Utopia: Die Verbrauchermacht - Unser Konsum verändert die Welt.
Utopia-Fahrtest

VW Polo Blue-Motion: Erbe des 3-Liter-Lupo?


Ist der VW Polo Blue-Motion der Erbe des 3-Liter-Lupos?

Das Wichtigste zuerst: Mit extraleichtem Gasfuß, aber eingeschalteter Klimaanlage, Radio und Licht hat der Volkswagen Polo Blue-Motion bei Utopia 3,2 Liter Diesel auf Land- und Bundestrassen verbraucht. Auf der Autobahn bei Tempo 120 waren es 3,9 Liter und 4,8 Liter in der Stadt. Noch weniger geht nicht, ohne einen hupenden Stau im Rückspiegel zu provozieren. Im Durchschnitt flossen 4,2 Liter durch die Einspritzdüsen. Das entspricht, wenn man nur die Bilanz von der Zapfsäule zum Rad („Tank To Wheel“) betrachtet, 113 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer. Dazu addieren sich die Energie, die für Förderung, Transport und Raffinierung des fossilen Rohstoffs benötigt wird und die laut Optiresource mit gut 20 Gramm dazu gerechnet werden muss („Well To Wheel“, engl.: Vom Gut zum Rad) sowie das nicht messbare Elend einer Ölkatastrophe wie sie sich derzeit im Golf von Mexiko abspielt.

Enkel des Golf Ecomatic

Den Normverbrauch von 3,3 Litern hat der Polo verfehlt. Aber warum sollte ausgerechnet dieses Auto eine Ausnahme von der Regel machen? Fahrer des seligen 3-Liter-Lupos horchen bei diesen Zahlen trotzdem auf, denn der Laborwert nähert sich dem früheren Sparmeister an. Ein Nachkomme ist der Polo aber keineswegs. Der Lupo war ein Kleinwagen klassischen Zuschnitts und wird erst 2012 in Gestalt der „New Small Family“ mehrere späte Nachfolger finden. Der Polo ist jedoch zwei Nummern größer und darum nicht mit dem Lupo vergleichbar. Er ist ein Vertreter der Viermeter-Klasse, die in den 80er und 90er Jahren schlicht Golf-Klasse genannt wurde. Betrachtet man also Außenmaße, Fahrleistungen und Gewicht, gehört eher der Golf III Ecomatic zur Ahnenreihe des Polo. Der schaltete seinen Motor an der Ampel und im Rollbetrieb ab, fand später in Gestalt des Golf TDI seinen härtesten Konkurrenten und so sein Ende.

Der Privatmann kauft vernünftig

Wie wichtig es ist, gerade in dieser Fahrzeugklasse Verbrauch und Emissionen zu reduzieren, zeigt ein Blick in die Zulassungsstatistik. Dort scheint ein Blick unter die Top 10 das Vorurteil zu bestätigen, im deutschen Volk wäre eine Menge Geld für Autos vorhanden: Die Mercedes E-Klasse, der 3er BMW oder der Audi A4 mischen vorne mit. Das in unregelmäßigen Abständen abgefragte Ranking der rein privaten Neuzulassen, also ohne die Dienst-, Miet- und Firmenwagen, entlarvt die Mehrheit der Deutschen aber als Vernunftkäufer. VW Polo, Ford Fiesta, Opel Corsa, Peugeot 207 und Skoda Fabia heißen die Verkaufsrenner. In Wahrheit dominiert die Viermeter-Klasse den Markt, genau wie sie es in den 80er und 90er Jahren getan hat, als ein Golf noch dieses Maß hatte. Offenbar finden viele Privatkäufer hier den besten Kompromiss aus Preis und Nutzwert. Und wenn sich die breite Masse in die richtige Richtung bewegt, ist das relevanter als die in homöopathischen Dosen verkauften Hybridversionen großer Geländewagen.

Seite 1 / 3
Stand: 11.05.2010 von

Kommentare (30)   abonnieren

  • Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 11.05.2010 um 23:03
    Wie eigentlich nicht anders zu erwarten war, klafft eine erhebliche Spanne zwischen zwischen den Werksangaben und dem realen Verbrauch.

    Ein Verbrennungsmotor verbrennt nun mal in erster Linie den Treibstoff, nebenbei entsteht Bewegungsenergie.

    Einer wesentlichen Effizienzsteigerung steht einfach die Physik im Wege, der Verbrenner ist einfach mehr oder weniger an dem Ende seiner Fahnenstange angekommen.
    Hinzu kommt dann noch der extreme Energieverlust im "stop and go" Stadtverkehr, hier wandeln die Bremsen an jeder Ampel die ineffizient erzeugte Bewegungsenergie einfach in Abwärme um.

    Einzige Lösung, der angekoppelte Elektromotor des Hybridautos, der im Bremsmodus als Stromgenerator umfunktioniert wird und somit derzeit rund 30% der Bewegungsenergie wieder in die Antriebsbatterie zurück speist.
    Allerdings fragt man sich bei den aktuellen Hybridfahrzeugen von Toyota und Honda warum der Spritmotor immer mitlaufen muß und somit sich die Ersparnisse doch sehr in Grenzen hält.

