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Vertrauensfrage

Steve Jobs: Wie grün hinterlässt er Apple?


Genau! Nachdem Greenpeace Apple 2006 aufgrund seines umweltschädlichen Wirtschaftens ins Visier genommen hatte, kündigte Steve Jobs eine Änderung der Unternehmenspolitik in Richtung “grüner Elektronik” an.
Das Ganze wurde großspurig auf der Webseite “Green my Apple” publiziert und dazu Apple-Nutzern die Möglichkeit gegeben, ihre Wünsche nach einem nachhaltigeren Produkt an Jobs kundzutun.

Inzwischen sind einige Jahre vergangen und zu Steve Jobs Rückzug möchten wir die Utopia-Community fragen, wie groß ihr Vertrauen in Apples Nachhaltigkeitsbemühungen ist. Zur Orientierung haben wir einige Meilensteine der Apple Nachhaltigkeitsgeschichte zusammengestellt. Allesamt aus den letzten Jahren:

Zukunft: ein grünes Hauptquartier?

Noch gibt es das neue Apple-„Mutterschiff“ – wie Jobs das geplante Mega-Gebäude selbst nannte – nur als Computersimulation. Aber die verspricht Grünes: Ziel des Bauvorhabens ist laut einer Ankündigung aus dem August 2011, "unverwechselbare und inspirierende Arbeitsplätze" zu kreieren und "mithilfe von Design und Entwicklung ökonomische, soziale und ökologische Nachhaltigkeitsziele zu überschreiten". Dazu will Apple seine neue Firmenzentrale in Cupertino (Silicon Valley) mit einem eigenen Kraftwerk mit Strom versorgen, – allerdings durch Erdgas. Aber auch Erneuerbare Energien werden zum Einsatz kommen, Solarzellen sollen das Dach bestücken. Das Gebäude soll insgesamt äußerst energieeffizient gestaltet sein, insbesondere das Heiz- und Lüftungssystem. Außerdem sollen 80 Prozent des 400.000 Quadratmeter großen Campusgeländes begrünt werden. Das mag zunächst wenig spektakulär klingen, ist für einen Firmenkomplex von Pentagonausmaßen aber extrem ungewöhnlich und richtungsweisend. Bis 2015 soll der neue Apple-Campus fertig gestellt sein.

Apple schweigt über Umweltverschmutzung und Gift

Chinas führende Umweltorganisationen  haben im Januar 2011 über die Umweltschäden der IT-Produktion in ihrem Land berichtet. Die Produktionsketten von 29 großen IT-Unternehmen standen unter der Lupe. Niemand gab sich dabei so schweigsam wie der iPad-Hersteller. Vermutlich mit gutem Grund: Chinas Umweltaktivisten werfen Apple nach wie vor massive Umweltverschmutzung und die Vergiftung von Arbeitern vor.

Klimastreit : Austritt aus der U.S. Handelskammer

Im Oktober 2009 ist Apple wegen Meinungsverschiedenheiten in Sachen Umweltschutz aus der Handelskammer „U.S. Chamber of Commerce“ ausgetreten. Der mächtigste Wirtschaftsverband der USA hat damals massiven Widerstand gegen Präsident Barack Obamas Vorschläge zur Reduzierung der Kohlendioxid-Abgase geleistet. Steve Jobs hat sich offensiv dagegen gewandt: “Wir würden es vorziehen, wenn die Handelskammer im Kampf gegen den Klimawandel eine progressivere Haltung einnehmen und eine konstruktivere Rolle spielen würde”, schrieb der Apple-Chef damals in einem offenen Brief.

Atomstrom für iCloud

Bei der Vorstellung von Apples Cloud-Service im Juni 2011 hatte Steve Jobs noch stolz erklärt, dass das hinter iCloud stehende Datenzentrum besonders energieeffizient und umweltfreundlich betrieben werde. Ersteres stimmt. Allerdings wird das Datenzentrum laut Greenpeace von einem Energieversorger namens Duke Energy beliefert, der auf Kohlekraftwerke und Atomkraftwerke setzt. Zudem soll sich der Energieverbrauch von Apple mit dem neuen Datenzentrum verdreifacht haben.

