Bio-Hass hat Hochkonjunktur
48Derzeit erlebt das Draufhauen auf Bioprodukte eine regelrechte... mehr
besser: wissen - machen - kaufen
Jedes Mal, wenn ich als Einkaufsrevolutionärin unterwegs bin und Vorträge halte, fragt einer der Zuhörer nach meinem Schlussappell: „Politischer Konsum schön und gut, aber das ist ja ganz schön kompliziert, oder? Man kann doch nicht vor jedem Einkauf erst im Internet recherchieren!“
„Das muss man ja auch nicht“, sage ich dann, „das lernt man doch ganz schnell! Bei Lebensmitteln zum Beispiel gibt es ja nicht so viele Label, das sechs-eckige EU-Bio-Siegel und die Zeichen der Anbauverbände, Demeter, Bioland, Naturland, Gäa... - ach ja, das Fairtrade-Siegel muss man auch noch kennen, und Neuland ist noch wichtig, das ist zwar kein Bio-Verband, hat aber die besten Tierschutz-Standards.“ Und rasch wird meine Liste länger und mein Argument schwächer.
Seit Juli kommt noch ein neues Siegel dazu, das neue EU-Bio-Siegel, zwölf Sterne auf frischgrünem Grund, in Form eines Blättchens angeordnet. Es sieht organischer aus als das Stoppschild-förmige deutsche EU-Bio-Siegel, aber auch nichtssagender. Ein bisschen wirkt es wie eine Produkt-Illustration, ein Hauch Frühlingswind, nichts was ins Auge springt.
Kommentare (22)
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DiPP
schrieb am 16.01.2012 um 21:45 ¶Catlicita
schrieb am 15.08.2010 um 17:22 ¶Kommentar schreiben
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