Ich brauche... gute Laune.
Ich kann verzichten auf... politische Aussagen.
Ich bin abhängig vom… Können meiner Mitarbeiter und nicaraguanischen Zigarren.
Ich habe gelogen, als ich... meine Zivildienst-Verhandlung geführt habe.
Ich könnte weinen, wenn... ich Nachrichten höre.
Ich werde furchtbar böse wenn… ich von einer Verlängerung der Restlaufzeiten von AKWs höre.
Ich bin glücklich mit... meinem Beruf.
Meine größte Öko-Sünde... geschäftlich unvermeidliche Fliegerei.
Was mich antreibt: die Suche nach dem Sinn des Lebens.
Welches Auto fahren Sie? BMW 530 d Touring.
Wer ist Ihr Stromanbieter? EWS Schönau.
Welches nachhaltige Projekt inspiriert Sie? Desert Tee.
Welche Person ist Ihr „grünes“ Vorbild? Al Gore.
Was tun Sie für ein besseres Klima? Ich bin beteiligt an der Gründung von drei Solarfirmen, wovon noch zwei erfolgreich am Markt tätig sind.
Welchen Tipp gäben Sie einem Anfänger in Sachen Nachhaltigkeit? Sich Gedanken machen, was es
bedeutet, da der Begriff inflationär und häufig falsch verwendet wird.
Was ist Ihr Lebens-Motto? Es ist wie es ist, es war wie es war, es kommt wie es kommt, irgendetwas
ist immer, geht aber auch wieder vorbei.
Schon mal bei einem „grünen Label“ gekauft? Ja.
Wenn ja, was und wo? Panda- und Waschbärversand.
Foto: PR


Kommentare (51)
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Da sein Unternehmen ja in der "Ernährungsbranche" (soweit man Schockolade als Ernährungsmittel betrachtet) angesiedelt ist, wäre die Frage nach deren Produktion (Einkauf,Produktion, Mitarbeiter...) es auch wert gewesen nachzufragen.
Das hätte vor allem auch die User interessiert, was und vieviel Nachhaltigkeit in seinem Unternehmen angewandt wird.
Finde die Fragen nicht gerade nachbohrend und tiefschürfend. Aber es war ja auch nur ein Fragebogen, wass soll's. Soll ja sympatisch machen, gell!
Gut er investiert in Solarprojekte aber sicher nicht nur wegen der Umwelt sondern auch wegen des Profites.
Ansonsten würde er auch ein anderes Auto fahren. Eine Freundin hatte letztens eine BIO-Rittersport Tafel dabei, die mich sehr stutzig gemacht hat. Diese Tafel war um einiges kleiner, gerade zu Mini im Vergleich zu der üblichen. Was meiner Meinung nach unütze verschwendung an Verpackung ist (ob ökologisch Abbaubar oder nicht)!
Ich finde dass es absolut zu würdigen ist, wenn er in Solarprojekte investiert. Jeder kleine Schritt ist doch ein Schritt in die richtige Richtung. Ich hab kaum was übrig um in Erneuerbare zu investieren, bin daher froh, wenn andere es tun oder mein Arbeitgeber oder andere Firmen.
Wenn Firmen dann auch noch für ihr Personal was tun (wie von @Pilgermutter geschrieben!! weiter unten... ) und ne Auszeichnung bekommen, ja hallo? Ist das nichts wert?
Schaut euch doch mal um!
Der Herr Ritter sitzt auf seiner Terrasse, ist tief in Gedanken versunken, bis er plötzlich ganz ernst die Stirn in Falten legt und zu sich selbst sagt:
Mensch Alfred, jetzt haben wir mit dem Schoko-Laden eine unfaßbare Kohle gemacht, obwohl kein Mensch wirklich Schokolade braucht. Irgendwie ganz schön verrückt.
Die Menschen kämpfen auf der einen Seite ums nackte Überleben, auf der anderen Seite würden viele den Anblick ihres vollgefressenen Körpers nicht überleben.
So kann's nicht weitergeh'n, ich muß was ändern!
Ich kläre die Leute auf, es muß ihnen bewußt werden, wirklich ernsthaft bewußt werden, was sie sich und unserem Krankheitssystem, äh Gesundheitssystem, antun, wenn sie zuviel von dem ganzen unsinnigen Krempel in sich reinstopfen
.
Ich starte 'ne riesen Werbekampagne.
-- DIE RITTER ZIEHEN IN DEN KAMPF GEGEN DIE UNVERNUNFT--
Alfred, du machst dich zum Affen!
Ruhe, mir egal, ich zieh das jetzt durch!
Was soll ich denn später mal zum Petrus sagen?
" Ja klar, ich hab auch viele tolle Sachen gemacht , aber überwiegend hab ich kräftig geholfen Menschen krank zu machen."
Nee, nee.
Ich fördere Menschen mit Ideen für Mensch und Umwelt.
Ich muß Kinder für Ernährung begeistern.
Weg von der Spielkonsole, Chips und Schoko, und rein in die Natur.
Au weia, wie soll ich denn die Nummer hinbekommen?
Ich muß meinen kompletten Laden umkrempeln...
Jetzt stellt Euch mal vor der Herr Ritter macht das wirklich. Umsatzeinbußen, Entlassungen, daß Alte bricht zusammen und etwas sehr gutes und durchdachtes blüht auf. Immer höhere Umsätze, Einstellungen...
Andere sehen, wenn man ehrlich mit Menschen umgeht, sie aufklärt, sie zum "Ritter" macht und mit Bewußtheit bewaffnet, schwingen sie sich auf ihr Ross und bringen Bewußtheit ins Land.
(Man kann auch mit bewußten Menschen Geld verdienen)
Stellt Euch nur mal vor andere große Firmen würden es auch wagen...
Es gibt so viele gute Ideen die nie verwirklicht werden können, weil die Banken unser Geld lieber anderswo verbrennen...
Stellt Euch mal vor, denkende und vermögende Firmenchefs würden, anstatt ihr Geld ins Ausland zu schaffen oder Steuern zu zahlen, sich zusammentun und einen Fond gründen aus dem, mit viel Mut, gute Ideen gefördert werden.
