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Praxistest Heizen – mit Erfolg gescheitert


Wenn ein Praxistest konkrete Fragen stellt und man schon an den Vorraussetzungen scheitert, sollte man dies wohl als Misserfolg werten. Die interessantesten Ergebnisse sind aber bisweilen jene, die man zu Beginn gar nicht im Blick hatte.

 

 

 

Zunächst zum Scheitern

Die Aufgabe des Praxistests bestand darin, so genannte programmierbare Thermostate zu testen. Es handelt sich um die Temperaturregler direkt an den Heizkörpern, die zur Temperaturregulierung üblicherweise per Hand gedreht werden. Programmierbare Thermostate haben dagegen Bedien-Tasten und ein kleines Display. Mit diesen soll sich der Heizzyklus in jedem Raum optimal einstellen lassen. Also: wann jeder Heizkörper auf welche Temperatur geheizt wird. So kann man seine Räume automatisch nur zu den Zeiten beheizen, zu denen sie genutzt werden. Die Vorteile: Komfort und niedrigere Energiekosten.

Die erste Stufe des Test konnte ohne Schwierigkeiten bestiegen werden: Abbau der alten und Einbau der neuen Thermostate. Ab- und Einbau klingen dabei übertrieben. Es handelt sich eher um ein paar Drehungen, für die man kaum eine Minute braucht. Dieser Punkt ist bemerkenswert, denn der Testauftraggeber Co2online gab zu bedenken, dass viele Verbraucher den Austausch von Thermostaten für kompliziert und gefährlich halten. Gefährlich im Sinne von möglichen Heizwasser-Haus-Katastrophen. Diese Angst scheint nicht berechtigt, die Thermostate haben schnell ihren Bestimmungsort gefunden und alles blieb trocken.

Die zweite Stufe des Tests war dann doch zu hoch. Nicht etwa, weil das Programmieren der Thermostate ein Informatikwissen voraussetzen würde – im Gegenteil: das Einstellen der Temperaturen und Uhrzeiten ließ sich intuitiv und rasch bewerkstelligen. Nein: Grund des Scheiterns waren vielmehr die Vorraussetzungen der beheizten Wohnung. Diese wird durch Gasetagenheizungen beheizt, die selbst durch einen Raumtemperaturregler bedient wird. Letzterer bleibt trotz programmierbarer Thermostate letztlich der „Chef“ der Heizung: Er sorgt dafür, dass die Heizung aus bleibt oder anspringt – und nicht die programmierbaren Heizkörperthermostate! An dieser Stelle könnten noch einige Ausführung dazu stehen, ob man das nicht hätte vorher wissen können. Oder welche Anstrengungen unternommen wurden, um doch noch eine freundliche Synergie zwischen Heizkörper- und Raumtemperaturregler herzustellen. Stattdessen der Tipp von co2online: „Nur neuere Gasetagenheizungen arbeiten optimal mit programmierbaren Heizkörperthermostaten zusammen“.

 

Zum Erfolg: Herr im eigenen Haus werden
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Produkt der Woche 49

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Stand: 07.12.2010 von

Kommentare (22)   abonnieren

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    schrieb am 07.12.2010 um 15:59
    Tja, da liegt ja insgesamt eines der Hauptprobleme an vielen (ökologischen) Miseren - man(n) ist bequem und will sich möglichst wenig Gedanken um Dinge machen, die nicht mit Spaß, Freizeit und Erholung zu tun haben.
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    schrieb am 09.12.2010 um 09:57
    Was ist den das für ein Test?! Der Bericht ist doch total Banane. Wir haben seit 2 Jahren diese Thermostate an den Heizungen und eine Menge Geld damit gespart. OK, wir haben eine Ölheizung ohne Wohnraumfühler. In meinen Augen ist der Bericht oberflächlich einseitig und stellt diese Thermostate in ein schlechtes Licht, was sie eigentlich nicht verdient haben.
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    schrieb am 09.12.2010 um 10:40
    Verstehe euch nicht. Da sollte ein Test gemacht werden, der nicht geklappt hat und zwar deshalb: „Nur neuere Gasetagenheizungen arbeiten optimal mit programmierbaren Heizkörperthermostaten zusammen“.

