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Utopia Award 2010 - Kategorie Unternehmen

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Glovico

Glovico

Glovico geht, oder besser spricht, neue Wege im Netz. Die „Fair Trade Sprachschule 2.0“   vermittelt über ihre Website Spanisch- und Französisch-Muttersprachler an Internet-User in Deutschland. Via Internet-Telefonie findet der Sprachunterricht in moderner, aber persönlicher Atmosphäre statt. Dafür zahlen die Teilnehmer gerne ihre Gebühren an Glovico. Der Großteil der Einnahmen geht direkt an die Muttersprachler in Südamerika und Afrika und trägt zu deren Einkommensverbesserung bei. Gleichzeitig soll der kommunikative Austausch von Sprachschülern und Muttersprachlern den interkulturellen Dialog verstärken.

Begründung der Jury:

Glovico hat einen innovativen Ansatz entwickelt, um Web 2.0, sozio-kulturelle Entwicklung und wirtschaftlichen Nutzen zu verknüpfen. Das Konzept steht absolut am Anfang der Umsetzung (April 2010 gegründet) und noch wird nicht deutlich, ob es ein Unternehmen oder doch eher eine Initiative oder NGO wird. Intensiv hat die Jury deshalb darüber diskutiert, ob „Unternehmen“ überhaupt die richtige Kategorie für Glovico ist. Die Gründer sehen sich selbst als Social Business und fühlen sich als „Nonprofit-Unternehmer“ sozialen Zielen verpflichtet. Die gesellschaftliche Dimension ihres Ansatzes ist so stark ausgeprägt, dass ein integriertes unternehmerisches Nachhaltigkeitsmodell (Verbindung von Ökonomie, Ökologie, Soziales) noch nicht erkennbar ist. Was jedoch überzeugt, ist das Herzstück von Glovico: „Fair Trade Voice over IP Sprachkurse“ anzubieten, die mit Maßnahmen zum interkulturellen Dialog verbunden werden. Dadurch wird ein persönlicher und fairer Zugang zur Globalisierung eröffnet, die sonst meistens eher abstrakt und distanziert wahrgenommen wird. Das ist zwar nur ein Ausschnitt aus dem komplexen Bereich nachhaltiger Entwicklung, aber ein Aspekt, der oft vernachlässigt wird. Darauf weist uns Glovico mit seinem Ansatz hin und wird deshalb für den Utopia Award 2010 nominiert.

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Stand: 23.08.2010 von

Kommentare (6)   abonnieren

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    schrieb am 24.08.2010 um 16:08
    -KLIMA-GUT-
    Neue Impulse ? - Der Name "Klima-Gut" weißt fachlich nicht konkret auf Inhalte, Wege und Mittel. Wie soll was saniert werden und in welcher zertifizierten Stufe (KfW XY, Passivhausstandard, +E, ... ) ? Nachhaltige PH-Rekonstruktionen gibt es -mit sehr wechselhaften Erfolgen- bereits seit ca. 1999 - Die Wohnungsgesellschaften etc. hängen sich gern mal ein solches Schildchen mit einer Inselvariante um - solange keine flächenwirksamen auch wirtschaftlich starken Anreize verfügbar sind, wird der durchaus wichtige und lobenswerte Ansatz ein Ansatz bleiben ...
    Dennoch frage ich mich, wie sich die Fa hier qualifiziert hat ? (Alleinstellungsmerkmale, Besonderheiten, ...) Da kenne ich eine Reihe von Firmen, die bereits seit vielen Jahren engagiert in diesem heiß umkämpften Segment agieren und z.T. aus idealistischer Arbeitsweise Einbußen in Kauf nahmen oder gar belächelt wurden - ich will nicht mosern- aber das sind die wahren Öko-Helden !
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    schrieb am 24.08.2010 um 18:55
    Liebes Utopia-Team,

    wie immer Ihr die Kriterien für den Utopia-Award setzt, ich weiss es nicht, aber für mich gehört neben fairtrade und nachhaltig gestaltete Umwelt auch immer die Ernährung dazu.
    Ob Unternehmen, ob Initiative, ob Einzelperson, die darin, dazu gehörenden Mensch, wie verhalten sie sich bzgl. der Ernährung. Sind sie, leben sie beispielhaft vor, dass es auch ohne Fleisch, bzw. wirklich nur mit begrenzten Fleischverzehr ( bio, kein bio-washing) geht, der Umwelt zu liebe, der Natur zuliebe.

    Eigentlich schade, dass dieses Thema bei den Bewertungen, Vorstellungen von Unternehmen, Initiativen, Einzel-Personen immer hinten an steht, bzw. gar nicht nachgefragt wird.

