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Keine australische Wolle und Tierhäute mehr

PUMA wird tierfreundlicher


Wie die Tierschutzorganisation PETA (USA) meldet, hat sich PUMA dazu entschieden, künftig keine australische Wolle sowie keine exotischen Tierhäute mehr für seine Produkte zu verwenden. PETA hatte zuvor beim Sportartikelhersteller Aufklärungsarbeit über das Leiden der Tiere für Modezwecke geleistet. Für die tierfreundliche Entscheidung hat die Tierschutzorganisation das weltweit tätige Unternehmen mit Sitz im fränkischen Herzogenaurach nun mit dem „Compassionate Retailer Award“ ausgezeichnet. „Wenn ein Unternehmen mit PUMAs Ansehen eine starke Haltung gegen den Missbrauch von Tieren einnimmt, hört die gesamte Industrie zu und Unternehmen auf der ganzen Welt nehmen davon Notiz.“, sagt Tracy Reiman, Vize-Präsidentin bei PETA USA.

PUMA wird in Zukunft weder Wolle von Schafen verwenden, die in Australien durch das sogenannte Mulesing verstümmelt wurden, noch Tierhäute von Krokodilen, Schlangen, Haien und Fischen. „Jeder Schuh aus Schlangenleder oder jedes kleine Stück Pelzbesatz kommt zu einem hohen Preis – und dafür zahlen die Tiere, die in Käfigen auf Pelzfarmen verrückt werden oder an Bäume genagelt lebendig gehäutet werden“, so Reiman.

Für Leder und ein bisschen Pelz zahlen die Tiere einen hohen Preis

PETA weist darauf hin, dass jedes Jahr Millionen Tiere einen grausamen Tod für die Modeindustrie sterben müssen. Die mittels Fallen gefangenen Tiere leiden häufig tagelang, bevor sie für ihren Pelz zu Tode geknüppelt und getrampelt werden. Auf Pelzfarmen werden die gezüchteten Tiere in winzigen und verdreckten Käfigen gehalten, ehe sie vergiftet oder durch analen Elektroschock getötet werden.

Exotische Tiere wie Schlangen, Eidechsen, Alligatoren und Krokodile werden eigens für ihre Haut gejagt und gezüchtet. Schlangen werden an Bäume oder Pfosten genagelt und lebendig gehäutet. Alligatoren auf Zuchtfarmen werden in kleine Becken gestopft und anschließend mit Hammer und Axt zu Tode geschlagen. Beim „Mulesing“ werden mit Scheren große blutige Haut- und Fleischteile vom Hinterteil der Schafe abgeschnitten. Mit dieser grobschlächtigen Prozedur versucht man, den Madenbefall der Merino-Schafe zu verhindern, obwohl effektivere und humanere Methoden verfügbar sind.

Die Modebranche zeigt tierfreundliche Tendenzen

Laut PETA entscheiden sich immer mehr Modefirmen gegen die Verwendung von „Tierqualprodukten.“ So konnte GALERIA Kaufhof im Februar nach Gesprächen mit PETA Deutschland dazu bewegt werden, keine Bekleidung mehr mit Kaninchenpelz zu bestellen. Während s.Oliver, Titus und Zara keinen Pelz mehr verkaufen, verzichtet Adidas auf Mulesing-Wolle und H&M auf Exotenleder.

Stand: 03.04.2012 von

Kommentare (15)   abonnieren

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    schrieb am 03.04.2012 um 15:23
    Und wann ist generell endlich Schluss mit Produkten aus Tierhäuten (ob nun exotisch oder nicht)? Außerdem würde mich interessieren, woher PUMA nun die Wolle bezieht!
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    schrieb am 03.04.2012 um 19:46
    Irgendwie denkt man immer die Schuhe sind inzwischen aus Palstik oder so, für das keinem Tier weh getan werden muss. Aber dem ist nicht so.
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    schrieb am 05.04.2012 um 18:52
    Manche hier sind schon ein wenig komisch. Zuerst schreien alle, dass das Erdöl bald nicht mehr sein wird und wir uns nach Alternativen umschauen müssen. Jetzt klingt es für mich aus dem Kommentar von madt, als sollten Schuhe doch bitte aus Kunststoff sein. Was denn nun? Ich selber bevorzuge, wenn ich die Wahl habe, Schuhe aus Leder vor Kunststoffen. Das liegt vor allem daran, dass Lederschuhe angenehmer zu tragen und nach meiner Meinung gesünder für die Füße sind. Pumas Vorstoß hin zu tierfreundlicheren Schuhen ist daher auf jeden Fall zu begrüßen. Auch wenn es die Welt nicht perfekt macht, kommen wir dem ziel einen Schritt näher.

