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WM 2010 - Green Goal Action Plan

Stromausfälle und Vuvuzelas aus Seetang


Utopia: Der CO2-Fußabdruck der Fußballweltmeisterschaft wird riesig sein, neunmal höher als jener der WM 2006 in Deutschland. Das ist der negative O-Ton der Medien, wenn sie über die Nachhaltigkeit der Fußballweltmeisterschaft in Südafrika berichtet. Der „Green Goal Action Plan“, der durch 41 konkret ausformulierte Ziele versucht, die WM zu einem nachhaltigen Ereignis zumachen, findet dagegen im Verborgenen statt. Bemühungen um effiziente Energienutzung, Abfallmanagement, öffentlichen Transport, Öko-Tourismus, Wasser, Natur- und Artenschutz wird kaum berichtet. Warum ist das so?

Werner Böhler: Für die Fifa ist das Green Goal Projekt – die Nachhaltigkeit der WM – nicht essentiell. Das Sportereignis, Business und Sponsoren stehen im Mittelpunkt. Außerdem handelt es sich um ein Pilotprojekt. Wir haben uns aufgrund beschränkter Ressourcen auf eine Gastgeberstadt und eine Provinz fokussiert. Kapstadt und die Provinz Western Cape.

Warum gerade darauf?

W.B.: Für uns als politische Stiftung (Anm. der Red.: Konrad Adenauer Stiftung) lautet hier das Stichwort „Corporate Governance“. Wir wollten die zu Beginn des Projekts vom ANC (African National Congress) regierte Provinz und die Koalitionsregierung der Stadt, unter Führung der DA (Democratic Alliance), zusammenführen. Viel zu oft sind in Südafrika Projekte an der mangelnden Zusammenarbeit zwischen lokaler und Provinzebene gescheitert. Es galt nun beide Regierungsebenen unabhängig ihrer unterschiedlichen parteipolitischen Zugehörigkeit unter der Fahne des Klimaschutzes zu vereinen.

Was war dabei das wichtigste Ziel (Goal)?

W.B.: Es ging vor allem darum, ein Bewusstsein für Klimawandel und Umweltschutz zu etablieren. Bevor man mit Mülltrennung, Erneuerbaren Energien, komplizierten Windkraftanlagen, der Gewinnung von Sonnenenergie und mit Fahrradwegen (diese werden gerade gebaut) Erfolg haben kann, braucht es eine Bewusstseinsbildung. Zumindest sollte diese die Realisierungsphase der Projekte begleiten. Der Bau und die Einrichtung eines Eco-Centre auf dem Green Point Gelände ist dabei ein zentrales Projekt. Mit diesem Bewusstseinbildungs- und Informationszentrum ist das Ziel verbunden, die Verantwortung jedes Einzelnen für umweltbewusstes Verhalten zu fördern.

Ist das gelungen? Utopia hat davon berichtet, dass die große Chance der WM verpasst wurde, klimafreundliches Verhalten im öffentlichen Bewusstsein Südafrikas zu etablieren.

W.B: Ich denke, an den Orten, an denen wir mit unseren Initiativen aktiv waren, konnten wir das Bewusstsein für den Klimawandel verstärken.

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Stand: 22.06.2010 von

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    schrieb am 04.02.2012 um 17:10
    Ich glaube Fußball und Nachhaltigkeit gehören für die meisten nicht zusammen. Gute Bemühungen, was die FiFa da macht, aber was bleibt? Ich habe davon während der WM nichts mitbekommen. Aber Fußball interessiert micht ja auch nicht sehr!
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    schrieb am 23.06.2010 um 13:45
    Zu Debatte um den CO2 Fußabdruck vgl. auch http://www.utopia.de/gruppen/forum/thema/187219
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