Tanja Gönner im Interview - UN-Dekade “Bildung für Nachhaltige Entwicklung”

“Jeder muss sich fragen, was er beitragen kann!”


natur und kosmos: Frau Ministerin, die UN-Dekade will uns ein neues Denken vermitteln. Sind wir schon in der Lage, über den Tellerrand zu blicken?

Tanja Gönner: Ich denke schon. Umweltthemen werden heute ganz anders diskutiert als noch vor Jahren. Dass Ökonomie, Ökologie und Soziales keine Gegensätze mehr sind, findet eine breite Anerkennung. Ein Beispiel: Wenn wir Hausbesitzer dazu verpflichten, erneuerbare Energien zu nutzen, dann spart dies lang-fristig Milliarden, schont das Klima und schafft auch noch Arbeitsplätze.

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Wie sieht es mit Politikern aus? Sie sind in der Regel für eine Periode von vier oder fünf Jahren gewählt und wollen wieder gewählt werden – haben sie unter solchen Voraussetzungen überhaupt eine Chance, langfristig zu denken?

T.G.: Das ist eine große Herausforderung. Politiker müssen Realismus und Idealismus unter einen Hut bringen. Auf der einen Seite sind sie mit kurzfristigen Entscheidungen gefordert, auf der anderen Seite müssen sie am Entwurf einer nachhaltigen Entwicklung arbeiten – visionär und doch machbar.

Wie kann die UN-Dekade dazu beitragen, den Natur- und Ressourcenverbrauch zu verringern?

T.G.: Ich bin davon überzeugt, dass Bildung der Schlüssel dazu ist, uns die Tür zu einer zukunftsfähigen Welt zu öffnen. Und das heißt zunächst, dass wir erkennen müssen, wie alles mit allem zusammenhängt. Die derzeitige Ölpest im Golf von Mexiko hat auch mit unserem Lebensstil zu tun – und unserem Energieverbrauch. Solche Umweltkatastrophen gilt es in Zukunft zu verhindern. Deshalb mache ich mich besonders dafür stark, dass Effizienz zu einem Leitmotiv zu-künftigen Wirtschaftens wird.

Heißt das: Wir müssen unseren Lebensstil hinterfragen?

T.G.: Mit Sicherheit! Jeder Einzelne sollte sich fragen, was er beitragen kann – und fünf zentrale Regeln für das Umsetzen „guter Vorsätze“ beachten: Sich informieren, messbare Ziele setzen, die Pläne mit der Realität abgleichen, Strategien gegen Hindernisse entwickeln und Freunde oder Partner ins Boot holen. Und nicht gleich aufgeben, wenn es beim ersten Mal nicht klappt.

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    Nicolay
    schrieb am 07.11.2010 um 10:10
    Unser Beitrag,wird nach wie vor,alle 4 Jahre das Kreuz auf dem Wahlschein sein.
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    AzorenGuide.de
    schrieb am 20.09.2010 um 20:33
    Jeder darf seine Meinung äußern, aber die Äußerungen dieses Artikels sind m.E. auf dieser Internetseite überflüssig und eher kontraproduktiv. Sorry, Zielgruppe verfehlt!
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