„Viele Ideen kommen nie zur Entfaltung“
8Hannes Offenbacher alias h2offenbacher weiß, was das bedeutet, denn... mehr
Utopia Sie sind Profisportler. Was machen Sie genau?
Stefan Hiene: Ich bin Radsportler und fahre Mountainbikerennen. Diesen Sport betreibe ich professionell. Ich bin aber kein Berufssportler und verdiene bisher kein Geld mit dem Sport. Das ist aber auch gar nicht mein Ziel. Mein Ziel ist es, mit ursprünglicher Ernährung sportliche Höchstleistung zu bringen und das
Leben so zu genießen, wie es sich jedem von uns offenbart – als großes
Abenteuer. Dazu muss ich eigene und neue Wege beschreiten, die vorher noch
niemand gegangen ist und dabei die ersten Schritte wagen, ohne darüber
nachzudenken, ob diese Schritte wissenschaftlich anerkannt und
gesellschaftlich akzeptiert sind. Dabei möchte ich weder Mythen, noch
Medien, Werbung, Wissenschaft oder Medikamenten, sondern mir selbst und
meinen Erfahrungen vertrauen.
Viele Sportler schwören auf Pasta als Energielieferant, aber auch auf
mageres Fleisch mit Salat. Wie sind Sie auf die Idee gekommen, sich anders
zu ernähren, als es Sportler normalerweise tun?
Ich habe seit 2003 viele Erfahrungsberichte über den positiven Effekt von
Rohkost bei schweren Krankheiten gelesen und mit Menschen gesprochen, die
sich durch die Umstellung auf rohe Pflanzennahrung unter anderem von
Arthritis, Arthrose, Bluthochdruck, Depression, Diabetes, Multipler
Sklerose, Morbus Crohn und sogar Krebs geheilt haben. Als ich dann 2006
meine alte Leidenschaft, den Mountainbikesport, wieder für mich entdeckt
habe, stellte ich mir eine einfache Frage: Wenn die vitalstoffreiche rohe
Ernährung Kranken hilft, sich selbst zu heilen, welchen Effekt hat sie dann
bei Leistungssportlern?
Was essen Sie denn? Beschreiben Sie mal einen durchschnittlichen Tag!
Das typische an meinem Speiseplan ist, dass ich auf das Abendessen komplett
verzichte. Ich esse nur in der Zeit von 9.00 bis 16.00 Uhr. Das ist
eigentlich ein alter Trick, der sich am Körperzyklus orientiert und mir das
Einschlafen zwischen 19.00 und 21.00 Uhr erleichtert. Viele langlebige
Menschen berichten von ähnlichen Verhaltensweisen. Ich stehe zwischen 02.00
und 04.00 Uhr auf und gehe morgens eine Stunde laufen. Zwischen 9.00 und
11.00 Uhr beginne ich dann in der Regel mit einem Grassaft oder mit einem
grünen Smoothie (z.B. Banane mit Mangold oder Spinat). Mittags und
nachmittags trainiere ich auf dem Mountainbike. Wenn die Trainingseinheit
nicht länger als drei Stunden ist, nehme ich selten mehr als ein paar Äpfel
und einige Datteln zu mir. Nach dem Training esse ich einen Salat mit Gurken
und sonstigem saisonalen Gemüse. Getränke stehen selten bis überhaupt nicht
auf dem Speiseplan. Wenn ich Durst habe, esse ich Obst oder trinke
Quellwasser.
Können Sie kochen? ;-)
Nein, aber ich kann köstliche Rohkostgerichte zubereiten! Am 18. Oktober
2009 mache ich das sogar im Rahmen eines Workshops in München gemeinsam mit
Dietmar Körner, einem Bio-Händler und Rohkost-Chef aus Jena.
Die Finanzkrise hat die Unternehmen bei Geschäftsreisen drastisch sparen lassen: ...
