Utopia: Die Verbrauchermacht - Unser Konsum verändert die Welt.
50 Unternehmen werden befragt

Fragestunde: Das Utopia-Vertrauensbarometer


 

Wir sind über 9.400 Nutzer, die miteinander diskutieren, praktische Tipps austauschen und nachhaltige Produkte bewerten. www.utopia.de erzielte bisher über zwei Millionen Page Impressions und über 280.000 Visits (Stand Jan 08).

Wir wollen dieses Potential nutzen und den Austausch zwischen uns Verbrauchern und den Unternehmen stärker vorantreiben. Wir wollen wissen, was die größten und einflussreichsten deutschen Unternehmen tun, um sich für eine bessere Welt einzusetzen.

Klimaschutz ist nach wie vor eines der größten Themen auf der Welt. Was werden eigentlich Deutschlands wichtigste und einflussreichste Unternehmen im nächsten Jahr konkret tun, um sich für den Klimaschutz einzusetzen?

Die Utopia-Redaktion hat dazu zehn Fragen formuliert, die diese Woche an über 50 deutsche Unternehmen geschickt wurden.

Die Antworten werden ab 8. Februar auf www.utopia.de veröffentlicht - auch nicht erhaltene Antworten.

Danach möchten wir herausfinden, welchen Unternehmen unsere Nutzer die höchste Problemlösungs-Kompetenz zutrauen. Deshalb haben die registrierten Utopisten die Möglichkeit, die Antworten und Maßnahmen der Unternehmen nach einer Punkteskala zu bewerten.

Der so entstehende „Utopia-Vertrauensindex“ wird ebenfalls veröffentlicht und auch in Zukunft weitergeführt werden.


Folgende Fragen stellt Utopia den 50 größten deutschen Unternehmen:


1. Wie ist Klima- bzw Umweltschutz in Ihren Unternehmenszielen verankert?

2. Welches ist der größte Schritt, den Ihr Unternehmen im nächsten Jahr in Richtung Umwelt- und Klimaschutz geht?

3. Wie garantieren Sie, dass bei Ihren Lieferanten und in Ihren ausländischen Produktionsstätten Ihre Umweltstandards eingehalten werden?

4. Wieviel CO2 (in Prozent und Tonnen) wird Ihr gesamtes Unternehmen 2008 im Vergleich zum Vorjahr einsparen?

5. Welche konkreten Maßnahmen werden Sie dazu ergreifen?

6. Planen Sie den An- oder Verkauf von Emissionszertifikaten?

7. Wie fördern/motivieren Sie Ihre Mitarbeiter, zum Erreichen Ihrer
unternehmensinternen Klimaschutzziele beizutragen?

8. Wieviel haben Sie in den vergangenen 5 Jahren in den Klimaschutz investiert?

9. Was dürfen die Verbraucher in Sachen Klimaschutz in den nächsten 5 Jahren von Ihnen erwarten?

Alle Fragen stehen als Download im Pressebereich zur Verfügung.

 

Tochterkonzerne eines Großkonzerns wie Schenker AG (Deutsche Bahn), Thüga AG (E.On) oder Media Saturn-Holding GmbH (Metro AG) wurden in Übereinstimmung mit den befragten Unternehmen zu den Großkonzernen zugeordnet und demnach aus der Liste genommen.

 

Folgende Unternehmen haben die Fragen erhalten:

  • Adam Opel GmbH
  • ADIDAS GROUP
  • Aldi Gruppe
  • ALLIANZ
  • Audi AG
  • BASF AG
  • Bayer AG
  • Bertelsmann AG
  • BMW AG
  • Celesio AG
  • COMMERZBANK AG
  • Continental AG
  • Daimler AG
  • Deutsche Bahn AG
  • DEUTSCHE BANK AG
  • DEUTSCHE BÖRSE AG
  • Deutsche BP AG
  • Deutsche Lufthansa AG
  • Deutsche Post World Net
  • DEUTSCHE POSTBANK AG
  • Deutsche Telekom AG
  • EADS N.V.
  • Edeka Gruppe
  • EnBW Energie Baden-Württemberg AG
  • Eon AG
  • Ford-Werke GmbH
  • Franz Haniel & Cie. GmbH
  • HENKEL KGAA
  • Hochtief AG
  • HYPO REAL ESTATE HOLDING AG
  • INFINEON TECHNOLOGIES
  • Karstadt-Quelle AG
  • LINDE AG
  • MAN AG
  • MERCK KGAA
  • Metro AG
  • MÜNCHENER Rückversicherung
  • Otto (GmbH & Co. KG)
  • Phoenix Pharmahandel AG & Co KG
  • RAG AG
  • Rewe Group
  • Robert Bosch GmbH
  • RWE Energy AG
  • Shell Deutschland Oil GmbH
  • Siemens AG
  • Thyssen-Krupp AG
  • T-Mobile International AG
  • TUI AG
  • Unternehmensgruppe Schwarz: Schwarz Beteiligungs GmbH
  • Unternehmensgruppe Tengelmann
  • Volkswagen AG

