Utopia: Die Verbrauchermacht - Unser Konsum verändert die Welt.
Tanja Busse „Gegen die Ernährungsdiktatur“

Kein Licht im Dunkel - das neue EU-Bio-Siegel


Jedes Mal, wenn ich als Einkaufsrevolutionärin unterwegs bin und Vorträge halte, fragt einer der Zuhörer nach meinem Schlussappell: „Politischer Konsum schön und gut, aber das ist ja ganz schön kompliziert, oder? Man kann doch nicht vor jedem Einkauf erst im Internet recherchieren!“

„Das muss man ja auch nicht“, sage ich dann, „das lernt man doch ganz schnell! Bei Lebensmitteln zum Beispiel gibt es ja nicht so viele Label, das sechs-eckige EU-Bio-Siegel und die Zeichen der Anbauverbände, Demeter, Bioland, Naturland, Gäa... - ach ja, das Fairtrade-Siegel muss man auch noch kennen, und Neuland ist noch wichtig, das ist zwar kein Bio-Verband, hat aber die besten Tierschutz-Standards.“ Und rasch wird meine Liste länger und mein Argument schwächer.

Seit Juli kommt noch ein neues Siegel dazu, das neue EU-Bio-Siegel, zwölf Sterne auf frischgrünem Grund, in Form eines Blättchens angeordnet. Es sieht organischer aus als das Stoppschild-förmige deutsche EU-Bio-Siegel, aber auch nichtssagender. Ein bisschen wirkt es wie eine Produkt-Illustration, ein Hauch Frühlingswind, nichts was ins Auge springt.

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Stand: 27.07.2010 von

Kommentare (22)   abonnieren

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    schrieb am 27.07.2010 um 16:41
    Dr. Brucker hat mal geschrieben "Lebensmittel für die Werbung gemacht wird sollten Frau/Mann nicht Essen".
    Ich finde das sehr Interessant und kaufe lieber beim Bio-Bauern ;-)
    Wir brauchen viel weniger, als wir oft denken !!

    Gruss Boris
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    schrieb am 27.07.2010 um 16:47
    Volle Zustimmung - ich halte es mit der Maxime: "Je lauter die Werbung, desto schlechter das Produkt."
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    schrieb am 27.07.2010 um 19:28
    Die meisten Lebensmittel, die ich kaufe haben gar keinen Aufkleber, sondern stecken in einer braunen unscheinbaren Papiertüte. Ich weiss aber wo dieses Obst und Gemüse angebaut wird und wie, nämlich 100% bio und 100% genfrei. Das neue Bio-Siegel ist für mich nach diesem Bericht - danke dafür - als Kaufhilfe völlig wertlos .
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    schrieb am 28.07.2010 um 10:01
    >Es soll eins für alle sein und schnellen Durchblick im Bio-Siegel-Wirrwarr verschaffen

    Überall wo etwas schlecht ist, bekommen die Hersteller den Freiraum etwas in Eigenverantwortung zu regeln. Nur wenn etwas gut ist, müssen Politiker dafür sorgen, dass es schlechter wird ( für Konzerne höhere Gewinne verspricht).
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    schrieb am 28.07.2010 um 13:59
    Das EU-Bio-Siegel ist ein ganz großer Rückschritt!!
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    schrieb am 29.07.2010 um 07:49
    Eine kleine Anmerkung zur Korrektur des Beitrages.
    Die Regel zum Gentechnikausschluss von der alten zur neunen Bio VO (einschließlich Siegel) hat sich inhaltlich nicht geändert!

    Die 0.9 Vorgabe im einschlägigen EU Recht ist deutlich komplizierter als übrigens auch oft von Politikern zweckorientiert dargestellt wird.
    Waren die "GVO" oder "aus GVO" hergestellte Erzeugnisse beinhalten sind immer Kennzeichnungspflich es sein denn folgende drei Bedingungen sind zusammen erfüllt. (Die Erfüllung eines Kriteriums ist nicht ausreichend!!)
    Wenn;
    1. weniger als 0.9 % GV0 Konstrukt in der Zutat ist
    2. diese unvermeidbar ist
    3. die Hersteller geeignet Sicherungsmaßnahmen zur Vermeidung nachweisen können.

    In D geht man heute davon aus, dass die Kenzeichnungsschwelle bei Sojaprodukten und Maiserzeugnisse bei 0,1 oder 0,2 % GVO Konstrukt liegt. Alles darüber wird als technisch vermeidbar angesehen.
    Und wir leben in einer Welt!
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    schrieb am 29.07.2010 um 09:36
    Also wenn das was Du Alexander geschrieben hat stimmt, dann hat sich nichts verschlechtert.

