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Süßigkeiten mit bitterem Beigeschmack

Vorsicht vor Mineralöl in Schoko-Adventskalendern

Türchen lieber zulassen! Stiftung Warentest hat in der Schokolade von 24 handelsüblichen Adventskalendern für Kinder Rückstände von Mineralöl nachgewiesen. Ein Teil davon steht im Verdacht, Krebs zu erregen. Das Testmagazin warnt vor dem Verzehr der Schokoladen von neun Adventskalendern.


Ein wenig spät kommt die Stiftung Warentest mit ihrer Warnung daher. Die meisten Adventskalender sind bereits gekauft, die Kindermünder vor Vorfreude schon fast geöffnet. Das schreit nach künstlicher Panikmache, aber die Warnung ist durchaus berechtigt: Wie schädlich inbesondere die aromatischen Mineralöle tatsächlich für unsere Gesundheit sind, ist noch nicht eindeutig geklärt. Das Bundesinsitut für Risikobewertung bezeichnet den Übergang von Mineralöl aus Verpackungen auf Lebensmittel als noch wenig berforschten Vorgang. Aber wie sooft stehen die Stoffe teilweise im Verdacht, Krebs zu erregen. Schon deshalb haben Sie in Lebensmitteln nichts zu suchen.

So kommt Mineralöl in Adventskalender Schokolade

Die Öle stammen wahrscheinlich aus dem Karton der Adventskalender. Der wird häufig aus Papier hergestellt, das mit mineralölhaltigen Farben bedruckt ist.  Da viele der jährlich verkauften 50 Millionen Adventskalender wochen- oder monatelang in Fabriken und Geschäften liegen, haben die Schadstoffe aus den ölhaltigen Farben viel Zeit,  um sich in der Schokolade anzureichern. Eine andere mögliche Quelle sind die Öle der- Produktions-Maschinen.

Nicht verzehren: Schokolade von neun Adventskalendern

Stiftung Warentest hat in allen Schoko-Kalendern Mineralöle nachgewiesen.  Eine Warnung spricht das Testmagazin für neun Kalender aus, die sogenannte aromatische Mineralöle enthalten. Solche stehen teilweise im Verdacht, Krebs zu erregen. Der dringende Rat der Experten: „Aus gesundheitlicher Vorsorge sollten Verbraucher - insbesondere Kinder - diese Schokoladen nicht verzehren." Die betroffen Adventskalender sind: Rausch, Confiserie Heilemann, Arko, Riegelein „The Simpsons“, Feodora Vollmilch-Hochfein Chocolade, Smarties, Hachez Adventskalender „Schöne Weihnachtszeit“ sowie Friedel Adventskalender und Lindt „Adventskalender für Kinder“.

Zum Verzehr geeignet: Zwölf Kalender mit nur geringer Belastung

Die Hälfte der getesteten Produkte wies beim Labortest nur eine geringe Belastung auf. Die 12 Adventskalender sind zumindest frei von den sehr schädlichen aromatischen Mineralölen. Die Stiftung Warentest hält es sei bei diesen Kalendern für vertretbar, täglich ein Stück Schokolade zu verzehren. Unter den wenig belasteten Schoko-Kalendern sind  sowohl teure Marken, als auch Discountprodukte: Milka, Hussel, Netto-Markendiscount (Santa Claus in Town und Santa Claus in Town Milchcreme Adventskalender), Norma, Lidl, Barbie, Sheepworld, Rosengarten, Gepa (Bio), Disney Happy Christmas und Hello Kitty.

Alle weiteren Informationen und die detaillierten Testergebnisse gibt es auf: Stiftung Warentest online. Utopia würde eigentlich den Gepa Adventskalender empfehlen, der ist Bio und fairgehandelt. Aber auch mit einer „geringen Belastung“ bleibt doch ein bitterer Beigeschmack. Wenn es Ihnen auch so geht: Wie wär’s mal mit einem selbstgemachten Adventskalender

Thema: Gesundheit, Stand: 27.11.2012 von

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    schrieb am 30.11.2012 um 05:25
    Das verstehe ich nicht, einerseits ratet ihr von Milka Schokolade ab, weil darin Palmöl aus dem Regenwald enthalten ist, aber nun empfehlt ihr wieder Milka, weil in deren Adventskalendern keine schädlichen Mineralöle enthalten sind...?!
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