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    schrieb am 06.10.2010 um 13:25
    @Gita: dann hast du dich nicht mit der Geschichte auseinandergesetzt. Oft wenn die Welt verbessert werden sollte oder "gereinigt vom Bösen" endete das mit Leid und Katastrophen Stichworte dazu: Inquisition, Hexenverbrennung, Kolonialismus Nationalismus und und...
    Ein gewisser Karl Marx wollte auch die Welt verbessern, am Ende hat der Versuch der Umsetzung dieser Idee wohl and die 100 Millionen Menschenleben gekostet.
    Gita,die Menschen werden immer Tiere essen, nicht jeder Mensch (Ist ja auch gut wenn jemand freiwillig auf Fleisch verzichtet) aber die Masse der Menschen. Diese Menschen Bestie zu nennen finde ich menschenverachtend. Hunderte von Generationen vor uns haben sich vom Fleisch der Tiere ernährt....
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    schrieb am 06.10.2010 um 13:48
    @ bhellweg: Die Vergleiche mit der Inquisition, Karl Marx etc. sind völlig an den Haaren herbeigezogen - der m. E. anzustrebende achtsame Umgang mit der Schöpfung steht auf einer ganz anderen Ebene als die von Ihnen zitierten historischen Ereignisse/Epochen.

    Und woher stammt Ihre quasi "in Stein gemeißelte" Annahme, dass die Menschen "immer" Tiere essen werden (damit sprechen Sie dem Menschen jegliches Entwicklungspotential ab)? Hunderte von Millionen von Menschen beweisen bereits jetzt das Gegenteil - man schaue z. B. auf Indien, wo sich über 40 % der Bevölkerung vegetarisch ernähren.
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    schrieb am 13.10.2010 um 10:52
    Huch!? Kaum kehrt man dem Treiben hier mal den Rücken, tischt der liebe Hellweg den "Schwarzbuch des Kommunismus" Unsinn auf. Wohl bekommts :-)

    bhellweg, in sich ruhender Unternehmer, schrieb am 06.10.2010 um 13:2

    "Ein gewisser Karl Marx wollte auch die Welt verbessern, am Ende hat der Versuch der Umsetzung dieser Idee wohl and die 100 Millionen Menschenleben gekostet."

    Das ist ungefähr genau so treffend bzw. interlektuell redlich als würde man all die Vordenker einer bürgerlichen Gesellschaft, weil die halt auf Kapitalismus basiert, all die Kriegstoten, Völkermordopfer und Hungertoten des Kapitalismus anlasten. Ich stimme dir zu, dass immer danach zu fragen ist, wie verhindert werden kann, dass aus einem "Gut gemeint" ein "Schlecht gelaufen" wird. Ich bin dabei. (Siehe mein Streit mit Charli im Blog "Bildung und Integration"). Das gilt allerdings für alle "Ideen" einschließlich des Liberalismus.

    bhellweg schrieb am 05.10.2010 um 18:25
    "Das klingt nach "Weltverbessererung" nach Terrorismus und Tod, jedenfalls nicht nach Humanismus, auf dem unsere Kultur, unser menschliches Zusammenleben, fußt."

    Kultur fusst auf Kultur? Köpfe fussen auf Köpfe? Ein wenig halsbrecherisch das Bild, oder? Wäre schön, wenn unser menschliches Zusammenleben (weltweit) auf Humanismus gründen täte. Aber das ist grad nicht möglich weil die Privatheit der Produktions- und Aneignungsinteressen (die eben definitiv nicht auf soziale Abstimmung beruht), dem Humanismus ständig einen Strich durch die Rechnung macht.

    Zum Thema "Weltverbesserung" kann ich Marx nur empfehlen. zum Beispiel:

    "Vom Standpunkt einer höhern ökonomischen Gesellschaftsformation wird das Privateigentum einzelner Individuen am Erdball ganz so abgeschmackt erscheinen wie das Privateigentum eines Menschen an einem andern Menschen.Selbst eine ganze Gesellschaft, eine Nation, ja alle gleichzeitigen Gesellschaften zusammengenommen, sind nicht Eigentümer der Erde. Sie sind nur ihre Besitzer, ihre Nutznießer, und haben sie als boni patres familias den nachfolgenden Generationen verbessert zu hinterlassen."

    Marx: Das Kapital, MEW Bd. 25, S. 784

    Gruß vom Topisten

    Zum Weiterlesen:
    http://hhirschel.wordpress.com/okomarx/okologischer-humanismus/humanistischer-okologismus/
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    schrieb am 13.10.2010 um 18:04
    Na vieleicht haben sich die Menschen in Stalins Lagern ja auch alle selbst umgebracht. Das hab ich so nicht gewusst @Topist..
    Aber nochmal zum Alten Marx, was seine Jünger aus seiner Idee gemacht haben dafür konnte er ja vielleicht nichts.
    Was aber auch gar nicht geklappt hat und wo der Kommunissmus letztendlich dran gescheitert ist, war die Wirtschaft. Eine Verwaltungswirtschaft funktioniert wohl nicht, sie ist wesentlich uneffizienter auch mt den Resourcen und belastet die Umwelt viel mehr als die Marktwirtschaft. Seit die Idee vom Kommunismus tot ist, haben wir aber nur noch die Marktwirtschaft es gibt wohl nichts anderes letztendlich entscheidet wohl der Markt. Und wenn die Leute weniger Fleisch nachfragen, werden weniger Tiere gemäßtet so einfach ist das.
    Was ist der Unterschied zwischen Marx und Murks? Richtig: Murks ist die Praxis (Alter DDR Witz)
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    schrieb am 13.10.2010 um 18:46
    bhellweg schrieb am 13.10.2010 um 18:04

    "Na vieleicht haben sich die Menschen in Stalins Lagern ja auch alle selbst umgebracht. Das hab ich so nicht gewusst @Topist."

    Hä?

    "Was aber auch gar nicht geklappt hat und wo der Kommunissmus letztendlich dran gescheitert ist, war die Wirtschaft."

    Die Frage ist allerdings, obs wegen zu viel oder zu wenig Kommunismus nicht klappte.

    "Eine Verwaltungswirtschaft funktioniert wohl nicht, sie ist wesentlich uneffizienter auch mt den Resourcen und belastet die Umwelt viel mehr als die Marktwirtschaft."

    Das gilt insbesondere, wenn die Entscheidungsgrundlagen als Staatsgeheimnis gehütet werden und es keinerlei öffentliche Kontrolle gibt geschweige denn einen öffentlichen (herrschaftsfreien) Diskurs daüber, was wie (und zu welchem sozialen bzw. ökologischen Preis) zu tun ist.

    "Seit die Idee vom Kommunismus tot ist,..."

    Ist nicht tot.

    "... haben wir aber nur noch die Marktwirtschaft es gibt wohl nichts anderes letztendlich entscheidet wohl der Markt."

    Ach ich dachte der Humanismus. Doch nicht?

    "Und wenn die Leute weniger Fleisch nachfragen, werden weniger Tiere gemäßtet so einfach ist das."

    So einfach macht man es sich, wenn man sich in der einkaufsparadiesischen Unschuld suhlt, die die kapitalistische Weise des Raubbaus nettetweise auch produziert.

    "Was ist der Unterschied zwischen Marx und Murks? Richtig: Murks ist die Praxis (Alter DDR Witz)"

    Wow! So ein praktischer Witz. Und doch so tiefgründig :-)

    Gruß vom Topisten
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    schrieb am 05.10.2010 um 10:37
    Mir treibt es das Wasser in die Augen wenn ich das mit ansehen muss. Habe schon vor einiger Zeit Kontakt zu dem Regisseur des Films aufgenommen und mich beim ihm bedankt: http://www.facebook.com/profile.php?id=1513708178#!/frank.pope101?ref=sgm
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    schrieb am 05.10.2010 um 10:43
    Wahrscheinlich kennen es bereits alle, aber man kann es nicht oft genug zeigen, auch wenn es noch so abstoßend ist: http://www.thecove-derfilm.de/
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    schrieb am 05.10.2010 um 15:21
    Solche Filme, wie die oben genannten und auch der Film "Die 4. Revolution" sollten jeden Sonntagabend um 20.15 Uhr auf allen Sendern laufen!
    Und auf jeden großen Platz in jeder Stadt.
    Der Film, "Die Bucht" lief ja zum Glück ja schon im TV.
    Die anderen Filme leider noch nicht.
    Jeder kann aber versuchen in seiner Stadt eine öffentliche Filmvorführung auf einem belebten Platz durch zuführen.
    Ich für meinen Teil werde es in Hannover probieren.

    Also Leute ran an die Filmprojektoren und Beamer!!
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    schrieb am 06.10.2010 um 13:40
    "Die 4. Revolution" gibt es voraussichtlich ab Ende Oktober/Mitte November auf DVD: http://www.fechnermedia.com/shop/product_info.php?info=p531_Die-4--Revolution.html&XTCsid=238f9edb50406060463c234c50a422e7 (Vorbestellungen sind schon möglich). Für öffentliche Aufführungen wird dann wohl eine geringe Lizenzgebühr fällig - und dann kann's losgehen!
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    schrieb am 05.10.2010 um 23:31
    @ Uwe Sievers: Gute Idee!
    @ alle: Diskussionen sind wichtig und gut. Und ich rede oder schreibe oft auch lieber. Aber ganz im Ernst. so lange man nichts tut, und da fasse ich mich auch selbst an die eigene Nase, bringt es leider in den meisten Fällen nichts.
    Und während in dieser Kommentar Zone versucht wird bhellweg den Humanismus und die Definition einer Bestie nahe zu bringen, geht Ungarn in Giftschlamm unter.
    Ganz ehrlich. Wir sollten die Zeit nicht mit solchen Kunden verschwenden.
    Die nächste Aktion gilt es vorzubereiten, der nächste kritische Film sollte produziert werden.
    Auf die nächste Demo gegangen werden und ein weiteres kritisches Buch verfasst werden.
    Also, nicht weiter diskutieren, wenn einer nicht einsichtig sein mag.
    Klingt alles sehr arrogant. Soll es aber nicht sein.
    Lasst es uns anpacken.
    Schön das es Utopisten gibt! :)
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    schrieb am 05.10.2010 um 23:49
    Ja Neutron, du hast recht. Warum mit Trollen wie bhellweg herumärgern? Einfach deren Aussagen ignorieren. Wir hatten die Diskussion ja schon wg. so einem Fan von ner Nazi-Truppe oder so. Habs schon vergessen, wer's war.
    Der wird, außer von Neulingen, inzwischen auch nicht mehr für voll genommen.
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    schrieb am 06.10.2010 um 07:24
    Im Zusammenhang damit taucht immer wieder die Behauptung auf, dass man durch Fischfleisch die wichtigen Omega-3-Fettsäuren bekommt.
    Abgesehen davon, dass die Wenigsten wissen, was das ist, so gibt es andere tolle Quellen dafür (Veganer und Vegetarier bitte nicht weiterlesen):

    - Das Fett von freilaufenden Schweinen (z.B. Herrmannsdorf)
    - Das Fett in der Milch von Kühen, die Gras und Heu fressen und kein Silofutter

    Ich habe auf den Isles of Scilly absolut nachhaltige Fischerei kennengelernt. Hier ist die Küste so gestaltet, dass nur kleine Fischerboote tätig werden können. Es wird hier nur für den täglichen Verbrauch der Inselbewohner Fisch gefangen.
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    schrieb am 06.10.2010 um 08:12
    Genau Bubensteyn!