    Wäre wohl an der Tages-Ordnung, die zu ändern, das Hinterfragen!
  • gelöscht am 27.04.2011 um 14:10 von inaktiver User 69633
    Dieser Kommentar wurde gelöscht..
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    schrieb am 07.10.2010 um 11:38
    Die Begründung für die Nominierung als Finalist lautet:
    "Mit seinen Anlageprodukten und mit seiner Öffentlichkeitsarbeit will Klima-Gut Immobilien auf die Bedeutung der energetischen Gebäudesanierung für den Klimaschutz hinweisen und „klimaneutral“ als wichtiges Qualitätsmerkmal für Immobilien einführen".

    Das in der Begründung aufgeführte haben doch in der Vergangenheit hunderte Ingenieurbüros bereits viel länger und zudem vielfach intensiver und professioneller gemacht. Zudem haben diese tausend Mal mehr vorzuweisen, als dieses Startup, dessen Hauptargument, wenn nicht einziges Argument, ein attraktiver Unternehmensname ist.

    Auf der Unternehmensseite finde ich zudem kaum konkretes, nach welchen Standards modernisiert werden soll. Alles wohlklingend, aber extrem unkonkret.
    "Klimagut" kann auch ein energieverschwendenes Mietshaus mit riesiger Photovoltaikanlage sein. Das dies jedoch in Berlin gesamtökologisch und volkswirtschaftlich unsinnig ist, dürfte jedem einleuchten.

    Kritisierenswert auch dies:
    Das Unternehmen wurde erst im Sommer 2009 gegründet. Die 18 Gründer zahlten nur einen Euro je Aktie. Unmittelbar darauf sollten Neuaktionäre bereits unglaubliche 14 Euro je Aktie zahlen.
    Der Buchwert lag jedoch deutlich unter einem Euro je Aktie..

    Erfüllt so ein Unternehmen "Utopia"-Ansprüche ?!?
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    schrieb am 08.10.2010 um 15:29
    Deine Kritik halte ich für lesenswert (und nachprüfenswert)!

    Mich persönlich interessieren solche Awards nicht sehr; ich halte sie für eine moderne Form der Werbung. Absichtserklärungen sind relativ langweilig. Interessanter sind Berichte, was aus diesen Absichtserklärungen schließlich geworden ist. Vielleicht wird uns die Utopia-Redaktion in einigen Jahren auf dem Laufenden halten?!
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    schrieb am 25.10.2010 um 14:00
    zur KlimaGut:
    Es ist völlig richtig, dass die Sanierung der Gebäude bislang noch ein Schattendasein führt. Bisherige Initiativen beschränken sich auf einige Pilotprojekte. Wir wollen genau das Gegenteil tun: Gebäudesanierung in die Breite bringen. Das geht natürlich nur, wenn man ohne öffentliche Förderungen eine Balance zwischen Wirtschaftlichkeit, Ökologie und Sozialem findet - eben nachhaltig. Dazu haben wir ein eigenes Konzept erarbeitet: der Energieverbrauch der alten Gebäude (in Berlin oftmals noch mit Kohleöfen) wird durch entsprechende Dämmaßnahmen um zwei Drittel reduziert und auf Neubauniveau gebracht. Die benötigte Energie wird aus Biogas gewonnen und daraus mit einem Blockheitzkraftwerk Strom und Wärme produziert. Das Ganze kommt mit relativ geringen Investitionen aus und ermöglicht so auch eine halbwegs verträgliche Miete. Mit neu gebauten Niedrigenergie- Passiv- oder Energieplushäusern, die hohe Investitionssummen mit sich bringen und in der Regel nur im Eigentumsbereich machbar sind, hat das wenig zu tun. Das Ganze ist also eher ein wirtschaftlich-pragmatischer Ansatz, weniger der Versuch, das maximal technisch Machbare umzusetzen.
    Es ist völlig richtig, dass es viele Ingenieur- und Architekturbüros gibt, die das Know-How schon seit Jahren anbieten. Mit Einigen davon arbeiten wir zusammen. Der Unterschied ist, dass wir selbst investieren und nicht nur Berater sind und auf das Wohlwollen eines Bauherren hoffen.
    Bislang gibt es kaum eine Immobilienfirma, die sich das Thema Klimaschutz und Nachhaltigkeit konsequent auf die Fahnen (und übrigens auch in die Satzung) geschrieben hat und damit in die Öffentlichkeit geht. In der Immobilienwirtschaft hört man eher Bedenkenträger.
    Ich bin übrigens schon seit fast 20 Jahren in der Berliner Stadterneuerung tätig und habe schon so manches Projekt realisiert. Dass wir vor einem Jahr die KlimaGut AG gegründet haben, ist also das Ergebnis eines langjährigen Lernprozesses. Dass man in diesem Prozess auch Fehler macht, sieht man an der anfänglichen Aktienbewertung (die übrigens auf einem inzwischen überarbeiteten Geschäftsplan basierte). Wir haben das mittlerweile korrigiert und bieten die Aktie seit Juni für 2€ an.
    Fabian Tacke, Initiator und Vorstand der KlimaGut Immobilien AG
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