    Aber das Konto-Dingens wurde dann für gut befunden. Wie immer schön geschrieben, danke Martin!
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    schrieb am 09.12.2010 um 10:35
    @alex_sefrin "Der Bericht ist doch total Banane"

    Danke, ich hatte schon gedacht, ausser mir hätten alle irgendeinen Sinn in diesem "Praxistest" entdeckt!
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    schrieb am 09.12.2010 um 10:43
    Es gibt leider tatsächlich einige Konstellationen (wie hier beschrieben), bei denen programmierbare Thermostate wenig bringen - und bei manchen Heizsystemen gar nicht genutzt werden können. Da, wo es geht, sind allerdings gut und gerne zehn Prozent Ersparnis drin, so dass sich die kleinen Sparhelfer meist schnell auszahlen.

    Wie die Stiftung Warentest programmierbare Thermostate einschätzt und was es bei deren Einsatz zu beachten gibt, hat der Energiesparclub in seinem Themenspezial "Richtig heizen" zusammen gestellt. Ende nächster Woche gibt es dort auch weitere Ergebnisse des kleinen Praxistests.

    http://www.energiesparclub.de/richtig-heizen/index.html

    Ob sich programmierbare Thermostate lohnen, zeigt der Ratgeber "ThermostatCheck":

    http://www.utopia.de/ratgeber/energiespar-ratgeber
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    schrieb am 09.12.2010 um 11:52
    Vielleicht ist der Beitrag einfach nur falsch betitelt, und er enthält für meine Begriffe zu wenig Hintergrundinformation- denn Sinn macht er schon.

    Wir hatten in der früheren Wohnung erfolgreich programmierbare Thermostate im Einsatz - bei einer Gas-Zentralheizung.
    Nach Umzug war uns klar, dass diese nicht mehr zum Einsatz kommen können, genau aus dem beschriebenen Grund. Die (ebenfalls neu eingezogenen und etwas weniger "kundigen") Nachbarn haben sich aber erstmal solche Thermostate gekauft und damit kurzerhand ihre Gas-Etagen-Therme zum Erliegen gebracht.
    Wenn es nämlich nur in einem Raum den Fühler für die generelle Regelung gibt, muss dieser Raum immer die Soll-Temperatur erreichen. Wenn nun in diesem Raum durch programmierbare Thermostate "runtergeregelt" wird, kann sich jeder vorstellen was passiert: die Therme versucht so viel zu heizen, dass die Soll-Temperatur erreicht wird, die Heizung heizt aber nicht. ERROR! Deshalb macht es auch Sinn, dass der Fühler für die Thermenregeluung immer im wärmsten Raum hängt (was oft nicht berücksichtigt ist) .
    Dann ist es unter Umständen sogar auch möglich, in den ANDEREN Räumen programmierbare Thermostate anzubringen.

    Wir haben eine andere Lösung gefunden: den Fühler in den Raum, der am wärmsten sein soll gelegt. Eine detailliert programmierbare Steuerung (gebraucht - günstig!) für die Therme gekauft so dass wir insgesamt viel genauer regeln können, wann überhaupt geheizt werden soll. Und teilweise wird einfach von Hand das Thermostat bedient ! Rückzahlung Gas: mehr als 300 Euro :-)
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    schrieb am 09.12.2010 um 12:10
    Die falsche Betitelung kann ich nur unterschreiben. Durch den reißerischen Titel ist man ja erst dazu angestachelt worden den Artikel zu lesen und dann enttäuscht worden.

    OK, er bewart einige davor den gleichen Fehler zu begehen, aber ich hätte auch solche Lösungsansätze erwartet, wie Corifee sie beschrieben hat. Ich mag es halt nicht, wenn man etwas schlecht macht, nur weil es in einigen Anwendungsfällen nicht geeignet ist. Mit dieser Einstellung verdammt man viele Innovationen und macht sie tot bevor sie sich etabliert haben oder verbessert werden können.
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    schrieb am 09.12.2010 um 12:34
    Extrem reißerisch der Titel, unglaublich! Zwei Wörter, die sich aufheben: Erfolg und Scheitern.