Ein Schneeleopard fürs Energiesparen

Apple Produkte werden energieeffizienter. Ein besonders beeindruckendes Beispiel: Als Apple 2009 mit „Snow Leopard“ sein Betriebsystem OS 10.5.6 ersetzt hat, wurden Macs um ganze zehn Prozent energieeffizienter. Das ist nicht viel? Vielleicht nicht für den einzelnen Rechner und Haushalt. Bei 10.000.000 jährlich verkauften Apple-Computern summieren sich aber einige an gesparten Kilowattstunden.

Apple verweigert sich Greenpeace Umfrage

Greenpeace hat im Juni 2010 die 21 führenden Unternehmen der Unterhaltungsindustrie eingeladen, an der dritten Untersuchung “Green Electronics Survey” teilzunehmen. Die Firmen sollten ihre aktuell umweltfreundlichsten Produkte aus sechs Kategorien zuschicken. Nur drei Firmen haben sich verweigert. Darunter Apple.

Nur noch Mittelmaß im Greenpeace-Ranking

Im eingangs erwähnten “Guide to Greener Electronics“ (nicht zu verwechseln mit “Green Electronics Survey”) war Apple in den letzten Jahren einer der besser platzierten Elektronikhersteller, bis man 2010 vom fünften auf den neunten Platz zurückfiel. Die Hauptgründe für Punktabzug: fehlende Information der Öffentlichkeit. Ebenso hieß es im Greenpeacebericht, dass es erhebliche Verbesserungspotentiale beim Gebrauch recycelter Kunststoffe sowie der Nutzung erneuerbarer Energien gäbe. Gute Wertungen erhielt Apple für das Vermeiden von PVC und bromierten Flammschutzmitteln.


Umfrage

Vertrauen Sie Apple in Sachen Nachhaltigkeit?


Stand: 30.08.2011 von

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    schrieb am 31.08.2011 um 18:58
    Wie kann Apple es mit Nachhaltig wirklich ernst meinen, wenn der Ipod-Akku nach 18 Monaten kaputt geht? Apple verlor in den USA in einer Sammelklage und es wurde nachgewiesen, dass der Akku von Ingeneursseite so entwicklet wurde, dass er kaputt gehen muss nach 18 Monaten - ohne Austauschservice von Apple, d.h. man musste ein neuen kaufen. Das nennt man gepkannte Obsoleszenz - die geplannte kurze Lebensdauer von Produkten, um den Verkauf konstant zu halten. Eine tolle Dokumentation hat Arte geliefert - diese findet ihr hier: http://www.youtube.com/watch?v=gkr89QqNUwQ

    Apple betreibt nur Image-Greenwashing!
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    schrieb am 01.09.2011 um 12:07
    Wow, wenn das stimmt, ist das harter Tobak... :-(
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    schrieb am 01.09.2011 um 12:39
    Ich denke es ist ein offenes Geheimnis, daß viele Produkte geziehlt auf eine begrenzte Lebensdauer hin entwickelt wurden. Das reicht vom Toaster bis hin zum PC. Wer da in manchen Bereichen als Unternehmen nicht mitspielt, geht vor die Hunde. Eine andere Methode ist der ständig steigende Hardwareanspruch der jeweils neuesten Software. Viele der heute zu bewältigenden Aufgaben konnte auch ein PC (oder ein Mac) vor 10 oder 15 Jahren bearbeiten. Ich in meinem Fall habe vor 3 Jahren 3 voll funktionsfähige Powermacs entsorgt, weil ihre Schnittstellen nicht mehr unterstützt wurden und ein neues Betriebssystem her mußte. Nur defekte Produkte und Produkte die tatsächlich oder vermeintlich "technisch überholt" sind, verhindern die schnelle Marktsättigung. Das Prinzip reicht vom Toaster bis zum Großraumjet. Der Fehler liegt vor allem im (Wirtschafts-) System.