So könnten Firmen, die mit eigentlich überflüssigen Produkten Millionen machen, unglaublich viel Gutes bewirken.
Es ist Zeit umzudenken!
Und falls der Herr Ritter den kleinen Kommentar lesen sollte:
Gehn'se ma auf die Terrasse.
;-)
Dann müssten wir dieses Szenario jedem, der Ungesundes, Dickmacher herstellt schicken, meine Meinung.
Was will Utopia uns mit diesen Interviews sagen??
Was soll damit rüberkommen?
Was dieser Herr Ritter macht ist doch eher kläglich oder? Ein bisschen Bioschoko fürs gute Firmengewissen und ansonsten geht es weiter wie gehabt...
Infos dazu im Greenpeace Magazin, in dem Beitrag "Zart aber bitter"
http://www.greenpeacemagazin.de/index.php?id=3-09
"UNSER EINFLUSS IST BEGRENZT"
„Ritter Sport“ gibt es inzwischen auch als Bio-Schokolade. Firmenchef Alfred T. Ritter erklärt, warum sein Unternehmen weiterhin auch Kakao aus konventionellem Anbau in Westafrika bezieht.
Was unterscheidet Ihre Bio-Schokolade von anderen Produkten?
Die Rohstoffe stammen ausschließlich aus organischem Anbau, der Kakao zum Beispiel aus nachhaltiger Landwirtschaft in Nicaragua, wo wir uns seit Jahren engagieren. Davon profitiert auch der Regenwald: Die Bauern erhalten gute Preise für den Kakao, und deshalb entfällt für sie die Motivation, Regenwald in Weideland umzuwandeln, was sonst häufig geschieht.
Was tun Sie vor Ort?
Wir schulen zum Beispiel Bauern im organischen Kakaoanbau, übernehmen Transportkosten und haben eine Trocknungsstation für die Kakaobohnen gebaut. Und wir zahlen für den Kakao Preise, die derzeit rund 40 Prozent über Weltmarktniveau liegen. So gibt es auch keinen Anlass zur Kinderarbeit.
„Bio“ bedeutet nicht unbedingt „fair gehandelt“. Warum beantragen Sie nicht das Fairtrade-Siegel?
Bei Siegeln fallen stets nicht unerhebliche Verwaltungskosten an. Wir wollen aber, dass vom gezahlten Mehrpreis möglichst viel direkt bei den Bauern vor Ort ankommt. Aus diesem Grunde forcieren wir, wo möglich, den Direktbezug.
Für Ihre konventionell hergestellte Schokolade beziehen Sie auch Kakao aus Westafrika, obwohl auf den Plantagen der Elfenbeinküste Hunderttausende Kinder schuften. Wie passt das mit Ihrem Engagement in Mittelamerika zusammen?
Als Volumenhersteller kommen wir nicht umhin, auch aus der weltweit größten Kakaoanbauregion Rohstoffe zu beziehen. Unser Lieferant kann nicht mit Sicherheit ausschließen, dass sich in den sogenannten Westafrika-Partien auch Kakao aus der Elfenbeinküste befindet, was an sich unser Wunsch wäre. Als Mittelständler können wir jedoch nicht gleichzeitig an verschiedenen Punkten in der Welt ansetzen. Wir haben uns vor nahezu 20 Jahren dafür entschieden, eben in Nicaragua – damals wie heute ebenfalls ein Brennpunkt der Armut und sozialer Missstände – ein Projekt in die Wege zu leiten.
Was tun Sie gegen die Kinderarbeit?
Allein sind wir – insbesondere im internationalen Vergleich – zu klein, um auch vor Ort in West-afrika signifikant einwirken zu können. Deshalb versuchen wir das über die Mitgliedschaft in Institutionen sowie Verbandsarbeit. Ehrlicherweise muss man jedoch anfügen, dass auch deren Einflussnahme sehr begrenzt ist, zumal in einem Land wie der Elfen-beinküste, in dem bis vor kurzem Bürgerkrieg herrschte und Direktkontakte zu Produzenten nahezu unmöglich sind. Im Nachbarland Ghana, dem zweitgrößten Kakaoexporteur weltweit, sind unsere Einkäufer aber dabei, direkte Kontakte zu Genossenschaften aufzubauen.
Interview: Claudia Hönck
http://www.greenpeacemagazin.de/index.php?id=5765
du sprichst mir aus der Seele!
immerhin gibt es ja endlich auch schon ein paar Bio + Fairtrade Schokoladen in Ihrem Angebot, habe ich mir sagen lassen. Das wurrde auch schon seit Jahren allerhöchste Zeit, finde ich ( siehe Kommentar & Link von Bada ) Danke. Es wäre schön, wenn spätestens in 4 Jahren 100% Ihres Angebotes darauf umgestellt wäre.
Können Sie das uns Utopisten versprechen? Das wäre klasse.
Was Ihren BMW angeht, so ist es ja nicht gerade der umweltfreundlichste Pkw auf dem Markt. Schade (v.a. zum Schaden vieler Opfer des Klimawandels) Da lässt sich sicher auch noch was machen. Ihre Zigarren aus Nicaragua sind aber hoffentlich wenigstens von Kooperativen, die menschlich und einigermaßen umweltfreundlich sind, sind sie es? Ihre "unvermeidlichen" Flüge machen Sie sicher so zu sagen "wieder gut" durch entsprechende Spenden an Atmosfair oder auch z.B. www.tiloo.ch . Das wäre zumindest irgendwie fair, finde ich.
Freundliche Grüße,
Utopist Pirat der Freiheit
Nachtrag um 13:20 h: Ich habe daraus nun auch gleich einen Blogeintrag gemacht: http://www.utopia.de/blog/pirat-der-freiheit-bei-utopia/herrn-ritter-ein-offener . Dort auch einige weitere vielleicht ebenfalls lesenswerte Kommentare :o)
Wenn nicht, müsste man sich die Mühe machen und das ganze schriftlich ihm zukommen zulassen.
