Utopia: Die Verbrauchermacht - Unser Konsum verändert die Welt.
Ronny Meyer auf Utopia

Mit der Kraft der Sonne (1)


Der Bauingenieur Ronny Meyer hat bereits im Jahr 2000 damit angefangen, die Menschen über energiesparende Bauweisen und Modernisierungen aufzuklären. Seitdem hat er sein Wissen ständig ausgebaut und verfeinert, nicht umsonst gilt er als Experte in diesem Gebiet und ist Autor zahlreicher Bücher sowie gefragter Moderator.

Nun erklärt er auf Utopia in fünf Folgen, worauf es beim Bauen und Modernisieren ankommt. In der ersten geht es um Solarenergie, während er sich in der darauffolgenden dem Eibau einer Wärmepumpe widmet und worauf es dabei ankommt. In der dritten Folge gibt der Ingenieur Energiespartipps für jeden Haushalt vom Dreifachfenster bis zum Dämmen des Hauses. Im vierten Kurzfilm geht es um eine moderne Lüftungsanlage und wie sie funktioniert. Die kleine Serie endet mit einem Special über eine Solarthermie – und beantwortet die Frage, was denn nun tatsächlich für eine Solaranlage spricht.


 

 

Zu Ronny Meyers Webseite "Bauen rockt".

Utopia dankt Vaillant für die Realisierung des Podcasts.
Stand: 18.07.2009 von

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    schrieb am 20.07.2009 um 19:00
    Lassen wir uns doch einfach mal beschenken. Die Sonnenenergie liefert uns das 10.000 fache von dem was wir tagtäglich an Energie benötigen. Okay - Du sagst Du kannst Geschenke nur schwer annehmen. Dann sage ich - Lerne es - schnell. Noch eins: vielleicht kannst Du bald mit Solarpanels auf dem Dach mehr angeben als mit einer glattgeleckten Fassade. Power to the People (( | ^^
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    schrieb am 21.07.2009 um 12:55
    Hallo, eine sehr gute Idee, diese Reihe mit Ronny Meyer, den ich bisher gar nicht kannte.

    Dazu fällt mir eine Idee ein, die ich selber vor etlichen Jahren hatte, ich nenne sie gern BRS (für Bernie's Reflection-Roof Solution, oder deutsche Variante: Bernies Reflektordach Solaranlage) - oder wie auch immer ;-) , nämlich die Lichtausbeute von PV Zellen auf folgende Weise zu erhöhen:

    Eine ziemlich flache Dachfläche (z. B. über einer Veranda) mit einer gut lichtspiegelnden Fläche - z.B. Glas mit dunklem Hintergrund, oder glattes Aluminium - reflektiert Licht auf die Solarzellen, die an einem dahinter sich anschließenden Dach in einem deutlich steilerem Winkel montiert sind (z.B. weil das Dach selbst steiler ist, z.B. 45 Grad Anstieg) .

    Übrigens bin ich dafür, durch eine hohe direkte Besteuerung von Kohle- und Atomstrom staatlicherseits den Ausbau Erneuerbarer Energien innerhalb Europas massiv zu unterstützen, inklusive Unterstützung für Aufdachsolaranlagen (diese vorzugsweise, aber nicht nur in Südeuropa). - Wenn infolge dessen dann alle Leute zu echten Ökostromanbieterinnen wechseln und alle Atom- und Kohlestromanbieter keine KundInnen mehr haben sollten, macht das natürlich nichts, denn dann werden die EE ja ebenfalls massiv ausgebaut (durch die echten Ökostromanbieterinnen)

    Besten Gruß, Bernhard Wagner, Berlin
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    schrieb am 21.07.2009 um 23:55
    Solange Solarpanels noch so teuer sind, ist eine dezentrale Energieumwandlung die eingespeist wird nicht massenkompatibel...auch nicht mit dem EEG. Leider.
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    schrieb am 24.07.2009 um 11:52
    "Solange Solarpanels noch so teuer sind, ist eine dezentrale Energieumwandlung die eingespeist wird nicht massenkompatibel...auch nicht mit dem EEG. Leider."