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Kommentare (128)
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raw-power
risikofreudiger Hobbygärtner
raw-power
schrieb am 04.07.2010 um 16:12vielen Dank für deinen Kommentar. Viele deiner Fragen beschäftigen mich derzeit auch noch. Ich weiß, dass ich süchtig nach Zucker (und damit auch Kohlehydrate) bin. Ich versuche es durch möglichst viel Grün (grünes Gemüse, Kräuter, Algen) und einige Mineralien auszugleichen.
Einige deiner Fragen werden mir immer wieder gestellt. Deshalb habe ich mich entschlossen "Raw Power TV" zu erweitern und immer wieder einmal Videos über meine aktuelle Ernährung online zu stellen. Ich werde demnächst auch deine Fragen zum Eiweiß und zur prozentualen Verteilung meiner Nahrungsmittel beantworten. Du findest die Videos in meinem Blog unter http://blog.rawpower.de
Mach dir nicht so viele Gedanken, was zur Rohkost zählt und was nicht. Folge einfach deinem Herzen. Es führt dich ganz automatisch in die richtige Richtung.
Bei allen Versuchen, die du durchführst, entscheidest du selbst, an welchem Punkt du aufgibst oder weitermachst. Ich habe für mich festgestellt, dass ich ein Typ bin, der nicht von heute auf morgen alles ändern kann. Ich brauche meine Zeit. Und ich brauche auch genügend Zeit um überhaupt über Veränderungen sprechen zu können. Deshalb publiziere ich auch nicht jeden Versuch, den ich mache bzw. erst dann, wenn ich bei dem Versuch neue Erkenntnisse für mich gewonnen habe.
Gras kann man auch einfach so essen. Bei Weizengras geht das leicht. Beim Wiesengras muss man eine Zeit kauen. Ich habe schon von Menschen gehört, die das machen. Nach einer Weile schlucken sie nur den Saft und spucken die festen Bestandteile wieder aus. Ich trinke mein Gras lieber. Das fällt mir derzeit leichter.
Ich denke, dass die Umstellung auf Rohkost ein Entgiftungsprozess ist. Deshalb können die Verdauungsbeschwerden nachlassen. Wenn du Lust hast, kannst du dich zum Thema Darmgesundheit auch von einem erfahrenen (rohköstlichen) Heilpraktiker oder Naturarzt beraten lassen.
Viele herzliche Grüße,
Stefan
faya.
faya.
schrieb am 04.07.2010 um 09:17Danke dafür, dass du deine Erfahrungen mit der Rohkost hier mit uns teilst.
Ich ernähre mich seit einigen Monaten vegan und deine Beiträge haben mich dazu angeregt, in Zukunft den Rohkostanteil in meiner Nahrung zu erhöhen.
Zur Zeit ist es so, dass ich sehr viel und gerne "gekochtes/gebackenes Getreide" esse, also Brot, Pasta, Reis etc., ich kann mir auch garnicht vorstellen, richtig satt zu werden, wenn ich darauf verzichten würde.
Mich würde auch interessieren, wie sich deine Rohkosternährung ungefähr zusammensetzt, also jeweils ca. wieviel % Gemüse, Obst, Getreide, Nüsse, Trockenfrüchte?
Bekommt man durch Gemüse und Getreide auch genügend Eiweiß? (Tofu und Sojamilch zählen ja wahrscheinlich nicht zur Rohkost, oder?)
Gibt es einen besonderen Grund dafür, dass du das Gras und die Äpfel und Birnen morgens als Saft trinkst? Könnte man das Gras nicht auch so als Salat essen, ohne es zu entsaften?
Ich habe auch festgestellt, dass ich einige Stunden nach dem Verzehr von rohem Getreide oder Gemüse oft Verdauungsbeschwerden bekomme. Gewöhnt sich der Darm mit der Zeit an die Rohkost, so dass solche Reaktionen nach einiger Zeit nachlassen?
Liebe Grüße,
Faya
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