Ob's ihm dann auchg noch so frohgelaunt von der Leber kommt
Greta
http://de.wikipedia.org/wiki/Alfred_Theodor_Ritter
„Der Hersteller der bekannten RITTER SPORT Schokolade setzt bewusst auf die Kompetenzen älterer Mitarbeiter und wurde 2009 für seine erfolgreiche Personalarbeit und sein Gesundheitsmanagement beim bundesweiten Unternehmensvergleich „Top Job“ mit dem Preis für „Familienorientierung und Demographie“ ausgezeichnet“.
http://www.paradigma.de/de/Solaranlagen/Auszeichnungen/
Mein Bild von ihm, lässt ihn – nachdem ich die vorbezeichneten Quellen gelesen habe, in einem besseren Licht erscheinen - als dass es die Antworten aus dem Fragebogen hätten vermitteln können.
Wie kann es sein kann, dass Konzerne dieser Größenordnung, mit X-Milliarden Umsätzen und fetten Gewinnen,von unserem Staat subventioniert werden ( hier geht es um Zuckersubventionen ) ?
Wir als Steuerzahler werden hier zur Kasse gebeten um dann auf der anderen Seite (mit diesen Geldern ??? ) Umweltprojekte werbestrategisch zu verwirklichen ?
Diese Art von Imagepflege zielt nur darauf ab den Konsumenten zum Kauf der Schokoladen zu bewegen um somit die fetten Umsätze und Gewinne noch fetter werden zu lassen .
Ritter ist deshalb keine Marke, die ich mit meinem persönlichen Konsum unterstütze.
WARUM?
Nicht solage Herr Ritter eine Fair-Trade Zertifizierung scheut.
Jede noch so kleine Erweiterung des Produktsortiments um eine nachweislich fair gehandelte Schokolade ist immer noch besser als gar keine. Also Herr Ritter, geben sie sich einen Ruck. Sie können auf unsere Unterstützung beim Absatz einer solchen Schokolade hoffen.
Ich fände es auch toll, wenn Ritter nicht nur Bio sondern auch Fairtrade anbieten würde, aber ich finde, man darf ruhig auch mal loben. Klar ist es verbesserungswürdig, aber immerhin ein Schritt in die richtige Richtung, und ich finde, es sendet ein falsches Signal aus, wenn man dafür nur Kritik erntet. Die anderen großen Schokoladenhersteller machen rein GAR NICHTS, die haben die Dresche eher verdient als der Ritter-Konzern. Wenn es im Supermarkt keine fairtrade-Schokolade im Angebot gibt werde ich definitiv eher zu Ritter Sport greifen statt zu Milka, Alpia & Co.
@ as-grown: ich weiß nicht, ob die Unterstützung von uns paar Nachhaltigkeitsfans Herrn Ritter die höheren Kosten für fairtrade wieder reinbringt. Fairtrade ist -leider!- nur eine Nische, für die es mittlerweile recht viele, wenn auch leider eher kleine Anbieter gibt. Die Leute, denen das wichtig ist, wissen, wo sie diese Produkte herbekommen. Es ist also nicht so, als wäre Ritter Sport bio UND fairtrade das Produkt, auf das der ganze Markt verzweifelt wartet.
(Volle Offenlegung: Ich bin selbst einer der Werber, die für Ritter Sport tätig sind, aber nicht für das BIO-Segment. Ich weiss aber, wie hart Ritter im Vergleich zur Konkurrenz daran arbeitet, beim Sourcing und den Rohmaterialien ökologisch nachhaltig, fair und korrekt zu sein - bei ALLEN Sorten und sogar bei der Stromerzeugung für die Fab in Waldenbuch. Da gibt es viele tolle Details, die man gar nicht an die Öffentlichkeit kommuniziert)
wieder einmal vielen Dank für Eure Impulse. Wir haben die Firma Ritter angeschrieben und gebeten, in den Dialog einzusteigen. Herr Ritter ist zur Zeit im Urlaub, daher kann die Antwort etwas dauern. Wir halten Euch auf dem Laufenden.
Viele Grüße
Stefanie
erstmal ein großes Lob für Ritter Sport!
Ich denke, es ist schon zwei Jahre her, seit dem die Bio Ritter Sport Schokolade eingeführt wurde; jetzt könnte der nächste kleine Schritt folgen.
Der Absatz an Fairtrade Produkten wächst stetig, obwohl man sie hierzulande noch lange suchen muss:
http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/mehr-umsatz-mit-gutem-gewissen-/1903162.html
Ich finde das ökologische und soziale Engagement von Herrn Ritter toll und würde das gerne durch mein Kaufverhalten zum Ausdruck bringen, aber Bio allein reicht mir nicht und diese speziellen Sorten sprechen mich nicht an.
Wie wäre es, wenn z.B. die drei Umsatzstärksten Ritter Sport Schokoladensorten zusätzlich als Fairtrade-Variante angeboten würden? Man könnte auch erst mal mit einer anfangen und schauen, ob sie an den Umsatz der unbeliebtesten Ritter Sport Sorte herankommt, die man dann vielleicht einsparen könnte. Wenn Herr Ritter dieses Experiment jedoch nicht wagt, muss ich weiter den Fairtrade-Boom über die anderen Schokoladenhersteller, wie z.B. Zotter, befeuern, bis der Massenmarkt das Potential erkennt und nachzieht, so wie früher beim Bio Boom.
Das Fairtrade Siegel hat sicherlich auch Kritikpunkte und ist möglicherweise wirklich teuer und damit noch nicht Massenmarkttauglich. Dann sollte man vielleicht abgemilderte Zertifikate einführen, z.B. Kindersklavereifrei, oder ähnliches. Apropos, warum gibts denn so ein Siegel noch nicht? Würde das nicht der Konkurenz, die so ein Siegel nicht trägt, die gesamte Kundschaft vertreiben. Das Problem ist doch, dass der Großteil unserer Bevökerung einfach nicht weiß, welche Machenschaften er mit seinem Konsum unterstützt. Und das sollte man ihm mit Alternativen aufzeigen. Soll Geschmack das einzige Auswahlkriterium für den Großteil der Bevölkerung bleiben oder wäre Menschenverachtung auch ein geeignetes?