Stand: 21.01.2008 von

Kommentare (12)   abonnieren

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    schrieb am 23.01.2008 um 14:49
    mit der stark wachsenden Anzahl an Utopisten kann man bestimmt auch etwas Druck auf die Unternehmen ausüben. Zumal ja die Antworten veröffentlicht werden. Das wirkt ganz anders als wenn man sich als Privatperson bei einem Unternehmen erkundigt. Auf jeden Fall sollte dann auch die Umsetzung der Klimaschutzmaßnahmen von Utopia kontrolliert und veröffentlicht werden.
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    schrieb am 24.01.2008 um 22:16
    Ich bin da etwas skeptischer. Zu den meisten genannten Unternehmen könnte ich spontan einen Skandal nennen. Ich zweifle aber nicht daran, dass ihre Marketingabteilungen hübsche Ziele & Zahlen auspacken um sich "grün zu waschen". Wenn es bei Utopia doch heißt: "Was wir heute tagtäglich brauchen, gibt es irgendwo auch in einer nachhaltigen Version.", dann wohl eher nicht von den genannten Unternehmen.
    Der Atomkonzern EnBW wird sich als "Klimaschützer der Woche" verkaufen. EADS produziert Kriegswaffen, gibts die auch in "ökorrekt"? Der kritische Punkt bei Schwarz (Lidl) ist nicht, dass sie das Klima zerstören, sondern die Angestellten schlecht behandeln ...
    Trotzdem bin ich natürlich auf die Antworten gespannt. Lektüretipp: "Schwarzbuch Markenfirmen" von Klaus Werner (www.markenfirmen.com)
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    schrieb am 25.01.2008 um 18:31
    doch wie sehr kann man sich da auf die Zahlen und Antworten verlassen, die die Unternehmen vorlegen? Und wer garantiert auch die Einhaltung des Versprochenen? Eine gewisse Unsicherheit/ Zweifel bleiben dann doch bestehen.

    Ich bin auf jeden Fall gespannt und freue mich schon drauf...
    Das ist auf jeden Fall ein weiterer Schritt in die richtige Richtung!

    schöne Grüße
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    schrieb am 01.02.2008 um 15:51
    ... und auch ich bin der Überzeugung, dass eben auch Kleinvieh Mist macht. Deshalb sollte sich jeder von uns die Liste ausdrucken und den Unternehmen in seiner/ihrer Nachbarschaft, seinem/ihrem Bekanntenkreis, sich selbst als Unternehmen genau diese Fragen stellen.

    Und die Antworten ebenfalls hier, z.B. in "Meine Welt" veröffentlichen. So könnten wir die Utopia-Idee auch in unserem Umfeld durchaus weitertragen...
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    schrieb am 03.02.2008 um 18:41
    Das Finde ich ebenfalls klasse!
    Wir müssen die Firmen viel mehr Reizen um mehr gehör zubekommen, die werden sicher der sache nicht im ernst Nachgehen!
    Mann sollte die Einzelhändler und dem Endverbraucher die frage stellen was er dazu beiträgt!