    Waldheim und Jef haben schon beschrieben wie rentabel und massenkompatibel die Photovoltaik bereits ist. Ich möchte dazu einige aktuelle Kosteninformationen ergänzen:

    Der Herstellungspreis für Solarmodule liegt inzwischen deutlich unter 1,50 €/Wp. Die Produktion von Wechselrichtern, Montagesystem und weiterem Zubehör kostet weit weniger als 0,40 €/Wp. Die Herstellung der Komponenten für eine PV-Anlage auf einem EFH mit 3 kWp (20-30m² Modulfläche) kostet demnach weniger als 5000,- €.

    In den letzten Jahren konnte das Material wegen großer Nachfrage für das zwei- bis dreifache dieses Preises verkauft werden. Nach einer Gesetzesänderung in Spanien ist dort ein milliardenschwerer PV-Markt eingebrochen und ersmals seit Einführung des EEG haben wir einen Angebotsüberhang, der erlaubt, dass die Preise vom Markt geregelt werden.

    Bei einem angemessenen Gewinn aller am Vertrieb einer PV-Anlage Beteiligten sollte ein Materialpreis von etwa 8000,- € für den zukünftigen Anlagenbetreiber einer 3kWp-Anlage möglich sein. Die Installation dieser Anlage kann man mit zusätzlich 2000,- € kalkulieren.

    Durch die geringen laufenden Kosten und die lange Lebensdauer einer PV-Anlage reicht hier ein Ertrag von 1000,- €/Jahr aus, um eine sehr gute Rentabilität zu erzielen. Dazu brauche ich einen Jahresertrag von weniger als 2400 kWh Solarstrom. Das ist selbst bei ungünstiger Dachausrichtung oder teilverschatteter Dachfläche möglich. Die große Mahrheit aller EFH hat eine Dachhälfte die für Solarstromerzeugung geeignet ist!

    Meine 4,2kWp PV-Anlage in Köln hat auch im zweiten Betriebsjahr einen Ertrag von über 3800 kWh/Jahr erbracht und ich konnte mit der PV-Anlage meine Einkommenssteuer um einige hundert Euro reduzieren. Nach Ablauf der ersten 20 Betriebsjahre werde ich über 20.000,- € an der PV-Anlage verdient haben ohne, dass ich eigenes Geld investieren musste. Die Banken bieten für PV-Anlagen auf eigenen Wohnimmobilien oft 100%-Finanzierungen zu sehr günstigen Tarifen an.

    Mit einer PV-Anlage kann man sich fast jeder Hausbesitzer bei gutem Gewissen reich beschenken lassen!
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    schrieb am 23.07.2009 um 10:59
    Wer die Vorteile der Solarenergie (Wärme + Strom) noch immer nicht nutzt, obwohl er die Möglichkeit dazu hat, der ist entweder borniert oder wie ein Atomphysiker rassistisch veranlagt. Natürlich wird das Kosten-/Nutzenverhältnis jedes Jahr durch technische Optimierung und Massenproduktion günstiger, weshalb ja auch die Einspeisevergütung bei neuen Anlagen jährlich nach unten angepasst wird, aber dank der Finanzkrise fallen die Modulpreise noch deutlich schneller. Eine Modellrechnung im Finanzheft 7/09 ergibt eine Eigenrendite von bis zu 7% bei 20-jähriger Laufzeit von PV-Anlagen. Auch Laien können eine einfache Rechnung aufmachen: Ein kW (entspricht 10 qm Dachfläche) kostet ca. 4.000 Euro, also 200 pro Jahr. (Vergesst mal die 2% Zinsen, da das Geld ohnehin bald der Inflation bzw. Währungsreform zum Opfer fällt). Nach dem EEG bekommt ihr im Jahr etwa 400 Euro zurück, also 8.000 Euro nach 20 Jahren. Dagegen zahlt ihr für Öl und Gas jährlich 5 bis 20% mehr (sobald die Wirtschaftskrise überwunden ist), also schon nach 7 Jahren das Doppelte. Wenn das kein Argument ist, da braucht man kein Grüner zu sein, sondern nur Realist.
  • gelöscht am 23.07.2009 um 13:06 von Jef
    Dieser Kommentar wurde gelöscht..
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    Jef
    schrieb am 23.07.2009 um 13:12
    Ich habe mich in den letzten 10 Wochen sehr intensiv mit der Frage der Solarstromerzeugung auseinander gesetzt. Wir haben 2008 beim Hausbau alle Vorkehrungen getroffen, in absehbarer Zeit eine Photovoltaikanlage installieren zu können. Dazu gehören ein freies, unbeschattetes Dach nach Süden, Leerrohre vom Dach zum Hauswirtschaftsraum, freie Zählerplätze etc. Eigentlich ging ich davon aus, erst in 5-10 Jahren eine Anlage zu bauen.

