Utopia: Die Verbrauchermacht - Unser Konsum verändert die Welt.
ISPO 2010 - Eco Responsibility Award

Die Leuchttürme der Sportbranche


Der bewusste und schonende Umgang mit Umwelt und Ressourcen rückt auch beim Sportfachhandel und Endverbraucher aufgrund der extremen klimatischen Veränderungen immer mehr in den Fokus. Die Sensibilität für dieses Thema soll daher durch den Eco Responsibility Award weiter geschärft werden: Firmen, die in diesem Bereich bereits als Vorreiter tätig sind, sollen Leitbild und Wegweiser für die gesamte Branche sein. Ihr Engagement zeichnet der Eco Responsibility Award aus.

Die Bewertung der Nachhaltigkeit erfolgt an Hand der ESPA-Schlüsselkriterien (siehe Begrifferläuterung unten), die von der TU München in Zusammenarbeit mit international anerkannten Fachleuten erstellt wurden und folgende Bereiche umfasst: Logistik, Herstellung, Verträglichkeit, Nutzung, Unternehmenskultur und CSR. Ausgezeichnet wurde jeweils eine herausragende Produktinnovation in der Kategorie Hardware Ski, Hardware Snowboard, Accessories und Fabrics & Fibers, in der Kategorie Textile aufgrund der großen Vielfalt und Qualität der Bewerber zwei. Im Bereich Footwear konnte in diesem Jahr kein Produkt die hohen Umweltstandards des Awards erreichen, daher wurde kein Preis vergeben. "Uns war vor allem die Breitenwirkung der Produkte wichtig", erklärt Jurymitglied Meike Gebhard, Vorstand der Utopia AG, "und damit die Chance, dass die Produkte einmal den Massenmarkt erreichen."

Gewonnen haben:

Hardware Ski – Völkl Amaruq eco

Jurybegründung: Völkl beweist mit dem Tourenski Amaruq Eco, dass sich Nachhaltigkeit und technische Leadership nicht ausschließen. Die Produktion im Werk in Straubing erfüllt sowohl von technischer Seite als auch unter ökologischen Gesichtspunkten höchste Ansprüche, aber auch Logistik, Materialauswahl, Energieversorgung sowie die gesamte Unternehmenskultur haben Vorbildcharakter bei der Herstellung von Sportgeräten (Produkt: siehe Bildergalerie).

Hardware Snowboard – Atomic Poacher Premium Renu

Jurybegründung: Mit Bestwerten in allen Bereichen zeigt Atomic, wie moderne, hochfunktionelle Sportprodukte ohne Einbuße bei Funktion und Design nachhaltig produziert werden können. Das gelungene Gesamtkonzept von der Logistik bis zur CSR hat absoluten Vorbildcharakter nicht nur für die Sportartikelindustrie (Produkt: siehe Bildergalerie).

Accessories – Edelrid Kite 

Jurybegründung: Die zu Vaude gehörende Firma Edelrid hat das Nachhaltigkeitskonzept der Mutter verinnerlicht und überzeugt mit beispielhaften Lösungen für die gesamte Herstellungskette. Im Übrigen ist das Kite Seil ein gelungener Beweis, dass nachhaltige Produkte auch im Hinblick auf Funktion und Sicherheit einen Spitzenplatz im Vergleich zu Konkurrenzprodukten einnehmen können (Produkt: siehe Bildergalerie).

Textile – Pyua Climate 2L Padded Man Jacket und Pant

Jurybegründung: Die noch junge Marke Pyua setzt sein umfassendes Nachhaltigkeitskonzept konsequent und zielstrebig um. Der Endverbraucher erhält ein modisches Produkt mit gelungener Optik, das durch den Einsatz der PTFE freien Sympatex Membran höchste Funktionalität bei bester Verträglichkeit und kompletter Recyclingfähigkeit garantiert (Produkt: siehe Bildergalerie).

