Neues von der Biofach
Die "Biofach" in Nürnberg hat sich zur internationalen Leitmesse für ökologische Konsumgüter entwickelt. Ableger gibt es inzwischen in Südamerika, China, Indien, Japan und den USA. Die hochprofessionelle Veranstaltung zeigt, dass Bio in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist. Utopia war vor Ort und nimmt Sie mit auf einen Messe-Rundgang.

Der Nürnberger Norden am Donnerstag früh um halb neun. Gen Messezentrum wird der Verkehr dichter. Noch eine halbe Stunde, dann startet die weltweit größte Messe für die Bio- und Fairtrade-Branche. Dass sie schon lange den Pionierzeiten entwachsen ist, als bitterer Nicaraguakaffee, Bohnen und Getreide noch den größten Teil des Messeangebots bildeten, braucht hier nicht mehr erzählt zu werden.
Schnappschüsse von der Biofach
Dass aber – gemessen an Organisation und Präsentation kaum mehr ein Unterschied besteht zu den großen deutschen Industriemessen (angefangen von der Cebit bis zum konventionellen Biofach-Äquivalent „Grüne Woche“) ist aber doch bemerkenswert. Weil es zeigt, dass der Biobereich ein prosperierender Wirtschaftszweig ist, mittlerweile größtenteils ideologiebefreit und profitlegitimiert. Das mögen einige Aussteller, oft diejenigen der ersten Stunde, hinter vorgehaltener Hand bedauern; andererseits hilft es dem Planeten nicht, umweltfreundlich hergestellte und fair gehandelte Güter einem exklusiven Käuferkreis vorzubehalten. Dass auch im Biobereich der Trend zum Fastfood ungebrochen ist, dass Bio-Molkereien sich am Angebot der konventionellen Platzhirsche (Müller, Dr. Oetker) orientieren, dass Currywurst und Knetmasse mittlerweile wie selbstverständlich an den Ständen zu sehen sind, zeigt, dass die Branche den ökonomisch so wichtigen Mainstream erreicht hat.
Was die Aussteller der Biofach auszeichnet ist das in weiten Teilen noch wenig ausgeprägte Konkurrenzdenken. Das liegt zum einen daran, dass die Nische in vielen Bereichen noch groß genug ist. Zum anderen aber auch an der Tatsache, dass die Unternehmen aus dem Biobereich in ihrer Gesamtheit innerhalb der weltweiten Anbieterseite nach wie vor eine Minderheit darstellen – das schweißt zusammen und bietet ein riesiges Potenzial für eine wirkungsvolle Lobbyarbeit, die angesichts der übermächtigen Lobbygruppen von Industrie und Wirtschaft notwendig ist. Auch in Sachen Kommunikation und Werbung ist in der Biobranche noch viel Luft nach oben.
Utopia hat sich während der ersten beiden Tage die Füße auf der zehn Hallen umfassenden Ausstellungsmesse wund gelaufen und stellt bis zum Sonntag die interessantesten, neuesten und bemerkenswertesten Produkte der Branche vor.
Die Utopia-Highlights im Überblick:
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für Fastfood-Junkies
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für Veganer
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für Drinnen
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| Schnappschüsse von der Biofach |



























