„Freizeit-Verantwortung reicht nicht. Wer wirklich Gutes will, der muss es immer tun, auch im Job.“ So oder so ähnlich würden wohl viele Menschen argumentieren, denen die Gesellschaft heute gerne das Etikett Gutmensch oder Weltverbesserer aufklebt. Über die hoffnungslosen Idealisten wird sich unbefangen lustig gemacht mit dem Selbstbewusstsein der Mehrheit. Einer Mehrheit, die ein bisschen bewusst konsumiert, ein bisschen Bio einkauft, ein bisschen Massentierhaltung schlecht findet. Die beim Bewerbungsgespräch aber doch auf den Gehaltszettel und das Prestige schaut, statt der Überzeugung zu folgen.
In einer Beilage der Süddeutschen Zeitung, der „jetzt Uni&Job“, hat der Redakteur Alex Rühle einen Text zu diesem Thema verfasst. Er spricht an, warum man sich auch trotz einer spöttischen Mehrheit seiner Träume und Ideale erinnern und ihnen folgen sollte. Wir würden Ihnen diesen Text gerne ans Herz legen für die besinnliche Zeit. Immerhin kann es nicht schaden, zwischen den Jahren auch selbst einmal in sich zu gehen und darüber nachzudenken, ob man noch der Überzeugung folgt oder schon der „Vernunft“ erlegen ist.
Ist es möglich, seinen Arbeitgeber und das, was er verkauft, nicht gut zu heißen und trotzdem ein korrektes Leben zu führen? Oder finden Sie es unrealistisch, bei der Berufswahl der Überzeugung den Vorzug vor pragmatischen Überlegungen wie Bezahlung, Sicherheit, etc. zu geben? Haben Sie selbst schon einmal vor dieser Entscheidung gestanden? Wie ist sie ausgefallen?


Kommentare (40)
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deine Vermutung ist nicht richtig.
Es geht um eine andere Firma. Die hat auch ein Recycling-System, druckt mit Pflanzenfarben auf Recycling-Papier, verwendet Bio-Baumwolltücher als Verpackung für Glasflakons, und und und ...
Wenn du mehr wissen möchtest, einfach eine PN an mich. :) mehr weniger
darf ich mal stark vermuten, dass das die Firma www.memo.de ist? Besonders gut finde ich da die konsequente Rücknahme aller Produkte und Verpackungen - also zumindest aus Verbrauchersicht die vollständige Kreislaufwirtschaft ...
... klar, dass ich selbst auch so arbeite, nur hat das halt auch massive finanzielle Einbußen zur Folge, die sich wiederum gesellschaftlich unangenehm auswirken. mehr weniger
ich möchte ich sein - authentisch - bei der arbeit, bei freunden, beim einkaufen ... wo auch immer.
und da bin ich nun mal alles. manchmal gut, manchmal ar...ch. wie es eben so kommt. mein ziel ist häufiger gut als a... zu sein, aber ich bin ja auch nur ein mensch ... oder menschin :-) um ordentlich zu gendern. mehr weniger
Weshalb bin ich auf diesem wunderbaren Planeten? Man kann auf vielerlei Art leben und arbeiten, man muss nur seine Kreativität aktivieren. Ich stelle mir diese Fragen als Künstlerin und wenn man dies erst einmal praktiziert hat, kann man nicht mehr anders. Ich kann nicht mehr Unakzeptables akzeptieren. Hier ein paar Hilfen zum anders Leben.
http://www.altniemark.de/
http://www.lammas.org.uk/ mehr weniger
http://www.utopia.de/gruppen/oekojobs-lohas-und-oeko-als-beruf-619
Ausserdem sei allen Anbietern und Jobsuchenden www.oekojobs.de ans Herz gelegt, hier geht es vor allem um Jobs, met denen man sch für eine bessere Welt engagieren kann. mehr weniger