    Den Toyota Prius gibt es ja mittlerweile schon als Hersteller unabhängigen Plugin Hybrid Umbau, hier wird ein leistungsfähigerer Akku eingebaut und die Software umprogrammiert, auf diese Weise lassen sich normale Kurzstrecken in der Regel rein elektrisch, natürlich am besten mit Ökostrom geladen, problemlos ohne zu Hilfenahme des Verbrenners zurücklegen.
    Da der Elektromotor weit effizienter ist, ist natürlich auch der Energieverbrauch entsprechend geringer, ein Umbaukit welches in den USA angeboten wird http://www.utopia.de/gruppen/forum/thema/182373, erreicht mit einer 5kWh Batterie eine Reichweite zwischen 45 - 65 km. Das wäre Vergleichbar mit einem Benzinverbrauch zwischen 0,8 bis 1,11 Liter auf hundert km.

    Immerhin hat man bei Toyota dieses Potential erkannt und möchte wohl in Zukunft den Prius auch in dieser Variante anbieten.

    Angesicht dieser Vorteile die der elektrische Antrieb bietet und den technischen Möglichkeiten die Reichweite zu verlängern, wie das auch beim geplanten Opel Ampera mittels Benzin getriebenen Generator der Fall sein wird, fragt man sich doch warum es nicht schon längst, massenhaft solche Fahrzeuge zu kaufen gibt ?

    Sollte es vielleicht damit zusammenhängen, dass bei den meisten Autohersteller irgendwie ein Ölkonzern, oder wenigstens ein Erdöl förderndes Land mit drinne hängt ?
  • Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 12.05.2010 um 00:23
    Gute (auch kritische) Ergänzung zu diesem lesenswerten Beitrag ist meiner Meinung nach der Kommentar von Utopist "urwalder" am 11.05.2010 um 23:03.

    Folgende kleine kritische Anmerkung meinerseits speziell zum Absatz mit der Überschrift "Der Privatmann kauft vernünftig":

    Die Privatfrau im Durchschnitt noch vernünftiger. Zu kurz kommt hier aber v.a. die Tatsache, dass viele Leute ehemalige Dienstwagen / Firmenwagen als Gebrauchtwagen kaufen, weil die oft noch fast neu und relativ dazu erstaunlich preiswert sind, was aufgrund der Steuerpolitik der Fall ist. Diese sind aber im Durchschnitt vergleichsweise wenig sparsame Fahrzeuge. Eine bessere Steuerpolitik ist da gefragt.
  • kommentieren
    Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 12.05.2010 um 07:56
    Du sprichst hier einen sehr wichtigen Punkt an, die Verzerrung des Gebrauchtwagenmarktes durch die Dienst- und Mietwagen (das wäre bei Gelegenheit ein eigenes Thema).

    Natürlich ist grundsätzlich davon auszugehen, dass Neuwagenkäufer mehr Geld in der Tasche haben und der Spritverbrauch darum tendenziell weniger relevant ist. Trotzdem bleibt klar, dass das Ergebnis der Steuerpolitik ein Markt ist, bei dem überdurchschnittlich viele Autos in den Markt mit hohem Spritverbrauch und wenige mit niedrigem gedrückt werden.

    Das muss dann der Gebrauchtkäufer ausbaden. Er trifft auf einen Markt, in dem kleine Autos relativ teuer, weil selten sind, und in dem es kein Problem ist, ein paar Monate alte Wagen aus dem Dienstwagengeschäft mit saftigen Nachlässen von 30 Prozent und mehr zu kaufen.

    Und ohne eine Statistik vorliegen zu haben: Auch ich gehe davon aus, dass die Durchschnittsfrau mindestens so vernünftig kauft wie der Durchschnittsmann!
  • Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 12.05.2010 um 00:41
    Was an Verbrauchsersparnissen möglich ist, wenn ein gewisser Aufwand betrieben wird, läßt sich beim alljährlich stattfindenden Shell Eco-Marathon erahnen. Die Antriebstechnik (Elektromotor, Verbrennungsmotor oder Brennstoffzelle) ist hierbei nur nebensächlich, der Verbrauch wird in erster Linie durch die äußeren Reibungsverluste (Räder + Karosserie) bestimmt.
    Der Niedrigverbrauchs-Rekord (erzielt mit Wasserstoffantrieb) beträgt übrigens 4896 km pro Liter Benzinäquivalent (=Wasserstoff mit dem Energieinhalt eines Liters Benzin).
    Dies entspricht einem Benzinverbrauch von 0,02 Liter /100 km (ein halb gefülltes Schnapsglas).
    Ein für den Alltag gebrauchstaugliches und zugleich bezahlbares Auto wird sicher keine solch extrem niedrigen Verbräuche erreichen. Daß der Verbrauch eines Kleinwagen unter 3l/100 km gedrückt wird, dürfte jedoch nur noch eine Frage der Zeit bzw. eine Frage des Ölpreises sowie der Vernunft der potentiellen Käufer sein. Wobei es mit letzterer nicht allzuweit her ist, wie z.B. folgende Studie über die mäßigen Marktchancen von Elektroautos zeigt:
    http://www.autobild.de/artikel/elektroautos-studie_1171583.html
    Daraus läßt sich folgern, daß es in Bezug auf Klimaschutz wie auch Reduzierung des Erdölverbrauchs die sinnvollste Strategie wäre, den Verbrauch konventioneller KFZs konsequent weiter zu reduzieren, bis irgendwann eine gewisse Marktdurchdringung mit Elektroautos erreicht ist. Allerdings würde es mich sehr wundern, wenn ausgerechnet von Schwarz-Gelb nennenswerte politische Impulse in diese Richtung ausgingen.
  • kommentieren
    Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 12.05.2010 um 08:38
    Ich glaube wir sollten uns endlich mal von der Hoffnung trennen, den Autoherstellern könnte es gelingen den Verbrauch konventioneller Fahrzeuge noch wesentlich zu drücken.