    Nachdem die Veganer jetzt eh weghören, hier eine nicht ganz uneigennützige Ergänzung:

    In der Schweiz gibt es dazu sehr genaue Untersuchungen.
    Danach nimmt der Gehalt an Omega-3-Fettsäuren so zu:

    Milch von Kühen, die Heu fressen hat mehr O3F als die von Kühen, die Silage fressen.
    Milch von Kühen, die Gras fressen hat mehr O3F als die von Kühen, die Heu fressen.
    Milch von Kühen, die Bio-Gras fressen hat mehr O3F als die von Kühen, die Gras fressen.
    Milch von Kühen, die Bio-Gras aus Bergregionen fressen hat mehr O3F als die von Kühen, die Bio-Gras fressen.

    Das ganze ist im Käse konzentriert, folglich ganz besonders im Bio-Bergkäse von kräuterreichen Alm-Wiesen.
    (Leute eßt mehr Bio-Bergkäse bzw. Bio-Alpkäse von Berggenuss ;-))

    Hier noch ein Link dazu:
    http://www.daserste.de/wwiewissen/beitrag_dyn~uid,clocbhz01kal1jqi~cm.asp

    Vorsicht: Der Name Bergkäse ist nicht geschützt, d.h. auch in Norddeutschland darf Bergkäse produziert werden.
    Deshalb darauf achten, wo der Bergkäse herkommt, oder Alpkäse kaufen.
    Letzterer darf nur in einer bestimmten Höhenlage produziert werden.

    Hier noch ein Link zum Unterschied von Berg- und Alpkäse:
    http://www.kaesewelt.net/download/Unterschied.pdf
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    schrieb am 13.10.2010 um 08:57
    Rhese,

    Mit einer Suche bei Google "alpkäse herzinfarkt omega 3" gibt es zahlreiche Ergebnisse für deren Seriösität ich nicht in jedem Fall meine Hand ins Feuer legen will.

    z.B. :
    http://www.sge-ssn.ch/fileadmin/pdf/100-ernaehrungsthemen/40-lebensmittel/4-milch_milchprodukte/TABULA-Artikel/Alpkaese.pdf
    http://www.bleibjung.de/index.php/ernaehrung/gesund-essen-und-trinken/181-bergkaese-schuetzt-vor-herzinfarkt
    http://www.textatelier.com/index.php?id=996&blognr=2443

    Untersuchungen wurden durchgeführt von Daniel Weiß an der Universität Weihenstephan und von Schweizer Wissenschaftlern an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich.
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    schrieb am 06.10.2010 um 08:25
    Ich weiß das noch was besseres: rein pflanzliche Quellen für Omega-3-Fettsäuren: Lein-, Walnuss-, Raps- und Sojaöl sowie Leinsamen oder Walnüsse! Liebe Grüße, Gita
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    schrieb am 06.10.2010 um 10:01
    Und nicht vergessen: das Hanfnussöl! ;-) Haben wir alles vor unserer Haustüre!
    LG
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    gelöscht am 13.10.2010 um 17:16 von rehse
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    gelöscht am 13.10.2010 um 17:16 von rehse
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    schrieb am 13.10.2010 um 08:28
    Wo ist bitte der Bericht Alpkäse gegen Herzinfarkt. Danke im voraus für einen Hinweis.
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    schrieb am 13.10.2010 um 11:21
    Sorry., rehse
    Ich habe mein Post mit den Links falsch plaziert.
    Bitte etwas weiter oben gucken!
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    schrieb am 06.10.2010 um 13:01
    Am besten finde ich es natürlich, der Mensch ernährt sich vegetarisch, das ist klar. Was aber die Leere der Ozeane betrifft: bevor die Ozeane leer von Fischen wären, wäre es schon längst unrentabel, Fischfang zu betreiben. Das heißt, ich glaube nicht an leere Ozeane. Vielmehr würde es so sein, dass die Fischpopulationen eben sehr klein wären, sich dann aber wohl erholen würden.
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    schrieb am 06.10.2010 um 13:12
    eine Interessante These die ich gerne mathematisch verstehen würde Dunja. Du glaubst nicht dass die Meere leer sind. Es gibt nur kleine Populationen, die sich erholen werden.
    Wie genau darf man das verstehen: weil wenig da ist und die Fangmethoden immer radikaler werden und alles was nicht zwangsläufig benötigt wird tot über Bord geworfen wird, findet eine Erholung der kleinen Populationen statt??? Versteh ich nicht.
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    schrieb am 06.10.2010 um 14:12
    Nun, wenn die Populationen dann wieder wächst, würde das aber dann wieder die Fischer ermuntern ihren Nachholbedarf zu stillen.

    Eine Grenze des Sinnvollen in der Fischerei wie auch im gesamten tierischen Bereich für Ernährung sehe ich nur in ganz kleinen Zirkeln von Menschen in der dritten Welt oder Randbezirken der Nahrungsmittelbeschaffung. Diese Kleinmenge würde zumindest tolerierbar sein.

    Sobald es um industirelle tierische Nahrungsbeschaffung (Zucht, Fang...) geht, müssen andere Mass-Stäbe angelegt werden und zwar ökologisch nachhaltige. Das heisst schlicht und einfach Reduzieren, reduzieren, reduzieren bis nahezu zu NULL.. In dieser abschwächenden Dekade kann äguivalent eine tierfreie Nahrungsmittelkette aufgebaut werden, die dann den grössten Teil der Menschen ernähren kann.
    Nur so gehts!.
    Alles andere führt zu unauflöslichen Widerständen. Die Erkenntnis muss in den Menschen reifen, dass man sich nicht von tierischen Produkten ernähren muss.
    Und das ist die Pflicht eines Jeden seine Erkenntnisse weiter zu geben an den Nächsten, so er/sie dann intus hat.
    Dies ist praktiziertes Wissen und weit mehr wert als irgendwelche kommunistischen oder ideoligisch religiös angehauchten Anschauungen
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    schrieb am 06.10.2010 um 14:58
    "Sobald es um industirelle tierische Nahrungsbeschaffung (Zucht, Fang...) geht, müssen andere Mass-Stäbe angelegt werden und zwar ökologisch nachhaltige. Das heisst schlicht und einfach Reduzieren, reduzieren, reduzieren bis nahezu zu NULL.."

    Ist richtig, aber genau dieses Ziel ist noch nicht ansatzweise in Sicht, und die industrielle Massentierhaltung mit ihren auf Hochleistung überzüchteten (und daher weniger vitalen) Rassen wird zunächst leider weiter florieren.

    Demgegenüber versucht die ökologische Tierhaltung andere Wege: Weg von den überzüchteten Rassen, hin zu robusten, langlebigen Tieren, aussschließliche Versorgung der Tiere mit ökologischem Futter aus eigener Haltung, Auslauf und Weidegang... Diesen Trend gilt es zu fördern und eine Konkurrenz zur industriellen Massentierhaltung aufzubauen. Dann kann die ökologische Tierhaltung auch irgendwann Impulse in die konventionelle Landwirtschaft geben und eine allmähliche Trendwende bewirken. Deswegen halte ich einen maßvollen Konsum z.B. von Bio-Milchprodukten (vor allem von Demeter) für richtig. (Die "Demeter-Kuh" hat außerdem ein Recht auf ihre Hörner.)

    ...und Entschuldigung, dass ich die Fische außen vor gelassen habe...
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    schrieb am 06.10.2010 um 15:43
    @Fredegar, hielte es für fatal die industrielle Massentierhaltung runterzufahren und dafür mit der ökologischen Tierhaltung auf gleichem Niveau hochzufahren. Soviele Kleinbauern gibt es garnicht und dann beginnt das Spiel ökologisch industriell wieder, vielleicht oder bestimmt dann zwar Freiraum für das tierische Leben, aber der gewollte Tod steht dann immer noch im Raum!
    Was wäre da gewonnen.
    Wir brauchen keine tierischen Produkte (Ausnahmen wie im vorherigen Beitrag erlaubt), das ist der Punkt !