Ritter Sport hätte das Potential dieses Auswahlkriterium bekannt zu machen, z.B. mit einer fairtrade-Schokolade, die ruhig deutlich teurer sein darf. Dieses Auswahlkriterium könnte auch dadurch etabliert werden, wenn auf den Ritter Sport Schokoladen besser quantifizierbare, und dadurch glaubwürdigere, Fakten angegeben werden würden, wie z.B. mit 1% Fairtrade Anteil, oder anders zertifiziertem Anteil. Dann würde vielleicht die Konkurenz nachziehen wollen, wenn sie Marktanteile verliert und Ritter Sport könnte wieder neue Maßstäbe setzen. Die Richtung weg von der Sklaverei muss jedenfalls klar und glaubwürdig aufgezeigt werden, damit sie von der Kundschaft mit ihrem Konsumverhalten besser beeinflusst werden kann. Die Variante mit der reinen Fairtrade Schokolade gefällt mir jedoch besser, da ich Sklaverei auch nicht nur ein bisschen mittragen will und man viellerorts keine Alternativen hat, wie z.B. an Tankstellen.
wir haben heute eine Mail von Herrn Ritter erhalten, in welcher er auf Eure Fragen eingeht: (wegen begrenzter Zeichenzahl poste ich die Mial in zwei Kommentaren)
"Liebe Utopisten!
Zuerst einmal bitte ich um Nachsicht dafür, dass ich erst heute antworte. Entgegen mancher Einschätzungen, habe ich alle Kommentare gelesen und möchte gern Stellung beziehen. Wir von Ritter Sport haben uns einer direkten Kommunikation nie verwehrt, im Gegenteil: Wir wollen den Dialog – auch einen kritischen.
Ich möchte versuchen, hier einige Punkte anzusprechen und näher zu erläutern. Grundsätzlich muss aber allen Utopisten klar sein: Natürlich sind wir ein Wirtschaftsunternehmen, mit dem Ziel Schokolade zu verkaufen. Meine Familie und ich können leider nicht die ganze Welt verbessern, aber wir können unseren Teil dazu beitragen, dass wir nicht auf Kosten anderer oder der Natur leben. Für mich als Unternehmer ist es selbstverständlich, dass ich Verantwortung übernehme! Nämlich dafür, wie mein Handeln sich auf Mitmenschen und Umwelt auswirkt.
Ich möchte nicht auf jede Frage en Detail eingehen, aber einige Kritikpunkte möchte ich herausgreifen und beantworten.
Erstes Thema, das angesprochen wurde, Anbau / Einkauf:
Unser Kakao stammt aus Ländern Süd- und Mittelamerikas (Peru, Ecuador, Nicaragua, Dominkanische Republik), aus Asien (Papua-Neuguinea) sowie aus einem westafrikanischen Ländergürtel und aus Madagaskar.
Wir beziehen unseren Kakao nach Möglichkeit direkt von den Bauern und Kooperativen vor Ort. Da, wo das aufgrund der politischen Verhältnisse oder der Sicherheitslage nicht möglich ist, kaufen wir bei Großhändlern bzw. an der Börse. Wir versuchen aber weitgehend darauf zu verzichten. Derzeit möchten wir unsere Beziehungen mit den Kakao-Produzenten in Ghana intensivieren. In Nicaragua zum Beispiel sind wir permanent mit Mitarbeitern sowie einer Ankauf- und Trocknungsstation vor Ort. Das Team hat unmittelbar Einblick in Lebens- und Arbeitsbedingungen. In anderen Regionen sind unsere Mitarbeiter aus Deutschland regelmäßig vor Ort und stehen in direktem Kontakt mit Genossenschaften oder Bauern.
Ein Thema, das euch Utopisten sehr bewegt, sind unsere Bio-Sorten: Richtig ist, dass wir zur Zeit fünf Bio-Sorten im Handel anbieten. Diese sind mit 65 Gramm pro Tafel kleiner als unsere Standardsorten. Ihr vermutet einen Bio-Boom im Süßwarenbereich? Dem ist nicht so – leider! Derzeit liegt der Anteil des Bio-Sortiments im einstelligen Prozentbereich. Gewinne lassen sich damit nicht erzielen, zumal wir bis zum fertigen Bio-Quadrat einige Hürden überwinden mussten. Die Anforderungen des Bio-Siegels sind hoch: So darf in der ökologischen Landwirtschaft kein chemisch-synthetischer Pflanzenschutz eingesetzt werden. Viele Produzenten setzen aber genau diesen beim Kakaoanbau ein. Deshalb ist die Nachfrage nach Bio-Kakao oftmals größer als das Angebot. Um diesen Teufelskreis zu entkommen, haben wir bereits 1990 begonnen, den ökologischen Anbau von Kakao in Nicaragua zu fördern. Mit unserem Projekt CACAONICA möchten wir die Kleinbauern direkt vor Ort unterstützen. Gleichzeitig können wir durch diese Initiative eine gleichbleibend gute Qualität der Rohstoffe garantieren. Nur so können wir Jahr für Jahr das EU-Öko-Siegel für unsere fünf Sorten halten.