    Dies kann tatsächlich nur noch sehr bedingt durch die Verbesserung der Motoentechnik erfolgen, nach über 100 Jahren Entwicklungszeit ist diese Form der Energieumwandlung so weit optimiert, dass die Effizienzsteigerungen nur noch marginal sind.

    Das Verbrennen eines Energieträgers erzeugt nun mal in erster Linie Wärme, die Bewegungsenergie, die bei der Explosion ensteht, ist Nebenprodukt.

    Wenn hier Wettbewerbe mit Reichweiterekorde angeführt werden, darf man dabei nicht vergessen, dass diese Rekorde nur mit ultraleichten und extrem windschlüpfrigen Fahrzeugen erreicht werden. Hierbei wird kontinuierlich bei optimalen Drehzahlen gefahren.

    Also alles Bedingungen die im normalen Straßenverkehr nie vorkommen !

    Alle Optimierungen an Autos die bei Verbrennungsmotoren zu Treibstoff ersparnissen führen, führen auch bei Autos mit Elektromotor zu Energieeinsparungen.
    So gesehen ist es doch komplett unsinnig etwas ineffizientes zu optimieren, wenn es doch schon effizientes gibt das noch zu verbessern ist.

    Das Argument, das Elektroauto würde auf Grund der geringen Marktdurchdringung erst mal weniger bringen als optimierte Autos mit Verbrennungsmotoren ist doch schlicht viel zu kurz gedacht.

    Ein Auto mit Verbrenner das ich heute kaufe, fährt in der Regel auch noch 2020 und länger.
    Gebrauchszyklen von 15 Jahren sind doch heutzutage beim Auto keine Besonderheit mehr, demnach fährt ein Auto das ich 2020 kaufe theoretisch auch noch 2035.

    Bloß wie sieht es bis dahin mit der Ölversorgung aus ? Gibt es dann noch ausreichend Öl welches einigermaßen einfach zu fördern ist ?
    Oder wird es nicht von Jahr zu Jahr schwieriger, energieaufwendiger und umweltfeindlicher Öl zu fördern ?

    Der Umstieg auf nachwachsende Energieträger wird auch bei einer drastischen Reduzierung des Treibstoffverbrauch, schon auf Grund des Flächenbedarf, nicht gelingen.

    Hier sind die Prioritäten doch ganz klar zu verteilen, schnellstmöglicher Umstieg auf einen elektrifizierten Personentransport, die Biotreibstoffe werden dann letztlich für den Warentransport auf Strecken benötigt, welche sich mit der Bahn nicht bedienen lassen.

    Ansonsten muß natürlich auch ein massiver Umstieg beim Warentransport über längere Strecken stattfinden.
  • kommentieren
    Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 13.05.2010 um 12:03
    Danke, Goldblume, für den Link zu der Studie über die Marktchancen der Elektroautos. Ich lese dort genau meine Ansicht, die ich mir aufgrund vieler Gespräche und Beobachtungen gebildet habe:

    Das Elektroauto wird "in Deutschland nur dann zum Erfolg, wenn es die bestehenden Mobilitätsanforderungen erfüllt und nicht umgekehrt eine Anpassung der Konsumenten an technische Beschränkungen verlangt"

    "Selbst in der Gruppe der Autofahrer, die überwiegend in der Stadt unterwegs sind, legen 92 Prozent Wert auf eine entsprechende Reichweite."

    Deswegen sehe ich keine Zukunft für das reine Elektroauto (jedenfalls nicht in den nächsten Jahrzehnten).
  • kommentieren
    Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 13.05.2010 um 22:47
    Weil Du ja immer das Problem der Reichweite anbringst, schau dir doch bitte dies mal an:
    http://www.handelsblatt.com/media/interviews/shai-agassi-ceo-better-place-zu-den-kosten-fuer-elektrofahrzeuge;2578216
  • Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 12.05.2010 um 08:19
  • kommentieren
    Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 12.05.2010 um 08:40
    Die Ausagen des Lügendetektors führen die Aussagen von dem Greenpeace Verkehrsexperten Herrn Lohbeck doch ad absurdum.

    Dieser schwärmt ja bekanntlich von dem angeblich so großen Potential in der Effizienzsteigerung des Verbrennungsmotor, nur leider straft die Realität lügen.

    Interessant das der Lügendetektor ja aus dem Hause Greenpeace kommt, vermutlich sogar von Herrn Lohbeck selbst verfasst !
  • kommentieren
    Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 12.05.2010 um 08:52
    Interessant finde ich das Potential, das die Tester ausschöpfen:
    - 3,3 Liter laut Hersteller
    - 3,8 Liter vom professionellen Testfahrer
    - 4,2 Liter im Utopia-Test
    - 4,8 Liter Auto-Bild

    Unseren "alten" Commonrail-Diesel (inkl. DPF) mit 7 Jahre alter Technik fahre ich ebenfalls mit 0,9 Litern Praxisaufschlag (inkl. Klimaautomatik und Stadtverkehr), in Summe sind das jedoch nur 17% über Herstellerangabe. Es gibt m.E. einen Mindestwert aus Fahrzeuggewicht und Durchschnittsgeschwindigkeit, der kaum zu unterbieten ist. Zumindest nicht durch herkömmliche Technik. VW hat da im Konkurrenzkampf einfach überzogen in den Werbeangaben, für steuerliche Aspekte der Käufer zahlt es sich dennoch aus. Dass die modernen Diesel in Praxis so schlecht abschneiden ist ein Armutszeugnis, kein Wunder, dass sich Neuwagenkäufer an ihren positiven Erfahrungen vorheriger Fahrzeuge orientieren und lieber auf Komfort statt Unterschreitung der 4-Meter-Klasse setzen.