    Wenn wir das nicht begreifen lernen, dann wird uns eines Tages ein Schicksal gewähr, das ich ehrlich gesagt nicht erleben möchte!
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    schrieb am 06.10.2010 um 15:55
    Hallo gerfi, ich meinte auch kein Hochfahren auf ein gleiches Niveau (davon ist die Öko-Tierhaltung ohnehin meilenweit entfernt), das würde ja wenig bringen, sondern eine Unterstützung solcher Haltungsformen, gekoppelt an einen maßvollen Verzehr - der derzeitige in den Industrieländern ist ja alles andere als maßvoll. Also statt Hochfahren eher Wasser-Abgraben bei der industriellen Massentierhaltung. Und ohne Unterstützung kann die Öko-Landwirtschaft diese Ziele nur schlecht weiterentwickeln, was ein Jammer wäre.
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    gelöscht am 06.10.2010 um 15:55 von Fredegar
    Dieser Kommentar wurde gelöscht..
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    schrieb am 08.10.2010 um 00:56
    Dunja Luptowitschschrieb am 06.10.2010 um 13:01

    "bevor die Ozeane leer von Fischen wären, wäre es schon längst unrentabel, Fischfang zu betreiben. Das heißt, ich glaube nicht an leere Ozeane. Vielmehr würde es so sein, dass die Fischpopulationen eben sehr klein wären, sich dann aber wohl erholen würden. Das heißt, ich glaube nicht an leere Ozeane"

    Glaube ist halt nicht die zuverlässigste Methode der Erkenntnisgewinnung. Das gilt natürlich auch für den unerschütterlichen Glauben an die Selbstheilungskräfte des Marktes. Die unsichtbare Hand, mit der wir unsere wirtschaftlichen Beziehungen sich "hinter dem Rücken" (Marx) herstellen lassen, schenkt uns die Freiheit, uns nicht rechtfertigen, also uns die ökologischen Voraussetzungen und Folgen des Füreinenderwirtschaftens nicht durch den Kopf gehen lassen zu müssen. Und deshalb ist es auch so unendlich schwer, sich vorzustellen, dass die heilende Dr.Jeckyll-Hand genau so auch als Mr. Hydes Mörderklaue schaffen geht. Knappheit generierte Wertsteigerung muss deshalb auch nicht zur Vernunft nötigen, sondern kann grad die Nachfrage derer beflügeln, die genug Geld und Bedarf haben, sich mit dem Zelebrieren des besonderen Geschmacks wichtig zu tun. Irgenwann nehmen halt die Quallen das Regiment in den Meeren.

    http://www.scienceticker.info/2006/07/10/ueberfischung-bringt-quallen-an-die-macht/

    Wir sind auf dem Weg: Der Bestand der großen Speise- und Raubfische wie Thunfisch, Schwertfisch und Hai ist um 90 Prozent zurückgegangen. Gerade die für die Fortpflanzung so wichtigen Altfische, die durch ihre Größe viele Nachkommen zeugen könnten, fehlen. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation gelten mehr als die Hälfte aller Fischbestände als bis an die biologische Grenze befischt. Ein weiteres Viertel gilt als überfischt beziehungsweise völlig erschöpft

    Werden Netze über den Grund geschleppt, geraten dort auch Krabben, Seesterne und andere Meerestiere hinein. Und was nicht ins Netz gerät, weil es wie etwa Muscheln festsitzt, wird von den Rollen der Netze oder den Metallketten, die zum Aufscheuchen am Boden lebender Arten dienen, zerschlagen. In der Nordsee werden weite Bereiche bis zu dreimal jährlich förmlich umgepflügt. Dadurch werden Seegraswiesen und in tieferen Bereichen wertvolle Kaltwasserkorallen zerstört - und damit auch die Kinderstuben der Jungfische.

    Gezählt und registriert wird nur der letztlich an Land verkaufte Fisch. Was ungenutzt über Bord geht, weiß man nicht genau. Schätzungen von Wissenschaftlern gehen von durchschnittlich einem Drittel des Fanges aus; beim Fischen auf Schollen und Krabben gar von 80 Prozent, also vier Fünftel der am Ende genutzten Fänge.

    http://www.planet-wissen.de/natur_technik/meer/ueberfischung/index.jsp
    Lesenwert auch
    http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,698127,00.html


    Zum Nachdenken:

    "Die erwachende Einsicht, daß die bestehenden gesellschaftlichen Einrichtungen unvernünftig und ungerecht sind, daß Vernunft Unsinn, Wohltat Plage geworden, ist nur ein Anzeichen davon, daß in den Produktionsmethoden und Austauschformen in aller Stille Veränderungen vor sich gegangen sind, zu denen die auf frühere ökonomische Bedingungen zugeschnittne gesellschaftliche Ordnung nicht mehr stimmt."

    Engels: Die Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft, MEW Bd. 19, S. 210


    Gruß vom Topisten
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    schrieb am 08.10.2010 um 08:57
    Für einmal wieder ganz einverstanden mit Dir, topist. Quallen und Algen haben bereits heute teilweise übernommen (jaja, der Thunfisch tät halt auch Quallen fressen, liesse man ihn). Dunja hat schon recht: wirklich «leer»fischen könnten wir die Meere nie – aber die natürlichen Verhätlnisse so durcheinanderfischen, dass nichts bleibt, wie es war. Das Beispiel des weitgehend weggefischten Kablejaus im Nordwestatlantik zeigt, was droht: Es gibt zwar noch Kabeljau vor Kanada, aber weitgehend Jungtiere, die von den ehemaligen Beutefischen der Art gefressen werden. Eine Umwertung aller Werte, sozusagen.
    Es ist ganz normal, dass eine Art eine ökologische Nische besetzt, die frei geworden ist. Es ist bloss nicht so normal, dass der Mensch durch sein zerstörerisches Handeln diese Nischen schafft, zudem in einem Habitat, das ihm absolut wesensfremd ist und von dem er wenniger weiss als von der Mondoberfläche.
    Und wer glaubt, dass dies alles nur das Leben im Meer betreffe, uns Menschen aber nur grad insoweit, als dann halt kein Fisch mehr auf dem Teller landet: Die Ozeane bedecken 70% der Erdoberfläche, sind also für Klima und Wärmehaushalt der Erde besonders wichtig. Wenn sich die Zusammensetzung der Nahrungskette im Meer verkehrt und Algen, Qulallen usw. überhandnehmen, führt dies u.a. zu einer Trübung, also zu einer Veränderung der Lichtbrechung des Wassers. Den Rest darf man sich mal ausmalen.
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    schrieb am 13.10.2010 um 10:18
    Möchte an der Stelle ausdrücklich betonen, dass es mir bei meiner hier oft vorgetragenen inständigen Bitte, in Hinblick auf die private Verantwortung der vereinzelnd Einzelnen, die sehr unterschiedlichen sozialen, (d.h. politischen, rechtlichen, ökonomischen) Bedingungen einer - wirklich zum gewünschten Ergebnis führenden - Verantwortungsübernahme zu bedenken, keineswegs um Kritik der hier schreibenden Mitmenschen geht. "Fair Fisch" hat z.B. meine ungeteilte Bewunderung. Bin sehr froh über deren Wirken.

    Ich bin auch der Meinung, dass vor allem weniger Fischverzehr mehr Fisch im Meer bringt. Und deshalb auch für Empfehlungen á la Einmal im Monat Fisch! Dann aber MSC Fisch. (Oder ein noch besseres Label) Nur müssten m.E. Gesetze, Abkommen usw. her, die das geforderte Verhalten belohnen statt es weiter zu bestrafen.

    Gruß vom Topisten
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    schrieb am 13.10.2010 um 14:51
    Danke, topist. Und wir sind uns auch in Bezug auf die Kritik an einem nur individuellen Ansatz durchaus einig – es ist als «Vorläufer» wichtig, muss aber von Anfang an auf die Schaffung einer zivilgesellschaftliche Ungeduld hin angelegt sein, welche politische und rechtliche Veränderungen erzwingen kann. Das eine schliesst das andere nicht aus, sondern gehört zusammen und kann nur zusammen zum Erfolg führen, denk ich.
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    schrieb am 07.10.2010 um 07:59
    Das ist wieder mal eine typisch einseitige Kampagne: Das Problem ist gross, aber die Lösung ist einfach: Beim Einkaufen auf das MSC-Segel achten. Tja.
    Die Wahrheit ist einfacher, aber brutaler: Wir essen viel zu viel Fisch. Um das Jahr 1850 verzehrte die Menschheit 1.5 Mio Tonnen Fisch pro Jahr, heute sind es jährlich fast 150 Mio t – also 100mal mehr, während die Zahl der Menschen in dieser Zeitspanne «nur» um Faktor 5.5 zunahm.
    Wer die Fischbestände erhalten will, muss zuerst einmal weniger Fisch essen: mehr als einmal Fisch pro Monat liegt nicht drin.
    Wer glaubt, ein Öko-Sigel schaffe mehr Fisch her, ist ein bequemer Konsument, der sich gern was vorgaukeln lässt. Die Wirkung von Öko-Siegeln entfaltet sich erst, wenn die Konsummenge reduziert wird: dann helfen sie uns, Fisch aus schonender Fischerei zu wählen.
    Und schliesslich noch eine unbequeme Wahrheit: Das MSC-Siegel prangt leider auch auf Fischen, die NICHT nachhaltig gewonnen wurden, und die machen den Löwenanteil der MSC-zertifizierten Mengen aus.
    Mehr hier: http://www.fair-fish.ch/wissen/richtlinien/index3.html
    und hier: http://www.fair-fish.ch/wissen/gesundheit/
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    schrieb am 07.10.2010 um 10:48
    Danke für diese einleuchtende Zusammenfassung und die mitgelieferten Links.
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    schrieb am 07.10.2010 um 13:18
    Billo.Heinzpeter.Studer schrieb am 07.10.2010 um 07:59

    "Wer glaubt, ein Öko-Sigel schaffe mehr Fisch her, ist ein bequemer Konsument, der sich gern was vorgaukeln lässt. Die Wirkung von Öko-Siegeln entfaltet sich erst, wenn die Konsummenge reduziert wird: dann helfen sie uns, Fisch aus schonender Fischerei zu wählen."

    Richtig, besser wäre ein Biosiegel und internationale Abkommen, die dessen Standard zum Mindeststandard erhebt und dass Fangmengen ökologisch und nicht ökonomisch bestimmt werden (können) und die Piratenfischerei wirksam unerbindet wird. Aber Bevorzugung von Fischen aus nicht überfischten Regionen und Beständen sind ein Anfang. Natürlich: Wenn Anfänge im selbstbeschränktem Individualismus stecken bleiben und man nicht gemeinsam zu einem adäquaten Ende kommt, ist das ja immer fürn Hintern. Gilt für "strategischen Konsum" allgemein.