    Gegenbeispiel: privat nutzen wir nach wie vor einen Apple eMac (die "educational" Version des alten iMacs) von 2002. Da wir dort keine komplexen Daten austauschen und nicht auf die neusten "Dateiversionen" irgendwelcher Kunden angewiesen sind, gibt es kaum Probleme - außer mit Livestyle Firlefanz wie Youtube, und das auch nur, weil Flash die älteren Apple Betriebssysteme nicht gut unterstützt. Im Büro steht bei mir ein 3 Jahre alter iMac mit 24" Bildschirm, und komplett mit Scanner, externer Terabyte Platte, zusätzlichen Lautsprechern und Laserdrucker (ein 14 Jahre alter HP) verbraucht mein System im Schnitt keine 120 Watt (gemessen) - und die stelle ich mit einer 4KW Photovoltaik Anlage bereit. Tagsüber kommen wir dadurch komplett mit unserem eigenen Strom aus. Vergleichbare Systeme anderer Hersteller verbrauchen deutlich mehr.

    Realistisch allerdings gibt es so etwas wie einen umweltfreundlichen Computer nicht. Man kommt nicht drum herum, aber die Herstellung eines Computers ist insgesamt eine riesige ökologische Sauerei.
  • gelöscht am 01.09.2011 um 12:07 von voice-design
    Dieser Kommentar wurde gelöscht..
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    schrieb am 01.09.2011 um 12:30
    Apple hat die Sammelklage verloren und musste dann einen Austauschservice für die Akkus einrichten - so weit so gut - aber jetzt kommt es. Den Geschädigten der Sammelklage musste Apple dann je einen Warengutschein in Höhe von 50 Dollar geben - anrechenbar auf den Kauf eines neuen Apple Produktes - schöne Verarschung... Arte ist denke ich sehr verlässlich und glaubwürdig.
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    schrieb am 01.09.2011 um 13:41
    Green, green, green ist der Apple doch nie wirklich gewesen. Es ist hip über Nachhaltigkeit zu sprechen, Pläne zu machen, Pläne auch zum Teil umzusetzen. Ein Unternehmen wie Apple hätte aber auch Vorreiter werden können, diese Chance hat Apple aber bisher nicht genutzt. Schade!
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    schrieb am 01.09.2011 um 13:42
    Apple hat die Zeichen der Zeit nicht besonders früh erkannt, seitdem aber einige Schritte unternommen. Ein aktueller Mac-Mini braucht unter anderem deutlich weniger Strom als ein PowerMac vor 10 Jahren, von Röhrenbildschirmen mal ganz zu schweigen.
    Sicher darf der Druck hier nicht nachlassen. Ich finde aber das Greenpeace, (die ichregelmäßig unterstütze) zu streng über die geheimniskrämerische Firmenphilosophie urteilt.
    Gerade die Mobilgeräte sind aber ziemliche Stromsparwunder und es gibt Berichte, dass Apple gegenüber Intel durchblicken lassen hat, dass sie den Hoflieferanten auch wechseln, wenn Intel es nicht schafft, die Energieeffizienz der Chips für die Macs auf ein ähnliches Niveau zu bekommen, dass Apple mit seinen iOS-Geräten bereits erreicht hat.