    Ist das so?

    Meines Wissens nach stecken die Anbauverbände einiges an Geld in die Analyse "Ihrer" Biolebensmittel um gentechnische Verunreinigungen ganz auszuschließen.

    Auf der anderen Seite wird es auch in diesem konsequenten Segement eines Tages nicht mehr ausschließbar sein und es wird auch in diesen Kreisen immer wieder diskutiert wie lange diese Konsequenz einhaltbar ist.

    Es ist halt wie immer: wir haben täglich die Wahl und wenn die meisten sich bewußt oder unbewußt für gentechnik entscheiden, dann kommen auch die anderen irgendwann damit in Berührung.

    Also Ärmel hochkrempeln und wachrütteln ...
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    schrieb am 29.07.2010 um 13:50
    wie, hab ich das richtig verstanden, das komische Blättchen löst das sechseckige Zeichen über kurz oder lang ab???

    Ich mag aber kein "bisschen" Genmist in Bio drin haben. Is irgendwie so wie... bisschen schwanger, oder?
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    schrieb am 29.07.2010 um 14:17
    Genauso ist es. Und wegen dem "ein bisschen Gendreck" bleibt nur der Rückgriff auf Anbauverbände wie Demeter oder Bioland.
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    schrieb am 29.07.2010 um 15:04
    Ich muss Alexander voll recht geben, dass was da zu GVO's und EU-Öko-Verordnung geschrieben wurde schlichtweg falsch ist.

    Was jetzt im Juli geändert wurde ist nur das EU-Öko-Siegel, was das alte EU-Öko-Siegel ersetzt (entspricht NICHT dem deutschen sechseckigen !) und verpflichtend gekennzeichnet werden muss, wenn es sich um ein Produkt der VO handelt. Also was mit dem sechseckigen in Deutschland bisher galt, wird nun mit dem EU Siegel europaweit durchgeführt.

    Die neue EU-Öko-VO gilt im Übrigen bereits seit Januar 2009, und da sind GVO's verboten (inder alten auch), mehr steht da nicht. Was GVO's sind steht in einer anderen VO der EU und da ist definiert, dass eben unvermeidbare Kontaminationen mit einem Schwellenwert unter 0,9% keine GVO's sind und in Bio-Produkten somit erlaubt sind. Und das war auch schon in der alten EU-Öko-VO so, es hat sich also dahingehend nix geändert.

    Das sechseckige Siegel ist ein nationales Siegel, welches sich "nur" auf die EU-Öko-VO bezieht, hat also gleiche Kriterien, was bedeutet, dass auch hier schon vor Änderung der EU-Öko-VO die 0,9% Grenze galt.

    Grüße pit

    BItte den Bericht ändern, eine Anmerkung dazu oder löschen !!!!
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    schrieb am 29.07.2010 um 18:21
    eine kleine Zusammenfassung aus dem angegebenen Link
    http://www.utopia.de/magazin/angst-vor-dem-neuen-bio-siegel-1

    Mit Einführung des schwarzweißgrünen Biosiegels 2001 begann die Sensibilisierung der Massen für biologisch und ökologisch verträglich hergestellte Produkte.

    Fortgeschrittene wissen, dass das „Künast-Siegel“, das den Bestimmungen der EU-Verordnung entspricht, einen ökologischen Mindeststandard markiert.

    Denn immerhin dürfen die Produkte zu fünf Prozent Bestandteile aus konventioneller Produktion beinhalten.

    Da sind die Richtlinien der Anbauverbände wie Demeter, Bioland, Biokreis oder Naturland wesentlich härter.

    Ab 2009 sollen nun in den 25 EU-Staaten vergleichbare Kriterien gelten.

    Was von EU-Seite als Ausweitung des Verbraucherschutz‘ deklariert wird, heißt im Klartext,
    dass die Standards dort aufweichen, wo sie im EU-Vergleich strenger waren!

    Der Umgang mit Pestiziden ist in anderen Ländern oft sorgloser, und
    nicht überall haben Hühner soviel Platz wie auf einem deutschen Biohof.
    Und auch über den Einsatz der Zusatzstoffe in der Lebensmittelverarbeitung herrschen in den einzelnen Ländern, gelinde gesagt, verschiedene Ansichten.