    Gruß vom Topisten
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    schrieb am 07.10.2010 um 13:54
    topist: Bio-Siegel gibt es definitionsgemäss nicht in der Fischerei (kein geschlossener Nährstoffkreislauf – liegt halt daran, dass «bio» ein ackerbaulicher Denkansatz ist). Und: «Bevorzugung von Fischen aus nicht überfischten Regionen und Beständen» sind eben KEIN Anfang, sondern ein sicheres Ende. Denn was heut als nicht überfischt propagiert wird, darauf stürzt sich alle Welt, und morgen ist's so tot wie der Rote Thun. So geht's echt nicht. Man muss sich endlich verabschieden von der Idee, irgendwo auf der Welt gäb's noch die heile unberührte Insel, bzw. man müsse sich nur auf noch intakte Fischbestände konzentrieren, und schon sei alles gerettet. Die Fischlisten von WWF, Greenpeace etc. sind ja ganz nett, und wir können uns den Kopf dusslig denken dabei – helfen tut's auf lange Sicht gar nix, solang wir Fisch essen, als wüchs er uns beliebig an den Fingern nach.
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    schrieb am 07.10.2010 um 21:29
    topist, ich weiss nicht, was Deine Kenntnisse in Fischerei und Aquakultur sind und was Du konkret und nicht nur auf dem Papier tust. Schau Dir einfach mal an, wie wir das Problem praktisch angegangen sind mit den Fischern im Senegal, unter Einbezug ganz verschiedener Faktoren, dann wirst Du sehen, dass Deine Kritik an meinem angeblich monokausalen Ansatz völlig neben den Schuhen steht.
    http://www.fair-fish.ch/was-wer-wo/wo/senegal/
    http://www.fair-fish.ch/wissen/richtlinien/

    Ich bin ja völlig mit Dir einverstanden: Es müssten wirkungsvolle Steuern und Zölle festgelegt, die Fisch teurer gemacht , der Einsatz der schwimmenden Fischfabriken verboten und Massnahmen gegen illegale Fischerei und die Verschwendung von Lebensmitteln ergriffen werden usw. – aber Du weisst so gut wie ich, dass das morgen nicht Realiltät sein wird. Was also tust Du HEUTE?
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    schrieb am 07.10.2010 um 11:38
    Das größte Problem - nicht nur in der Fischerei - ist unsere Unachtsamkeit im Umgang mit unseren Lebensmitteln und die Industrialisierung unserer Nahrungsmittelversorgung.

    Wenn wir nicht so viel wegwerfen würden in der gesamten Wertschöpfungskette, wäre schon viel gewonnen. Angefangen beim Beifang, über sinnlose Handelsnormen, wegen derer "Fische, die nicht passen" aussortiert werden, Transport- und Lagerverluste, das Wegwerfen in den Supermärkten, weil König Kunde ja zu jeder Zeit bitte das komplette Sortiment dargeboten haben möchte, bis hin zu Speiseresten in Restaurants und Gemeinschaftsverpflegung und nicht zuletzt der eigene Mülleimer zu Hause, wo manches entsorgt wird, weil beim Einkauf falsch geplant wurde oder es dem Gaumen nicht mundet und ja "eh kaum was kostet"... Wie gesagt, das lässt sich durchaus auf alle Lebensmittel beziehen - aber gerade bei Frischeprodukten ist der Verlust natürlich noch drastischer.
    Tatsache ist: Wir werfen 30 bis 50 Prozent unserer Lebensmittel in den Müll! Und dass, obwohl die meisten Menschen es unethisch finden, Lebensmittel wegzuwerfen. Aber unsere Entfremdung vom Ursprung (und der Wertschätzung) der Lebensmittel und die Komplexität der industrialisierten Nahrungsmittelproduktion lassen es uns nicht realisieren, dass wir Teile des Systems sind.

    Ein anderes Problem sind Handelsabkommen: Wenn Fangquoten tatsächlich nach Nachhaltigkeitskriterien vergeben würden und nicht nach rein wirtschaftlichen Interessen und dem Spielchen "gibst du mir, dann geb ich dir" folgend, dann hätten wir auch weniger Probleme mit überfischten Beständen (Die hundertprozentige Kontrolle der Einhaltung ist natürlich leider auch nicht möglich). Hier setzen sich regelmäßig die Lobbyisten gegenüber dem Gemeinwohl durch - weshalb es wichtig ist, dass es Organisationen wie den WWF o.a. gibt, die sich ohne Unterlass für eine nachhaltige Entwicklung der Welt einsetzen und dem Gemeinwohl damit eine politische Stimme geben.

    Mehr Achtsamkeit im Umgang mit Lebensmitteln führt dazu, dass man sich Gedanken über deren Herkunft macht, saisonale und vor allem regionale Produkte bevorzugt, weniger hochverarbeitete Nahrungsmittel und letztlich auch weniger Fleisch und Fisch konsumiert. Da muss auch nicht überall ein Siegel draufkleben. Siegel helfen beim Einkauf, aber sind auch kein Allheilmittel (s. andere Kommentare weiter oben).
    Sprich: Wir sollten lieber dafür sorgen, dass unsere Kinder zu Hause und in der Schule Achtsamkeit und Wertschätzung für Lebensmittel mit auf den Weg gegeben bekommen, und nicht, dass sie die verschiedenen Siegel auswendig lernen!
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    schrieb am 07.10.2010 um 12:33
    völlig richtig – bloss: wenn wir achtsamer mit dem einmal gefiscten Fisch umgehen, dauert's beim heutigen Tempo des weiterhin wachsenden, eh schon lang viel zu hohen Fischkonsums einfach ein paar Jahre länger, bis alle Fischbestände leergefischt sind.
    Es geht hier nicht mehr um ein Problem der Art, ob wir auch die letzten Scherbe Glas zur Recycling-Tonne tragen. Es geht darum, dass wir grundsätzlich sehr viel weniger Fische aus dem Wasser ziehen. Und das geschieht nur, wenn wir weniger Fisch essen. Denn gefischt wird ja nicht von irgendwelchen Bösewichten einfach so, sondern nur, weil wir's wolen und dafür bezahlen und damit ein Geschäft erst möglich machen.
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    schrieb am 07.10.2010 um 13:15
    Ich stimme zu: Es geht darum, weniger Fische aus dem Wasser zu ziehen. Aber genau das ist ja auch ein Effekt des weniger Wegwerfens. Wenn weniger weggeworfen und viel mehr dessen, was gefangen wird, wirklich genutzt würde, geht die Nachfrage nach neuem Fang zurück. Die Nachfrage wird nicht nur durch das, was wir wirklich essen, sondern auch dass, was wir vergeuden bestimmt. Beifang von vorne herein zu vermeiden ist natürlich besser, als schon gefangene Fische noch irgendwie zu verwerten (im Zweifelsfall als Tierfutter, zu dem ca. 25 % der Fische ohnehin verarbeitet werden).

    Man kann auch nicht generell von einer so optimalen Versorgungslage wie hier bei uns ausgehen - in einigen Ländern ist Fisch nunmal ein wichtiger Bestandteil der Grundversorgung und es schwierig, das von heute auf morgen umzustellen (das hat ja auch Implikationen für die Einkommenssituation, wenn sehr viele Menschen von Fischerei leben!). Andere Tiere sollten ja möglichst auch nicht als Ersatz auf dem Speiseplan landen. In z.B. Vietnam hat man es als Vegetarier oder Veganer nicht leicht, adäquate Produkte zu finden.
    Mal ganz abgesehen davon, dass Essgewohnheiten sehr resistent sind und Änderungen nur sehr langsam erfolgen.
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    schrieb am 07.10.2010 um 13:39
    Eben weil Essgewohnheiten so resistent sind, fangen wir besser heut als morgen an, sie zu verändern – anstatt uns drauf zu verlassen, dass sorgsamere Nutzung der gefangenen Fische (die ich als Fachmann natürlich sehr befürworte!) es dann schon richte. Man kann nämlich davon ausgehen, dass eine Politik, die sich auf weniger Wegwurf und auf bessere Hygiene im Umgang mit Fisch konzentriert, dem selben rebound Effekt unterliegt wie z.B. der Katalysator für Benzinmotoren, dessen Effekt für die Luft dadurch wieder aufgefressen wird, dass der Verkehr weiter zunimmt. Was wir bauchen, ist nicht eine Verbesserung des Potentials an Fisch, sondern eine Reduktion des Verbrauchs, also ein Ansatz am Kern des Problems. Nochmals: vor 160 Jahren betrug der jährliche Fischkonsum pro Mensch 1.2 kg, heut liegt er bei 16.7 kg.
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    schrieb am 07.10.2010 um 12:21
    Die Zeit läuft uns davon. Was wir noch nicht so richtig begriffen haben ist: Es geht nicht mehr darum, den Buckelwal, den Rotaugenfrosch oder den Morphofalter zu erhalten, es geht darum die Lebensgrundlage unserer Planeten zu erhalten. Und zwar auch für uns selbst! Wenn unsere Kinder alt genug sind, dann werden sie es uns nicht verzeihen, das wir die Lebewelt vernichtet haben. Und zwar mit Ihrer Hilfe! Klar wollen alle Kinder Fischstäbchen essen, meine auch! Aber es gibt sie schon lange nicht mehr. Das führt immer wieder zu Diskussionen, Tränen, Wutausbrüche, denn ein Kind mit 5 oder 6 kann nicht verstehen, was das Fischstäbchen mit der Vernichtung der Wale, oder - mein Liebligsthema- mit der der Haie zu tun hat. Es kann aber verstehen, dass alle anderen Kinder Fischstäbchen essen dürfen. Aber das muss ich aushalten. Ich wünsch Euch Mut und Kraft!
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    schrieb am 07.10.2010 um 12:34
    Beifall!
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    schrieb am 07.10.2010 um 14:11
    Uns schmecken diese "Fisch"stäbchen: http://www.veganladen.de/shop/details.php?id=1024&kategorie=122&main_kat=&start=0&nr=

    Allerdings sind sie bei vielen Online-Shops wegen Lieferschwierigkeiten nicht mehr verfügbar.
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    schrieb am 07.10.2010 um 15:10
    Ich hab jetzt mal einen provokanten Vorschlag, der zwar absolut utopisch ist und wie das Märchen vom tapferen Schneiderlein (7 auf einen Streich, ihr wißt schon): Nehmt den Fischern das Dieselöl und haltet ihnen ein Paddel hin (Segeltuch, also die Kraft der Erneuerbaren Energien könnten schon wieder problematisch sein). Schon ist Frieden auf und in den Meeren.