    Smart u.a. andere Kleinwagen (siehe die Utopia-Bestenliste) sehe ich in unserem Wohngebiet vor allem als Zweitwagen bzw. Auto der Kinder, d.h. ein größere Wagen steht in der Familie bereit. Da kann man leicht, muss ein einziger Wagen alle Transportbedürfnisse > 2 Personen befriedigen, wird die Wahl anders ausfallen.

    Nachrüstung bestehender Technik finde ich ein gute Idee, doch darauf scheinen keine Energien verwendet zu werden. Selber machen kann ich´s nicht, einer windigen Werkstatt mit kaum Erfahrungsberichten traue ich nicht, warum bieten nicht Fachwerkstätten der Hersteller eine Verbrauchsoptimierung an ? Effiziente Lichtmaschinen, Leichtlaufreifen, Chiptuning ... nicht zuletzt Fahrertraining. Zum nächsten (professionellen) Fahrertraining müsste ich 150 km fahren. Immerhin bietet das VW seinen Käufern an, lobenswert. Oder nur zwingend notwendig angesichts o.g. Abweichungen vom Normwert ? Denkbar.
  • Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 13.05.2010 um 07:25
    seit zwei Jahren fahre ich einen Ford Focus 80kW Diesel durch ein paar Einbauten mit 3,2 l/100km

    Bevor ich die Einbauten machte, habe ich mich lange erkundigt, im Internet Daten gesammelt, Versuche gemacht und dann ins Auto und meiner Ölheizung eingebaut.
    Beim TÜV wird alles wieder ausgebaut und dann gleich wieder eingebaut, Ihr wisst warum :-))

    Ich möchte nicht sagen was alles gemacht wurde, denn dann stehen wieder Leute auf der Matte, die ich gar nicht leiden kann.
    Nur so viel, es ist sehr günstig und schnell gemacht.

    Die Autoindustrie mit der Strom und Ölindustrie zusammen, bestimmen unsere Welt.
    Ich bin übrigens Mitglied bei der http://www.dvr-raumenergie.de.

    Wir sind weiter als Ihr je zu träumen gewagt habt, viel weiter.
    Aber die Revolution muss dieses mal von unten her geschehen, sonst werden wir wieder ausgehebelt.


    Grüne Grüße

    Dato
  • Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 13.05.2010 um 09:52
    Ja ei der Tüv meine Arme Auto ganz Schrot ausgemacht, erst lügen: mus das und das, schrappen Geld, und belege geen kein, klauen Bataree, rein bauen von Schrott, also in jeder System Betrüg,
    das muss nur mit Ziwillrecht geheil werden. Dann Wissenforscher warnen vo her komm Psychische Krank anstiegung, das ist nerven gedulden nicht solche betrügere bei der Tüf, das wegen so viel Unfall passiert, weil beim eine Reparature, verletzten andere Teil, wie die Ärzte wollen auch Mal Kunde haben.
    Ich will selbs lernen wegen Renovierung. Und wie auch jetz Auto, Nummer 1 die schreckliche Auto in Deutschland.
  • Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 13.05.2010 um 11:39
    Eigentlich sollte keiner mehr, wenn nicht unbedingt erforderlich, einen ausschliesslich mit Benzin/Diesel angetriebenen Wagen kaufen. Lieber noch den Alten ausfahren, auch wenns der Umwelt wegen weh tut.
    Wenn wir den Green-washing aktionen der, vorallem deutschen Herstellern nachgeben und wieder kaufen, dann sehen die doch keinen Grund radikal umzusteuern.
    Hybrid/ Elektro-Extension/Elektro, das sind die neuen Alternativen, kompromislos, besser wäre noch Wasserstoff.

    Daher verstehe ich Utopia nicht uns wieder ein "Spar-Modell" herkömmlicher Antriebsart schmackhaft zu machen.

    Unser, Utopias Fokus sollte eigentlich sich auf die Alternativen Antriebe richten.
    Stellt lieber diese Alternativen vor. Die Auto-Industrie, vor allem die Deutsche, muss durch das Kaufverhalten abgestraft werden. Der Käufer hat hier nun wirklich Macht und sollte sie endlich ausnützen und nicht technik-verliebt in die glänzenden Modelle schauen
  • kommentieren
    Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 14.05.2010 um 08:12
    Deinem Einstiegssatz, es solle jeder nur dann ein Auto kaufen, wenn es unbedingt erforderlich sei, kann ich nur zustimmen. Wie Du im Vorspann des Textes lesen kannst, sind wir bei Utopia derselben Ansicht. Vielleicht hilft Dir das ja noch weiter:

    http://www.utopia.de/magazin/serien/im-interview/bei-der-naechsten-moeglichkeit-bitte-wenden-autoschadstoff-experte-professor-helmers

    Trotzdem war und bin ich der Ansicht, dass wir den sparsamsten Fünfsitzer am Markt nicht einfach ignorieren können. Was die Alternativen betrifft...ich bin dran. Voraussetzung ist, dass sie entweder käuflich oder bald käuflich sind.
  • Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 13.05.2010 um 11:59
    Ich werde auch nicht müde, gegen die Ansicht, Elektroautos sparen Energie, zu argumentieren. :-) Die Umweltorganisationen haben Recht.

