Im Test

Elektro-Pop mit dem Mini E



Im Rennen um die zukunftsfähigste alternative Antriebsart sieht es derzeit nach einem Sieg für den Elektromotor aus. Inspiriert durch Entwürfe wie den Loremo oder die Erfolgsgeschichte des Tesla Roadster entstehen bei den krisengeplagten großen Herstellern Visionen, die mal mehr, mal weniger realistisch sind. Mit dem Mini E hat BMW als einer der ersten deutschen Automobilhersteller ein rein elektrisches Fahrzeugkonzept realisiert, das jetzt als Flottenversuch mit weltweit rund 500 Fahrzeugen die Datengrundlage für eine mögliche Serienproduktion liefern soll. Der Großteil der einzeln in Handarbeit umgerüsteten Elektro-Minis fährt in den US-Staaten Kalifornien, New York und New Jersey. 50 Fahrzeuge blieben in Deutschland, und deren Eigentümer ist der Energieriese Vattenfall, der offenbar ebenfalls erkannt hat, welches Potenzial die elektrische Mobilität birgt. Das schwedische Unternehmen testet mit der kleineren Forschungsflotte in Berlin seine eigene, lukrative Form nachhaltigen Wirtschaftens: Stromzapfsäulen für Elektroautos.

 

 

Schwer in Ordnung

Mini E AkkuWer schon mal in einem Mini saß, der wird sich im Mini E sofort heimisch fühlen. Auch als Elektrischer behält der Wagen seine schnittige Agilität, dank des 204 PS starken Elektromotors. Eine Leistung, die manchem leicht überdimensioniert erscheinen mag, wenn man bedenkt, dass der Mini E eine energieeffiziente und somit umweltfreundlichere Fortbewegung ermöglichen soll. Für BMW steht jedoch, wie jeder weiß, die Freude am Fahren im Vordergrund. "Wir wollten, dass trotz des neuen Antriebskonzeptes die Charakteristik des Fahrzeugs erhalten bleibt", erklärt Mini-Sprecher Cypselus von Frankenberg. Berücksichtigt man zudem die Tatsache, dass ein Elektroauto die Umwelt nur dann effektiv entlasten kann, wenn es auch gekauft und gefahren wird, ist der Mix aus Ressourcenschonung und Fahrspaß wenig verwerflich. Der Mini ist und bleibt nun mal ein Auto.

Und das ist nicht gerade ein Fliegengewicht. Die rund 300 Kilo des Akkus in Kombination mit der ohnehin schon mittelschweren Mini-Basis bringen den Wagen auf ein Leergewicht von knapp 1,5 Tonnen. Allein aus diesem Grund braucht das Auto ein leistungsstarkes Aggregat. Wie die meisten Elektroautos kommt der Mini E mit einem Einganggetriebe aus, das vom Fahrer über eine Automatikschaltung bedient wird. Der hohe Wirkungsgrad des 150 Kilowatt starken Elektromotors äußert sich in einem beeindruckenden Beschleunigungsverhalten. Das maximale Drehmoment von 220 Newtonmetern besteht bereits ab null Umdrehungen, was dem Flitzer besonders beim Anfahren an der Ampel ungeahnte Kräfte verleiht. Der Sprint von null auf 40 Stundenkilometer erfolgt quasi im Nu, dann erst lässt die Beschleunigung etwas nach, sodass der Gesamtspurt auf die vollen 100 in 8,5 Sekunden erfolgt. Bei 152 Stundenkilometern greift dann die vorsichtshalber eingebaute Drosselung. Denn auch jenseits der 100-km/h-Grenze ist das immense Beschleunigungspotenzial noch deutlich am sensiblen Gaspedal spürbar.

Warum man im Mini E weniger bremsen muss und wie sich der Akku so macht, erfahren Sie auf Seite 2.

Fotos: BMW Group

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    woh1
    schrieb am 20.03.2011 um 16:06
    ..... wie bescheuert ist das denn? Abgesehen vom schnöseligen Berichterstatter und der reisserischen Aufmachung: Ist das ein Werbefilm von BMW oder ein kritischer Beitrag zum Thema Elektroauto?? In dieser Form ist Utopia absolut nicht ernst zu nehmen!!
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    JensPfeiffer
    schrieb am 09.02.2010 um 23:23
    gibt es in dem mini auch schon ein heizung? und wenn ja, wie viel leistung frist diese?
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