    PS: Über Alternativen zu meinen Lederschuhen lasse ich mich natürlich gern aufklären. =D
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    schrieb am 05.04.2012 um 19:15
    Sehe ich ähnlich.
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    schrieb am 05.04.2012 um 20:08
    Ja ich bin da untentschieden: Plastik das unsere Ozeane verseucht oder Leder für das Tiere leiden müssen.
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    schrieb am 05.04.2012 um 20:11
    Habe nochmal nachgedacht. Ehrlich gesagt habe bei Schuhen bisher nie groß drauf geachtet aus welchem Material sie sind. Aber ich kaufe nicht oft Schuhe, immerhin.
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    schrieb am 06.04.2012 um 14:30
    Danke PETA :)

    Mit ein bisschen Geschick findet man mittlerweile auch in Deutschland ein ganz gutes Angebot an veganen Schuhen, die nicht aus giftigen Billig-Materialien in Asien produziert werden... Augen auf beim Schuh-Einkauf! :)
    Wenn Leder, dann doch bitte von Anbietern, die zumindest ökologisch produzieren. Tot sind die Tiere dann allerdings trotzdem... dafür halten Lederschuhe bei guter Pflege grundsätzlich sehr lange.
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    schrieb am 06.04.2012 um 15:00
    Hey- oder PETA stellt das Fell der Tiere die "nicht vermittelbar" sind für Schuhe zur Verfügung...
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    schrieb am 06.04.2012 um 15:56
    dieses gerücht hält sich auch hartnäckig
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    schrieb am 06.04.2012 um 17:42
    Wenn das Leder der Schuhe ein "Schlachtnebenprodukt" ist, dann ist es m.E. auf jeden Fall die ökologischere und nachhaltigere Variante als Kunstoff, der die Erde zumüllt. Dass dabei dann auf ökologische "Produktion" zurückgegriffen werden sollte bzw. muss ist klar, da stimme ich Gruenes Schaf natürlich voll und ganz zu. Aber wenn wir schon Nutztiere töten, dann sollte doch bitte alles verwertet werden, und deshalb finde ich persönlich die Verwendung von Leder nicht gleich generell verwerflich.
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    schrieb am 06.04.2012 um 18:14
    Irrtum, Leder ist nicht einfach ein "Schlachtnebenprodukt". Die Fleischindustrie baut auf die Verkäufe der Tierhäute, um profitabel zu arbeiten und so sind die beiden Industriezweige "Fleisch" und "Leder" nicht voneinander zu trennen. Das Geschäft ist so lukrativ, dass viele der größten Fleisch-”Produzenten” ihre eigenen Ledergerbereien betreiben. Dahinter steckt Massentierhaltung mit all ihren Schrecken. Jeder Kauf von Lederwaren fördert somit die Massentierhaltung. Bei sogenanntem Bioleder – gemeint ist meistens pflanzlich gegerbtes Leder – geht es nur um die Verarbeitung der Häute, nicht aber um das Leben und die Haltungsbedingungen der Tiere. Auch bei den sogenannten Ökoschuh-Firmen scheint der ökologische und ethische Anspruch erst nach dem Schlachthof zu beginnen.
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    schrieb am 06.04.2012 um 18:38
    Daß Leder nicht nur ein "Schlachtnebenprodukt" ist, glaube ich auch.

    Trotzdem ist es eine berechtigte Frage, ob Kunststoff eine wünschenswerte Alternative ist angesichts des Entsorgungsprodukts.
    Auch mag ich selbst nicht den ganzen Tag meine Füße in Kunststoff stecken.

    Was gibts noch für Alternativen?
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    schrieb am 06.04.2012 um 18:42
    Naja, deshalb habe ich ja auch geschrieben: "wenn" und "dann".
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    schrieb am 09.04.2012 um 17:59
    Es gibt ja auch Naturmaterialien, wie Naturkautschuk, Leinen und so weiter... wie gut das ist und was man denn im Winter anziehen soll, weiß ich allerdings auch nicht.
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    schrieb am 23.04.2012 um 14:04
    Kann Gita nur zustimmen.

    @ GruenesSchaf, Maria_L, madt, Marshavan: Es gibt auch Schuhe, die zum Teil aus Kork bestehen, was nicht nur tier- und umweltfreundlich ist, sondern auch wasserabweisend, atmungsaktiv und sehr bequem. Die gibt's z.B. hier: www.ecoshoesdefas.com/shop/product.php?id_product=15 Abgesehen davon ist es doch viel besser, man verwendet Erdöl zur Herstellung von Schuhen, die man danach recyclen kann anstatt zum Antreiben von Fahrzeugen, wo es danach gar nicht mehr vorhanden ist und viel mehr davon benötigt wird oder für Plastiktüten, die man nach einmaligem Gebrauch wegwirft. Außerdem sind ja auch Dinge wie Brillen (guckt mal eure Profilfotos an, GruenesSchaf und Marshavan!), Computer, Lichtschalter, Kabel, Fernseher, Verpackungen, Flachen und vieles mehr ohne Kunststoff heute quasi nicht mehr denkbar. Verzichtet ihr auf die auch alle? Ich finde, nur weil etwas vielleicht (!) ökologischer ist, haben wir trotzdem noch kein Recht, Tiere dafür auszubeuten und zu ermorden. Wir nehmen ja auch kein menschliches "Leder"....

    Abgesehen davon ist es zum Einen nicht nur Peta, sondern v.a. der Initiative gegen die Pelzindustrie mit ihrem deutschlandweiten Protest-Tag und allen Teilnehmer_innen zu verdanken, dass Kaufhof zur nächsten Saison nicht wieder Pelz bestellt, zum anderen ist es eben bisher nur für diese, die nächste Saison sicher, dass sie es nicht mehr tun. Sie haben noch nicht zugesichert, dass sie es grundsätzlich nicht mehr tun.
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