Der grüne Pfad
4Für das "open-programme" der Utopia-Konferenz 2010 konnten sich... mehr
besser: wissen - machen - kaufen
An dieser Stelle sollte eigentlich eine – den Rahmen der Veranstaltung angemessene –schmückende Einleitung stehen. Gekonnte Metaphern von roten und grünen Teppichen wären sicherlich treffende Ansatzpunkte gewesen. Der Veranstaltungsort hätte eine ausführliche Beschreibung verdient: die ausgediente, romantisch anmutende Malzfabrik. Aber schon jetzt sind so viele Worte gefallen – wichtige Worte, fern von romantischer Naivität, voll an visionärem Charme. Einiges kann dieser Bericht wiedergeben, vieles muss er beiseite lassen, obwohl alles verdient hätte, berichtet zu werden.
Die einleitende, gekonnte Metapher liefern dann doch die Moderatoren der Konferenz Britta Sander und Martin Kloss. Mit dieser wird dazu die Malzfabrik gewürdigt. Denn „Malz ist gekeimtes Getreide“ und mit der Konferenz möchte Utopia „Ideen zum keimen“ bringen. An vorderster Stelle Claudia Langer. Die Utopia-Gründern folgt auf die Bühne und grüßt zur Begrüßung charmant ihre Tochter, die im Live-Stream zusieht. Ihr Dank gilt zunächst dem fast unmöglich kleinem Utopia-Team, das aufgrund seiner Größe im Grunde Unmögliches leistet. Utopia eben. Weitere herzliche Dankesworte gelten dem Kuratorium der Utopia-Stiftung, den Changemaker-Unternehmen, den Sponsoren der Konferenz und dem Herzen Utopias, der Community.
Der erste Redner der Konferenz ist der Schauspieler und Umweltaktivist Hannes Jaenicke. Mit „Wut allein reicht nicht“ war sein Vortrag angekündigt, seine Wut war spürbar – in authentischer Art und Weise. Was ihn als Redner qualifiziere, wisse er zwar nicht, aber wenn Claudia Langer anklopft, könne er nur schwer nein sagen. Es folgen einige Eindrücke aus Jaenickes Dokumentarfilmen. Schwerverdauliche Bilder von abgeschlachteten Haien, untermalt mit aufklärenden, drastischen Worten. „Wir leben im Zeitalter der Konsequenzen – und deswegen müssen wir handeln, und zwar jetzt!“. Die selbst angezweifelte Qualifikation war vermutlich nur eine rhetorische Finte, dennoch ist längst klar, warum Hannes Jaenicke hier ist. Das Fernsehen ist nach wie vor das wichtigste Medium, um Menschen mit Botschaften zu erreichen, es ist „mächtig um Zusammenhänge herzustellen“. Aber er ist nicht nur Fernseh-Botschafter, davon zeugen elaborierte Gedanken zu Politik und Konsum (Diese können Sie in ähnlicher Form hier nachlesen.). Applaus!
Kommentare (5)
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Fairtradefreak
schrieb am 30.10.2010 um 16:28 ¶gerfi
schrieb am 30.10.2010 um 11:35 ¶Kommentar schreiben
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