    Danke für die Liste der sparsamsten Pkws. Ein Think City kann mit diesen Modellen nicht mithalten.

    http://www.utopia.de/blog/sedl/elektroautos-sind-da
  • kommentieren
    Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 13.05.2010 um 23:05
    Selbst wenn Elektroautos keine Energie sparen würden, was noch zu beweisen wäre, man kann sie wenigsten direkt mit regenerativ erzeugter Energie speisen.

    Beim konventionellen Auto hingegen kann das nur über den Umweg der nachwachsenden Rohstoffe geschehen, um aber für eine Vollversorgung ausreichend Energiepflanzen anzubauen reichen die Anbauflächen noch nicht mal wenn wir auf unsere Nahrungspflanzen verzichten würden.

    Eine Vollversorgung für eine komplette E-Flotte hingegen wäre problemlos über regenerativ erzeugten Strom möglich !
    Siehe auch : http://www.utopia.de/blog/jimbobs-nachhaltiger-blog/genuegend-oekostrom-fuer
  • Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 13.05.2010 um 14:57
    gut gerfi,

    wenn utopia keine alternative vorstellt da tue ich es: das fahrrad !

    aber natürlich, der neue polo zumal als bluemotion soll ein vorreiter sein. insgesamt bricht bei VW eine ganze bluemotion welle rein.
    wir haben in unserer fa. eine ganze flotte von dieselfahrzeugen unter anderem einen VW bully ( T5 soweit ich weiß ) TDI & nur 5 ganggetriebe. zunächst verdächtigte ich dieses fahrzeug, was täglich mehr als 180km zurücklegt, als trunkenbold.
    doch ich wurde enttäuscht im positiven sinne: durchschnittsverbrauch von gerade mal 7,5l/ 100km. und das im mischbetrieb, also stadtverkehr mit stop and go, als auch autobahn/ volllastfahrten. dabei wird dieses fahrzeug als lastenesel genutzt ist als stets recht gut beladen.

    wenn ich jetzt mal den verbrauch von 7,5l/ 100km nehme, die stirnfläche des kleiderschranks, denn vom aufbau her ist dieses fahrzeug alles andere als zum sparen gebaut, dann muß ich mich doch zwangsweise frage, wiso verbraucht ein polo bluemotion soviel ?

    ich will nicht bestreiten das dieser polo mal wieder im internationalen vergleich eine "hausmarke" ist, doch für ein sparmobil ist er schlichtweg zu "fett". zu groß in den abmesungen, daraus resultiert dann wieder zu viel bewegte masse, das fehlende DSG getriebe... .
    im grunde genommen handelt es sich bei der bluemotion baurreihe von VW um so einen art beruhig mein gewissen oder noch besser "ablass- erklärung" für dijenigen die auch zum bäcker mit dem auto fahren.

    ich denke auf der wahren nachfolger des 3l Lupo müssen wir noch warten. fragt sich nur wie lange noch.
  • Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 13.05.2010 um 15:21
    Sind Sie professioneller Auto-Motor-Sport-Journalist,, Herr Schwarzer?
    Warum können Sie nicht einfach eine uneingeschränkte Kaufempfehlung für das sparsamste "vollwertige" Auto für vier oder fünf Personen aussprechen.
    Ihre Prognose, der luxuriöser ausgestattete Comfortline würde das Rennen machen, liest sich nach der unnötig fett gedruckten verweigerten Empfehlung wie die eigentliche Kaufempfehlung.
    Und dann dieser unnötige Hinweis, die Elektro-Autos sollten es richten.
    In einer Automobilzeitschrift würde mich so ein Aritkel vielleicht sogar freuen. Aber von Utopia erwarte ich etwas anderes!

    Aber weil ich solche Sichtweisen nicht selten antreffe, will ich etwas genauer kundtun, worum es mir geht:
    Der Lupo 3L war abgesehen vom fehlenden Rußfilter (den damals kein einziges Auto hatte - die späten Ausgaben des Lupo 3L hatten so weit ich weiß sogar Rußfilter), die größte Hoffnung auf dem Automobilmarkt. Kein einziges ökologisch orientiertes Fahrzeugkonzept bot unterm Strich vergleichbare Gesamtwirtschaftlichkeitspotentiale. Und der Lupo 3L war zwar kein Luxusauto, aber absolut vollwertig, comfortabel und sicher. Den Todesstoß lieferten ausgerechnet Nörgler aus den Öko-Reihen, die neben der Rußproblematik seltsamerweise über den angeblich zu hohen Preis des Lupo klagten.
    Dabei sparte der Lupo, der insgesamt mehrere zig tausend mal produziert wurde einige Zehnerpotenzen mehr CO2 ein, als die bis heute produzierten Elektro-PKW.

    Der Erfolg in der Klasse der 3-4-Liter-Autos wird mindestens in den nächsten zehn Jahren den Gesamt-CO2-Ausstoß bei weitem mehr beeinflussen, als Elektro-Autos, da diese zumindestens in diesem Zeitraum aufgrund höherer Kosten und geringerer Reichweise eher weinger als 10% des Gesamt-PKW-Aufkommens darstellen werden.
    Auf die Größe des tatsächlichen ökologischen Vorteils der Elektro-Autos will ich hier nicht näher eingehen. Grundsätzlich halte ich eine Entwicklung und Förderung von Elektroautos angesichts des ohnehin schwierigen Markteintritts durchaus für sinnvoll. Ich habe selber bereits an einem Elektro-Auto mitentwickelt. Außerdem stellen meiner Ansicht nach die Elektro-Autos die einzige überhaupt realistische Alternative zu Verbrennungsmotoren dar.