    Was also tun, wenn das EU-Siegel 2009 unter noch leichteren Bedingungen vergeben wird?

    Ganz klar: auf die Anbauverbände setzen, denn die bleiben bei ihren Richtlinien.

    „Neben Nitratpökelsalz erlaubt die aktuelle EU-Bio-Verordnung noch weitere 47 umstrittene Aromastoffe, die bei uns tabu sind“, erklärt Renée Herrnkind von Demeter, .....

    Die verwässerten Richtlinien der staatlichen Kennzeichnung werde eher noch dazu führen, dass die Verbraucher vermehrt auf die Anbauverbände setzen. …

    Die neue Verordnung sorge dafür, dass die Qualitätsunterschiede von staatlichen ausgezeichneten Lebensmitteln und der Ökoverbände noch größer werden.

    „Angst haben wir vor allem davor, dass die aufgeweichten Standards vielleicht irgendwann doch einmal zu einem Lebensmittelskandal in der Biobranche führen könnten.
    ...
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    schrieb am 29.07.2010 um 20:00
    Ich leide nicht unter "Siegel-Wirrwarr", denn ich achte nur auf die Bezeichnung "Bio".
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    schrieb am 29.07.2010 um 20:20
    Hallo zusammen,

    den Wirrwarr der Bio Deklarationen zu entwirren, war wohl nur ein weiterer Grund der neuen Schöpfung.
    Hauptsächlich geht es doch nur darum wieder einmal Unmengen an Geld auszugeben um neue Drucke und Formulare zu generieren.
    Die Kosten der Industrie dürften unermesslich sein und es wäre mit Sicherheit sinnvoller, endlich einmal den Wirrwarr der verschiedenen Verbände zu vereinheitlichen.
    Demeter, Bioland, Naturland......
    Und jeder will sich seinen Säckel füllen.
    Hier ist der Verbraucher eindeutig überfordert und auch getäuscht.
    Würde es nicht mehr Sinn machen, die Bio Vorgaben für alle Erzeuger zu vereinheitlichen und mit gleichem Maß festzulegen.
    Man muß erleben, welche Dimensionen das Prüfverfahren der Verbände erreicht hat.
    Dazu müssen die Produzenten, bzw. der Handel gewaltige Beträge bereitstellen, die einer marktgerechten Vermarktung im Wege stehen.
    Was nutzt zudem das neue europäische Zeichen, wenn Produzenten die Bio Rohstoffe im osteuropäischen Ausland, bzw. in Asien zukaufen ?

    Die Skandalwelle ist bereits vorprogrammiert und trifft uns, sobald die Untersuchungen dementsprechend in die richtige Richtung gehen.
    Siehe letzten Skandal bei Bio Geflügelfutter mit Dioxinbelastung.

    Mich würde interessieren, welche Lobby hier einer Verbreitung der Nachrichten im Wege stand ?

    Sind wir mittlerweile an der Grenze des Überprüfbaren im Bio Bereih angelangt ?

    Jeder Insider weiß, daß die Fläche die nötig wäre um das deutsche Bio Sortiment in unseren Regalen laut der Vorgaben der Verbände zu decken, in einer Anbaufläche analog der asiatisch verfügbaren landwirtschaftlichen Anbaufläche aufgehen würde.

    Wo also kommen die Rohstoffe her und wer überprüft die Bio Kriterien im Osten ?
    Dort wird bekanntlich gegen Devisen jeder Stempel und jedes Zertifikat aufgedrückt........

    Aber der Glaube soll ja helfen......
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    schrieb am 29.07.2010 um 21:15
    man könnte tatsächlich meinen, dass nur Bio-Eier betroffen waren ...

    http://foodwatch.de/kampagnen__themen/dioxine_und_pcb/index_ger.html
    ... Tierische Lebensmittel wie Fisch, Fleisch, Milch und Eier sind in der Regel für etwa 80 Prozent der menschlichen Gesamtaufnahme an Dioxinen verantwortlich ...


    http://www.foodwatch.de/kampagnen__themen/dioxine_und_pcb/eier/index_ger.html
    Der aktuelle Dioxinskandal weitet sich aus: Nicht nur Bio-Eier enthielten zu viel Dioxin, auch in Mastbetrieben soll der dioxinbelastete Mais aus der Ukraine verfüttert worden sein – das Fleisch dürfte längst verzehrt sein. foodwatch fordert seit Jahren, verpflichtende Dioxintests für Futtermittel vorzuschreiben. Vorfälle wie dieser könnten dadurch vermieden werden. ...