Im übrigen enthalten einige unserer konventionellen Produkte zum Teil Zutaten in Bio-Qualität, ohne dass dies über ein Siegel sichtbar ist. Uns ist das Thema „Bio“ eine Herzensangelegenheit – kein „werbestrategisches Umweltprojekt“ wie es vermutet wird. Unser Engagement läuft bereits 20 Jahre und wird stetig ausgebaut. Als Mittelständler machen wir mit Bio-Sorten keinen Gewinn, sondern engagieren uns auf diesem Gebiet, weil es wichtig ist. Aus diesem Grund forcieren wir auch die Weiterentwicklung des fairtrade-Siegels. Wie as-grown richtig geschildert hat, gibt es derzeit noch viele Kritikpunkte an diesem Siegel. Fairtrade sagt zum Beispiel nichts über den Anbau aus. Aber nur wenn der nachhaltige Anbau – nicht nur von Kakao – ausdrücklich gefördert wird, ermöglichen wir den Bauern, höhere Qualität zu erzeugen und damit höhere Preise für ihre Rohstoffe zu erzielen. So führt Qualität automatisch zu fairem Handel. Aus diesem Grund zahlen wir unseren Lieferanten Preise, die deutlich über dem Weltmarktniveau liegen." (Fortsetzung im nächsten Kommentar)
"Ein letzter, wichtiger Punkt, auf den ich eingehen möchte, sind unsere „x-Milliarden Umsätze und fetten Gewinne“, die greenhero angesprochen hat: Wir sind ein mittelständisches Familienunternehmen und kein Konzern. Zum Vergleich: unser Umsatz 2009 betrug weniger als 1 Prozent des Umsatzes von Kraft Foods. Deren Umsätze und Gewinne haben wir also (leider) nicht! Aber genau hier liegt die Herausforderung: Wir möchten in einem Markt, der oft von weltweiten Konzernen dominiert wird, ein Wörtchen mitreden! Unsere Wettbewerbsfähigkeit soll aber nicht auf den Rücken unserer Mitarbeiter oder Lieferanten ausgetragen werden. Langfristiges Wirtschaften bedeutet für mich auch umsichtiges Wirtschaften. Mit dieser Unternehmenskultur sehe ich Ritter Sport für die Zukunft gut aufgestellt.
Ich hoffe sehr, dass viele Utopisten sich die Zeit nehmen und meine Stellungnahme lesen. Vielleicht ändert ihr nicht eure – negative – Meinung, aber könnt zumindest das ein oder andere Argument von mir nachvollziehen? Gern bin ich für Fragen und Kommentare weiterhin offen. Grüße aus Waldenbuch
Alfred T. Ritter
PS: Eins möchte ich noch loswerden. Ich fahre einen BMW 530 d Touring, weil ich eine große Familie und ein Faible für Autos habe. Ökologie heißt übrigens nicht Verzicht, sondern Genuss mit möglichst umweltverträglichen Mitteln. Dass dieses Gefährt ein Laster ist weiß ich gleichwohl. Aber ich habe nie behauptet, ein perfekter Mensch zu sein. Und eins kann ich an dieser Stelle versprechen: Sobald es diesen BMW mit einem Elektromotor gibt, bin ich mit der erste, der ihn erwirbt."
(ich fand den Vorwurf mit dem BMW offengestanden anmaßend -und zwar genauso anmaßend wie von Frau Claudia Langer zu verlangen, ihre Flüge zu canceln...hier gehts nicht um die Nutzung an und für sich, sondern ich finde es manchmal befremdlich, dass man jemandem so ins Privatleben reinschaut bzw. die Arbeitsweise kritisiert, ohne das Leben, den Job gelebt zu haben, dieser Person; aber das ist meine höchstsubjektive Meinung)
Ich trau mich wetten, dass bei den meisten von uns in ihrer eigenen Bilanz mehr "anstreichenswertes" zu finden ist (also bei mir bestimmt)... aber das nur am Rande.
und ja klar, handelt es sich um ein gewinnmaximierendes Unternehmen...der Traum von @berosama schön und gut aber dann könnten wir wohl 50% der Unternehmen auflösen, die ganzen Arbeitskräfte freisetzen und uns dann von Beeren und Pilzen (unverstrahlten) ernähren und am Fluß Wasser trinken...
Man muss sich als Arbeitnehmer auch mal selber fragen, wo arbeite ich? In einer Schokoladenfabrik, bei einem Süßwarenhersteller, in der Automobilbranche, im Kraftwerksbereich, wo? Wie nachhaltig agiert MEIN eigenes Unternehmen am Markt?
Und wenn ich Ökostrombezieher bin, heißt das noch lange nicht, dass der Arbeitgeber selbst das auch ist und Solarzellen aufm Dach hat und sich sozial engagiert.
Sind wir Utopisten nicht unheimlich gut im "einfordern" von "wie man sich verhalten soll", der Umwelt zuliebe?
Wer von uns wohnt in Häusern, wo die Heizluft zum Fenster rauszieht, die Fassaden nicht dicht sind, alles ungedämmt, wieso ziehen wir da nicht aus und suchen uns ein besseres Objekt? Also wir können das alles total bis zum Exzess weiterspinnen (ich weiß, das ist jetzt wieder fern ab vom Schoko-Thema; aber im Grunde genommen fordern wir hier Dinge ein - MEHR als den ökologischen Anbau von Kakao in Nicaragua (Projekt CACAONICA) um den Kleinbauern direkt vor Ort zu helfen) vielleicht noch MEHR Engagement - aber das Unternehmen muss ja auch sein Personal bezahlen, die Raummieten, Strom, Transportkosten....und beim Ökoanbau ist ja bereits NULL Deckungsbeitrag, also wird dieser von den Einnahmen von woanders her genommen, ...Heimatland, also manchmal finde ich, fehlt hier einigen hier bissl natürliche ökonomische Sichtweise, unternehmerisches Grundverständnis. Ich red auch nicht davon, dass ich den totalen Durchblick habe, sicher nicht, aber man muss auch mal loben (das haben zum Glück einige) dass Herr Ritter sich gut engagiert - und nach seinem Briefstatement tut er das aufrichtigst, ehrlicherweise gerne.
Der Auto "spleen" (soll nicht abwertend gemeint sein), den haben doch Viele von uns. Würde man mir einen Benzinsaufenden Oldtimer hinstellen oder mein Lieblingsmotorrad, glaub ich nicht, dass ich das auf Utopia groß in Umlauf bringen würde. "Fehler sind menschlich" und vermeidbar. Freilich könnte Herr Ritter das Autofahren oder BMW fahren vermeiden, es ist doch auch großartig, dass er sofort auf Elektromotor umsteigen würde...Kirche im Dorf lassen ;-))
Den Hinweis zum Auto finde ich ebenfalls gut, da ehrlich. Ich denke mal, die meisten von uns haben ein Laster, etwas, auf das sie einfach nicht verzichten können. Zumal der BMW -so groß er auch ist- weniger verbraucht als mein 2003er Seat Ibiza, und gut halb so viel wie die SUV-Variante X5.
