Utopia: Die Verbrauchermacht - Unser Konsum verändert die Welt.
Filmrezension

Bulb Fiction im Kino

In den Kinos läuft bald der Dokumentarfilm Bulb Fiction an. Dieser nimmt das Verbot der Glühlampe zum Anlass, um Macht und Machenschaften der Industrie sowie den Widerstand gegen die "Richtlinie zur Regulierung von Lichtprodukten in privaten Haushalten“ aufzuzeigen.


Es geht um die Macht der Industrie und ihrer Lobbys, die Verstrickung der Politik in diese Machtstrukturen, um Profit und Scheinheiligkeit, um bewusste Fehlinformation. Es geht aber auch um die prinzipielle Frage, ob die Qualität des visuellen Umfelds und somit unsere Lebensqualität, anderen Belangen ohne weiteres unterzuordnen ist. Die Güte des uns umgebenden Lichts stellt einen nicht zu unterschätzenden Wert dar, ein Wert, den man nicht am Altar eines reinen Umweltgewissens unüberlegt opfern sollte.

Zum Film

Wir schreiben das Jahr 2012. Immer mehr Menschen gehen auf die Straße, um ihrem Unmut Ausdruck zu verleihen. „Wutbürger“ ist zu einem Synonym geworden für Menschen, die wieder mitreden wollen, die sich nicht länger von der Politik und der Wirtschaft, von Interessenverbände und Lobbyisten an der Nase herumführen lassen wollen. Sie demonstrieren gegen Atomkraft, gegen Stuttgart 21, gegen Fluglinien über Wohn- und Naturschutzgebiete, gegen den eigenen Bürgermeister, gegen vermeintliches Bio-Benzin. Und sie protestieren vor allem für ihr gutes Recht in Entscheidungsprozesse wieder einbezogen zu werden.

Für alle diejenigen – und nicht nur für sie – läuft der aufklärende Dokumentarfilm Bulb Fiction ab dem 31.05.2012 in den deutschen Kinos an. Bulb Fiction nimmt das Verbot der Glühlampe zum Anlass, um die umstrittenen Machenschaften der Industrie aufzudecken. Regisseur Christoph Mayr und Kameramann Moritz Gieselmann wollen wissen, wie es demokratiepolitisch möglich sein kann, dass die Politik, unter dem starken Einfluss von Wirtschaftsvertretern und Lobbyisten, entscheidet, welche Produkte der Bürger verwenden darf und welche nicht. Und wie man sich gegen die staatliche Bevormundung wehren kann.

Bei dem Verbot der Glühbirne kamen sie zu spät. Alle Glühlampen mit mehr als 60 Watt sind bereits ausgestorben. Alle anderen werden folgen. Der einzige Grund: Ein EU-Beschluss, angeblich der Umwelt zu liebe. Dass sich hinter der Entscheidung für die umstrittenen und quecksilberhaltigen Energiesparlampen nicht der Umweltschutz, sondern wieder einmal nur wirtschaftliche und politische Interessen verbergen, das deckt der Dokumentarfilm Bulb Fiction auf.



Bulb Fiction -  Ab 31. Mai 2012 deutschlandweit in den Kinos.

Thema: Energiesparen, Stand: 23.05.2012 von

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    schrieb am 10.09.2012 um 22:12
    Ich wollte mich eigentlich schon längst viel früher für die gewonnenen Karten bedanken - nur leider sind die seinerzeit ein bisschen zu spät bei mir angekommen. Obwohl ich sogar genau zwischen Köln und Bonn wohne und somit eigentlich genug Kinos zur Auswahl gehabt hätte, lief der Film zu dem Zeitpunkt, als die Karten ankamen, leider in keinem einzigen Kino hier in der Nähe mehr... Schade, denn der Film hätte mich echt interessiert. :-( Na ja, muss ich mir eben bei Gelegenheit mal die DVD ausleihen, sobald er rauskommt... mehr weniger
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    schrieb am 16.06.2012 um 20:16
    Ein engagierter Physiker nimmt "Bulb Fiction" zum Anlass, über die Machenschaften von sensationslüsternen Regisseuren zu schreiben, denn die in "Bulb Fiction" verbreitete Panikmache ist tatsächlich fiktiv! Kaum etwas Wahres daran! Überzeugt euch selbst:

    http://www.energie-lexikon.info/energiesparlampen__toedliche_gefahr_durch_quecksilber.html mehr weniger
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    schrieb am 09.06.2012 um 12:08
    Ich höre so viele verschiedene Dinge, dass es mir schwer fällt die Argumentationsgrundlage beider Seiten zu bewerten. Ich denke es ist klar, dass Quecksilber emenz gefährlich ist - aber wie genau sich das auswirkt und wie weit die Lobby geht um Zwischenfälle zu vertuschen, darüber würde ich gerne mehr erfahren. Um mir mehr Hintergrundwissen anzueignen würde ich den Film sehr gerne sehen und mich über die Karten sehr freuen ;) mehr weniger
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    schrieb am 04.06.2012 um 07:42
    Mich hat die Sache mit den Glühbirnen schon recht früh getroffen, da ich diese damals in meinem Terrarium verwendet habe. Ich habe natürlich die günstigen Haushaltsglühbirnen benützt und nicht teure, extra für Terrarien, die höchstwahrscheinlich auch noch eine kürzere Lebensdauer haben.
    Wenn da mal eine von den günstigen Haushaltsglühbirnen nach kurzer Zeit aus irgendwelchen Gründen den Geist aufgibt, da tuts ja nicht weh, bei den Preisen.
    Ich hab jetzt kein Terrarium mehr, aber mich regt dieses Verbot natürlich immer noch auf. Da ich umgezogen bin, habe ich mir gleich Halogenlampen besorgt. Nur in einer Schreibtischlampe hab ich eine Energiesparlampe. Ansonsten kommt mir sowas einfach nicht ins Haus.
    Ich meine, da verbietet man Quecksilberthermometer (von der EU) und dann zwingt man die Leute dazu, solche Lampen zu verwenden(auch von der EU). Die Lampen sind meist teurer, machen schlechtes, unnatürliches Licht, Haltbarkeit ist auch nicht immer so und man muss sie gesondert entsorgen.

    Ich habe damals auch auf meinem Blog darüber geschrieben: http://schnuffelkissen.blogspot.de/2010/11/heatball-sieht-aus-wie-eine-gluhbirne.html
    es gab eine Aktion, die nannte sich: Heatball und man kann dort wohl auch jetzt immer noch "Heatballs" bekommen, also wer sich dafür interessiert, einfach mal auf den Link klicken und gucken. mehr weniger
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    schrieb am 30.05.2012 um 14:27
    Über dieses Thema hatte ich letztens eine Doku auf 3sat gesehen (http://www.3sat.de/mediathek/?display=1&mode=play&obj=30142).
    Danach war ich entsetzt. Vor allem die Regulation der Haltbarkeit hat mich umgehauen. Auch dass das Quecksilber endgelagert werde muss war mir bis dahin noch nicht klar.
    Meine Wohnung ist bis jetzt nur mit Energiesparlampen ausgerüstet worden. in Zukunft werde ich dann wohl erst einmal auf Halogen setzen, bis die LED soweit ist. mehr weniger
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