    Fühl mich wie "Beifang" (was für ein verharmlosender Begriff), wenn ich das hier alles so lese!
    Stephan
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    schrieb am 07.10.2010 um 15:18
    Stimmt: die Fangmengen wuchsen exorbitant ab dem Moment, da die Fischerei industrialisiert wurde. Bloss darf man Ursache und Wirkung nicht verwechseln: Hätten unsere Eltern und Grosseltern sich geweigert, mehr Fisch als ihren Vorfahren zu essen, wär auch nicht mehr gefischt worden.
    Mit andern Worten: Wir können di ,Schuld» noch so sehr den bösen Fischern, den bösen Reedern oder wem immer anlasten, es hilft nix: solang wir so viel Fisch essen, wird so vil gefischt.
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    schrieb am 07.10.2010 um 15:27
    sehr pragmatisch aber wahr..........
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    schrieb am 07.10.2010 um 15:51
    Tja, da wären wir wieder beim Ursprung, dem Menschen und der ist wirklich unersättlich. Er hat das eine noch nicht ganz aufgegessen, da greift er schon zum nächsten (könnt ihr jetzt sowohl wörtlich verstehen als auch im übertragenen Sinne auf seinen Forschungs- und Wissensdrang). Ein verstandesgesteuertes Zurück kennt unsere Spezies nicht (andere Spezies übrigens auch nicht). Erst wenn unsere ökologische Nische (na ja, von Nische kann beim Menschen ja kaum die Rede sein) nichts mehr hergibt wird ausgezählt/ ausgelesen. Dann gehts zurück und eine Neuanpassung wird notwendig.

    Ich finds schon irgendwie tragisch, dass wir offensichtlich mit der ungeheuren Kraft der fossilen und atomaren Energieträger quasi einen Katalysator/ einen Wachstumsbeschleuniger in die Hand bekommen haben, mit der unsere geistige und kulturelle Entwicklung nicht standhalten kann. Wir haben die Büchse der Pandorra aufgemacht und wir kriegen sie nicht wieder dicht!

    Na ja, vielleicht doch! Haltet den Fischern ein Paddel hin und nehmt den Fuss vom Gas!
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    schrieb am 07.10.2010 um 15:59
    schinderhannes schrieb am 07.10.2010 um 15:27

    "sehr pragmatisch aber wahr.........."

    Weder pragmatisch noch wahr! Dieser idealistische Fehlschluss, der nicht das Eingesperrtsein des Willens (zum sozial und ökologisch ökologisch korrekten Konsum) in voneinander entfremdenden Marktbeziehungen zum Thema macht und das Bewusstsein der persönliche Verantwortung nicht mit einer entsprechend sozialen (!) Befreiungsperspektive verbindet, bereichert den individualistischen Warensinn nur durch den Selbstgerechtigkeitseffekt. Der war auf Utopia ja schon ab und zu Thema. (Wer sich in einem Punkt individuell korrekt verhält, reflektiert oft nicht, dass die Selbsteinordnung in eine moralische Werteskala sich so sehr in den Vordergrund drängt, dass die Selbstgerechtigkeit, die das schafft, unter den strich mehr ignaranz generiert. Und das betrifft für mein Gefühl allzu oft die Abwehr eines Nachdenkens über soziale soziale (gemeinschaftliche) Lösungen des Problems. Freier Markt heißt, dass gebilligt wird, was billig ist. (Nicht wahr, Herr Hellweg?) Und dass die sozialen und ökoliogischen Preise unsichtbar bleiben.

    Mehr zum Thema hier: http://hhirschel.wordpress.com/2008/11/23/sind-wir-des-warensinns/

    Gruß vom Topisten

    Wer über (die Notwendigkeit der Überwindung von) Kapitalismus nicht reden will, wird auch zum Thema Fischismus kaum vorankommen.
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    schrieb am 07.10.2010 um 16:31
    Fuss vom Gas, genau, Stephan(auch wenn ich den Mensnchen nicht gar so negativ seh).
    Was hingegen topist mit seiner linguistischen Fingerübung erreichen möchte, ist wohl ihm selbst nicht ganz klar. Natürlich können wir erst mal warten, bis der Kapitalismus abgeschafft ist (bin gern mit dabei), aber zu meinem, danach reche das Paradies für Mensch und Fisch aus, ist doch reichlich blauäugig – denn das hiesse ja, das »Böse» wär erst mit dem dicken Mann mit Zigarre und Zylinder in die Welt gekommen…
    Selbstverständlich geht es um ein kollektives Projekt, und ich beiss mir eher einen Finger ab, als nur ganz für mich allein auf Fisch zu verzichten, während alle andern futtern, was ich auch gern hätte. Aber warten,bis es alle tun, und zwar aus rechtschaffen antikapitalistischem Motiv, ist mir dann auch zu blöd. Irgendwo dazwischen geht's los, nicht wahr.
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    schrieb am 07.10.2010 um 17:24
    Um das, was topist m.E. meint, vielleicht noch mal etwas anschaulicher zu machen:
    Wenn man eine Gruppe von Menschen, die sich als durchaus bewusste und nachhaltig konsumierend bezeichnen, dazu befragt, was sie in unterschiedlichen Bereichen denn so für die Umwelt machen, wird es nur wenige geben, die überall "Ja" antworten können.
    Wer isst Fleisch?
    Wer isst Fisch?
    Wer hat zu Hause Ökostrom?
    Wer trägt Kleidung aus nachhaltiger Produktion?
    Wer legt sein Geld nachhaltig an?
    Wer arbeitet für ein nachhaltiges Unternehmen?
    etc.
    Die wenigsten werden "perfekt" sein, aber zumindest versuchen, in dem ein oder anderen Bereich etwas zu verändern und sich mit der Zeit immer mehr in Richtung einer nachhaltigen Lebensweise entwickeln. Es bringt ja nichts, mit dem Finger auf andere zu zeigen, weil sie in einzelnen Bereichen immer noch "sündigen", oder der Menschheit insgesamt die Lernfähigkeit abzusprechen. Dann können wir den Laden gleich dicht machen.
    Die Welt lässt sich nicht durch monokausale Zusammenhänge erklären sondern soziale und ökologische Systeme sind komplex. Es macht keinen Sinn, auf komplexe Probleme einfache Antworten zu geben. Kleine, wirklich pragmatische und umsetzbare Lösungsschritte dagegen sind wichtig, um sich einem Wunschziel zu nähern und nicht wie das Kaninchen vor der Schlange zu verharren.
    Wir können an vielen Stellen ansetzen, um unser Verhalten zu verändern und auch andere mit diesem Wandel "anzustecken". Be the change that you want to see in the world!
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    schrieb am 07.10.2010 um 17:36
    Gewiss, vom Denkansatz her und im Handeln vernetzt. Das kann aber nicht heissen, um die eigentliche Ursache eines Problems herum einen komplizierten Bogen zu machen. Wenn von einer Ressource mehr verbraucht wird, als in gleicher Zeit nachwachsen kann, wird mehr verbraucht, und zwar unabhängig davon, unter welchen gesellschaftlichen Verhältnissen dies geschieht. Diese Verhältnisse bestimmen einzig, wer handeln muss. In der absolutistischen Monarchie der Monarch, in der marktorientierten Demokratie die Menge an Verbrauchern, welche als ausscherender Marktanteil spürbar wird (um es mal verkürzt, aber plastisch auszudrücken).
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    schrieb am 07.10.2010 um 18:35
    @misstree hat versucht die Fingerübungen von Topist zu interpretieren, was ihr wohl auch gelungen ist.
    Das Fazit "nobody is perfect". Natürlich gibt es von den 100% perfekten nur wenig, ich gehöre auch nicht dazu. Aber kann man die verschiedenen Bereichen miteinander aufrechnen?
    Ist da im Bereich der Ernährung, was tierische Produkte angeht, nicht noch zumindest ein anderer Faktor massgeblich, hat was mit Ethik zu tun, weiss, das wollen nur wenige hören.
    Müsste nicht gerade der Bereich der tierischen Ernährung für den Menschen (reden wir mal wirklich nur von unseren Regionen) , der ja wie die Tiere auch Leben darstellt ein stärkere Gewichtung bekommen, da es hier im Gegensatz zu den anderen nachhaltigen Massnahmen um Vernichtung von Leben geht.
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    schrieb am 07.10.2010 um 19:55
    Na ja, eigentlich ist doch so kompliziert nicht. Natürlich ist heute ein Großteil der Menschheit in der Lage zu begreifen, dass wir Menschen, wenn wir so weiter machen, auf eine riesengroße Katastrophe zusteuern. Wir zerstören unsere Lebensgrundlagen, beuten systematisch und mit aller Kraft und höchster Effizienz zur Neige gehende Ressourcen aus bei immer noch deutlich wachsender Population.
    Wir können uns ja mal kurz vorstellen, was passiert, wenn wir unser Biotop überbeansprucht haben (in einigen Regionen dieser Welt ist das ja bereits der Fall, da verhungern die Menschen auf der Strasse). Da geht es dann nicht mehr darum, was wir essen, sondern ehr ob überhaupt noch etwas da ist, was das Überleben möglich macht.
    Klar, wir in der westlichen Welt können uns erstmal wieder ganz entspannt zurücklehnen, hier ist der Populationsdruck ja nicht so groß, aber das Ende der Ölzeit wird auch hier riesige Umwälzungen mit sich bringen, die auch für sehr viele hier existenzbedrohende Ausmaße annehmen werden (allein schon durch die sicher nicht gewaltlos von statten gehenden Verteilungskämpfe um die Restressourcen). Hinzu kommt natürlich eine Migrationswelle durch die Menschen deren Lebensräume nichts mehr hergeben.
    All das kann ich mir mit wenig Phantasie für einen Zeitraum vorstellen, in den die nächsten zwei Generationen hineinwachsen. Und wie gesagt, wenn ich es mir vorstellen kann, sollten es sich auch der meisten meiner Mitmenschen vorstellen können. Aber was machen wir in dieser offensichtlichen Notsituation. Wir sägen kollektiv weiter an dem Ast auf dem wir sitzen. Ritze Ratze! Juhu, er hält doch noch. Und noch einmal hin und her mit der Säge und immer in der Hoffnung, das der Teil des Astes abbricht, auf dem ich nicht sitze (was für ein Selbstbeschiss).
    Es sind echte Notzeiten, aber kaum einer will das wahrhaben. Normalerweise müßten wir zusammenrücken und versuchen uns gemeinsam auf die schlimmsten Folgen vorzubereiten. Aber selbst im kleinen Kreis gelingt das selten. Ich bleib dabei, der Mensch mag als Inviduum im geringen Umfang rationale Entscheidungen treffen können, die Menschheit insgesamt ist aber mit der derzeitigen Situation deutlich überfordert.
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    schrieb am 07.10.2010 um 20:17
    Stephan, ich teile Deine Darstellung der Lage, insbesondere auch, was die nächstliegende Gefahr betrifft, den Peak Oil, ich bin nur ganz leicht optimistischer, was die Fähigkeit der Menschheit betrifft, knapp rechtzeitig doch noch zu handeln – denn wir sind ja alle nicht blöd, wir lassen uns nur auf die Kappe scheissen von Herren, denen die Gefolgschaft erst versagt wird, wenn sie keine Brosamen mehr abzugeben haben…
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    schrieb am 07.10.2010 um 21:03
    Billo.Heinzpeter.Studer schrieb am 07.10.2010 um 16:31

