Ein Heimspiel in München

Utopia-Gründerin Claudia Langer hatte gleich mal die Lacher auf ihrer Seite: Bei der Vorstellung des Utopia-Teams lobte sie ihre Mannschaft nicht nur für die vielen Erfolge, die Utopia in kurzer Zeit erreicht hatte. Sie bedankte sich auch dafür, "dass ich mittlerweile verstanden habe, was eine Web-Community ist!" Wer Utopia bislang als Online-Format kannte, der wird an diesem Abend noch etwas anderes gelernt haben: Dass hinter dieser Seite nicht nur Claudia Langer und ihr Team stehen, sondern die Menschen, die Utopia erst zu Deutschlands größter Web-Community für Nachhaltigkeit machen. Menschen mit Ideen, mit Visionen und vor allem: dem Willen, etwas zu verändern.

Einer von ihnen: Der zehnjährige Felix Finkbeiner, der sein Schüler-Projekt „Plant for the Planet“ vorstellte. Bundesweit pflanzen Schüler Bäume zum Co2-Ausgleich, fast hunderttausend sind schon geschafft, und das ist längst nicht alles. Denn Felix setzt sich dafür ein, "dass alle Menschen die gleichen Rechte haben, diesen Planeten zu verschmutzen." Es sei ungerecht, dass ein Westeuropäer einen viel höheren CO2-Fußabdruck habe, als beispielsweise ein Afrikaner. Und Felix kritisierte Bundeskanzlerin Merkel, "weil sie die CO2-Steuer für Autos nicht hinbekommen hat." Dafür erntete er eindeutig den längsten Applaus des Abends.

Viel Beifall auch für die Teilnehmer der Podiumsdiskussion, bei der Climate partner-Gründer Tobias Heimpel eine denkwürdige Frage aufwarf, als es um den strapazierten Begriff des "Weltrettens" ging: "Wollen wir diesen Planeten, auf dem so viel schief geht, wirklich retten?" Seine ganz persönliche Antwort schob er gleich hinterher: "Diese Welt will ich nicht retten. Ich will sie zum Guten verändern, und nur das ist für mich überhaupt realistisch." Max Zeidler von befand, nachhaltiger Konsum könne nicht alles sein, um die Welt besser zu machen. "Was zählt, ist ein neuer Lebensstil: Carsharing, Regiogeld, energiesparsam leben, neues Engagement jenseits der ausgetretenen parteipolitischen Pfade! Jeder so viel, wie er kann." Zum Ausklang des ersten Community- Abends von Utopia war dann noch viel Zeit fürs Netzwerken - und wir hörten ein paar sehr interessante Ideen, die Utopia demnächst starten könnte. Dazu demnächst mehr. Wir sind jetzt erstmal gespannt auf das Feedback der Utopisten zum Münchener Treffen.

Hier sehen Sie die Videos zu den Elevator-Pitches der Initiativen:

Felix Finkbeiner - Plant for the Planet


Sonja Haider, WECF & nestbau.info
 

Dr. Philip Scherenberg, Die Komplizen
 

Svenja von Giercke, GreenCity e.V.

Monika Nitsche, Tatendrang

 

 

Direkten Kontakt zu den Initiativen bekommen Sie über die Utopia-Community. Die Profile finden Sie hier:

Bildstrecke vom Utopia-Treffen in München


utopia on tour münchen

Utopia on Tour in München

utopia on tour hamburg

Utopia on Tour in Hamburg

Utopia on Tour Berlin

Utopia on Tour in Berlin

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  • norden_f
    schrieb am 01.06.2008 um 12:38
    Danke, es ist ein wichtiger Schritt sich gelegentlich auch in die Realität zu begeben. Denn hier müssen Änderungen passieren!
    Utopia steht es fraglos zu ihren bisherigen Erfolg zu feiern.

    Man darf sich nur nicht darauf fixieren, möglichst viele Nutzer zu finden, wenn diese nur ihr Gewissen beruhigen, indem sie sich mit kleinen Schritten Loben und sich so erneut ihrer sozialen Verantwortung entziehen.
    Es geht nicht um das Gewissen, es geht um Menschen!
    Bewusster Konsum ohne Einschränkung ist nicht jedem möglich und Verzicht bei bewussten Prioritäten oft entscheidend.

    Kritische Ansätze wie: "Kann Konsum die Welt retten?" Antwort: "Nein, Konsum allein reicht nicht!" wurden schnell wieder erstickt und haben sich leider zu wenig ausbreiten können...
    Gesprächspotenzial scheitert oft am Einsatz
  • Luisa Pfeiffer
    schrieb am 29.05.2008 um 12:58
    Das war bestimmt ur-lustig aber mal eine andere Frage:
    gar keine ungeklärten Diskussionen o.ä.?
    Ich fasse es nicht, im Forum geht das immer so heiß einher!
    :-)
    Aber schön, wenn´s läuft!
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