    Futtermittelhändler sind bisher NICHT VERPFLICHTET, ihre Ware routinemäßig auf Dioxin zu testen.
    Dadurch werden ungezählte Verbraucher völlig unnötig mit Dioxinen belastet –

    seit Jahren FORDERT foodwatch deshalb, die Gesetze zu ändern:

    JEDE Charge einer Futtermittelzutat muss auf Dioxine/PCBs getestet werden.
    Bei Grenzwertüberschreitung ist die Charge gefahrlos zu vernichten.
    Futtermittelhersteller müssen umfassend für Dioxineinträge haften.
    Die amtliche Futtermittelüberwachung muss so ausgerichtet werden, dass keine einzige Zutat mehr in das Futter gelangt, die nicht die Grenzwerte einhält – ob Öl oder Getreide


    http://www.foodwatch.de/kampagnen__themen/futtermittel/index_ger.html
    Die foodwatch Recherchen zeigen die Lücken im Kontrollsystem auf. Sie zeigen aber auch, dass mit wenigen gezielten politischen Mitteln sichere Futtermittel garantiert werden könnten. Dokumentiert sind die ausführlichen Ergebnisse in dem Report "Lug und Trog. Der foodwach-Report über billige Futtermittel, die uns teuer zu stehen kommen." Eine Zusammenfassung der Ergebnisse und der Forderungen von foodwatch finden Sie auf den nächsten Seiten.
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    schrieb am 30.07.2010 um 13:55
    "Hauptsächlich geht es doch nur darum wieder einmal Unmengen an Geld auszugeben um neue Drucke und Formulare zu generieren."
    Ganz so schlimm ist es nicht, weil es eine Übergangsregelung gibt für vorhandene Druckerzeugnisse.

    "Würde es nicht mehr Sinn machen, die Bio Vorgaben für alle Erzeuger zu vereinheitlichen und mit gleichem Maß festzulegen."
    Bitte nicht, weil davon auszugehen ist, daß dann der kleinste gemeinsame Nenner gewinnt.
    Das wäre dann vermutlich das verwaschene EU-Bio-Siegel.
    Wem das Prüfverfahren der Verbände zu aufwändig ist, kann sich ja auf die EU-Kontrolle beschränken. Es wird ja keiner gezwungen, einem Verband anzugehören.
    Ich kenne aber einige unserer Lieferanten, die der Meinung sind, wenn ich mir schon die Mühe mache, dann gleich mit Demeter oder dgl., alles andere ist ja nur ne halbe Sache.

    Und die Verbände haben ja z.T. auch strengere Auflagen zum Thema Zufütterung.
    D.h. das PRoblem Rohstoffe aus dem Osten ist bei denen auch geringer.

    Es wäre ein echter Verlust, wenn hochwertige Siegel wie Bioland und Demeter upgraden würden, um einer bestimmten Vereinheitlichung zu entsprechen.

    Es ist in der Tat schwierig für die Verbraucher, einen Überblick zu bewahren über die diversen Siegel. Durch die ganze Vielfalt schätzen viele Verbraucher so komische selbsterfundene Siegel von einzelnen Konzernen als vertrauenswürdig ein.
    Wenn dann auffliegt, daß das nur eine leere Luftnummer ist, dann geht natürlich das Vertrauen auch in die vertrauenswürdigen Siegel kaputt.
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    schrieb am 04.08.2010 um 13:37
    >>>Würde es nicht mehr Sinn machen, die Bio Vorgaben für alle Erzeuger zu vereinheitlichen und mit gleichem Maß festzulegen.<<<

    Aber genau das macht das EG Bio Siegel. Meiner Meinung keine Verwäserung, sondern der kleinste gemeinsame Nenner. Damit wurde Bio Hoffähig. Menschen haben angefangen sich mit Bio zu beschäftigen die es nie in den Bioladen gewagt hätten. Jetzt sind viele von denen kritische Naturkostkunden, die hier diskutieren auf die Anbauverbände zurückzugreifen. Das kann ich auch empfehlen.

    >>>Was nutzt zudem das neue europäische Zeichen, wenn Produzenten die Bio Rohstoffe im osteuropäischen Ausland, bzw. in Asien zukaufen ?<<<

    Das EG Bio Siegel garantiert die gleichen Standards für Nicht-EG-Länder wie für EG-Länder. Die entsprechenden Kontrollen müssen bei Einfuhr entsprechend nachgewiesen werden oder werden von Kontrollinstanzen in der EG durchgeführt.