    Und wie schlecht der Artikel, die Thermostate macht, nur weil er sagt, in dieser Konstellation funktionieren sie nicht.... Stimmt jetzt kann ich es auch rauslesen: Leute diese Dinger sind Schrott, kauft sie nicht. Hatte ich gerade übersehen....

    *Kopfschüttel*
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    schrieb am 09.12.2010 um 12:26
    Das sehe ich genau so wie alex_sefrin.
    Hier bringt Utopia etwas in Misskredit das den Energieverbrauch und die Heizkosten in vielen Haushalten senken kann.
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    schrieb am 09.12.2010 um 12:34
    Lieber Martin, liebe Leser,

    als Fachplaner für technische Ausrüstung kann ich euch vielleicht helfen den Test etwas erfolgreicher zu gestalten, denn nur ein kleiner aber wesentlicher Fehler, den übrigens auch die Mehrzahl der "Profis" aus meiner Branche macht, führt zu dem von euch geschilderten Problem.

    Ihr müsst bei der so genannten Etagenheizung mit Raumthermostat zwischen den "Normalen Räumen" und dem sogenannten "Referenzraum", in dem das Raumthermostat (nicht Heizkörperthermostat) hängt unterscheiden. Im Referenzraum darf nämlich gar kein Heizkörper über ein zusätzliches Thermostat verfügen, die Heizkörper in diesem Raum müssen immer voll aufgedreht sein!!!

    Das Prinzip dieser Regelung funktioniert so: Die Gastherme erhitzt Wasser auf die sogenannte Vorlauftemperatur, welches dann durch die Heizkörper gepumpt wird um den Raum zu erwärmen.
    Das Wandhängende Raumthermostat im Referenzraum erfasst die resultierende Raumtemperatur und verstellt die Vorlauftemperatur so lange bis sich der Raum auf die eingestellte Temperatur eingestellt hat. Das ist ein dynamischer Vorgang, daher spricht man vom einschwingen der Temperatur.
    Die so ermittelte max. notwendige (daher energiesparende) Vorlauftemperatur gilt dann auch für die anderen Räume (deswegen spricht man auch vom Referenzraum) die dann ganz normal von Heizkörperthermostaten geregelt werden können.

    Was passiert wenn neben dem Raumthermostat auch Heizkörperthermostate eingebaut sind? Die Anlage verliert i.d.R. ihre Regelungsfähigkeit und "schwingt auf" - was bedeutet: Die Temperatur schwankt extrem, die Gastherme wird ständig hoch und runter gefahren und verbraucht mehr Energie als nötig.

    Der beste Vergleich dazu ist wieder mal das Autofahren. Um eine Geschwindigkeit zu halten gibt man ja auch nicht immer in kurzen Intervallen Vollgas - sonder der Fahrer "regelt" über das Pedal eine Geschwindigkeit ein. Wenn ihr euch jetzt vorstellt das irgend ein unsichtbarer Kobold ständig an euerem Gaspedal zieht und zerrt, dann könnt ihr euch in etwa vorstellen wie bequem die Fahrt sein wird...

    Die gesamte Heizungsanlage verbraucht wesentlich mehr Energie als nötig und verschleißt wesentlich schneller...

    Dazu passend mein Motto: Wissen schafft Frieden...

    Helmut Abel
    www.online-revision.de


    PS: zu dem Zitat "co2online: „Nur neuere Gasetagenheizungen arbeiten optimal mit programmierbaren Heizkörperthermostaten zusammen“.

    Das ist schlichtweg falsch. Neuere Anlagen haben oft nur mehr Möglichkeiten. Zb. Fuzzy Logik. Dabei werden die Temperaturen mit den Wunschzeiten verknüfpt und die Anlage optimiert.
    Beispiel:
    Ich stelle ein das es Morgens um 6:00 Uhr 20° warm ist. Die Heizung fängt am 1. Tag um 5:00 Uhr an zu heizen und merkt sich, dass die 20° bereits um 5:50 erreicht wurden. Daraus ergibt sich, dass sie am nächsten Tag erst um 5:10 anspringt... usw.