    "Fuss vom Gas, genau, Stephan(auch wenn ich den Mensnchen nicht gar so negativ seh).
    Was hingegen topist mit seiner linguistischen Fingerübung erreichen möchte, ist wohl ihm selbst nicht ganz klar."

    Dass dir meine Einwände und Hinweise als "linguistische Fingerübungen" vorkommen, sehe ich als Teil des Problems. Der von mir beklagte idealistische Fehlschluss zeigt sich in der Illusion, durch einsame, punktuelle Verhaltensänderungen scheinbar geadelt zu meinen, kluge Ratschläge an den Rest der Welt, doch bitteschön genauso edel zu handeln, müssten diese doch vom Bösen erlösen. Funktioniert das nicht, scheint das Beleg dafür, wie wichtig solche guten Ratschäge sind und wie böse die Welt ist und bleibt, wenn sie darauf nicht hört. Ein Zirkelschluss vom Feinsten. Soziale Zusammenhänge, Anhängigkeitsverhältnisse, Entwicklungsbedingungen eben auch der Bedürfnisse (!) und die sozialen in der Wirtschaftsstruktur liegenden Gründe der Bedenkenlosigkeit mit der diese heute erfüllt werden, kommen in dieser narzistischen Nabelschau nicht vor. Kapitalismus heißt eben genau auch, dass die (jeder Ethik zugrunde liegenden) Rechtfertigungsbeziehungen den sozialen bzw. ökologischen Zusammenhängen nicht folggen. Das anonyme Marktgeschehen ruft deshalb systematisch die Illusion hervor, soziale (d.h. nur gemeinsam zu lösende) Probleme seien durch einsame Entscheidungen vereinzelter Einzelner zu lösen.

    "Natürlich können wir erst mal warten, bis der Kapitalismus abgeschafft ist (bin gern mit dabei),"

    Ich warte nicht ab. Finde diese Haltung auch recht komisch.

    ".. aber zu meinem, danach reche das Paradies für Mensch und Fisch aus, ist doch reichlich blauäugig – denn das hiesse ja, das »Böse» wär erst mit dem dicken Mann mit Zigarre und Zylinder in die Welt gekommen…"

    Ja, wenn einem keine Neugierde quält, was das Gegenüber viellecht meinen könnte, [habs übrigens inzwischen ein wenig umformuliert, so dass es nun - hoffentlich - etwas eingängiger ist] und man lieber seine eigenen Vorurteil als Interpretationshilfe bemüht, kommt so etwas heraus. Oder wie lässt es sich erklären, dass du meinst, ich wolle durch Abwarten den Kaptlalismus beseitigen und dadurch würde der Fisch reichen. Ich halte Sehnsucht nach (einkaufs-) padariesicher Unschuld für regressiv, für einen Ausdruck des Bedürfnisses aus der Verantwort eine Strukturveränderung zu bewirken, zu fliehen.

    Und ich halte auch nichts von Wunderglauben an die Zauberkraft abstrakter Sozialismusmythen. Ich behaupte nicht: Gemeineigentum schafft nachhaltige Fischerei. Ich bemühe mich, die Sache andersherum zu betrachten. Welche Probleme haben wir. Und welche Veränderungen in den Produktions- und Aneignungsbedingunge (z.B. Anreiz und Sanktionssystem) brauchen wir genau, um diese Probleme - auf eine menschenwürdige Art - lösen zu können. Was kann z.b. geschehen, das das "Wir" in dem Satz "wir müssen weniger fische essen" die Unbestimmtheit nimmt und zu einem tatsächlich als Kollektiv handlungskompetenten und -fähigen "Wir" macht.

    Was sind die zu überwindenden Mechanismen der freien Konkurrenz? Jedes Unternehmen, dass sich am Markt behaupten muss, ist genötigt, seine Produktion zu beschleunigen. Wer die Nase vorn hat, kann billiger anbieten und dennoch mehr Gewinn machen - und auch noch mehr verkaufen. Haben die anderen gleichgezogen, sinkt der der (von der gesellschaftlich notwenig aufzuwendenden Arbeitszeit abhängige) Warenwert. Für den gleichen Profil müssen dann mehr Waren verkauft werden. Das ist der Schlüssel zum Wachstumszwang" zur Wirtschaftskonzentration und der (oft nicht wenig gewalttätigen) Ausdehnung von Ansatzmärkten. Auch wenn die größten Verbrechen Preis des niedrigen Preises sind, wird gebilligt was billig ist.

    Wer nun Kund tut, man bräuchte nicht in die Wettbewerbsbedingungen eingreifen, weil doch der Mensch an und für sich ein Sünder und die Konsumenten zu "der" Konsument werden und dieser zum allmächtiger König gekürt ist, (entweder ein guter oder ein böser), dann, ja dann haben alle gut Lachen, denen der freie Markt die Legitimation für Raubbau aller Art liefert. und für die soziales Eingreifen in die Wettbewerbsgedingungen des Teufels ist.

    Es müssen halt wirkungsvolle Steuern und Zölle festgelegt werden, die Fische teurer machen. Und die so akkumulierte ökonomische Macht müsste den ökologischen Umbau steuern können. Der Einsatz der schwimmenden Fischfabriken muss streng reguliert, Maßnahmen ergriffen werden, mit denen die Verschwendung von Lebensmitteln gestoppt werden kann. Das Schwarzfischen muss gestoppt werden usw.

    Gruß vom Topisten
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    schrieb am 08.10.2010 um 11:02
    gerfi schrieb: "Ist da im Bereich der Ernährung, was tierische Produkte angeht, nicht noch zumindest ein anderer Faktor massgeblich, hat was mit Ethik zu tun, weiss, das wollen nur wenige hören....
    ...Müsste nicht gerade der Bereich der tierischen Ernährung für den Menschen (reden wir mal wirklich nur von unseren Regionen) , der ja wie die Tiere auch Leben darstellt ein stärkere Gewichtung bekommen, da es hier im Gegensatz zu den anderen nachhaltigen Massnahmen um Vernichtung von Leben geht. "

    Ich höre es doch gern (und stimme dir ausdrücklich zu!), aber halte es für falsch, dass nur der Bereich der Ernährung mit tierischen Produkten mit Ethik zu tun hat. Was ist mit dem Schutz der Artenvielfalt auf diesem Planeten, Schutz der Regenwälder und der Meere, Versorgung aus erneuerbaren Energien, Kampf gegen Emissionen, der Ökologisierung der Landwirtschaft, dem Bemühen um einen sozialen Ausgleich usw. usw.? Bei jedem dieser Punkte sind gleich unglaublich viele Einzelschicksale betroffen, zum Teil sind verheerende und unumkehrbare Folgen zu befürchten. Und leider gerade die Vernichtung von Leben, und oft nicht nur in unvorstellbarer Zahl, sondern gleich in Verbindung mit dem Auslöschen ganzer Arten und der Vernichtung ganzer Ökosysteme für alle Zeiten. Hat das etwa nichts mit Ethik zu tun?

    Auch das mit der stärkeren Gewichtung teile ich nicht. Jeder hat so seine Schwerpunkte und damit seine ganz persönliche Gewichtung, der eine die vegane Lebensweise, der andere das Elektro-Auto und wieder der andere den Regenwald oder die Rettung der Ozeane. Und das ist auch gut so, denn letztlich sind damit alle Bereiche - vereinfacht gesagt - gleich vertreten, und so soll es sein. Letztlich hängt doch sowieso alles (mehr oder weniger) miteinander zusammen.