    Aber wer aus dem Wertesystm des luxus-verwöhnten deutschen Autofahrers heraus an dem sparsamsten erwerbbaren perfekt verarbeiten Auto herumnörgelt, implizit den 0,5 Liter durstigeren besser ausgestatteten PKW bevorzugt und dann nahelegt, auf die ach so sauberen Elektro-Autos zu warten, der braucht keine ökologischen Interessen mehr vorschwitzen.
    Alleine eine 30%ige Verschiebung von Comfortline-Käufern zu Blue-Motion-Käufern wird über die Produktionszeit beider Modelle in Deutschland den CO2-Ausstoß mehr beeinflussen, als alle im selben Zeitraum verkauften Elektro-Autos (Bitte verstehen Sie dies als "unvorsichtige Wette", die nur Gewichtungen verdeutlichen soll).

    Vor Allem wird der Marktanteil der sparsamsten überhaupt verfügbaren Autos ganz maßgeblich beeinflussen, inwieweit die Automobilindustrie in den näschten Jahren tatsächlich noch sparsamere Autos auf den Markt bringen wird.

    Zwei Polo Blue Motion, die jeweils einen durchschnitts-PKW ersetzen, bewirken mehr als ein echtes Zero-Emission-Vehicle mit Perpetuum Mobile-Antrieb. Erstere wird es geben (hoffentlich in wirklich großen Stückzahlen), letztere überhaupt nicht und von allem dazwischen nur sehr wenig.

    Aus diesem Grunde spreche ich an dieser Stelle meine uneingeschränkte Kaufempfehlung für den Polo Blue Motion aus! Wer immer in der nächsten Zeit ein Auto benötigt, möge sich dieses Auto kaufen. Mögen sich alle anderen Autohersteller ärgern, dass ihre Modelle derzeit mehr benötigen, als der Spitzenreiter Polo Blue Motion (und wenn es auch nur 0,2 Liter wären), weil der deutsche Autokäufer in diesem Punkt vollkommen unbeirrbar entscheiden möge!
  • kommentieren
    Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 14.05.2010 um 00:01
    Warum können Sie nicht einfach eine uneingeschränkte Kaufempfehlung für das sparsamste "vollwertige" Auto für vier oder fünf Personen aussprechen.
    Vielleicht gerade weil das andere andauernd tun, unreflektierte Empfehlungen aussprechen, möglichst das der Autofahrer nicht großartig nachdenken muß, aber vielleicht ist das ja wirklich zu viel verlangt !
    Ich jedenfalls bin froh das hier nicht einfach eine Empfehlung nach Schema f ausgesprochen wurde, die finde ich nämlich schon in der top ten Liste des VCD.

    Ich denke man muß dem Autofahrer auch mal klar gemacht werden das es vernünftiger sein kann seinen alten Wagen noch eine Weile zu fahren, möglicherweise ist die Treibstoffersparnis ja doch nicht so toll das es sich lohnt und eins zwei Jahre noch gewartet gibt es dann doch ein wirklich sparsames Fahrzeug. Ob das dann ein Hybrid oder reines Elektroauto sein wird, wird sich zeigen.

    Du schreibst "Dabei sparte der Lupo, der insgesamt mehrere zig tausend mal produziert wurde einige Zehnerpotenzen mehr CO2 ein, als die bis heute produzierten Elektro-PKW."
    Nun, das ist ja wohl auch kein Wunder wenn kaum welche gebaut werden, wäre anstatt einem Diesel ein Elektromotor in dem Lupo verbaut worden, wäre es sicher noch mehr CO2 gewesen.

    Gut konzipiert würde ich mal von 10kWh Verbrauch ausgehen, mit dem aktuellen Strommix läge der CO2 Ausstoß dann bei rund 50g.
    Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass der 3 Liter Lupo kaum wirklich mit 3 Liter dauerhaft zu fahren ist, 3,3 Liter ist schon realistischer. Also landen wir bei rund 87g hier müsste man noch die CO2 Emissionen hinzu rechnen die von der Ölquelle bis zum Tank entstehen, das sind beim Diesel 19%.
    Der wahre Wert läge dann bei runden 103 g.

    Was diese seltsame Aussage betrifft, "Der Erfolg in der Klasse der 3-4-Liter-Autos wird mindestens in den nächsten zehn Jahren den Gesamt-CO2-Ausstoß bei weitem mehr beeinflussen, als Elektro-Autos", klar würden sie das, schon aus Gründen der höheren Anzahl.
    Aber jedes Elektroauto das einen Verbrenner ersetzt und dann auch noch idealerweise mit Ökostrom geladen wird erspart im einzelnen weit mehr CO2 !
  • kommentieren
    Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 14.05.2010 um 08:35
    Lieber Uli Sommer,

    es gibt keinen Zweifel, dass ich Ihnen grundsätzlich zustimme. Jeder Zehntelliter Verbrauchsvorteil ist hart erkämpft, und darum habe ich in der Redaktion vorgeschlagen, den sparsamsten Fünfsitzer der Welt zu testen. Sie haben völlig Recht, dass Autos, die drei bis vier Liter verbrauchen, sehr wichtig sind, um die Emissionen zu senken.