    Für mich stellt sich allerdings auch die Frage ob wir vor lauter Bio-Bewußtsein die Regionalität vernachlässigen. Versteht mich bitte nicht falsch - ich halte Bio für sehr wichtig und mir ist der Bio-Apfel aus Neuseeland lieber als der konventionelle aus Neuseeland. Aber wenn es den konventionellen aus der Region gibt ist die Nachhaltigkeit doch nicht mehr einfach auf der Seite des ökologischen Landbaus ...

    => regionale Anbauverbände bevorzugen - dazu kann man seinen Naturkostladen auch erziehen
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    schrieb am 05.08.2010 um 08:05
    Ja mit dem "verwässern" und "kleinster gemeinsammer Nenner" das ist nicht so einfach. Faktisch stimmt letzteres da die EU Verordnung ja für alle Marktbeteiligten direkt geltendes Recht ist. So können alle leicht sagen - wir sind besser :-)!

    Weiter muss diese Recht muss ja anwendbar sein von Riga bis Lisabon. Regionen mit sehr unterschiedlichen naturräumlichen und wirtschaftlichen Bedingungen und sehr unterschiedlichen Entwicklungssituationen in Hinblick auf öko Landbau und Markt! Das ist Fakt. Dies erfordert eine gewisse Anpassungsfähigkeit.

    Dennoch wer sich die Mühe macht mal reinzuschauen in das Bio Recht wird erstaunt feststellen, dass dort erstaunliches steht. Keinesfalls kann von "verwässern" gegenüber der alten Bio Verordnung gesprochen werden! Ganz im Gegenteil die neue Verordnung hat große Ziele in den Gesetzestext aufgenomen die nach und nach verwirklicht werden sollen. Der technische Korpus ist fast unveränder übernommen worden und wurde nur jedoch präzisiert. (Ob die neue "Grundlagenorientierung" unter juristischen Gesichtspunkten vernünftig ist wird sich herausstellen. )

    Ich teile desweiteren vollkommen die Auffassung, dass jedoch mit "Bio" das Denken nicht aufhören sollte. Es gibt auch andere wichtige Themen wie z.B. Regionalität, Gerechtigkeit......
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    schrieb am 11.08.2010 um 12:33
    Was erwartet Ihr von einer EU, die ein Projekt finanziert mit der die Genetifizierung aller Politikbereiche sicher gestellt werden soll. Unter dem Label Public Health Genomic fordert ein EU-finanzierter Zusammenschluß von GentechniklobbyistInnen (- http://phgen.eu/ -) die Genomic vergleichbar dem Gendermainstreamin in allen Poliikbereichen zu berücksichtigen, um so die genetische Individualoptimierung im Sinne des gesellschaftlichen 'Gemeinwohls' (damit ist hier wohl das Wohl der Pharma-Gentech-Industrie gemeint) in der EU durchzusetzen.
    In Deutschland sind hier die führenden VertreterInnen:
    Prof. Angela Brand
    - http://www.angela-brand.eu/ -
    - http://www.fh-bielefeld.de/article/fh/6888/1/192?NavCatID=285 -
    und der Bundesverband Deutscher Genologen
    - http://www.genologen.de/ -
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    schrieb am 15.08.2010 um 17:22
    Woraus sich Geld machen lässt...
    Wir dürfen uns das nicht mehr gefallen lassen, müssen selbst aktiv werden und zusammen für ökologische und faire (für Mensch Tier) Bedingungen auf dem weltweiten Handelsmarkt eintreten. Bei Firmen und der Regierung!
    ---------------------------
    http://fashionfairvegan.blogspot.com/
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    C.
    schrieb am 11.08.2011 um 15:25
    hey, ich habe deinen blog gar nicht gefunden. gibt es den noch?
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    schrieb am 16.01.2012 um 21:45
    Ich konzentriere mich auf die Anbauverbände und auf "ohne Verpackung", soll heißen, ich fahre auf "meinen" Bauernhof und hole mir zusammen mit anderen Menschen (120) alles, was der Biohof hergibt und zahle dafür einen Monatsbeitrag. Stichwort: Solidarische LAadwirtschaft.
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    schrieb am 16.01.2012 um 22:36
    das ist toll - ich würde zu gern auch mit anpacken - auch das gibt's, hab ich schon gesehen
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