    Wenn wir nur einen Bereich als ethisch herauspicken, vernachlässigen wir automatisch die anderen und müssen uns dann nicht über Versäumnisse mit unheilbaren Folgen wundern.
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    schrieb am 07.10.2010 um 17:07
    Tja die Wurzel allen Übels ist heutzutage, wie Herr Meadows schon 1972 mit "The Limits of Growth" oder Herr Morley 2009 mit "The Molecular Manifest" festgestellt haben, dass bittere maximal kapitalistische System.
    Würde es eine Begrenzung des Geldes geben würde sich viel ändern und ich meine damit nicht ein kommunistisches System.
    Es ist wie ein beständiges Rasen mähen, was den Rasen kurz, gesund und grün hält.
    Es müssten "einfach", die größten Halme des Kapitalismus gestutzt werden, um den anderen Gräsern drum herum eine Chance der Weiterentwicklung zu geben. Es würde trotzdem kein perfekter Rasen dabei rauskommen, aber wenigstens ein gleichmäßigerer Rasen mit ähnlichen Wachstumsvorraussetzungen für jeden Grashalm.(Man merkt ich studiere was mit Pflanzen ;) )
    So könnten die Meere auch besser geschützt werden bzw. das gesamte Ökologische System.
    Denn wenn man sich nicht auf Kosten der Umwelt bereichern könnte, da man nur limitiert Geld besitzen kann, wäre die Plünderung der Meere absolut sinnfrei.
    Nähere Infos dazu auch auf www.molecularism.com
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    schrieb am 08.10.2010 um 08:40
    Wenn der Kapitalismus nicht funktioniert, dann beim Fischen. Hat etwas mit der "Tragik der Allmende" zu tun.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Tragik_der_Allmende
    Fische werden als Algemeingut im Ozean angesehen, und wer zuerst fischt, fischt zu erst und dem gehören die Fische.
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    schrieb am 08.10.2010 um 08:45
    Genau. Und wenn das mit der Allmende nicht mehr rentiert, dann krallt sich ein Multi den Rest – so, wie sich Mitsubishi derzeit ein riesiges Lager an tiefgekühltem Blauflossenthun anlegt, den's bald nicht mehr zu fangen gibt. Merke: der K. funktioniert auch ohne Allmende, bezahlen tun ohnehin wir…
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    schrieb am 08.10.2010 um 09:01
    Der Sozialismus, als er noch lebte, hat aber auch ganz gut gefischt
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    schrieb am 08.10.2010 um 09:10
    Klar doch. Hat ja auch mit Politik nix zu tun, nur mit Geschäft.
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    schrieb am 08.10.2010 um 12:05
    bhellweg schrieb am 08.10.2010 um 08:40

    "Wenn der Kapitalismus nicht funktioniert, dann beim Fischen."

    Richtig.

    "Hat etwas mit der "Tragik der Allmende" zu tun."

    Nein mit der Tragik privater, also sozial unabgestimmter Aneignung freier Güter. Freie Güter sind keine Allmende.


    "Die Gier treibt den Menschen..."

    Ich kann diese elende Psychologisierung und Individualisierung sozialer Sachverhalte nicht mehr hören. Aber ok, dann wäre es um so wichtiger, in die Konkurrenzbedingungen einzugreifen. Die Fischfangkapazität abzubauen und deren Eunsatz streng zu regeln. Vorrechte für traditionelle Fischerei zu garantieren usw. Aber das geht natürlich nicht wegen der Tragik der kapitalistischen Effizienz und weil nunmal gebilligt wird was billig ist. So bewegen wir uns hübsch im Kreis. (Ja, wenn mir jemand Aufkleber "Weniger Fisch ist Meer" oder so in die Hand drückt, klebe ich die auch mal bei Nordsee.) Aber ohne politische Perspektive ist das doch für den Hintern.


    Im Internet läuft grad eine Bürgerkosultation der Bundesregierung zur nächsten Fortschreibung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie. Themenbereich ist "Wirtschaft". Man kann sich ja mal darüber unterhalten, wasda an Zielen und Fortschrittsindikatoren verankert werden sollte.

    http://www.dialog-nachhaltigkeit.de/
    http://de.wikipedia.org/wiki/Nachhaltigkeitsstrategie
    http://www.bundesregierung.de/Webs/Breg/nachhaltigkeit/DE/Berichte/Berichte.html
    http://www.nachhaltigkeitsrat.de/

    bhellweg schrieb am 08.10.2010 um 09:01
    Der Sozialismus, als er noch lebte, hat aber auch ganz gut gefischt

    Gab es im so genannten "Realsozialismus" eine öffentliche Debatte über die sozialen und und ökologischen Grenzen des Fischverzehrs? Die Möglichkeit entsprechende Erkenntnisse zur Basis des Handelns zu machen (Welche Investitutionen, welche Produktionsmethoden und-mengen?)

    Nein?

    Dann kann von Sozialismus im eigentlichen Sinne keine Rede sein. Denn wie soll der Übergang zur gemeinsamen Bestimmung der Produktionsparameter ohne öffentlichen freien Diskurs, ökologische Bildung für alle usw. erreicht werden? Gar nicht.

    Siehe http://hhirschel.wordpress.com/2008/01/22/was-heist-hier-sozialismus/

    Gruß vom Topisten




    http://hhirschel.wordpress.com/2008/01/22/was-heist-hier-sozialismus/
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    schrieb am 08.10.2010 um 09:17
    Du hast recht @Billo.Heinzpeter.Studer es ist ein menschliches Problem Die Gier treibt den Menschen zum Fischen bevor andere Menschen da sind und fischen. Und mit den Fischfabrickschiffen gibt es ein Werkzeug das es auch tatsächlich schafft die Meere leeerzufischen
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    schrieb am 08.10.2010 um 13:03
    Also "fischfrei" kling ja fast so, als wären Fische etwas Schlechtes, wovon sie dann frei wären. Aber im Ernst ein wichtiges Thema, auf das zum Beispiel Greenpeace, Ocean Care und andere immer wieder aufmerksam machen.

    Auch wenn die Ozeane nicht völlig fischleer sein werden, weil die Fangmethoden schon vorher zu teuer werden für die wenigen Fische, die dann noch zu fangen wären, ist es auf jeden Fall eine Katastrophe.

    Eine Katastrophe schon lange auch für Millionen von Fischern, die nur kleine Fischerboote haben, weil sie längst fast gar nichts mehr fangen. Zum Beispiel haben europäische und andere industrieelle Schiffe vor Westafrika so viel leergefischt. Das hat Millionen von Fischerfamilen in westafrikanischen Ländern die totale Armut getrieben. Ähnlich auch in Südamerika und Indien
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    schrieb am 08.10.2010 um 17:37
    Es ist eine billige recherchierfaul Story, die ein Journalist dem andern abschreibt und die dabei nur immer falscher wird:
    Es ist nicht einfach die böse EU und ses sind nicht einfach nur die gierigen Fischereiindustriellen von Spanien & Co, welche den kleinen Fischern in Westafrika den Fisch wegfingen. Am Beispiel de Senegal, DER Fischexportnation in der Rehion: gegen 70% der exportiertenFische werden von lokalen Fischern mit Pirogen gefangen, und in die EU gehen etwa 15% des Exports, der grosse Rest nach Korea, Japan und wohl zunehmend China, also in Länder, die sich noch weit weniger um die verhehrenden Folgen ihres Fischhungers kümmern.
    Dass die armen westafrikanischen Länder versuchen, aus dem Rohstoff Fisch Devisen zu machen, ist verständlich – nur landen die Millionen nicht bei den kleinen Fischern, und DAS ist der Skandal. Darum: Schluss mit der europäischen Bedienerei für wenig Geld in Übersee – die EU soll sich auf ihre eigenen Fischgründe beschränken, dann hat sie auch ein Interesse, ihnen Sorge zu tragen.
    http://www.fair-fish.ch/wissen/politik/europa.html

    Und vergesst die derzeitige Bastelei, welche die EU als «Reform» ihrer Fischereipolitik verkauft und an der auch Grüne und Linke und zig NGOs schön brav mitwerkeln – wenn da keine drastische Reduktion von Import/Produktion/Konsum rausschaut, ist es schad um all die Zeit und all das Papier, was dabei verbraten wird.
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    schrieb am 08.10.2010 um 18:28
    Einverstanden. Aber ruft das nicht grad auch nach ein wenig "visionären" Lösungen im Rahmen globaler Nachhaltigkeitsstrategien? Ok, die gescheiterte Klimakonferenz in Kopenhagen macht nicht grad Mut zum Träumen in eine solche Richtung. Aber deren Scheitern machte andererseits deutlich, dass ein weltweites (soziales) Wertschöpfungssystem auf der Basis von Ökoabgaben (Steuern, Zölle, Sonderabgaben) für einen Fond für aufeinander abgestimmte nationale Umbauprogramme fehlt. Dieser etwas seltsame Verschmutzungsrechtehandel scheint mir ein schlechter Ersatz. Was ich schreibe, mag sich auch seltsam anhören. Aber gehen wir doch nicht vom akut Möglichen sondern zunächst vom akut Notwendigen aus. Wie könnte so ein internationales Innehalten-Abkommen aussehen? Wie beim Regenwald wäre zu allererst die Schwarzfischerei zu stoppen. Und dann? Und wie?

    Gruß vom Topisten
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    schrieb am 08.10.2010 um 20:55
    In Bezug auf die EU hatten wir die «visionäre» Lösung in unseren Forderungen an die Reform der EU-Fischereipolitik schon letztes Jahr formuliert:
    http://www.fair-fish.ch/files/pdf/wissen/fair-fish_gfp_de.pdf
    Kern: Die EU-Fangflotten fischen nur noch in europäischen Gewässern. Wenn Länder in andern Kontinenten Fisch nach Europa liefern wollen, entscheiden und managen sie das selber. Flankierende Massnahmen der EU helfen mit, dass diese Länder eine Fischereipolitik entwickeln, welche auch gegenüber Japan, Korea, China und den USA stark auftreten kann.
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    schrieb am 08.10.2010 um 21:50
    Auch ein Topic: Der Schutz der Haie

    Derzeit besteht die Möglichkeit sich direkt bei den EU-Parlamentariern für ein besseres Managment einzusetzen:

    http://www.deepwave-blog.de/2010/10/07/tage-haie-9-10-oktober-tropen-aquarium-hagenbeck-9546859/

    Zitat:

    Das Finning-Verbot der EU ist eines der schwächsten weltweit. Es enthält Schlupflöcher, die eine Durchsetzung behindern und die es Fischern möglich machen, zwei von drei Haien die Flossen abzuschneiden, ohne dass dies entdeckt oder bestraft wird. Der einfachste, effektivste Weg das Finning-Verbot umzusetzen ist die Forderung, dass Haie angelandet werden, ohne zuvor ihre Flossen abzuschneiden. Im Europaparlament sammeln mit dem Thema vertraute Abgeordnete die Zustimmung ihrer Kollegen für eine Schriftliche Erklärung, in der die Europäische Kommission aufgerufen wird, solche Forderungen in den anstehenden Vorschlag für eine überarbeitete Verordnung aufzunehmen.