Ich fände es grundelegend falsch, einen Unternehmer an die Wand zu nageln, der sonst vieles richtig macht, aber keinen VW Lupo fährt.
Interessiert hätte mich aber noch ein Hinweis, ob eine fairtrade-Zertifizierung angestrebt wird oder nicht. Der Hinweis, daß das fairtrade-Siegel seine Schwächen hat und daß sie an dessen Weiterentwicklung mitarbeiten (was heißt das), und daß Biohandel automatisch auch fair ist (das ist falsch), finde ich ein bißchen ... fragwürdig. Da Ritter sich in allen anderen Punkten klar äußert werte ich diese etwas vage Antwort so, daß eine Fairtrade-Zertifizierung aktuell nicht geplant ist. Vermutlich rechnet es sich leider einfach nicht, solange der Druck seitens der Konsumenten nicht groß genug ist.
das ist jetzt eine Aussage, die im Gegensatz zum Interview wirklich auch Substanz hat, vielen Dank.
Erscheckend, dass ihr Bio-anteil nur bei 1% liegt.
Über den Einkauf der Milch, die Sie für ihre Schockolade verwenden, habe ich nichts gehört. Es geht ja nicht nur um Kakao, sondern auch die anderen Zutaten.
Wichtig wäre eben auch die Bio-Bauern hier in Deutschland zu unterstützen. Vielleicht könnten sie dazu nochmals Stellung nehmen.
Ich finde es übrigens gut, dass Sie sich in die Diskussion mit uns Utopisten einlassen, das zeigt mir doch eine Ernsthaftigkeit, die Respekt verdient.
Das mit den 1 % verstehe ich so, daß dies der Anteil von Bio-Süßwaren am gesamten Süßwaren-Angebot , und nicht der Bio-Anteil im Ritter-Sortiment...? Kann aber auch sein, daß ich das falsch verstanden habe.
Da ich hier zitiert werde, nehme ich noch einmal Stellung:
Leider werden keine Zahlen genannt und der Vergleich mit Kraft Foods wirkt auch nicht wirklich schlüssig ,die staatlichen Subventionen für Zucker (woher wird dieser bezogen und wie wird dieser produziert ? )werden weiter eingestrichen ( auch wenn das dem Unternehmen Ritter so gesetzlich zusteht ...) überzeugt die Antwort nicht.
Als Konsumentin in der Region lebend, stehe ich gerne bereit und würde mich sehr darüber freuen Herrn Ritter und / oder die Marketingabteilung einmal persönlich kennenzulernen um auch als Unternehmerin die Phillosopie des Unternehmens Ritter dann besser verstehen zu können .
Wenn es doch tatsächlich um noch andere Ziele geht als den puren,schnöden Profit ... ?! ?
Bin neugierig.....
Herr Ritter hat es klar gesagt, dass er Fair Trade für relevant erachtet und dass er sich seit vielen Jahren bereits in diesem Sinne engagiert. Mehr hierzu habe ich auch auf der Ritter-Sport-Homepage gefunden:
http://www.ritter-sport.de/#/de_DE/company/cacaonica/
Dabei ist es wichtig, sich zu vergegenwärtigen, dass der Einkauf eine große logistische Herausforderung ist. Wenn Ritter Sport tatsächlich einen überwiegenden Anteil ihrer Rohstoffe für Bio-Schokolade aus direkten langjährigen Beziehungen zu Kooperativen bezieht, dann würde eine transparent dargestellte Angabe dieses Prozentsatzes (sowohl für die konventionellen Schokoladensorten, als auch für die Bio-Sorten) eine fast gleichwertige Bedeutung haben, wie das Fair-Trade-Siegel, dessen größte Kosten ja aus dem puren Zertifizierungsprozess her rühren.
Die Aussage, Bio sie bei Ritter nur Feigenblatt greift nach meinem Eindruck über das bislang dokumentierte Engagement in jedem Fall zu kurz. Wer so argumentiert, sollte auch alle anderen Bio-Schokosorten (besoners auch bei den klassischen Bioladen-Labels) unter Kontrolle nehmen.
Aber vielleicht nimmt Herr Ritter den Wunsch nach fair gehandelter Schokolade verbunden mit der Tatsache, dass wir "blinden Verbraucher" (wir können das Geschehen ja leider nicht vor Ort beurteilen) auf gute Dokumentation angewiesen sind, mit in seine weiteren Überlegungen.
Wenn sich bei Ritter weiterhin zeigt, dass sich das faire Handels-Engagement vertieft, steht für mich Rittersport Bio im Rang vor Bioladen-Schoko-Labels ohne Fair-Trade-Anspruch.
Und natürlich vor allen konventionellen Schokoladen-Sorten.
Ich wünsche Ritter Sport einen großen Erfolg, in konventionellen Ladenketten den Anteil der Bio-Quadrate zu erhöhen (und viel Erfolg bei der Knüpfung und Förderung von fairen Handelsbeziehungen).
lg christoph
Als tüchtiger Unternehmer weiß er, dass wir alle Schokolade kaufen und konsumieren, ergo seine Zielgruppe sind.Sicherlich ist ihm sowie dem Marketingteam von Rittersport nicht entgangen,dass im Bereich Bio und Nachhaltigkeit auch entsprechendes Umsatzpotentieal liegt.
Es geht auch nicht darum ein perfektes Unternehmen im Sinne der Utopisten zu sein oder zu werden.
Persönlich begrüße ich jeden auch nuch so kleine Schritt von Unternehmen, Konzernen und/ oder Individualisten , die mithelfen im Hier und Jetzt unsere gemeinsame Zukunft in Sachen Umwelt , Nachhaltigkeit und humanitären Aspekten zu verbessern.