    Daher denke ich schon, dass Apple es ernst meint, auch wenn sie sich (speziell unter Steve) nicht gerne in irgendwas reinreden lassen. In diesem Punkt kann sich vielleicht mittelfristig auch noch etwas verbessern.
    Steve Jobs hat übrigens wirklich viel bewegt. Natürlich sind Computer eher nicht umweltfreundlich, die Geräte die durch ihn nicht mehr, weniger oder anders benutzt werden, sind/waren es aber auch nicht. Den Vergleich zwischen Teer- und Datenautobahn will ich jetzt aber nicht bemühen.
    Grüße, ralfB
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    schrieb am 02.09.2011 um 13:47
    Ich versteh einfach nicht warum Apple nicht wirklich grüne Sachen macht, die auch langlebig sind. Die Technik schreitet so schnell voran dass man auch mal über Produkete nachdenken könnte die "mitwachsen". Somit könnte man mit neuen Zusatzmodulen oder -teilen sicher auch viel Umsatz machen. Ich sehs nicht ein Apple-Produkte zu kaufen da sie eh schweineteuer sind aber sowieso leider nicht lange halten...siehe Ipod. Als unzufriedener Kunde muss ich sagen einmal Apple und dann nie wieder... zumindest bis jetzt.
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    schrieb am 02.09.2011 um 14:40
    Ich stimme Spectaculatius völlig zu! Apple war und ist so innovativ - allein die Tatsache wie sie es geschafft haben aus einem ordinärem MP3 Player einen Ipod inkl. dem Itunes Imperium zu schaffen ist doch eine Leistung des gehobenen Marketings. Es sollte doch auch möglich Zusatzmodule und Austauschteile anzubieten. Die würden bei Apple sicher auch nicht wenig kosten und die Apfel-Menschen wären auch hier sicher wieder bereit ihren Beitrag zu leisten - nicht mehr GEGEN EvilGates, sondern FÜR die Umwelt und die damit mögliche Verringerung von Schrott! HIPP, HIPP ... mal anders! :-)
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    schrieb am 02.09.2011 um 20:30
    Hallo in die Runde,

    was nun wird werden sich etliche Nutzer fragen.
    Alternative zum Alterhergebrachten PC Universalmachtgehabe ? Wer weiß was als nächstes kommt ?
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    schrieb am 04.09.2011 um 13:23
    Hallo!

    Zum Thema Ipod-Haltbarkeit möchte ich anbringen, dass ich seit 6 Jahren einen Ipod 30 GB benutze und der Akku immer noch ohne Einschränkungen funktioniert. Der war damals ziemlich teuer und viele haben mich gewarnt, dass Apple schlechte Qualität sei. Das hat sich bis heute nicht bestätigt. Ich war immer sehr zufrieden damit und finde auch die Einstellmöglichkeiten bzgl. Energieverbrauch (Helligkeit, Beleuchtungsdauer) hilfreich.
    Dass die ersten Ipods nach 18 Monaten kaputt waren, finde ich zwar eine Sauerei, aber ob es "böse Verschwörung" oder einfach kurzlebige Qualität war, kann ich nicht beurteilen. Jedenfalls finde ich die Apple-Produkte die ich benutze (neben ipod auch ein iBook G4 aus dem Jahre 2005 mit 45 Watt Stromverbrauch) im Vergleich zu anderen Computern, die ich vorher hatte oder die Freunde von mir jetzt benutzen, energiesparend und langlebig. Ich wünsche mir, dass der Anpassungsdruck auf Apple nicht nachlässt, und so zukünftig noch umweltverträglichere Geräte produziert werden, soweit das bei Elektronik eben möglich ist. Ich finde es aber mindestens genauso wichtig, als Verbraucher sparsam mit den vorhandenen Geräten und mit Neuanschaffungen umzugehen. Der umweltverträglichste Rechner ist immer noch "KEINER".
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    schrieb am 20.09.2011 um 23:06
    Wer in Hinsicht auf die CSR spielerisch mehr über das iphone erfahren will, kann das über http://www.phonestory.org/ - leider ist die App von Apple dann doch noch zensiert worden, wie das bei Apple so üblich ist, wenn etwas nicht Genehmes dort verkauft wird. Also nur für Android zu haben. Aber wer richtig smart ist, nutzt sowieso kein Smartphone, gell?
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