    DAS ist die moderne Variante - und an die Leute von co2online:
    Bitte Bitte Bitte Bitte ... informiert euch besser bevor ihr Halbwahrheiten verbreitet. Die Welt ist zu komplex für diese Pauschalaussagen. Wem das zu komplex ist - der sollte nicht meinen anderen zu sagen wie es läuft...
    Das ist leider nicht nur peinlich sondern auch verdammt kontraproduktiv - und damit schadet ihr allen, die sich richtig engagieren
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    schrieb am 09.12.2010 um 13:07
    Hallo,
    du scheinst dich ja auszukennen mit dem Thema,
    mich würde Deine Meinung zu dem Thema hier interessieren:

    http://www.utopia.de/gutefragen/fragen/wie-stelle-ich-meine-gasheizung-optimal

    viele Grüße!
    Mela
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    schrieb am 09.12.2010 um 14:05
    Ja genau - das ist das was ich auch sagen wollte - nur eben viel fachmännischer ausgedrückt!!

    und: Du hast vollkommen Recht, dass viele deiner Profi-Kollegen das auch "falsch" machen!!!
    (deswegen wurden bei den Nachbarn drei Heizungs-Techniker benötigt, bis endlich die Ursache klar war )
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    schrieb am 09.12.2010 um 16:35
    Da hast Du, Helmut, absolut recht. Dass „nur neuere Gasetagenheizungen optimal mit programmierbaren Heizkörperthermostaten zusammen[arbeiten]“, ist zu pauschal.

    In den Zeilen davor ging es allerdings um Raumthermostate mit manueller Regelung. Und die stellen eben meist ein Problem dar. Zum Beispiel, wenn ich den Raum mit dem Raumthermostat (hier: das Wohnzimmer) morgens gar nicht beheizen will, Bad und/oder Küche aber schon. Das dürfte leider einigen so gehen, die sich am Morgen nur in Küche und Bad aufhalten und dann außer Haus sind - wie der Utopia-Redakteur.
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    schrieb am 09.12.2010 um 15:56
    Hallo,

    technisch ist alles durch verschiedene, konstruktive Beiträge beschrieben.

    Für mich ist der Bericht gut, da jemand zugibt, gescheitert zu sein. Das zeigt für mich Größe. Wo gibt es das heute in der Öffentlichkeit in Zeiten des Vertuschens, nicht mehr Erinnerns, Ausflüchte suchens und was so alles mehr oder weniger täglich über dieses Land schwappt?

    Der Bericht hat auch die Aussage, dass man etwas vergessen oder nicht daran gedacht hat.
    Kann das jemand von sich behaupten, alles richtig gemacht zu haben?

    Ich lese in dem Bericht nirgends, dass die progr. Thermostate Schrott wären. Das ist eine von verschiedenen Interpretationsmöglichkeiten.

    Gruß
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    schrieb am 10.12.2010 um 21:36
    yeah! Scheitern hat Größe!
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    schrieb am 10.12.2010 um 05:44
    In dem Haus wo ich wohne, ist eine zentrale Heizanlage im Keller installiert. Die Wärme - u. Warmwasserversorgung wird von dort bereitgestellt. Beim Austausch der Heizkörperthermostaten sollte man sich vorher über solche Gegebenheiten informieren. Ein klein wenig handwerkliches Geschick sollte man daher auch mitbringen. Der Rest ist hierbei ein Kinderspiel: Ich habe die Absicht neue Thermostaten in meiner Wohnung zu insttallieren. Daher auch mein Beitrag hier:
    Lohnt sich denn die Anschaffung programmierbarer Thermostate? Wer kennt sich damit aus?
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    schrieb am 10.12.2010 um 08:05
    In den meisten Fällen lohnt sich das, denn...

    1. Der Mensch ist nunmal träge und vergisst das ein oder andere
    2. Der Mensch kann nicht an mehreren Orten gleichzeitig sein
    3. Der Mensch beschwert sich immer wenn es zu kalt ist, seltener wenn es zu warm ist.

