Das Motto der Tagung, von den Preisträgern selbst formuliert, sei „ein dringender Weckruf an alle Menschen. "Die Zeit des Redens, des geduldigen Warnens sei abgelaufen, sagt der Initiator des Preises, Jakob von Uexküll: „Es müssen jetzt Taten folgen, denn niemals waren unsere Probleme so global wie heute, niemals war die Dringlichkeit fundamentaler Änderungen größer."
Das Wissen und die praktische Erfahrung jener Menschen und Projekte, die mit dem Right Livelihood Award (RLA) ausgezeichnet wurden, werden heute dringender denn je gebraucht: in der Ökonomie, für den nachhaltigen Umbau von einer fossilen in eine regenerative Energie, Kultur, in Bildung und Bürgerbewegungen. Die langjährigen und zum Teil enorm erfolgreichen Ansätze der „Alternativen Nobelpreisträger“ können über eine breite Vermittlung auch bei uns die gesellschaftlichen Kräfte stärken, die sich für eine ökologisch nachhaltige, kulturell vielfältige und wirtschaftlich gesunde Zukunft einsetzen. Die Chance, dass voraussichtlich rund 90 Trägerinnen und Träger des „Alternativen Nobelpreises“ erstmalig (und vielleicht einmalig) gemeinsam in der Bundesrepublik sind, kann als ein weit reichendes Aufbruchsignal Richtung Nachhaltigkeit genutzt werden.
Noch nie zuvor hätten sich so viele Träger des RLA in Deutschland versammelt, sagte Monika Griefahn aus dem Vorstand der RLA-Stiftung. Sie hoffe, dass die Deutschen die Chance ergriffen, die sich mit der Konferenz biete: „Selten wird bei einer einzigen Veranstaltung eine solche Fülle an Experten versammelt, an Geschichten, die staunen lassen, Mut machen und vor allem inspirieren."
Monika Hauser, Gründerin der Initiative "Medica Mondiale", unterstrich, welche Bedeutung die Auszeichnung für die Projekte habe. Für die Basisarbeit sei sie eine große Chance, wahrgenommen und auch respektiert zu werden; für viele bedeute dies auch Schutz. Die Jubiläumstagung nannte sie ein "wichtiges Signal". Die Preisträger könnten sich noch besser miteinander vernetzen und zu zeigen, dass es möglich ist, Alternativen zu schaffen. "Wir erhoffen uns von dem Treffen neue Initiativen", fügte Jakob von Uexküll hinzu.
Das Wissen ist für alle da!
Das Knowhow der Preisträgerinnen und Preisträger solle auch hiesigen Institutionen, Nicht-regierungsorganisationen und engagierten Bürger systematisch zugänglich gemacht werden. Die Tagung soll dazu beitragen, dass sich die interessierte wissenschaftliche und politische Community, die Medien, Öffentlichkeit und Entscheidungsträger mit den Zukunftsszenarien der Preisträger aktiv auseinandersetzen und Partizipationsmöglichkeiten erkennen und wahrnehmen. Zudem soll die Konferenz Begegnungen bieten, die inspirieren und die Preisträger und Preisträgerinnen in ihrer Arbeit unterstützen. Auch soll dem gesellschaftlichen Diskurs über die Themen der Konferenz regional und überregional kräftige Impulse gegeben werden.
Weitere Informationen unter www.kurswechseln.de
- Konzept 30 Years Right Livelihood Award Foundation "Kurswechseln"
- Wake Up Call
- Preisträger, Daily Reports, Blogs etc.


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Mittwoch 15. September: Paneldiskussionen und Filmevent
http://www.kurswechseln.de/?id=2014
Volkshochschule Bonn
Zeit: Mittwoch, 15.09.2010 um 19.00 Uhr
Ort: InWEnt, Friedrich-Ebert-Allee 40, Saal A, 53113 Bonn
Titel: Die Karawane der Hoffnung, Filmvorführung mit Diskussion
Evangelisches Forum Bonn
Zeit: Mittwoch, 15.09.2010, 19.30 – 22.00 Uhr
Ort: Haus der Evangelischen Kirche (Lese), Adenauerallee 37, 53113 Bonn
Preisträger: Manfred Max-Neef (tbc), Hans-Peter Dürr
Titel: Die Erde hat Fieber
ECOLABORA / Stadt Bonn / IFOAM
Zeit: Mittwoch, 15.09.2010, 20.30 Uhr
Ort: WOKI, Bertha-von-Suttner-Platz 1-7, 53111 Bonn,
Preisträger: Ibrahim Abouleish, Vandana Shiva, Louise und Percy Schmeiser
Titel: Eine Kino-Nacht über und mit vier alternativen Nobelpreis-Laureaten
http://www.utopia.de/gruppen/forum/thema/188605