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Rezept-Änderung

Coca Cola will Krebswarnung umgehen

Die genaue Rezeptur des braunen Zuckerwassers gehört zu den bestbehüteten Geheimnissen unserer Konsum-Welt. Dank US-Verbraucherschützern dürfen wir uns jetzt aber sicher sein, dass Coca Cola einen bedenklichen Farbstoff enthält. Er steht im Verdacht, krebserregend zu sein.


US-Verbraucherschützer vom „Center for Science in the Public Interest“ hatten letzte Woche verkündet, erhöhte Mengen des umstrittenen Stoffs 4-Methylimidazol (MEI) in Coca Cola gefunden zu haben. Die Chemikalie ist ein Bestandteil der Zuckerkulör (E150d), die der Limonade ihre typische braune Farbe verleiht. In den USA steht MEI seit Anfang des Jahres auf einer Liste von Stoffen, vor denen gewarnt werden muss: in hoher Konzentration gilt der Stoff als krebserregend.
 
Um einem entsprechenden Warnhinweis „krebserregend“ auf seinen Getränke-Flaschen künftig zu entgehen, will Coca Cola seine Rezeptur nun ändern. Die Zuckerkulör soll auf eine Art hergestellt werden, mit der im Ergebnis weniger 4-Methylimidazol enthalten ist.

In Europa ändert Coca Cola nichts

Eine Rezeptänderung aufgrund drohender Warnhinweise und weniger krebserregende Stoffe als Lösung – das klingt bestenfalls ambivalent. Und das alles gilt auch nur für die USA. In Europa gilt der Farbstoff noch nicht als gefährlich, darum sieht sich Coca Cola auch nicht dazu veranlasst, hier seine Rezeptur zu verändern.

Laut SPIEGEL-Online entgegnete die deutsche Coca-Cola-Sprecherin Stefanie Effner, dass der Cola-Farbstoff gesundheitlich unbedenklich sei. Amerikanischen Nahrungsmittelkontrolleuren zufolge müsse ein Mensch 1.000 Dosen Cola am Tag trinken, um die Menge MEI einzunehmen, die bei Mäusen in Tierversuchen Krebs ausgelöst hatt

Besser: Now Black Cola – nicht Pepsi

Ob es tatsächlich gefährlich ist, Coca Cola zu trinken, kann Ihnen vermutlich niemand sagen. Aber falls Sie´s lieber sein lassen wollen, weichen Sie bitte nicht auf Pepsi aus. Für den bitter-süßen Coca-Konkurrenten gilt fast 1 zu 1 dieselbe Geschichte – auch in Pepsi wurde zu viel MEI nachgewiesen, auch Pepsi will die Menge des Stoffs reduzieren, um den selbstdiffamierenden Warnhinweisen zu entgehen.
 
Stattdessen empfehlen wir Ihnen in unserem Ratgeber Bio-Limo – Bionade, LemonAid und Co. oder direkt im Utopia ProduktGuide zu stöbern. Dort finden Sie zum Beispiel die Now Black Cola von Lämmsbräu. Deren Zuckerkulör ist bio, Chemie wie 4-Methylimidazol darf dort nicht drin sein.
 

Thema: Unternehmen, Stand: 13.03.2012 von

Kommentare (8)   Kommentare abonnieren

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    schrieb am 12.05.2012 um 21:09
    .... vielleicht ist das auch nur "Schleichwerbung" ... diese Marke lebt ja, schliesslich schon, seit ewigen Zeiten davon, dass der Name ihrer Marke überall und nirgends steht. Allein in diesem Threat schoon mindestens 20 mal!
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    schrieb am 12.05.2012 um 17:42
    Vieleicht weiß man nicht die genaue Rezeptur, aber die genauen Bestandteile sicher.
    Wäre doch heute bei dem Lebensmittelgesetz gar nicht anders möglich, etwas zu verkaufen und zu sagen
    na wir sagen nicht was da drin ist.
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    schrieb am 21.03.2012 um 16:26
    Wahrscheinlich sind mehr krebserregende Stoffe, im Plastik, von der Flasche.

    Kein, auch nur einigermassen intelligenter, Mensch kann noch ausschliessen, dass, in praktisch allen unseren Nahrungsmitteln, irgendwelche Stoffe enthalten sind, die in Verbindung, mit anderen Stoffen, sehr gefährlich sind.

    Wir stürzen uns wie die Geier auf einzelne Stoffe und sind zu dämlich zu begreifen, dass einzelne Stoffe noch das geringste Risiko darstellen.

    Das Zusammenwirken, von verschiedenen Stoffen, ist das Problem! Das ist wie bei einer Atombombe: die hat auch nur ein geringes Schadenspotential, wenn man nur ihre Einzelteile begutachtet. mehr weniger
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    schrieb am 19.03.2012 um 21:41
    Zitat:
    "Die Chemikalie ist ein Bestandteil der Zuckerkulör (E150d), die der Limonade ihre typische braune Farbe verleiht.".

    "Zuckerkulör" (merkwürdige Schreibweise) ist auch in anderen Lebensmitteln vorhanden.

    Auszug wikipedia:
    Zuckercouleur wird für Getränke wie z. B. Whisky, Alkopops, Limonaden wie Ginger Ale und Cola, sowie für Marmeladen, Wurst, Fertigsaucen, Essig und Süßwaren verwendet.[1]

    Zuckercouleur ist in kleinen Gebinden im Lebensmittelhandel erhältlich und kann in der Alltagsküche zum Färben von Süßspeisen und insbesondere (Braten-)Soßen benutzt werden.

    Wer es mag..

    Von mir aus könnte eine "Cola" auch farblos sein.

    Gute Idee: als völlig neues Getränk auf den Markt bringen: ;-) mehr weniger
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    schrieb am 19.03.2012 um 13:21
    Ich nehme Coca-Cola nur ungern in Schutz, aber das Ganze wird möglicherweise etwas hoch gespielt. Scheinbar ist es ja so, dass man tägich mehrere tausend Dosen Cola trinken müßte, um sich einer Gefahr auszusetzen. Aber glücklicherweise wird dies im Beitrag auch erwähnt. Richtig ist es kritisch zu sein, aber man muss auch auf dem Boden bleiben! mehr weniger
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