    Aber: Nicht zwingend ist damit Geld zu sparen,

    Ein Beispiel: Die (richtig guten) Fachleute im Rathaus der Stadt Hilden haben eine bestehende Schule saniert und richtig viel Geld für eine neue GLT Anlage in die Hand genommen (GLT = Gebäudeleittechnik) die mit Fenstersemorik, Bewegungsmeldern, Zeitprogrammierung usw. usw. usw. ausgestattet war.
    Von der Investition versprach man sich hohe Einsparungen... Aber daraus wurde nichts. Der Hausmeister der Schule war nämlich stets gewissenhaft (einer von der guten alten Sorte) und ist jeden Tag durch die Schule gelaufen und hat das von Hand gemacht was nach der Sanierung die GLT automatisch erledigt...

    Die Anlage ist sehr gut konzipiert und es wurde alles richtig gemacht, dennoch war die Einsparung geringer als gedacht...

    Mein Tipp zum programmierbaren Heizkörperthermostat:
    Aufteilung der Wohnung (des Hauses)
    In Nebenräumen werden normale Thermostate benutzt und auf ca. 10° eingestellt
    In Schlafräumen werden normale Thermostate benutzt und auf ca. 15° eingestellt (Ich weiß - Die Frauen haben da andere Vorstellungen, aber wenn ihr euch vor dem schlafen gehen die Füße einmal kurz kalt abduscht ist das kein Problem mehr...aber glaubt mir - es ist gesünder als zu trockene warme Heizungsluft...)
    In wenig benutzten Wohnräumen werden normale Thermostate benutzt und auf ca. 15° eingestellt
    Nur in regelmäßig (der Befriff kommt nicht von ungefähr) benutzten Wohnräumen und Badezimmern werden programmierbare Thermostatköpfe eingesetzt.

    Das Badezimmer kann ich (als Morgenduscher) so morgens pünktlich auf schnuckelige 24°C heizen - für eine Stunde - und dann ist gut.Den Rest vom Tag komme ich doch auch dort mit 20°C gut zurecht.

    Wichtig bei all den Überlegungen: Ganzheitliche Betrachtung.
    Der Verlust des Badezimmers kann der Gewinn des Flurs, oder anderer angrenzender Räume sein...Wie in der Buchhaltung gilt es also zu bilanzieren...

    Ich kann allen nur raten sich zB mal das "RWE Baubuch" zu kaufen. Dort findet auch der Laie ein sehr gutes Fundament über Elektro, Heizung, Sanitär und Lüftung - aber auch zur Bauphysik und einfach allem, was die Themen Energie und Wohnen so verbindet.
    Ein 2. Aspekt der Empfehlung ( Nein! Ich bin nicht mit RWE verwandt oder verschwägert) ist das der ein oder andere auch mal wieder ins Gleichgewicht zurückfindet und merkt das die meisten Menschen, die in solchen Konzernen arbeiten, auch Angst um unsere Zukunft haben. Die meisten von ihnen arbeiten im Übrigen wesentlich konkreter an Problemlösungen als viele Beschwerdeführer, die sich in Blogs abreagieren aber nichts konkretes auf die Beine stellen.

    ### Ergänzung (10-12-2010-0811) Ich muss das differenzieren, denn ich habe regelmäßig mit Technikern und Ingenieurern der Energieindustrie zu tun, das sind alles feine Menschen. Etwas genauer hinschauen könnte man bei den Kaufleuten - es ist schließlich deren BERUF Geld zu MACHEN (verdienen) ist da nicht das richtige Wort - Aber noch viel genauer sollte man doch hinschauen welche PARTEIGENOSSEN sich in den Aufsichtsräten befinden. Wenn ich hier in NRW so an die SPD denke dann wird mir teilweise nur noch schlecht - Schaut euch doch allein mal die Verknüpfung der Gewerkschaftsfunktionäre an (und deren Autos...) ###