    Im Laufe der nächsten Woche veranstalten Aquarien, Tauchgruppen und Naturschutzorganisationen in Großbritannien, Italien, Deutschland, Malta, Spanien, Frankreich, Belgien, Schweden, Finnland, Polen, den Niederlanden, Irland und Portugal Veranstaltungen und Aktionen, um die Abgeordneten dazu ermutigen, die Schriftliche Erklärung zu unterzeichnen.

    Haie und die verwandten Rochen sind außerordentlich anfällig für Überfischung, da sie langsam wachsen, erst spät geschlechtsreif werden und nur wenige Jungtiere hervorbringen. Die meisten europäischen Hai- und Rochenpopulationen sind überfischt; ein Drittel ist von der Ausrottung bedroht.

    Nähere Informationen über die Teilnahme an der European Shark Week und/oder die Unterzeichnung einer Petition finden Sie auf www.europeansharkweek.org.
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    schrieb am 09.10.2010 um 06:00
    Seltsam. Hab gerade wieder von einigen lieben Freunden gehört., ja, wir wollen mal wieder Tauchen gehen, Wir haben aber nicht weiter darüber gesprochen, wie es in den Meeren so aussieht, sind mit dem hier und jetzt beschäftigt.
    Habe auch gerade von meinem Vater fangfrische Bodenseefelchen bekommen, geräuchert, so lecker, dass soll es nicht mehr geben!!?? Ist zwar hier nur ein See aber intakt!
    Gut, das ich es jetzt wieder gelesen habe, werde informieren, mich kümmern, Danke
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    schrieb am 09.10.2010 um 08:53
    Bei Felchen (Renken) sind mindestens zwei Dinge meist nicht bekannt:
    1. Ohne künstliche Nachzucht in staatlichen Brutanstalten gäbe es viel weniger Felchen, als gefangen und gegessen werden.
    2. Die Tiere werden mit Stellnetzen gefangen, die sommers über Nacht und winters auch mal zwei Tage im See verankert bleiben. Das heisst, die im Netz verfangenen Tiere kämpfen stunden- oder gar tagelang um ihr Entkommen – sinnlos, weil die feinen Kunststoffmaschen des so genannten Kiemennetzes sich so um Kopf und Kiemen legen, dass der Fisch sich bei jedem Fluchtversuch noch mehr verheddert. Vor Erschöpfung sterben viele Tiere allmählich im Netz; jene, die das überleben, erstcen dann qualvoll auf dem Boot, da viele Berufsfsicher sich nicht die Mühe machen, die Fische zu betäuben und zu töten. In der Schweiz ist ihnen das seit zwei Jahren zwar vorgeschrieben, doch die Ausnahmen sind derart grosszügig festgelegt, dass sie zur Regel werden…
    Das hat allerdings auch damit zu tun, dass der Verdienst der Berufsfischer gerade knapp reicht, um die Arbeit von 1 Person zu decken. Würden wir mehr bezahlen für Felchen, wären schonendere Fangmethoden und sofortige Betäubung und Tötung möglich, so wie es die fair-fish-Richtlinien definieren: http://www.fair-fish.ch/files/pdf/wissen/richtlinien.pdf
    Und: Wenn die Felchen teurer wären, würden weniger Felchen gegessen, sie müssten also nicht künstlich reproduziert werden.
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    schrieb am 09.10.2010 um 09:03
    Felchen gelten übrigens in der Schweiz offiziell als «potentiell gefährdet». Das hat v.a. auch damit zu tun, dass diese Art lokale Unterarten herausgebildet hat, deren Bestand lokal gefährdet sein kann – die Forschung hierzu ist neueren Datum und noch immer im Gang.
    Die Gefährdung hat auch damit zu tun, dass die lokale Umwelt der Fische durch menschliche Einflüsse (Abwasser, Dünger usw.) verändert wurde; bei den Felchen dürfte u.a. ins Gewicht fallen, dass die Kieshalden, auf denen sie zu laichen pflegen, oft nicht mehr die Steinen übliche Oberfläche aufweisen, sondern mit einem Film aus Schwebstoffen bedeckt sind.
    Glechzeitig hat die Felchenpopulation abgenommen, seitdem das Abwasser dank besserer Kläranlagen weniger Nährstoffe in die Seen einträgt. Genau genommen hatte es ab den 1960er Jahren zuviele Felchen in den Seen, während ihre Zahl heute wieder dem Stand vor den 1960er Jahren entspricht. Doch da Felchen das «Brot» vieler Berufsfischer sind und ein Fischer (wie ein Bauer) seinen besonderen Beruf wenn immer möglich nicht aufgibt, muss die Zahl der Felchen künstlich hochgehalten werden
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    schrieb am 09.10.2010 um 12:24
    Arme Zukunft. Geld regiert die Welt.
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    schrieb am 13.10.2010 um 17:02
    Wir sollten immer in "wir" sprechen, also wir Bestien, etc., denn wir Menschen lösen alle Herausforderungen aus. Ob es jetzt die Leeren Meere sind, oder das Klima, oder sonst irgend etwas.
    Wir sind die Verursacher!!
    Und nur wir gemeinsam können alle unsere Herausforderungen gemeinsam wirklich lösen.
    Wenn 1 Mio. Menschen hauptsächlich Fisch ist, ist das garnicht so schlimm, wenn aber Milliarden Menschen viel Fisch essen, dann haben wir das Problem. Genauso ist das auch mit den vielen anderen Herausforderungen. Wir sind zu viele Menschen! Angesichst der vielen wirklich massiv bedrohlichen Herausforderungen frage ich mich oft, ob wir Menschen wirklich intiligent sind? Aber das ist ein anderes Thema.
    Hier mal einen Link zur Deutschen Stiftung Weltbevölkerung:
    http://dsw-online.de/
    Diese Stiftung ist auf Grund eines Berichtes im Geo-Magazin ins Leben gerufen worden, von dem Hannoveraner Unternehmer Erhard Schreiber. Er konnte Herrn Dirk Rossmann mit ins Boot holen, aber lest selbst .
    Wichtig für mich ist immer das "WIR" !! Wir Menschen machen das ALLES! Nicht die Anderen, sondern Wir.
    Über 2/3 der Deutschen sind gegen Atomkraft, wieso haben dann über 2/3 der Deutschen keinen Ökostrom?
    Der Verbraucher (also Wir) ist ein schlafender Riese, der immer noch schläft und seine Kraft nicht nutzt!
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    schrieb am 23.11.2011 um 23:50
    Danke Uwe-Sievers, Du sprichst mir aus der Seele. Nur WIR können das ändern. Über unser Konsumverhalten ließe sich so viel regulieren! Leider reagieren WIR oft erst, wenn wir die vielen negativen Auswirkungen spüren, aber die spüren leider DIE ANDEREN.
    Wie können wir die Kraft des schlafenden Riesen mobilisieren?
    Was machen die Pläne mit der öffentlichen Filmvorführung?
    Die Bäckerei Schüren "Regional in Düsseldorf" verwandelt ihre Raümlchkeiten in Hilden für einen Tag zum Kino und zeigt den Film "Taste the waste" in zwei Vorstellungen. Roland Schüren verheizt sein eigenes Brot, denn die Retourenquote in der Branche ist hoch; dadurch soll sein Betrieb aus eigener Kraft CO2-neutral werden:
    http://www.wdr.de/wissen/wdr_wissen/themen/natur_umwelt/dossier_klimawandel/handeln/brot_als_brennstoff.php5
    Der Überfluss BROT ist nur ein Beispiel - ja, WIR haben eine Verantwortung und es ist eine Herausforderung! Wir brauchen bewußte Verbraucher und nachhaltige Produzenten!
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    schrieb am 24.11.2011 um 16:55
    Genau so ist es: Wir leben und verbrauchen, als wärn wir ein paar Millionen. Aber wenn das sieben Milliarden Menschen tun, wird der Planet rasch zu eng und kahl.
    Wir haben mal die Schätzung angestellt, wie viel Fisch pro Kopf und Jahr der Planet denn auf Dauer eigentlich zur Verfügung stellen kann: 20 Mahlzeiten pro Jahr, arme Küstenvölker inbegriffen, die auf Fisch mehr angewiesen sind als wir. Faustregel: max. 1x Fisch pro Monat – Meer gibt's nicht her!
    http://www.fair-fish.ch/files/pdf/was-wer-wo/deutschland/flyer_2011_de.pdf

    Interessant, dass auch viele «grüne» Menschen erschreckt ablehnend reagieren, wenn man ihnen den Flyer mit dieser Botschaft in die Hand drückt. Sie wollen die Wahrheit denn doch nicht so konkret hören, sondern lieber nett als «weniger Fisch essen» verpackt, wie das WWF & Co tun. Aber mit etwas weniger Fisch und etwas mehr Label ist das Problem nicht zu lösen!
    Die nackte Wahrheit ist nicht nur unbequem, sie vergrault auch die Spender und bleibt darum lieber ungesagt…
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    schrieb am 24.11.2011 um 17:53
    @ Billo Heinzpeter Studer: Der Aussage (und dem Statement des Fair-Fish-Flyers) kann ich nur zustimmen - wir brauchen für eine gesunde Ernährung weder Fleisch noch Fisch, und auch "Fischratgeber" à la Greenpeace werden dem wirklichen Problem nicht gerecht. Interessant und eine Offenbarung ist in diesem Zusammenhang das neue Buch von Rüdiger Dahlke ("Peace Food") - http://www.gu.de/Buch/6755124/Peace+Food.html -, in dem er sich auch gegen Fisch ausspricht.
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    schrieb am 13.10.2010 um 17:19
    Danke, Maria_L. Habe den Kommentar zum Bergkäse gut gefunden. Da die Rückfrage 3x erschienen war, habe ich sie 2x gelöscht (war kein Kommentar.)
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    schrieb am 17.10.2010 um 19:18
    da vergeht einem direkt die Lust auf Fisch
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