    Das Problem ist die eingeschränkte Fahrbarkeit des Polo BlueMotion. Die eingangs genannten Verbrauchswerte können Sie nur unter sehr großen Mühen erreichen. Das hat unter anderem auch die AutoBild festgestellt, die einen ausgebildeten Spritsparfahrer aus Wolfsburg kommen lassen musste:

    http://www.autobild.de/artikel/vw-polo-bluemotion-im-verbrauchstest_1146150.html

    Erst jetzt war der Verbrauch besser als beim 1.6 TDI BMT (90 PS), der ansatzlos im Vergleich zur Konkurrenz auf ebenfalls 4,7 Liter kam. Auch die "auto, motor und sport" hat die Polo-Modelle verglichen und kam zu dem Ergebnis, dass der BlueMotion eben nicht das grundsätzlich sparsamste Modell ist.

    Der Normalfahrer wird sich die Zähne ausbeißen, um mit diesem Auto unter vier Liter zu kommen. Im Alltag ist der BlueMotion nicht das gewünschte und übrigens auch von mir im Vorfeld dieser Fahrt erhoffte drei bis vier Liter-Auto. Ich bin absolut sicher, dass das DSG, bei dem die Gangsprünge viel kleiner und die Schaltzeiten sehr kurz sind, den BlueMotion für Jederfrau und Jedermann in der Realität - und darum geht es - sparsamer machen würde, als es jetzt nur durch gekonntes Fahren von Einzelnen möglich ist.

    Darum gibt es keine uneingeschränkte Kaufempfehlung für dieses ansonsten sehr gute Auto.

    Beste Grüße,

    Christoph
  • kommentieren
    Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 16.05.2010 um 21:33
    Sehr geehrter Herr Schwarzer (und auch sehr geehrter Urwalder),

    es geht mir weniger um die sachlichen Inhalte, als um deren Darstellung.
    Ich denke, man kann gleichzeitig eine Kaufempfehlung aussprechen und Kritik anbringen. Man kann auch andere Modelle erwähnen, die in dieser Klasse liegen.
    Aber wenn Sie mit mir das Interesse teilen, dass die sparsamsten Autos zum Renner werden, dann hätten Sie die Einschränkung nicht derartig herausstreichen brauchen. Ich denke, alle 3-4-Liter-Autos können heute einfach zum Kauf empfohlen werden (sofern keine gravierenden Schwächen bestehen).

    Geärgert hat mich auch in unmittelbarer Nähe die implizite Bevorzugung des luxuriöser ausgestatteten und teureren Modells mit höherem Verbrauch (es sei denn, das kam aber im Artikel nicht heraus und ich würde es vorerst auch kaum glauben, dass das Comfortline-Modell wirklich sparsamer wäre). Solche Impulse gehen sonst meines Erachtens in genau die Richtung, in die es ja leider ohnehin geht: "Lieber größer und luxuriöser, als sparsam.

    Was die Elektroautos betrifft: Ich habe ja wiegesagt selber in dem Bereich aktiv mitgewirkt. Aber heutigen Automobilkäufern (außer denen, die wirklich bereit sind eines der wenigen und teuren Elektro-Autos zu kaufen) das Elektroauto als die bessere Alternative darzustellen, bewirkt leider auch das selbe: Weiterfahren mit zu durstigen Luxus-Autos und Warten auf eine erträumte Zero-Emissions-Zukunft, im Ideal mit den selben zu großen Autos. Diese Zukunft wird es so schnell nicht geben. Die Elektro-Autos, die kommen werden, werden noch einmal deutlich kleiner sein, als Lupos. Und Vorerst werden sie weder billiger, noch comfortabler sein (außer was die Geräusche betrifft).
  • Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 13.05.2010 um 18:23
    nach langem Überlegen habe ich mich vor einem Jahr das Vorgängermodell entschieden: Verbrauch laut Prospekt ab 3,9 l/100 km, was mit disziplinierter und vorausschauender Fahrweise auch machbar ist, im Winter scheint es etwas mehr, im Sommer etwas weniger zu sein. Leider messe ich an der Tankstelle einen ca. 10% höheren Verbrauch, also ca. 4,3 l/100 km. Scheint mir so als wären die technologischen Möglichkeiten schon weitestgehend ausgeschöpft.

    Mal davon abgesehen ist der Polo in meinen Augen ein kleines aber einigermaßen vollwertiges Automobil, den Bequemlichkeits-Technik-Schnickschnack halte ich für verzichtbar bis überflüssig, bereitet zu häufig Probleme und verlängert auch nicht gerade die Produktlebenszeit.

    Ich befürchte die reine Elektromobilität wird noch viele Jahre unter dem gleichen Problem leiden wie die meisten regenerativen Energien: gute und bezahlbare Speichermöglichkeiten für elektrische Energie sind mittelfristig nicht in Aussicht
  • gelöscht am 13.05.2010 um 18:25 von gigo
    Dieser Kommentar wurde gelöscht..
  • Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 13.05.2010 um 21:30
    ich muss bei der Übersetzung grübeln - heißt 'well to wheel' nicht vom '(Ölförder)Brunnen zum Rad' anstatt vom 'Gut zum Rad'!?
  • kommentieren
    Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 14.05.2010 um 08:40
    Der umgangssprachlich und in Fachdiskursen gerne gebrauchte Begriff "Gut" ist tatsächlich keine anständige Übersetzung. Ich plädiere für "Quelle", also "von der Quelle zum Rad".
  • Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 13.05.2010 um 22:55
    Ich habe jetzt alle Kommentare gelesen und wundere mich, dass wieder mal keiner "von der Wiege bis zur Bahre" also inklusive Produktions- und Entsorgungskosten denkt.