Sorry,erfahrungsgemäß stehen Lobeshymnen und Bauchpinseleinen eher für Stillstand und im Gegensatz zu dynamischen Entwicklungen im positiven Sinn.
Aber ich glaube, es wäre für andere, weniger gut in die Firmenpolitik eingeweihte Verbraucher eine weitere Entscheidungshilfe, wenn nicht nur das Bio- sondern auch das Fairtrade-Siegel auf der Packung zu sehen wäre, während alle anderen Hersteller mit gar keinem Zeichen der Nachhaltigkeit aufwarten können. Selbst vor ein paar Jahren, als ich mit Bio und Co. noch nicht viel zu tun hatte, hätte ich dann wahrscheinlich eher zu Ritter gegriffen als zu Milka... das latente schlechte Gewissen macht sich bemerkbar.
Deswegen denke ich auch, daß fairtrade-Produkte nicht getrennt in der Öko-Abteilung eines Supermarkts stehen sollten, sondern mitten in den jeweiligen "normalen" produktgruppen. Nur so kommen auch Durchschnittsverbraucher, die sonst nicht in der Ökoecke vorbeischauen, mit solchen Waren in Kontakt... aber das ist ein anderes Thema.
Ich finde, Kritik soll man äußern, wenn man sie für angebracht hält, aber dafür darf man Gutes auch ruhig mal loben, ohne direkt Angst zu haben, daß der andere sich gleich auf die faule Haut legt. Lob motiviert in meinen Augen mehr als Kritik.
Die Gewinne aus Fair gehandelten Waren sind absolut mehr als OK , nur kommen die Gewinne nicht gänzlich aus diesen Produktreihen.
Ritter Sport steht für mich als ein Unternehmen der Region.
Mit dem Interview auf Utopia des Herrn Ritters wurde ich einmal mehr auf das Unternehmen und die Unternehmensstrategie aufmerksam und stelle als kritische Konsumentin Fragen, bez. mache Feststellungen.
Ein Lob kann ich an Herrn Ritter ( obwohl ich mich persönlich sehr über die Entwicklung der Produktpalette freue :) nicht weitergeben in Deinem Sinne.
Als Unternehmen in diesen Dimensionen- Mittelständisches Familienunternehmen hin oder her- , kann man - wenn man denn dann möchte - auch mehr bewegen....
lg christoph
lg christoph
Die Gesamtentwicklung ist ebenso positiv, auch das ist vollkommen richtig .
Richtig ist ebenso, dass man - immer verausgesetzt man möchte dies - mehr tun kann .
bitte machen Sie weiter so, und werden Sie noch besser. Wenn alle Unternehmer so arbeiten würden wie Sie, dann ginge es uns und dem Planeten sicher um Längen besser.
Gern wird bei gehäufter Kritik vergessen, den Verbraucher (sich) selbst mal unter die Lupe zu nehmen. Viele dieser Verbraucher nehmen sich selbst nicht ernst, oder sehen sich als so kleine Würstchen, dass sie selbst zwar nicht ausreichend handeln, aber stattdessen gerne kritisieren.
Seit ich einen Bericht über Kindersklaven in der Verbindung mit dem Anbau, der Ernte und der Verarbeitung von Kakao gesehen habe, leuchtet das Bild eines kleinen geschundenen Jungen immer in mir auf. Dieser Junge verlangt von mir BIO , bzw. Fairtrade. Und das soll er haben.
Ganz ehrlich, ich greife bei Rapunzel und Vivani lieber zu als bei Ritter. Sollte aber mal kein Bioladen in der Nähe sein, dann ist Ritter im konventionellen Bereich meine erste Alternative.
Finde die Schokoladen von Ritter meist eine Idee zu süss. Die vielen Varianten finde ich total toll. Würde lügen, wenn ich nicht zugeben würde, mir die eine oder andere Tafel mal in einer Art von "Fressanfall" schnell reingezogen zu haben. ;-)
Gern warte ich auf ein faires Bio-Geschmackserlebnis aus dem Hause Ritter.
Froh und dankbar, dass Sie noch nicht in irgend einen Konzernbrei gehören wünsche ich Ihrem Unternehmen weiterhin viel Erfolg !
Mit besten Grüßen
JBM
Ich freue mich zu hören, dass sie an einer Weiterentwicklung des Fairtrade Siegels arbeiten. Können Sie uns bitte ein Jahr nennen wann dieses Siegel voraussichtlich zur Anwendung kommen wird? Haben sie einen Alternativplan, falls die Entwicklung dieses Siegels aufgegeben wird, bzw. zu lange auf sich warten lässt?
Sie schreiben, dass sie dem Mangel an Bio-Schokolade auf dem Markt entgegenwirken indem sie mit ihrem CACAONICA Projekt einen solchen Anbau unterstützen und dadurch auch "eine gleichbleibend gute Qualität der Rohstoffe garantieren" können. Somit können sie wohl auch gut kontrollieren, dass auf diesen Plantagen Kinderarbeit ausgeschlossen ist, oder?
Ich würde ihnen deshalb vorschlagen auf iherer Bioschokolade draufzuschreiben, wie hoch der Schokoladenanteil aus dem CACAONICA Projekt ist. Oder können sie uns in diesem Forum sagen wie hoch er in ihrer Bioschokolade ist und ob sie Kinderarbeit dort wirklich ausschließen können?
Sie schreiben weiterhin, dass auch ihre nicht zertifizierten Schokoladen einen Anteil an "Bio Qualität" enthalten. Darauf können sie stolz sein, schreiben sie den Prozentsatz ruhig drauf, wenn er nicht verschwinded gering ist. Ansonsten haben wir berechtigten Grund zum Misstrauen. Schreiben sie auch ruhig drauf wie hoch der Anteil der Schokolade mindestens ist, deren Herkunft sie zumindest als überdurchschnittlich fair einschätzen können, weil sie die Erzeuger kennen. Oder schreiben sie auf Ihre Schokoladen drauf, wie hoch der Schokoladenanteil höchstens ist, für den sie Kinderarbeit nicht ausschließen können, da sie die Erzeuger nicht kennen. Das wäre zumindest eine Möglichkeit sich überzeugend von der Konkurenz abzuheben und die Wartezeit auf ein Siegel zu überbrücken. Wir wissen, dass Ritter Sport besser ist, als andere nicht zertifizierte Schokoladen, aber das könnte eine glaubwürdige Entscheidungshilfe für diejenigen sein, die Ritter Sport noch nicht so gut kennen.