    Helmut Abel
    www.online-revision.de

    PS: Wenn Thermostatköpfe ausgetauscht werden - dann achtet doch mal darauf, ob die Ventile über eine einstellbare Skala verfügen. Damit kann das Heizungsnetz hydraulisch abgeglichen werden. Leider macht das kaum einer, aber das Thema "Hydraulischer Abgleich" ist ein Bereich der Heizungsanlage wo wirklich Einsparpotential drin steckt.
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    schrieb am 10.12.2010 um 09:27
    Es macht echt Spaß Deine Beiträge zu lesen, weil sie mehr sind als nur fundiertes Halbwissen!
    Steht in dem RWE Baubuch auch was zum hydraulischen Abgleich drin? Bzw. hast Du eine Quelle im Internet, wo man sich mal etwas dazu anlesen kann? Als ich unseren Heizungsbauer mal darauf angesprochen hatte, kam nur das ist sehr teuer und kompliziert, ergo er kann es nicht.
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    schrieb am 11.12.2010 um 05:25
    Hey Helmut,
    danke für diese sehr aufschlußreiche Antwort. Bin beeindruckt, wie kompliziert das werden kann. (Und teuer). Trotzdem ist es mir wichtig, Energie zu sparen - schon unserer Umwelt zuliebe. Bei Ökostrom bin ich ja nun, jetzt gehts an`s Eingemachte.
    Ich hab auf jeden Fall dazugelernt und werd mich jetzt noch intensiver damit beschäftigen und auf jeden Fall meine Thermostaten austauschen.
    Beste Grüße von
    harryteltow
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    schrieb am 11.12.2010 um 08:39
    Hallo Alex

    Über den hydraulischen Abgleich steht nichts detailliertes drin. Das,würde den Rahmen sprengen, und obwohl sich so viele "Profis" schwer damit tun - es ist eigentlih sehr einfach. Du kannst mir ja ne Email schreiben, dann schicke ich dir detaillierte Infos zu...

    Gruß Helmut

    www.online-revision.de
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    schrieb am 13.12.2010 um 17:33
    ZDF WISO hat vor kurzem einen interessanten Beitrag über den hydraulischen Abgleich gesendet. Das Video, eine ausführliche Zusammenfassung und passende Links sind online zu finden:

    http://wiso.zdf.de/ZDFde/inhalt/7/0,1872,8055367,00.html

    Die vom ZDF empfohlene Handwerkersuche (ganz einfach mit Eingabe der Postleitzahl) und weitere Infos zum hydraulischen Abgleich wie zu den Kosten und einem konkreten Beispiel (Einfamilienhaus, 150 m², freistehend, Jahresheizenergiebedarf 150 kWh/m²) ebenfalls:

    http://www.energiesparclub.de/hydraulischer-abgleich/index.html
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    schrieb am 11.12.2010 um 16:58
    Ach ja, der gute, liebe hydraulische Abgleich. Etwas, dass seit ein paar Jahren eigentlich Pflicht ist, bisher aber von kaum einem Monteur durchgeführt wird, geschweige denn, dass sie wissen, was das überhaupt ist.
    Für den Laien ganz leicht fest zu stellen, ob der Hydraulische Abgleich gegeben ist:
    Entweder am Heizkörper selber, oben sollte die Heizlörperoberfläche "heiß" sein und unten deutlich kühler oder aber am Vor- und Rücklaufleitung (also die Heizungswasserleitung die VOR dem Heizkörper das heiße Wasser führt und die zuRÜCK zum Kessel führt) wo das ebenso zu fühlen (oder abzulesen an Thermometern in der Leitung) sein sollte. Vorlauf Heiß (Warm - abhängig vom Heizungssystem) und Rücklauf deutlich kühler (je nach Heizungssystem so zwischen 10 bis 20 °C).

    Ist das bei allen Heizkörpern gegeben, kann man getrost davon ausgehen, dass die Anlage hydraulisch abgegelichen ist - ist dies nicht der Fall, sollte man sich einen Energieberater (oder Heizungsmonteur) ins Haus hohlen, die beim Wort hydraulischer Abgleich nicht erst einmal fragen "ein was bitte?".
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