    Ich kenne verschiedene Leute die ihren alten, sparsamen Diesel (z.B. Golf Variant 4,8 - 6Liter oder 200Daimler 6Liter) hergeben mussten weil sie für diese Autos (die übrigens zuerst als umweltfreundlich gefördert wurden) keine Plakette mehr erhielten und die jetzt Benziner fahren, die 8 - 10 Liter brauchen. Spritfresser, die 20 Liter brauchen bekommen aber ohne weiteres eine grüne Plakette.
    Das verstehe ich leider gar nicht!
    Es sei denn, es geht gar nicht um die Umwelt, sondern ums Verkaufen und ums Geld verdienen!

    Und keiner redet von der Ökodieselproblematik - wo nämlich Urwald zerstört wird oder landwirtschaftliche Anbauflächen anstatt für Lebensmittelanbau zur Erzeugung von Treibstoff genutzt werden.

    Ich fühle mich jedenfalls gründlich verarscht. Das einzige, was mir sicher erscheint, ist dass ein Auto das nicht fährt auch nichts schädliches ausstößt!
  • kommentieren
    Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 15.05.2010 um 21:01
    Nachbarn von uns hatten exakt das Gleiche getan: den alten Diesel-Mercedes ab- und einen neuen (zugegeben rückenschonenden) Benzin-Mini-Van mit 9 Liter Stadtverbrauch angeschafft. Mir ein Rätsel warum kein wirklich sparsames Modell gewählt wurde. Vielleicht zählte nur der absolute Verbrauch < 10 Liter. Je nachdem was man vorher gewohnt war, ist das eine relative Bezugsgröße.

    War es so, dass die besagten Diesel-Fahrer keine Plakette mehr erhielten (ggf. mehr Steuern zahlen mussten) oder nicht mehr in die entsprechenden Zonen einfahren durften ? Für Gewerbetreibende gibt´s ja Ausnahmegenehmigungen, die günstiger sind als etwaige Verlust bei Ver- und Neukauf.

    Vom Hergeben müssen kann m.E. keine Rede sein. Die Feinstaub-Diskussion ist dennoch von Region zu Region sehr unterschiedlich aufgenommen worden, selbst Bekannte mit gelber Plakette haben inzwischen ernste Probleme bei der Fahrt in große Zentren, die bereits auf "grün" geschaltet haben.

    Zudem: sparsame Diesel mit grüner Plakette gibt es doch, ältere Gebrauchte ebenfalls. Der Anschaffungspreis nivelliert sich dergestalt zwischen den Motorentypen, was zählt ist m.E. der absolute Schadstoffausstoß pro Kilometer, Feinstaub eingerechnet, und die Gesamtkosten für den Fahrzeughalter über die Lebensdauer. Niemand kauft sich ein Auto mit Verbrennungsmotor, weil es (nur) soundso viel Co2 ausstößt. Sondern weil er/sie diese Form der Mobilität wünscht. Mit dem notwendigen Treibstoff, den Ladekapazitäten/Sitzplätzen, dem Drumherum an Komfortmerkmalen, Design etc. und nicht zuletzt den Fahreigenschaften. Ja, das zählt immer noch, genau darin liegt meine Hoffnung für die Elektromobilität. Dort kann sie so richtig trumpfen.
  • Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 15.05.2010 um 01:54
    Der 3L A2 hat einen größeren Kofferraum 390ltr (Golf und A3 350ltr, Polo 275ltr

    aber den gab es nicht als 5-Sitzer

    Also hat der Polo doch einen Rekord sparsamster 5sitzer, den es je gab.

    Der 3L A2 wird im lanfristigen Alltagsdurchschnitt mit 3,6 bis 3,8 gefahren.

    meine Rekordfahrt (120km) lag bei 2,3ltr/100km (1Person)

    mjt der ganzen Familie (illegal zu fünft aber alle gut angeschnallt) 2,6ltr/100km

    unser Prius II braucht die Hälfte mehr.
  • Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 15.05.2010 um 12:39
    Ähem, kleiner Korrekturvorschlag:
    Well-to-Wheel bedeutet nicht wie im Artikel geschrieben vom Gut bis zum Rad, sondern von der Quelle bis zum Rad.
  • Bedenklichen Inhalt melden
    schrieb am 17.05.2010 um 07:14
    Ich glaube dass "sparsames Auto kaufen" dazu führt, dass überhaupt erstmal sparsame Autos gebaut werden. Aber ansonsten sollte man vielleicht noch die CO2-Bilanz der Produktion eines Autos nicht außer Acht lassen, wenn man sich überlegt seinen betagenten Spritfresser gegen einen sparsamen Neuen einzutauschen - vorausgesetzt der Spritfresser ist technisch noch in Schuss.

    Wieviele Kilometer muss ein Mensch im Jahr mit dem Auto fahren, um die Ökobilanz der Produktion eines neuen Autos (und evtl. die Entsorgung eines alten) durch den Besseren Verbrauch wieder herauszuholen?

    Ich weiß es nicht.
    Viele Menschen fahren ja (löblicherweise) nicht mehr als 10000Km im Jahr. Vermutlich ist es in vielen Fällen ökologischer einen alten Golf IV fünf Jahre weiterzufahren als einen neuen Polo zu kaufen.
Kommentar schreiben
(5000/5000)