    Von einem Bekannten aufmerksam gemacht auf die Möglichkeit, schon jetzt kostenneutral oder sogar gewinnbringend Solarstrom erzeugen zu können, stürzte ich mich noch mit großen Bedenken in die Recherche.

    Gestern habe ich den Auftrag für eine 11,25 KW Anlage erteilt, die in 4 Wochen Strom liefern wird. Es sind sehr hochwertige Module im oberen Preissegment. Trotzdem trägt sich die Anlage, selbst bei konservativster Ertragsprognose vom ersten Tag an. Sie wird uns pro Jahr, abzüglich aller Nebenkosten wie Versicherung, Rücklagen, Zählermiete, etwa 1.000 Euro im Jahr an Gewinn liefern. Wie gesagt, bei einer recht teuren Variante.

    Ich muß also kundiet leider widersprechen. Photovoltaik ist absolut "massenkompatibel"; gerade wegen des EEG. Meine Hausbank sagte lediglich "Klar finanzieren wir die Anlage. Stabilere Sicherheiten gibt es kaum."

    Ich habe sehr aufwändige Effizienzrechnungen durchgespielt. Das Ergebnis ist klar und eindeutig: Das Jahr 2009 ist ein hervorragendes Jahr, um in die Solarstromnutzung einzusteigen. Die Modulpreise sind sehr niedrig, die Zinsen auch und die Einspeisevergütung mit 43,01 Cent/KWh auf 20 Jahre eine sichere Bank.

    Kurz und klein: Wenn die Voraussetzungen (Dachausrichtung, möglichst verschattungsfreie Fläche) gegeben sind, spricht wenig gegen den Einstieg in die dezentrale Ökostromerzeugung. Aber einiges dafür.

    Dazu kommt, dass jede über den eigenen Bedarf hinaus eingespeiste Kilowattstunde, eine Kilowattstunde Atom- oder Kohlestrom aus dem Netz "verdrängt". Feine Sache das. Von dieser Form der aktiven Politik gegen Atomkraft hätte ich vor 20 Jahren bei den Demonstrationen vor dem französischen Atommeiler in Cattenom nur träumen können. Eine gewisse Genugtuung will ich nicht leugnen.
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    schrieb am 24.07.2009 um 11:56
    Bekom ich auch ein Lob? 1990 versuchte ich als grüner gewählter Politiker die Gemeinde umzustimmen, doch endlich das Freibad mit Sonne aufzuwärmen. Bin halt kein guter Verkäufer ;-)
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    schrieb am 24.07.2009 um 12:03
    Keine Diskussion, PV ist eine gute Sache. Die einzige Kritik richte ich an das EEG. Warum um Himmelswillen soll ich Module günstiger anbieten, wenn jeder bei diesen satten Einspeisevergütungen sich die Pensionskasse auf das Dach setzen lässt? Schaut die Länder an, wird nur realisiert, wenn schweinisch subventioniert sind. Spanien, in einem Jahr von 0 auf 100 und wieder zurück auf 0. Lieber etwas weniger, dafür stabiler und mehr. Bei uns konntest du letztes Jahr die Projekte eingeben. Glück hatte, wer schon nachts um 1 an der Türe stand, am Mittag war der Topf leer. Bei dieser Art Subventionspolitik ist doch keiner angehalten am Preis etwas zu verändern.
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