Textile (2) – Patagonia W´s R3 HiLoft Hoody  

Jurybegründung: Patagonia erbringt seit vielen Jahren den Beweis eines erfolgreichen nachhaltigen Gesamtkonzeptes für die gesamte Produktionskette. Die R3 HiLoft Jacke macht da keine Ausnahme und begeistert mit hoher Funktion, gelungenem Design und herausragenden Lösungen für nachhaltige Produktion (Produkt: siehe Bildergalerie).

Fabrics & Fibers – Lenzing Fibers Tencel

Jurybegründung: Mit einem überragenden Nachhaltigkeitskonzept beansprucht Lenzing eine Führungsrolle in der Textilbranche. Der ganzheitliche Ansatz bezieht sich auf alle bewerteten Segmente, von den verwendeten Rohstoffen über den Umgang mit Ressourcen bis zur Elektromobilität auf dem Firmengelände (Produkt: siehe Bildergalerie).


Neben Meike Gebhard von Utopia setzte sich die Jury aus Experten unterschiedlicher Branchen zusammen, darunter Wissenschaftler der TU München, Unternehmensberater sowie Journalisten. Sie nominierten die Gewinner unter den Einsendungen. Wolfgang Pohl, Präsident des Deutschen Skiverbands und Christof Schellhammer, Geschäftsführer von Vivalpin standen der Jury vor. Als Wissenschaftlicher Beirat stand ihnen Christoph Gnieser des Fachgebietes Bio-Geographie und Geo-Ökologie zur Seite. Die Jurymitglieder waren Christoph Ebert (Geschäftsführer s2b Science to Business GmbH), Natalie Essig (Lehrstuhl für Bauphysik TU München), Meike Gebhard (Vorstand Utopia AG), Wolfgang Greiner (Geschäftsführer Rocket Medien - Chefredaktion: SkiPresse), Moritz Lehmkuhl (Geschäftsführer Climatepartner), Birgit Lutz-Temsch (Süddeutsche Zeitung - Mobiles Leben), Peter Plattner (Redakteur berg und steigen), Jörg Sendele (Partner des Unternehmens goetzpartners), Stewart Sheppard (Eco Guides/international development - Mountain Riders) und Peter Waeber (Geschäftsführer bluesign technologies AG).
 
Die Ispo startet am Sonntag, den 7. Februar und dauert bis 10. Februar.

Zum Online-Auftritt der Ispo.



*Die ESPA-Kriterien: Die wissenschaftlich gesicherten Ecoone
Sustainability Parameter (ESPA) erfassen ein Produkt mit 43
Kriterien in seiner Gesamtheit - 2/3 bewerten das Produkt und
1/3 den Hersteller. Für den Eco Responsibility Award werden
die Schlüsselkriterien anhand der Herstellerangaben und unter
Berücksichtigung bestehender Zertifizierung/ Labels bewertet. 

Stand: 05.02.2010 von

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    schrieb am 05.02.2010 um 18:38
    Neben dem Umweltaspekt finde ich aber auch den Menschlichkeitsaspekt wichtig.

    Seht mal alle den Doku-Film CHINA BLUE an. Dort ist eine sogar noch vergleichsweise harmlose Fabrik dokumentiert, die stellvertretend für sehr viele ist.

    Interessant ist beispielsweise die Szene, als eine Inspektion die Fabrik besichtigt. Denen wird ziemlich etwas vorgegaukelt. Ebenfalls interessant ist die Szene, in der Einkaufspraktiken deutlich werden: Der billigste Zulieferer erhält den Zuschlag, auch wenn ziemlich klar ist, dass er das nur unter Verletzung von Menschenrechten leisten kann.

    Was übrigens die Ski angeht: Leider ist Ski-Laufen in den heutigen Massen nicht sehr umweltfreundlich (Anfahrtsweg, Schneekanonen, Grasnarbenzerstörung, Störung des Wildes, soweit es überhaupt noch Wild in Bergwäldern gibt, und gerade im Winter brauchen Rehe u.s.w. Ruhe, weil sie ihren ganzen Kreislauf etc umstellen und es da schlecht ist, wenn sie aufgeschreckt werden),
    auch wenn man Öko-Skier unter den Schuhen hat. mehr weniger
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