Nachdem Gerfi und Gita bereits gezeigt haben, wie attraktiv ein Veggietag sein kann, möchte ich nun einmal zeigen, wie einfach ein solcher auch im Alltag mit sehr wenig Zeitaufwand umgesetzt werden kann (aufwändigere Rezepte finden sich schließlich schon zahlreich – neben weiteren einfachen – in meinem Blog).
Da ein Frühstück im Stehen für mich allerdings nicht in Frage kommt, stehe ich hierfür lieber etwas früher auf.
Mein Frühstück besteht in aller Regel ganz einfach aus einer Scheibe Vollkornbrot, beispielsweise mit Avocado oder veganem Frischkäse, möglichst mit Tomatenscheiben und reichlich Kresse belegt, und einer Tasse Getreidekaffee oder aber einer Schale Müsli aus gekeimtem Getreide und frischem Obst.
Auch Letzteres ist weit weniger aufwändig als es zunächst klingt. Ich lasse für das Müsli Kamut (anderes Getreide geht natürlich genauso) zwei Tage lang keimen und dämpfe ihn dann in einem Sieb zwei Minuten mit Deckel über kochendem Wasser (die zwei Minuten reichen tatsächlich, um das Getreide zu garen, sonst wird es matschig).Da das für eine Müsliportion recht aufwändig wäre, lasse ich gleich für mehrere Tage Getreide keimen und gare es.

Foto: annekm
Dicht verschlossen hält es sich so problemlos im Kühlschrank. Morgens gebe ich dann zu dem gekeimten und gegarten Kamut nur noch Bananen- und Apfelwürfel und eventuell ein paar Mandelblättchen und übergieße alles mit Sojamilch.
Durch das Keimen des Getreides entstehen nicht nur essentielle Aminosäuren und Vitamine, sondern es wird auch die Aufnahme vieler Mineralstoffe behindernde Phytin abgebaut. Besonders interessant ist, dass hierdurch Lysin, das meines Wissens bei den meisten Getreidesorten, mindestens aber bei Weizen, die limitierende Aminosäure ist, in bedeutendem Umfang gebildet wird. Im Gegensatz zu den Frischkornverfechtern gare ich das Getreide jedoch kurz, da ich ungekochte Kohlenhydrate für unbekömmlich halte, was mein Magen-Darm-Trakt mir bestätigt...
Brotaufstriche und Co. gibt's auch im Utopia-Produktguide:
Als Zwischenmahlzeit nehme ich mir ein Vollkornbrot, beispielsweise einfach mit Erdnussbutter bestrichen, und nach Möglichkeit etwas Rohkost mit – wie etwa Möhren, Fenchel, Staudensellerie, Kohlrabi, Cherrytomaten, Paprika, Mairübchen oder Rettich. Das ist bei Weitem nicht so aufwändig, wie man zunächst denkt – wird es zur Routine, hält einen das vielleicht gerade einmal zwei Minuten auf – wenn überhaupt!
Eine kleine Auswahl sonstiger Aufstriche und Beläge, die bei mir so aufs Brot kommen, zeigt das Foto.

Foto: annekm



Kommentare (13)
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das liest sich alles sehr sehr lecker. Hab direkt Lust bekommen das Chili mal auszuprobieren. Nimmst Du dafür frische Chilis oder kann man das Rezept auch mit eingelegten nachkochen?
Und die Scones...ich hab Hunger. Würde jetzt viel lieber in meiner Küche rumprobieren und was leckeres kochen als hier im Büro zu sitzen. ;-)
Liebe Grüße,
Saskia mehr weniger
danke Anne für diese Bereicherung und die umfassenden Informationen zu den tollen Gerichten.
Es ist schön, dass es wieder Beiträge zur Serie gibt.
Und soll noch einer sagen, dass es keine Vielfalt bei vegetarisch/vegan lebenden Menschen gibt.
Nochmal zur Erinnerung an alle, die den VeggieTag schon jetzt leben, schreiben können und eine Kamera besitzen:
"Unter den Ersten, die [bei der Beschreibung ihres VeggieTages] mitmachen, verlosen wir eines der Hörbücher zum Buch von Torsten Merz "Gemüse ist mein Fleisch". Unter allen weiteren verlosen wir nochmals zwei der Hörbücher."
Mehr dazu findet Ihr hier: http://www.utopia.de/magazin/hoerbuch-tipp-utopia-verlosung-fuer-grillfreudige-vegetarier-gemuese-ist-mein-fleisch mehr weniger