Ich finde es jedenfalls sehr lobenswert, dass sie sich dieser Problematik annehmen und etwas verbessern möchten. Werden sie jetzt, z.B. durch Mengenangaben, noch überzeugender und bringen sie damit die Konkurenz in Zugzwang. Falls Ihre Menge an "CACAONOICA-Schokolade" nicht ausreicht um eine reine Schokolade damit herzustellen, dann reduzieren sie doch ruhig den Schokoladenanteil und füllen sie z.B. mit Nüssen auf. Oder lassen sie die Schokolade ganz weg und machen sie eine weiße Schokolade mit Fett aus anderen Quellen, z. B. gehärtete Pflanzenöle, aber bitte kein Palmöl.
Ich wünsche mir jedenfalls von Ihnen langfristig eine reine Bio-Schokolade ohne Kinderarbeit und mit Gewerkschaftsfreiheit für die Arbeiter. Wie lange werde ich mich noch ungefähr gedulden müssen?
Schöne Grüße,
as-grown
Ich bin Marketer (u.a. ist Ritter Sport einer meiner Kunden - aber hier rede ich als Privatperson ;) und finde Deine Argumentation gut und nachvollziehbar. Ich kann Dir allerdings "aus dem Nähkästchen" verraten, dass die Umgestaltung von Verpackungen ein sehr vertracktes Thema ist, auf das viele Faktoren einwirken.
Rein gesetzlich müssen schon viele Informationen drauf, der Handel hat einen Einfluss, die Verpackung muss überdies gut und nicht "überladen" aussehen - vgl. dazu die alten Microsoft Software-Verpackungen ;).
Da muss man sich gut überlegen, was man drauf druckt. Eine Information, die nur für <1% der Käuferschaft relevant ist, fällt dann aus Platzmangel meist unter den Tisch - selbst wenn man darin "gut abschneidet". Gerne lade ich Dich dazu ein, die Aufnahme solcher Themen auf dem Ritter Sport Blog anzuregen (http://www.ritter-sport.de/blog), das spezifisch für Konsumenteninteraktion gebaut ist. Vielleicht findest Du dort ja noch mehr Mitstreiter? Aber bitte keine Wunder erwarten - für viele Dinge braucht der Markt einfach noch etwas länger.
Du hast wirklich Stil - das kann man mit Genuss lesen. Zergeht im Hirn wie eine gute Schokolade im Mund.
Faire Grüße
JBM
ich will Herrn Ritter nicht tadeln dafür, dass er nicht schnell genug vorangeht, sondern ihn motivieren den letzten Schritt in dieser Richtung zu gehen um über den Berg zu kommen. Ich kann verstehen, dass man mit Bioschokolade keine schwarzen Zahlen schreiben kann. Dazu hat sie noch einen zu bitteren Nachgeschmack. Erst wenn der letzte Schritt gegangen ist, kann sich, meiner Meinung nach, der erhoffte dauerhafte Erfolg einstellen. Ich wünsche Herrn Ritter mit einer "Ritter Sport Bio & Fair" einen hohen wirtschaftlichen Erfolg der Nachahmer findet. Das könnte dann auch Kraft und Co. zur Bewegung in dieser Richtung verhelfen.
Wenn Ritter Sport allerdings auf halbem Weg, bei der Bioschokolade, stehen bleibt, oder wegen des schlechten Umsatzes gar umkehrt, würde das doch ein fatales Signal senden und Nachahmer abschrecken. Ich denke es ist nur noch ein kleiner Schritt um über den Berg zu kommen und wirtschaftlichen Erfolg damit zu erziehlen.
Ich denke nicht dass es Grund zur Sorge gibt, dass eine faire Schokolade im Ritter Sport Sortiment den Eindruck aufkommen lassen könnte, dass die anderen Ritter Sport Schokoladen unfair sind und die Kunden vergrault. Würden dises Kunden denn dann verstärkt Milka und Co kaufen? Wohl kaum, denn wie sollten sie auf den Irrglauben kommen, dass eine andere nicht zertifizierte Schokolade fairer ist als Ritter Sport?
Ritter Sport gibt es auch als Diät-Variante, die 67 % teurer ist (Edeka). Die Randgruppe, die allergisch auf Kinderarbeit reagiert, möchte auch langsam mal im Supermarkt bedient werden.
Ich wünsche Ritter Sport damit jedenfalls einen großen wirtschaftlichen Erfolg, der viele Nachahmer findet. Auf unsere Unterstützung können sie mit Sicherheit zählen. Vielleicht können sie ja zur Fairen Woche 2010 eine werbewirksame Ankündigung machen: http://www.fairewoche.de
Full disclosure: Ich bin selbst einer der Marketer hinter dem Blog, arbeite aber für die Agentur elbkind, nicht für Ritter Sport selbst. Hier auf Utopia kommentiere ich als Privatperson, nicht in einer Jobfunktion.
inspiriert durch den Ratgeber "Essen ohne Gentechnik" habe ich vor gut einem Jahr mal einen kleinen Versuch mit drei verschiedene Schoko-Sorten gemacht, bei dem Ritter Sport als Beispiel für "Auf dem Weg zur Gentechnik-Freiheit" auch dabei war: http://www.youtube.com/watch?v=Nfr-0FD_IlA
Am Süßigkeiten-Regal kann wirklich relativ leicht "strategischer Konsum" angewendet werden. Daher wünsche ich Ritter Sport auch soviel Erfolg, dass der Weg konsequent bis zum Enge gegangen werden kann.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/0,1518,721491,00.html