    Denn Ist sicher Viel Effektiver!!!!
    Bei Uns im Unternehmen bin ich dafür verantwotlich, demm kunden zu zeigen das er sein sparlappen Verwendet und das er nicht beim einseifen
    das wasser laufen lassen soll und das sie noch intesiver Darauf acht was sie essen wo her und wie sie ihren Mühl trennen!
    Aber sicher fägt ich keiner Von meinen Kunden Ob ich bei Firmen Fragen kann !!!
    mann muss wie beim hausbauen (egal öko oder Nicht Öko) immer untenanfangen!!!
    das ist meine Relistische MEinung bedros
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    schrieb am 03.02.2008 um 18:53
    die können ja nu nicht anders, als ehrlich antworten.
    (Juhu sie stehen unter Beobachtung!;)
    Ich bin gespannt, Klasse Idee!
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    schrieb am 03.02.2008 um 23:06
    Ich finde diese Nachfragen auch eine gute Idee. Es können gar nicht genug Leute Fragen stellen und die Antworten veröffentlichen! Der Druck steigt. Das haben ja auch viele Unternehmen schon kapiert und begonnen, sich ums Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit zu kümmern. Andere bieten jedoch keinerlei Informationen zu Umwelt- oder Nachhaltigkeitsthemen an. Die „schwarzen Schafe“ finden sich in den Branchen Versicherungen und Handel. Die großen Discounter Lidl, Aldi und Schlecker schweigen auch weiterhin zum Thema Nachhaltigkeit.

    Und ohne Zweifel gibt es fragwürdige Werbeannoncen, grünfärberische Fernsehspots, verlogene Politikerreden ... die es lohnt, zu entlarven: http://www.klima-luegendetektor.de

    Grüße,
    Doris
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    schrieb am 04.02.2008 um 20:43
    All die genannten Unternehmen können beliebig viele Mittel bereitstellen, um sich ein tolles grünes Image zu geben und trotzdem ihre allgemeine Ausbeutungsstrategie weiter verfolgen.

    Es nervt mich, dass in diesem Forum allzuviele Leute unterwgs sind, die sofort Hurra!schreien, wenn nur irgendwo das Wort Grün auftaucht.
    Etwas mehr Kritikfähigkeit wäre hilfreich.

    Für eine wirkliche Wende hin zur Nachhaltigkeit scheint mir dieses Forum nur bedingt nützlich, weil:
    Die tollen öko-und-sozialprodukte werden VIEL zu teuer verkauft!!!

    Nochmal: damit wird nur der Nischencharakter der nachhaltigen Ökonomie gefördert, die Preise sind nicht konkurrenzfähig, eine Wende in der globalen Nachhaltigkeit wird durch Leute, die sich den Trend extrem teuer bezahlen lassen, BLOCKIERT!
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    schrieb am 06.02.2008 um 17:48
    Ich finde das Engagement von Utopia super.
    Auch wenn die Firmen geschönt antworten sollten, zählen ja dann doch nur die Ergebnisse, sprich die Umsetzung der Firmen, oder?
    Ich werde mir die Fragen und deren Antworten genau anschauen, und mich als Konsument entscheiden (soweit die Firmen meinen Lebensbereich betreffen!)
    Ich bin mal optimistisch, und der erste Schritt ist getan!!
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    schrieb am 09.02.2008 um 00:22
    1. zum einen schließt sich für mich strategischer konsum und zb aldi sowieso gegenseitig aus. natürlich ist es gut, öffentlichen druck gerade auf solche unternehmen auszuüben. aber das barometer finde ich schlicht unpraktisch.
    2. der sinn einer community besteht für mich nicht zuletzt in arbeitsteilung. es ist eh schon viel arbeit konsum zu hinterfragen. da halte ich es für wenig hilfreich, diese ellenlangen fragebögen zur bewertungsgrundlage für ein "vertrauensbarometer" zu machen.
    3. selbstdarstellungen allein können niemals grundlage objektiver bewertung sein. das sollte auch nicht suggeriert werden.

    sinnvoller fände ich eine art wiki, wo gemeinsam die aussagen der firmen auf wahrheitsgehalte geprüft werden können. daraus könnte man ja auch ein (aussagekräftigeres) barometer bilden.
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    schrieb am 22.02.2008 um 17:21
    eine sehr gute Idee, Unternehmen unter die Lupe zu nehmen...

    Bin sehr gespannt auf die Antworten! Hier heißt es kritisches Beäugen! Denn beschönigende oder ausweichende Antworten gibt es sicher genügend. Wer will sich nicht von seiner besten Seite zeigen...

    Fände es interessant, auch auf die Fahrrad-Industrie auszuweiten - und darüber auch etwas in der Fachpresse zu schreiben.

    Astrid Johann

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